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Sprachreflexion und Sprachkritik. Jugend- und Fremdwortkritik des Deutschen in sozialen Medien

Klassifikation qualitativer Wortkritik nach Jochen A. Bär

Title: Sprachreflexion und Sprachkritik. Jugend- und Fremdwortkritik des Deutschen in sozialen Medien

Term Paper , 2021 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics

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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem zunehmenden Fremdwortgebrauch im Deutschen, welcher für zahlreiche Menschen als Untergang der Muttersprache angesehen wird, jedoch als natürlich Phänomen der Sprache selbst zu deuten ist.

Verbunden mit der Individualität der Menschheit sind die unterschiedlichen Haltungen mit Blick auf die Sprache und den Sprachgebrauch. So kommt es in einer Sprechergemeinschaft nicht selten zu Auseinandersetzungen und Streitigkeiten über die Sprache und ihren Gebrauch, denn nicht jede Wortwahl ist angemessen, nicht jeder Ausdruck für jedermann nachvollziehbar.

Infolgedessen ist auch der Umstand, dass Sprache einer Kritik unterzogen werden kann und muss, nicht verwunderlich. Man schaue hierfür nur auf die Medien, in denen im umfangreichen Ausmaß immer wieder über die „Richtigkeit“ bestimmter Wörter, Wortgruppen oder anderer sprachlicher Phänomene zumeist ohne ausreichendes sowie fachkundiges Wissen spekuliert und geurteilt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Sprachreflexion

3 Sprache als Metasprache

4 Sprachkritik

4.1 laienlinguistische Sprachkritik

4.2 Die Angst vor dem Sprachverfall

4.3 linguistische Sprachkritik

5 Klassifikation qualitativer Wortkritik nach Jochen A. Bär

6 Illustration der Theorie an konkreten Beispielen der Jugend- bzw. Fremdwortkritik

7 Jugendsprache mit dem Fokus der Fremdwortverwendung als Thema im Deutschunterricht

8 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die laienlinguistische Sprachkritik im Kontext der Verwendung von Fremdwörtern durch Jugendliche. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen subjektiven, oft von Angst vor Sprachverfall geprägten Laienurteilen und der wissenschaftlich fundierten, deskriptiven Sichtweise der Linguistik aufzuzeigen, um die Notwendigkeit einer reflexiven Sprachkritik in der schulischen Bildung zu verdeutlichen.

  • Grundlagen der Sprachreflexion und Metasprache
  • Abgrenzung zwischen laienlinguistischer und linguistischer Sprachkritik
  • Qualitative Klassifikation von Wortkritik nach Jochen A. Bär
  • Analyse aktueller Kommentare zu jugendsprachlichen Fremdwörtern
  • Didaktische Potenziale der Thematisierung von Sprachkritik im Deutschunterricht

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Angst vor dem Sprachverfall

Laien-Linguisten halten oftmals immer noch an einem veralteten Sprachbegriff fest. So sehen sie den linguistisch begründeten Sprachwandel als Sprachverfall, der mit allen Mitteln zu verhindern gilt. Demzufolge zielen sie mit ihren Bestrebungen hauptsächlich aus Angst vor diesem Phänomen auf die „Pflege“ und die „Reinhaltung“ der deutschen Sprache ab (vgl. ebd., 90).

Obwohl Fremdwörter den Menschen seit langer Zeit bekannt sind, in der deutschen Sprachgemeinschaft ihren festen Platz besitzen und darüber hinaus wichtige Funktionen erfüllen, etwa wenn mit einem deutschen Wort ein Sachverhalt nur umständlich umschrieben werden kann (vgl. Bär 2001, 121), gibt es von laienlinguistischer Seite aus immer wieder weitreichende Klagen über die fremdsprachlichen Einflüsse auf das Deutsche.

Schließlich hat sich im Jahr 1977 zur „Wahrung der deutschen Sprache“ der „Verein deutsche Sprache“ gegründet. Das übergeordnete Ziel des Vereins besteht darin, die deutsche Sprache als Kultursprache zu erhalten, zu fördern, und diesbezüglich die immer weiter fortschreitende Anglisierung zu stoppen (vgl. Satzung | Verein Deutsche Sprache e. V. (vds-ev.de), 13.03.21).

Der Verein deutsche Sprache hat seinen Sitz in Dortmund und nach eigenen Angaben ca. 36.000 Mitglieder (vgl. ebd., 13.03.21). Darunter befinden sich auch (gebildete) Fachleute wie beispielsweise Lehrer*innen, Journalist*innen und Politiker*innen.

Als einen bedeutenden Grund gegen den Gebrauch von Wörtern englischer Herkunft geben die Laien-Linguisten an, dass Menschen deutscher Herkunft, die dem englischen Sprachgebrauch nicht oder nur gering mächtig sind (dies betrifft vor allem die ältere Generation), in erheblichem Maße an der Kommunikation ausgeschlossen werden. So der Verein Deutsche Sprache auf einer Pressemitteilung im Juli 1998:

„Wenn Fahrgäste auf deutschen Bahnhöfen dreimal vergeblich zum Service-Point gerufen werden, bis dann beim vierten Aufruf die Bitte zum Erscheinen bei der Auskunft von Erfolg begleitet wird […], darf man sich durchaus fragen, wen die Benutzer solcher Anglizismen eigentlich ansprechen wollen […].“ (Pressemitteilung des VDS vom 08.07.98, zit. n. Zabel 2001, 261f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung etabliert die Bedeutung von Spracheinstellungen und Sprachreflexion in der Gesellschaft und führt in die Problematik der laienlinguistischen Kritik am Fremdwortgebrauch ein.

2 Sprachreflexion: Dieses Kapitel definiert Sprachreflexion als das Nachdenken über Sprache und betont die Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit metasprachlichen Funktionen.

3 Sprache als Metasprache: Es wird die philosophische und sprachwissenschaftliche Unterscheidung zwischen Metasprache und Objektsprache erläutert, welche die Grundlage für die Sprachkritik bildet.

4 Sprachkritik: Hier werden die Definitionen und Erscheinungsformen der Sprachkritik dargelegt, wobei eine klare Trennung zwischen laienlinguistischer und linguistischer Sprachkritik vorgenommen wird.

4.1 laienlinguistische Sprachkritik: Dieses Unterkapitel beschreibt die praxisorientierte, oft subjektive und normativ geprägte Sprachkritik von Nicht-Experten im öffentlichen Diskurs.

4.2 Die Angst vor dem Sprachverfall: Hier werden die laienlinguistischen Bestrebungen zur „Pflege“ und „Reinhaltung“ der deutschen Sprache analysiert, insbesondere im Kontext von Anglizismen.

4.3 linguistische Sprachkritik: Dieser Abschnitt beschreibt den fachwissenschaftlichen Ansatz der Sprachkritik, der auf dem „Maßstab der funktionalen Angemessenheit“ basiert.

5 Klassifikation qualitativer Wortkritik nach Jochen A. Bär: Das Kapitel stellt ein systematisches Kategoriensystem vor, mit dem Wortkritik unter sechs verschiedenen Aspekten wie Sprecher- oder Adressatenbezug analysiert werden kann.

6 Illustration der Theorie an konkreten Beispielen der Jugend- bzw. Fremdwortkritik: Anhand aktueller Beispiele aus den sozialen Medien wird die theoretische Klassifikation auf die Praxis der Jugendwort-Debatten angewandt.

7 Jugendsprache mit dem Fokus der Fremdwortverwendung als Thema im Deutschunterricht: Dieses Kapitel diskutiert didaktische Ansätze, um Schülern eine sprachkritische Kompetenz und ein Bewusstsein für angemessenen Sprachgebrauch zu vermitteln.

8 Ausblick: Der Ausblick resümiert die Relevanz der Thematik und plädiert für eine frühzeitige Integration von Sprachreflexion und Sprachkritik in den Schulunterricht.

Schlüsselwörter

Sprachreflexion, Sprachkritik, Laien-Linguistik, Fremdwortgebrauch, Jugendsprache, Anglizismen, Sprachverfall, funktionale Angemessenheit, Sprachwandel, Metasprache, Sprachnormen, Sprachunterricht, Sprachbewusstsein, Diskursanalyse, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der laienlinguistischen Sprachkritik, insbesondere wie Menschen im Alltag über Sprache urteilen, wenn sie den Gebrauch von Fremdwörtern durch die Jugend bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Abgrenzung von Laien-Linguistik und fachwissenschaftlicher Sprachkritik, die Theorie der funktionalen Angemessenheit sowie die didaktische Einbindung dieser Themen in den Deutschunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Mechanismen hinter der laienhaften Sprachkritik offenzulegen und aufzuzeigen, wie durch eine fundierte linguistische Perspektive ein reflektierterer Umgang mit sprachlichem Wandel erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur (u.a. Jochen A. Bär) mit einer explorativen Analyse konkreter Internet-Kommentare zur Jugendsprache kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Metasprache, klassifiziert Wortkritik nach Bär und illustriert diese anhand aktueller Beispiele aus den sozialen Medien (z.B. Debatten um das „Jugendwort 2020“).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachreflexion, Sprachkritik, Laien-Linguistik, Fremdwortgebrauch und funktionale Angemessenheit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die laienlinguistische Sicht von der linguistischen Sicht auf den Sprachwandel?

Laien betrachten Sprachwandel oft als Bedrohung und Sprachverfall, während die Sprachwissenschaft ihn als permanenten, wertneutralen Prozess begreift, der sich stetig an neue Kommunikationskontexte anpasst.

Warum wird die Einführung des Themas Sprachkritik im Grundschulalter empfohlen?

Da Kinder heutzutage sehr früh mit sozialen Medien und dort kursierenden laienlinguistischen Sprachurteilen in Berührung kommen, wird die frühe Förderung einer kritischen Kompetenz als wichtig erachtet, um Vorurteile gegenüber Sprachwandel abzubauen.

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Details

Title
Sprachreflexion und Sprachkritik. Jugend- und Fremdwortkritik des Deutschen in sozialen Medien
Subtitle
Klassifikation qualitativer Wortkritik nach Jochen A. Bär
College
University of Vechta
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1014741
ISBN (eBook)
9783346417039
ISBN (Book)
9783346417046
Language
German
Tags
Sprachreflexion Sprachkritik Linguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Sprachreflexion und Sprachkritik. Jugend- und Fremdwortkritik des Deutschen in sozialen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1014741
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