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Soziale Präferenzen im Kontext internationaler Klimakooperation

Titel: Soziale Präferenzen im Kontext internationaler Klimakooperation

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Heike Schnarelt (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll untersuchen, ob und wie sich Gerechtigkeitsvorstellungen und andere soziale Präferenzen auf die Bildung und Stabilität von internationalen Klimaabkommen auswirken.

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit stellt der fortschreitende Klimawandel dar. Insbesondere der jüngste Sonderbericht des Weltklimarats (engl.: IPCC) zur globalen Erwärmung macht deutlich, welche negativen Auswirkungen die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen auf die Umwelt hat. Dabei ist es unerheblich, in welchem Land die Schadstoffe entstehen, weshalb es gilt, im Rahmen internationaler Zusammenarbeit effektive Klimaschutzabkommen zu treffen. Geht man jedoch davon aus, dass souveräne Staaten bzw. ihre Vertreter gemäß dem Bild des Homo Oeconomicus lediglich ihre eigenen Interessen verfolgen, zeichnet sich ein düsteres Bild für die Erde ab. Ein Grund dafür ist, dass dem Klima bzw. dem Klimaschutz der Charakter eines öffentlichen Gutes zukommt. Das heißt, wenn ein Land z. B. Emissionen vermeidet, profitieren alle Akteure davon. Unter Umständen bedeutet dies für ein Land ein Verlustgeschäft und die Position des Trittbrettfahrers erscheint lukrativer.

Nichtsdestotrotz ist es notwendig, dass Länder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und freiwillig Klimakooperationen eingehen. Dies erscheint für ein individuelles Land sogar rational, wenn sein Nutzen nicht nur materielle Aspekte umfasst, sondern bspw. auch ein Gerechtigkeits- resp. Ungerechtigkeitsempfinden. Letzteres lässt sich den sozialen Präferenzen zuordnen, die seit den 1990ern verstärkt Eingang in die Ökonomie finden und auch auf die Klimaproblematik angewendet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strategisches Verhalten von Akteuren

2.1 Soziale Präferenzen

2.2 Spieltheoretische Herangehensweisen

2.3 Das Problem öffentlicher Güter

3. Modelltheoretische Ansätze für Kooperation

3.1 Ansätze zur Ungleichheitsaversion

3.1.1 Das Modell von FEHR und SCHMIDT

3.1.2 Das Modell von BOLTON und OCKENFELS

3.2 Ansätze zum Altruismus

3.3 Ansätze zur Reziprozität

4. Ausgewählte Analysen zum Einfluss sozialer Präferenzen auf internationale Klimakooperation

4.1 Klimakooperation bei Ungleichheitsaversion

4.1.1 Koalitionsbildung und Stabilität

4.1.2 Kooperation zwischen ungleichen Nationen

4.2 Klimakooperation bei Altruismus

4.3 Klimakooperation bei Reziprozität

4.4 Gerechtigkeitsprizipien und Eigennutz

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht, inwieweit soziale Präferenzen wie Gerechtigkeitsvorstellungen, Altruismus und Reziprozität das Entstehen und die Stabilität internationaler Klimakooperationen beeinflussen können, anstatt lediglich vom Standardmodell des rein eigennützigen Homo Oeconomicus auszugehen.

  • Modelltheoretische Ansätze sozialer Präferenzen (Ungleichheitsaversion, Altruismus, Reziprozität)
  • Spieltheoretische Analysen von Klimakoalitionen
  • Einfluss von Heterogenität zwischen Nationen auf die Kooperationsbereitschaft
  • Rolle von Gerechtigkeitsprinzipien und Eigeninteressen bei der Lastenverteilung
  • Möglichkeiten der Stabilisierung durch Transferzahlungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Soziale Präferenzen

In der Disziplin der Wirtschaftswissenschaften wird im Regelfall vom sog. Homo Oeconomicus ausgegangen. Dieser Idealtyp eines Entscheidungsträgers handelt absolut rational und egoistisch. Das bedeutet, dass er seine Nutzenfunktion maximiert, in die lediglich seine eigene Auszahlung einfließt. Dass diese Gestalt eine Kunstfigur darstellt, zeigt sich darin, dass in der Realität widersprüchliche Verhaltensmuster zu erkennen sind. Zum Beispiel spenden Menschen für gemeinnützige Zwecke, während sie in wirtschaftlichen Wettbewerbssituationen nach Profit streben. Auch in zahlreichen experimentellen Untersuchungen wird ein vom Standardmodell abweichendes Verhalten festgestellt. Vorzugsweise in Laborsituationen und unter Anwendung von verschiedenen spieltheoretischen Konzepten (sh. Abschnitt 2.2) zeigt sich, dass Individuen sehr wohl einen Sinn für das Heil anderer haben, wenn auch nicht alle. Demnach können soziale Präferenzen wie folgt umschrieben werden: Berücksichtigt ein Akteur neben seinem materiellen Eigennutz auch das Wohlergehen und den Erfolg anderer, spricht man von sozialen Präferenzen. Soziale Präferenzen beschreiben Entscheidungsvariablen, die z. B. durch den Vergleich zu einer Referenzgröße (bspw. das Einkommen eines anderen Akteurs) determiniert werden und beeinflussen somit das eigene Verhalten.

Soziale Präferenzen können nach verschiedenen Themenbereichen, die in der Literatur nicht unbedingt trennscharf voneinander sind, klassifiziert werden. Zum einen nach Präferenzen für soziale Normen wie bspw. Fairness und die Abneigung gegen Ungleichheit. Zum anderen nach Reziprozität, d. h. der Erwiderung auf freundliches oder unfreundliches Verhalten eines anderen z. B. in Verteilungsfragen oder Absichten. Ebenfalls zu den uneigennützigen Vorlieben ist der Altruismus zu zählen. Als altruistisch können Kosten verursachende Handlungen bezeichnet werden, die anderen Personen ökonomische Vorteile verschaffen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Erscheint jedoch der Akt des Gebens wichtiger als das Wohlergehen eines anderen, wird – anstelle von reinem – von unreinem Altruismus gesprochen (sog. Warm Glow Giving).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Problematik des Klimawandels als öffentliches Gut und führt die Forschungsfrage zur Bedeutung sozialer Präferenzen für Klimaabkommen ein.

2. Strategisches Verhalten von Akteuren: Dieses Kapitel definiert soziale Präferenzen, stellt spieltheoretische Grundlagen dar und erläutert das Problem öffentlicher Güter.

3. Modelltheoretische Ansätze für Kooperation: Hier werden zentrale Modelle zur mathematischen Erfassung von Ungleichheitsaversion, Altruismus und Reziprozität vorgestellt.

4. Ausgewählte Analysen zum Einfluss sozialer Präferenzen auf internationale Klimakooperation: Dieses Hauptkapitel wendet die zuvor definierten Präferenzmodelle auf klimapolitische Fragestellungen, Koalitionsbildungen und Verteilungsprinzipien an.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten sowie Grenzen sozialer Präferenzen zur Förderung internationaler Klimakooperationen.

Schlüsselwörter

Soziale Präferenzen, Klimakooperation, Ungleichheitsaversion, Altruismus, Reziprozität, öffentliches Gut, Spieltheorie, Koalitionsbildung, Gerechtigkeitsprinzipien, Eigennutz, Fairness, Trittbrettfahrer, Lastenverteilung, Klimaschutzabkommen, Verhaltensökonomik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie soziale Präferenzen – also nicht nur rein egoistisches, sondern auch faires oder altruistisches Verhalten – das Zustandekommen und die Stabilität von internationalen Abkommen zum Klimaschutz beeinflussen können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig Ungleichheitsaversion, Altruismus, Reziprozität, das Problem öffentlicher Güter im Klimaschutz, spieltheoretische Modellierungen von Koalitionen sowie Gerechtigkeitsprinzipien bei der Lastenverteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis modelltheoretischer und empirischer Erkenntnisse zu erklären, ob und wie soziale Präferenzen dazu beitragen können, das „Gefangenendilemma“ beim Klimaschutz zu überwinden und stabile internationale Klimakooperationen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische, spieltheoretische und empirische Studien aus der Verhaltensökonomik und Umweltökonomik zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der verschiedenen Präferenzmodelle (Kapitel 3) und deren Anwendung auf reale klimapolitische Fragestellungen, wie etwa Stabilität von Koalitionen und Verteilungsregeln (Kapitel 4).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Präferenzen, Klimakooperation, Ungleichheitsaversion, Altruismus, Reziprozität, Spieltheorie und Gerechtigkeitsprinzipien.

Wie beeinflusst Ungleichheitsaversion die Stabilität von Klimakoalitionen?

Die Arbeit zeigt, dass eine vorteilhafte Ungleichheitsaversion (die Sorge, nicht besser dazustehen als andere) die Kooperationsbereitschaft unter bestimmten Bedingungen erhöhen kann, während die Stabilität bei heterogenen Akteuren durch unterschiedliche Präferenzen erschwert wird.

Warum sind Transferzahlungen wichtig für Klimakooperationen?

Transferzahlungen innerhalb eines Bündnisses können dazu dienen, differierende Kosten-Nutzen-Verhältnisse zwischen den Nationen auszugleichen und somit den Anreiz für eine Mitgliedschaft in einer stabilen Klimakoalition zu erhöhen.

Inwieweit nutzen Länder Gerechtigkeitsprinzipien eigennützig?

Die empirischen Analysen deuten darauf hin, dass die Bevorzugung bestimmter Lastenverteilungsregeln (wie z. B. die Polluter-pays Rule oder Ability-to-pay Rule) durch Unterhändler oft mit den materiellen Eigeninteressen des jeweiligen Landes korreliert.

Was ist das Fazit der Autorin bezüglich der Realisierbarkeit von Kooperationen?

Obwohl soziale Präferenzen den Spielraum für Kooperationen erweitern, bleibt die Instrumentalisierung von Fairnessbegriffen und das Fehlen einer globalen Klimaregierung eine zentrale Hürde für eine flächendeckende, stabile internationale Klimakooperation.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Präferenzen im Kontext internationaler Klimakooperation
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Mikroökonomie)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,0
Autor
Heike Schnarelt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
35
Katalognummer
V1003324
ISBN (eBook)
9783346379153
ISBN (Buch)
9783346379160
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale präferenzen kontext klimakooperation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heike Schnarelt (Autor:in), 2020, Soziale Präferenzen im Kontext internationaler Klimakooperation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1003324
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Leseprobe aus  35  Seiten
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