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Übergangsriten nach Arnold van Gennep

Titel: Übergangsriten nach Arnold van Gennep

Hausarbeit , 2017 , 8 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maximilian Pössinger (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Kurzhausarbeit befasst sich mit dem Thema Übergangsriten – ein Begriff, der vom französischen Ethnologen Arnold van Gennep 1909 in seinem gleichnamigen Werk eingeführt, und von zahlreichen Religionswissenschaftlern und Ethnologen, wie z.B. Victor Turner, aufgegriffen oder weiterentwickelt wurde. Die Arbeit soll das im Seminar gehaltene Stichwort-Referat zum selben Thema ergänzen, und die im Vortrag geschilderten Erläuterungen knapp aber übersichtlich, und in Schriftform veranschaulichen.

Eine nähere Beschäftigung mit der von van Gennep entwickelten Struktur der Übergangsriten kann auch einen Zugang zum im Seminar primär behandelten Thema des Kami- und Geisterglaubens bieten, da es dadurch leichter fallen könnte, bestimmte Riten in ihrer Funktion und Ausführung zu analysieren. Nach einer Betrachtung des Begriffs hinsichtlich seiner Definition und Entstehung, folgt eine mögliche Deutung der Funktion, die Übergangsriten einnehmen. Im zweiten Punkt der Arbeit wird die von van Gennep eingeführte Drei-Stufen-Struktur von Übergangsriten eingeführt, die schließlich im letzten Punkt anhand mehrerer Beispiele exemplarisch untermauert werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Übergangsriten: Definition und Funktion

2. Die „Drei-Stufen-Struktur“ nach Arnold van Gennep

3. Beispiele für Übergangsriten

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das von Arnold van Gennep entwickelte Konzept der Übergangsriten theoretisch zu erläutern und durch praktische Anwendungsbeispiele zu veranschaulichen, um so ein tieferes Verständnis für rituelle Abläufe im sozialen Kontext zu ermöglichen.

  • Definition und Funktion von Übergangsriten als soziale Kontrollinstrumente
  • Die dreistufige Grundstruktur nach van Gennep (Trennungs-, Schwellen- und Angliederungsriten)
  • Analyse ritueller Übergangsprozesse am Beispiel der Ndembu-Häuptlingsweihe
  • Übertragung des Modells auf moderne und institutionelle Riten wie Initiation, Militärausbildung und Rittertum

Auszug aus dem Buch

2. Die „Drei-Stufen-Struktur“ nach Arnold van Gennep

Übergangsriten sind vielfältig und man kann sie in den verschiedensten Kulturen überall auf der Welt finden. Sie weisen dabei aber häufig eine ähnliche Grundstruktur auf. Arnold van Gennep unterteilte den Aufbau der Übergangsriten in drei unterschiedliche Stufen: Die Trennungsriten (rites de passage), die Schwellen- bzw. Umwandlungsriten (rites de marge) und die abschließenden Angliederungsriten (rites d’agrégation)4.

Durch die begleitenden Trennungsriten wird in der ersten Stufe zunächst die symbolische Trennung von einem alten Zustand vollzogen. Diese Stufe kennzeichnet die Ablösungsphase. Die Trennung kann sich sowohl symbolisch (der Novize eines katholischen Klosters etwa trennt sich von seinem früheren Besitz und legt seine weltliche Kleidung ab), als auch durch räumliche Übergänge äußern (ein Individuum wird als Teil eines Trennungsritus von der Gruppe getrennt).

Den Schwellen- und Umwandlungsriten kommt eine zentrale Bedeutung als Zwischenstufe zu. Mit dem Schwellenzustand geht der Übergang vom alten zum neuen Status einher, wobei das Individuum in diesem Zustand weder den einen, noch den anderen Status besitzt, und sich somit quasi in einem strukturlosen Zwischenzustand befindet.5 Oft werden die Ritualteilnehmer in dieser Phase geläutert oder gedemütigt, psychisch oder auch physisch. Der Gedemütigte soll sich in Demut und Selbstbeherrschung üben und sich seiner Strukturlosigkeit bewusst werden. Häufig wird der Schwellenzustand gar mit dem symbolischen Tod der Person oder der Gruppe zelebriert, wie z.B. bei einigen indigenen Volksstämmen in Papua-Neuguinea, wo jungen Männern im Zuge eines Initiationsrituals Schnittwunden zugefügt werden, die als Krokodilsbisse verstanden werden6. Die Jugendlichen sterben im spirituellen Sinne als Folge der Wunden, um schließlich in der dritten Stufe, durch einen Angliederungsritus, wiedergeboren zu werden, nun als erwachsene Männer.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Übergangsriten nach Arnold van Gennep ein und legt den theoretischen Rahmen sowie die Zielsetzung der Kurzhausarbeit dar.

1. Übergangsriten: Definition und Funktion: Hier wird der Begriff definiert und die Bedeutung der Riten als Mechanismen zur Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung sowie als Begleithilfe für den Einzelnen analysiert.

2. Die „Drei-Stufen-Struktur“ nach Arnold van Gennep: In diesem Kapitel wird das theoretische Modell der drei Phasen – Trennung, Schwelle und Angliederung – detailliert erläutert.

3. Beispiele für Übergangsriten: Dieser Abschnitt veranschaulicht das theoretische Modell anhand konkreter Beispiele aus dem rituellen Kontext der Ndembu sowie durch institutionelle und historische Riten.

Zusammenfassung: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Funktion und Struktur von Übergangsriten zusammen.

Schlüsselwörter

Übergangsriten, Arnold van Gennep, Trennungsriten, Schwellenriten, Angliederungsriten, Ritus, Initiationsritus, soziale Kontrolle, Statuswechsel, Communitas, Symbolik, Ndembu, Kulturwissenschaft, Ethnologie, Ritualtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das ethnologische Konzept der Übergangsriten, das von Arnold van Gennep eingeführt wurde, um soziale Übergänge des Individuums zu strukturieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Definition von Riten, ihre gesellschaftliche Kontrollfunktion und die spezifische dreistufige Struktur von Übergangsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, die Theorie van Genneps prägnant darzulegen und durch konkrete Beispiele – vom Stammesritual bis zur institutionellen Aufnahme – anwendbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die ethnologische Standardwerke (u.a. von van Gennep und Victor Turner) theoretisch auswertet und auf Fallbeispiele anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einführung, die Erläuterung des Drei-Stufen-Modells (Trennung, Schwelle, Angliederung) und deren Veranschaulichung an diversen Beispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Übergangsriten, Schwellenzustand, Statuswechsel, rituelle Struktur, Communitas und soziale Transformation.

Wie wird das Konzept des "symbolischen Todes" in dieser Arbeit erklärt?

Das Dokument erläutert diesen Begriff anhand von Initiationsriten, bei denen Teilnehmer durch physische oder psychische Demütigung eine Phase der Strukturlosigkeit durchlaufen, um anschließend einen neuen Status zu erlangen.

Warum spielt die Ndembu-Häuptlingsweihe eine so wichtige Rolle für das Verständnis?

Die Amtseinsetzung der Ndembu dient als Paradebeispiel, da alle drei Phasen (Trennung, Schwellenphase mit Demütigung, Rückführung) in diesem Ritual besonders deutlich erkennbar sind.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Übergangsriten nach Arnold van Gennep
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Department für Asienstudien)
Veranstaltung
Minkan shinkô – Volkskundliche Zugänge zum Kami- und Geisterglauben
Note
1,3
Autor
Maximilian Pössinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V1005139
ISBN (eBook)
9783346388766
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Übergangsriten Arnold van Gennep Trennungsriten Schwellenriten Todesriten Angliederungsriten Geburt und Tod Ndembu Ritterschlag Drei-Stufen-Struktur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Pössinger (Autor:in), 2017, Übergangsriten nach Arnold van Gennep, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1005139
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Leseprobe aus  8  Seiten
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