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Die Pragmatische Sanktion. Reaktionen der österreichischen Erblande und der europäischen Mächte

Title: Die Pragmatische Sanktion. Reaktionen der österreichischen Erblande und der europäischen Mächte

Seminar Paper , 2012 , 14 Pages

Autor:in: Gregor Reigner (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befasst sich mit der sogenannten Pragmatischen Sanktion, mit der die Erbfolge Maria Theresias in der österreichischen Monarchie international gesichert werden sollte. Es werden sowohl die Reaktionen der österreichischen Erblande als auch jene der europäischen Mächte auf die Pragmatische Sanktion untersucht. Dies soll zeigen, ob die Pragmatische Sanktion als ein außenpolitischer Erfolg bezeichnet werden kann oder nicht.

Die Pragmatische Sanktion stellt einen wichtigen Wendepunkt in der Politik und Tradition der Habsburgermonarchie dar, war doch zum ersten Mal eine weibliche Erbfolge möglich. Diese Regelung hatte weitreichende Konsequenzen, da Kaiser Karl VI., der letzte männliche Habsburger am 20. Oktober 1740 starb – dies hätte, normalerweise, das Ende des Geschlechts der Habsburger und ihrer Dynastie bedeutet. Doch die Pragmatische Sanktion sollte verhinderte das Aussterben der Dynastie der Habsburger – doch lediglich dann, wenn diese auch von den anderen Mächten Europas akzeptiert würde. Deshalb soll die zentrale Frage dieser Arbeit sein: Hat die Pragmatische Sanktion ihr Ziel erreicht? Wurde sie von den Erblanden und anderen europäischen Mächten akzeptiert und war sie damit erfolgreich? Hat sie „funktioniert“? War sie außergewöhnlich?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Chronologie

Hintergründe

Rechtliche Grundlagen

Reaktion der Erblande und der europäischen Mächte

Tirol

Ungarn

Kroatien

Heiliges römisches Reich

Sachsen

Preußen und Frankreich

Russland

Schlusswort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Pragmatische Sanktion als historisches Verfassungsdokument der Habsburgermonarchie. Ziel ist es zu erörtern, ob die Sanktion ihr politisches Ziel erreichte, die weibliche Erbfolge zu sichern, und inwiefern sie von den Erblanden sowie den europäischen Mächten akzeptiert wurde.

  • Die Pragmatische Sanktion als rechtliches Instrument zur Sicherung der dynastischen Erbfolge.
  • Analyse der Reaktionen der verschiedenen habsburgischen Kronländer.
  • Die diplomatische Anerkennung durch europäische Mächte und das Problem der militärischen Durchsetzung.
  • Verfassungsrechtliche Bedeutung und der Übergang von der Personalunion zur Unionsmonarchie.
  • Der Einfluss auf den Österreichischen Erbfolgekrieg und die Rolle von August dem Starken.

Auszug aus dem Buch

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen der Pragmatischen Sanktion veranschaulichen die Bedeutung dieser Regelung für Österreich und Europa, sowie die Reaktionen der anderen europäischen Herrscher auf diese. Der Vertrag Pactum mutuae successionis von 1703 sah bereits vor, dass im Falle des Fehlens eines männlichen Erben, die älteste Tochter des letzten Herrschaftsinhabers erbberechtigt sein solle. Ebenso war eine gegenseitige Erbfolge der josephinischen Linie und der karolinischen Linie vorgesehen. 1713 wurde diese Erklärung notariell beglaubigt und galt damit als „Verfassungsdokument“, bereits Karl VI. bezeichnete die Pragmatische Sanktion als eine immerwährende Satzung.

Eine der wichtigsten Punkte – neben dem Erbrecht der Erbtöchter – war die Festlegung, dass das habsburgische Reich nicht geteilt werden dürfe, d.h. unteilbar sei. Dies stellt eine Besonderheit in der österreichischen Verfassungsgeschichte dar, da die Habsburgermonarchie nach damaligen Recht lediglich eine Personalunion mit z.T. rechtsfremden Ländern (z.B. Ungarn) war, d.h. die Länder der Monarchie keine staatsrechtliche Einheit bildeten. Somit wurde aus dem Prinzip der Personalunion eine Unionsmonarchie (indivisibiliter et inseparabiliter unio).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Pragmatischen Sanktion als Mittel zur Sicherung der weiblichen Erbfolge und Definition der zentralen Forschungsfragen.

Chronologie: Auflistung der bedeutendsten Daten von 1699 bis 1918, um die historische Einbettung der Sanktion und ihre Gültigkeitsdauer zu verdeutlichen.

Hintergründe: Erläuterung der Umstände unter Kaiser Karl VI. und die Korrektur der Annahme, die Sanktion sei explizit nur für Maria Theresia verfasst worden.

Rechtliche Grundlagen: Analyse des Pactum mutuae successionis und der Etablierung des Prinzips der Unteilbarkeit der habsburgischen Länder.

Reaktion der Erblande und der europäischen Mächte: Untersuchung der Akzeptanz der Sanktion durch diverse Territorien und Mächte, unterteilt in regionale Unterkapitel.

Schlusswort: Zusammenfassende Bewertung, dass die Sanktion auf europäischer Ebene militärisch durchgesetzt werden musste, jedoch für die österreichische Verfassungsgeschichte von entscheidender Bedeutung war.

Schlüsselwörter

Pragmatische Sanktion, Habsburgermonarchie, Erbfolge, Karl VI., Maria Theresia, Unionsmonarchie, Erblande, österreichischer Erbfolgekrieg, Pactum mutuae successionis, Rechtsgeschichte, europäische Mächte, Personalunion, Verfassungsdokument, Unteilbarkeit, Salisches Recht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Bedeutung und den Auswirkungen der Pragmatischen Sanktion, einem zentralen Verfassungsdokument der Habsburgermonarchie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen der Erbfolge, der Akzeptanz innerhalb der habsburgischen Erblande sowie der diplomatischen und militärischen Anerkennung durch andere europäische Mächte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es zu klären, ob die Pragmatische Sanktion ihre beabsichtigte Funktion erfüllte, die Dynastie zu sichern und einen Zerfall der Monarchie zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse und einer Literaturuntersuchung, um die rechtliche und politische Entwicklung nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Hintergründe, die rechtlichen Bestimmungen sowie die unterschiedlichen Reaktionen von Regionen wie Tirol, Ungarn, Kroatien und Staaten wie Sachsen, Preußen, Frankreich und Russland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pragmatische Sanktion, Habsburgermonarchie, Erbfolge, Unteilbarkeit der Länder und Unionsmonarchie.

Warum war die Sanktion für Kroatien ein Sonderfall?

Kroatien bat bereits vor der offiziellen Verkündung aktiv um eine weibliche Erbfolge, um weiterhin Teil des habsburgischen Machtblocks bleiben zu können.

Inwiefern beeinflusste August der Starke die Anerkennung?

August der Starke erklärte die Sanktion aufgrund abweichender Interpretationen früherer Verträge für nichtig, was die diplomatischen Beziehungen zwischen Sachsen und den Habsburgern nachhaltig belastete.

Warum wird die Sanktion im Kontext der Außenpolitik oft als gescheitert bezeichnet?

Da trotz der diplomatischen Bemühungen Karls VI. nach seinem Tod ein umfassender Erbfolgekrieg ausbrach, musste die Sanktion letztlich militärisch verteidigt werden.

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Details

Title
Die Pragmatische Sanktion. Reaktionen der österreichischen Erblande und der europäischen Mächte
College
University of Vienna
Author
Gregor Reigner (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V1005527
ISBN (eBook)
9783346386939
ISBN (Book)
9783346386946
Language
German
Tags
Pragmatische Sanktion Mittelalter Österreichische Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gregor Reigner (Author), 2012, Die Pragmatische Sanktion. Reaktionen der österreichischen Erblande und der europäischen Mächte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1005527
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