In dieser Ausarbeitung wird die Autorin vorerst auf die Teilnehmerorientierung als didaktisches Handlungsprinzip und dessen wichtigsten Kernpunkte eingehen. Darauf aufbauend verweist sie auf die Umsetzung und die Grenzen an diesem didaktischen Konzept. Im Zuge dessen geht sie zusätzlich auf die didaktischen Leistungen und Faktoren ein, die zur Erreichung der allgemeinen Zielsetzung dieses didaktischen Prinzips von Bedeutung sind. Ebenso versucht die Autorin allerdings auch, die Grenzen der Teilnehmerorientierung zu beleuchten und im direkten Umkehrschluss bereits vorgeschlagene Lösungsstrategien aufzuzeigen. Im anschließenden Fazit möchte sie gerne meine eigene Meinung mit einbringen und ein paar Worte über das Vorangegangene los werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. TEILNEHMERORIENTIERUNG ALS DIDAKTISCHES HANDLUNGSPRINZIP
3. UMSETZUNG DER TEILNEHMERORIENTIERUNG
4. GRENZEN DER TEILNEHMERORIENTIERUNG
5. FAZIT
6. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem didaktischen Handlungsprinzip der Teilnehmerorientierung in der Erwachsenenbildung auseinander, beleuchtet deren Umsetzungsmöglichkeiten sowie Herausforderungen und reflektiert die Rolle des Lehrenden bei der Gestaltung von Bildungsangeboten.
- Grundlagen der Zielgruppen- und Teilnehmerorientierung
- Verhältnis von Sach- und Psychologik
- Didaktische Konzepte wie „Reading“ und „Flexing“
- Grenzen der Anpassungsfähigkeit des Lehrenden
- Reflexion über Rolle und Verantwortung im Lehr-Lernprozess
Auszug aus dem Buch
2. Teilnehmerorientierung als didaktisches Handlungsprinzip
Didaktische Antizipation, Teilnehmerpartizipation oder auch Selbststeuerung – all dies sind Auslegungen, die mit dem Begriff der Teilnehmerorientierung einher gehen. Ob unter „learner centred approach“ oder, wie wir es kennen, „Teilnehmerorientierung“, deutlich wird: Das didaktische Konzept der Teilnehmerorientierung zählt zu den traditionellen Handlungsprinzipien in der Erwachsenenbildung und dies vor allem auch im internationalen Rahmen (vgl. Schrader, 2010: 284).
Eingesetzt wird die TNO, die die Orientierung der Lehr-Lernprozesse vom und am Teilnehmenden impliziert, hauptsächlich zur didaktischen Gestaltung und Durchführung von Weiterbildungsangeboten in der Erwachsenenbildung. Die Voraussetzungen und Erwartungen des Teilnehmenden werden demnach bei der didaktischen Aufbereitung des Angebotes berücksichtigt. Es handelt sich um eine gemeinsame didaktische Gestaltung der Lehrenden und Lernenden bezogen auf die Durchführung des Weiterbildungsangebotes (vgl. Schrader.: 284).
Dementsprechend kann durch die TNO bei der Didaktik von Weiterbildungsangeboten in der Erwachsenenbildung nicht von einer reinen Sachebene und -systematik gesprochen werden, es handelt sich eher um eine relationale Beziehung zwischen dieser und den Individualisierungsprozessen der Teilnehmenden. In diesen Individualisierungsprozessen inbegriffen sind die persönlichen Lerninteressen und die Autonomie des jeweiligen Subjektes (vgl. Siebert, 2012: 117). Diese wiederrum sind Teil der Psychologik bzw. -ebene wie Horst Siebert sie verorten würde. Die Vermittlung zwischen diesen beiden Ebenen, der Sach- sowie Psychologik spielt also eine wichtige Rolle für eine gelungene TNO (vgl. ebd.: 119).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung der Zielgruppenorientierung ein und erläutert die Relevanz der Teilnehmerorientierung für das didaktische Handeln in der Erwachsenenbildung.
2. TEILNEHMERORIENTIERUNG ALS DIDAKTISCHES HANDLUNGSPRINZIP: Hier wird der Begriff der Teilnehmerorientierung als Konzept definiert, das die Schnittstelle zwischen Sach- und Psychologik sowie die Partizipation der Lernenden fokussiert.
3. UMSETZUNG DER TEILNEHMERORIENTIERUNG: Dieses Kapitel beschreibt notwendige didaktische Leistungen wie die Selbstreflexion des Lehrenden sowie die Faktoren „Reading“ und „Flexing“ zur Herstellung von Passung.
4. GRENZEN DER TEILNEHMERORIENTIERUNG: Der Text thematisiert die strukturellen und methodischen Grenzen der Anpassungsmöglichkeiten sowie Strategien zur Transparenzschaffung.
5. FAZIT: Der Autor resümiert die Bedeutung der Teilnehmerorientierung als Chance für lebenslanges Lernen, warnt jedoch vor einer Überfürsorglichkeit, die in eine Dozentenorientierung umschlagen könnte.
6. LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und weiterführende Literatur zur Fundierung der Argumentation auf.
Schlüsselwörter
Teilnehmerorientierung, Erwachsenenbildung, Didaktik, Handlungsprinzip, Teilnehmerpartizipation, Sachlogik, Psychologik, Lernanforderungen, Zielgruppenorientierung, Reading, Flexing, Lehreranpassung, Lebenslanges Lernen, Weiterbildung, Selbststeuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das didaktische Prinzip der Teilnehmerorientierung in der Erwachsenenbildung und dessen praktische Relevanz.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen das Verhältnis von Sach- und Psychologik, die aktive Mitgestaltung durch Teilnehmende sowie die didaktischen Herausforderungen für Lehrende.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erläuterung der Teilnehmerorientierung als dynamisches Konzept sowie die Reflexion ihrer Umsetzungsmöglichkeiten und Grenzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein Theory Journal, das auf einer Literaturanalyse und einer persönlichen didaktischen Reflexion basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, die methodische Umsetzung mittels „Reading“ und „Flexing“ sowie die Analyse von Grenzen und Lösungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Teilnehmerorientierung, Partizipation, Sach- und Psychologik sowie didaktische Handlungsprinzipien.
Was bedeutet das didaktische Dilemma in der TNO?
Das Dilemma besteht in der Ambivalenz zwischen subjektiven Teilnehmerwünschen und dem Anspruch des Lehrenden, eine sachgerechte und teilnehmerorientierte Lernumgebung zu schaffen.
Warum spielt die Selbstreflexion eine so große Rolle?
Sie ist der notwendige erste Schritt, damit Lehrende ihre eigenen Vorannahmen und ihr Bild vom Teilnehmer hinterfragen, um echte Partizipation zu ermöglichen.
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- Anonym (Author), 2020, Teilnehmerorientierung in der Weiterbildung als didaktisches Handlungsprinzip, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1005519