Diese Portfolio-Arbeit bezieht sich auf das Präsenzseminar „Formen des Gesprächs“. Im Rahmen der Veranstaltung wurden mit interaktivem Charakter verschiedene Formen des Gesprächs gelehrt. In Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit insgesamt vier praktischen Aufgaben: dem kontrollierten Dialog, dem Fischglas-Gespräch, dem Drehbuch und mit dem Feedbackgespräch.
Diese praktischen Übungen werden im Folgenden kurz dargestellt und die Erkenntnisse zusammengefasst. Im Anschluss daran wird vertiefend auf das Instrument Feedback eingegangen.
Im zweiten Teil der Arbeit wird weiterhin eine konkrete Situation aus meinem beruflichen Umfeld geschildert, bei der es zu kommunikativen Herausforderungen kam. Auf die Schilderung folgt eine Analyse des Szenarios nach dem Sprechsituationsmodell sowie ein Drehbuch als Instrument zur Problemlösung.
Inhaltsverzeichnis
1 Persönliche Erfahrungen aus dem Blockseminar
1.1 Erwartungen und Inhalte
1.2 Der kontrollierte Dialog
1.3 Das Fischglas
1.4 Das Drehbuch
1.5 Das Feedback
1.5.1 Feedback nach Luft & Ingham
1.5.2 Feedback in der Pädagogik
1.5.3 Feedback im Sozialleben und in der Psychologie
2 Kommunikationssituation aus dem beruflichen Umfeld
2.1 Szenario: Konflikt durch lückenhafte Kommunikation
2.2 Analyse der Situation nach dem Sprechsituationsmodell
2.3 Ableitung von Maßnahmen für eine effiziente Kommunikation
2.4 Drehbuch zur beschriebenen Situation
3 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, theoretische Grundlagen der Gesprächsführung und Feedbackmethoden mit praktischen Anwendungsszenarien aus dem beruflichen Alltag zu verknüpfen, um Kommunikationskonflikte durch strukturierte Moderationsinstrumente zielorientiert zu lösen.
- Reflektion der im Blockseminar erlernten Kommunikationstechniken.
- Vergleichende Analyse verschiedener Feedbackansätze (Psychologie, Pädagogik, Johari-Fenster).
- Untersuchung von Kommunikationsschwierigkeiten in Matrix-Organisationen durch das Sprechsituationsmodell.
- Entwicklung eines Drehbuchs als Moderationshilfe zur Konfliktlösung und Prozessoptimierung.
Auszug aus dem Buch
1.2 Der kontrollierte Dialog
Der kontrollierte Dialog (KD) dient dazu, das Hör-Verstehen und das Sprech-Denken zu üben (vgl. Schega, 2020, S. 52). Der Ablauf ist wie folgend: Teilnehmer A spricht zu B, B wiederholt zunächst sinngemäß, was A sagte und spricht dann einen eigenen Beitrag zu A, welcher wiederum sinngemäß B wiederholt. Teilnehmer C übernimmt dabei die Rolle des Kontrolleurs und unterbricht A und B, wenn einer der beiden die Regeln verletzt. Ziel der Übung ist es, das eigene Hörverstehen zu intensivieren und so sprechzudenken, dass das Gegenüber besser hörverstehen kann. In der Praxis findet sich dieses Gesprächsinstrument oftmals in Form von Nachfragen (vgl. Schega, o. J., S. 53). Im Rahmen des Seminars übten die Teilnehmenden den kontrollierten Dialog in Dreiergruppen. Dabei kam die Gruppe kollektiv zu der Erkenntnis, dass das Auffassen und Wiedergeben der Beiträge anstrengend wird, sobald mehr als drei Informationen pro Beitrag überliefert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Persönliche Erfahrungen aus dem Blockseminar: Dieses Kapitel erläutert die im Seminar behandelten Gesprächstechniken wie den kontrollierten Dialog, das Fischglas, das Drehbuch und verschiedene Feedbackmethoden.
2 Kommunikationssituation aus dem beruflichen Umfeld: Hier wird ein realer Konfliktfall aus einer Matrix-Organisation analysiert, auf Basis des Sprechsituationsmodells ausgewertet und durch ein strukturiertes Drehbuch adressiert.
3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl der Feedbackmethode stark von der jeweiligen Beziehungsdynamik und dem Kontext abhängt und zeigt die Wirksamkeit strukturierter Planung in der beruflichen Kommunikation auf.
Schlüsselwörter
Feedback, Gesprächsführung, Johari-Fenster, Kommunikation, Sprechsituationsmodell, Drehbuch, Moderation, Matrix-Organisation, Konfliktlösung, Sandwich-Methode, zwischenmenschliche Kommunikation, Rhetorik, Prozessmanagement, soziale Kompetenz, Selbstreflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die praktische Anwendung verschiedener Formen der Gesprächsführung und Feedbackmethoden, basierend auf Inhalten eines universitären Blockseminars.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen zählen Kommunikationstheorien, Feedbacktechniken in verschiedenen Kontexten (Psychologie, Pädagogik) sowie die Anwendung von Moderationshilfen wie das Drehbuch.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die theoretische Reflexion von Gesprächsformen und deren Übertragung auf eine reale, herausfordernde Kommunikationssituation im beruflichen Kontext.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche zur Theoriebildung und wendet das Sprechsituationsmodell sowie die Erstellung eines Drehbuchs zur situativen Problemanalyse an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Seminareindrücke sowie die detaillierte Analyse eines Konfliktszenarios inklusive der Ausarbeitung einer konkreten Lösungsstrategie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Feedback, Gesprächsführung, Kommunikationsmodell, Drehbuch und Konfliktmanagement.
Warum wird das Johari-Fenster als Feedback-Instrument reflektiert?
Das Johari-Fenster dient als Grundlage, um den sogenannten "blinden Fleck" in der Kommunikation zu identifizieren und die Bedeutung von neutralem, wertfreiem Feedback zu verdeutlichen.
Inwiefern hat die Corona-Pandemie das beschriebene Szenario beeinflusst?
Die pandemiebedingte räumliche Distanz und der Verlust nonverbaler Kommunikationssignale (Mimik, Gestik) trugen laut Autorin maßgeblich zur Eskalation der Informationslücke im Team bei.
Welche Funktion erfüllt das Drehbuch im geschilderten Konflikt?
Das Drehbuch fungiert als strukturierte Moderationshilfe, um durch klare Zielvorgaben, Zeitplanung und definierte Verantwortlichkeiten Prozesse zukünftig effizienter zu gestalten.
Wie unterscheidet sich Feedback in der Pädagogik von anderen Ansätzen?
Im Gegensatz zum rein wertfreien Feedback nach Luft & Ingham erlaubt der pädagogische Ansatz die Nutzung der "Sandwich-Methode" und das explizite Aussprechen von Verbesserungsvorschlägen.
- Arbeit zitieren
- B. A. Lisa Ohlms (Autor:in), 2021, Formen des Gesprächs, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1006419