Sandra Fromm Matrikel Nr.1073222
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1 Einleitende Darstellung des Problemfeldes 3
1.1 Definition und Erläuterung des Motivationsbegriffes 3
1.2 Zusammenhang von Bedürfnissen und Motivation 5
1.3 Bedeutung der Arbeitsmotivation im betrieblichen Leistungsprozess 6
2 Motivationstheorien 7
2.1 Inhaltstheorien 8
2.1.1 Bedürfnis-Hierarchie-Theorie (Maslow) 8
2.1.2 X-Y-Theorie (Mc Gregor) 11
2.1.3 Zwei-Faktoren-Theorie (Herzberg) 12 2.2 Prozesstheorien 15
3 Intrinsische und Extrinsische Motivation 16
4 Möglichkeiten der Motivationssteigerung aufgrund vorhandener Motivationspotentiale 17
5 Praxisbeispiele auf der Grundlage genannter Motivationstheorien 20
5.2 Szenario 2 5.3 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen 25 6 Abschließende Betrachtungen 27
Literaturverzeichnis 28
II
1 Einleitende Darstellung des Problemfeldes
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Der Unternehmenserfolg ist maßgeblich von der Arbeitsmotivation der Mitarbeiter abhängig. „ Motivierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Hieraus leitet sich für Führungskräfte ab, Mitarbeiter so zu motivieren, dass hohe Arbeitsergebnisse erzielt werden.“ (HOFMANN/KOINZER/TEUBERT 1997, 34)
Als Teilgebiet der betrieblichen Führung hat die Mitarbeitermotivation vor dem Hintergrund der Motivationspsychologie somit zur Aufgabe, durch die gezielte Verhaltensbeeinflussung der
Mitarbeiter den für das Unternehmen größtmöglichen Nutzen herbeizuführen.
Ziel dieser Ausarbeitung ist es, das Motivationsproblem aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und die verschiedenartigsten Forschungsrichtungen auf identische Problemstrukturen zu untersuchen. Ergebnisse derartiger Untersuchungen werden oftmals dazu verwendet, Ursachen für den Grad der Arbeitsmotivation aufzuzeigen und entsprechende Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsmotivation und somit zur Arbeitszufriedenheit und Produktivität einzuleiten.
Auf dieser Grundlage wird nachfolgend der Begriff Motivation definiert und die theoretischen Ansätze und Konzepte der Arbeitsmotivation vorgestellt. Weiterhin wird der Praxisbezug der dargestellten Theorien anhand zweier Szenarien erläutert und Maßnahmen zur
Motivationssteigerung bzw. mögliche Motivationspotentiale aufgezeigt. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Erkenntnisse und der daraus resultierenden Schlussfolgerungen.
1.1 Definition und Erläuterung des Motivationsbegriffs
„ Motivation, fälschlicherweise oft als Charakterzug bezeichnet, kann allgemein als die Bereitschaft oder den Willen zu einem bestimmten Verhalten bzw. zur Erreichung eines Zieles definiert werden.
Bezüglich des Organisationsverhaltens sollte die Definition erweitert werden: Motivation ist die Bereitschaft, eine besondere Anstrengung zur Erfüllung der Organisationsziele auszuüben, wobei die Anstrengung die Befriedigung individueller Ziele ermöglicht.“ (STRUNZ 1999, 41)
Die Motivation umfasst interne und externe Aspekte d. h. sie berücksichtigt von Außen einwirkende Faktoren ebenso wie individuelle persönliche Motive. Nach R AHN [4] ist Motivation eine Verhaltensbeeinflussung durch äußere Anreize, die auf innere Antriebe abzielt. Wobei die äußeren Anreize z. B. Lob und Verantwortung und die inneren Antriebe als Motive und Bedürfnisse bezeichnet werden können. Vielfältige andere Größen haben ebenfalls Einfluss auf die Motivation eines Individuums. So liegen z. B. motivationale Faktoren in der Art der zu erledigenden Aufgabe,
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im sozialen und organisatorischen Umfeld, im Führungsverhalten der Vorgesetzten ebenso wie in der Person selbst.
Menschen haben vielerlei Beweggründe (Motive), die sie zum Handeln veranlassen oder ein bestimmtes Verhalten hervorrufen. Unterschieden werden können diese Motive in
v Relativ stabile Persönlichkeitsmotive
( wie z. B. Selbstaktualisierungsmotiv, Leistungs- und Erfolgsmotiv,
Sicherheitsmotiv, Geldmotiv, Kompetenzmotiv, Kontaktmotiv, Statusmotiv )
v Relativ instabile, mehr situationsbedingte Antriebe
( wie z. B. aktuelle Lebenslage, Altersgruppe, Geschlechtszügehörigkeit,
Zielvorstellungen )
(vgl. GÖHLER 1997, 31)
Aus den genannten Motiven heraus bilden sich entsprechende Motivationsstrukturen, die dann entweder einen bestimmten materiellen Zweck verfolgen oder auf bestimmten Werten des Menschen beruhen. Auch eine Motivation aufgrund langjähriger Lebensgewohnheiten oder einer bestimmten emotionalen Einstellung sind denkbar.
1.2 Zusammenhang von Bedürfnissen und Motivation
Ein Bedürfnis ist der „ Wunsch, der aus dem Empfinden eines Mangels herrührt. Man unterscheidet natürliche Bedürfnisse, gesellschaftliche Bedürfnisse und Grundbedürfnisse.“ ( vgl. G ABLER- WIRTSCHAFTS-LEXIKON1993, 370)
Bedürfnisse und Wertvorstellungen beeinflussen die Wahrnehmung des Menschen. Daraus resultierend ergeben sich dann gewisse Einstellungen und Einschätzungen, die wiederum Einfluss auf den Grad der Motivation haben.
STRUNZ [8] bezeichnet ein Bedürfnis als einen inneren Zustand, der ein Ergebnis erstrebenswert erscheinen lässt. Unbefriedigte Bedürfnisse lösen im Menschen Spannungen aus. Jegliches
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Verhalten wird durch Triebe motiviert, die sich aus den genannten Spannungen bei ausreichender Intensität ergeben und Handlungen auslösen.
Abbildung 1: Von der Motivation zum Handeln (vgl. HECKHAUSEN 1989, 13)
Eine der bedeutensten Klassifizierungen der vielfältigen menschlichen Bedürfnisse stammt von Abraham Maslow. Er ordnete die Bedürfnisse in Form einer Pyramide und versuchte deren Wirkung auf die Motivation zu ergründen. Seine Erkenntnisse werden in den u. g. Motivationstheorien näher beschrieben.
1.3 Bedeutung der Arbeitsmotivation im betrieblichen Leistungsprozess
Wie bereits einleitend erwähnt, ist die Motivation der Mitarbeiter einer der wichtigsten Aspekte für den Erfolg eines Unternehmens. Diese herausragende Stellung d er Arbeitsmotivation macht es deshalb so wichtig, dass durch geeignete Führungsinstrumente Arbeitsmotivation gehalten, mögliche Motivationspotentiale aufgezeigt und eine Steigerung der Motivation erreicht wird.
Im Zeitalter von kundenorientierten Unternehmenskonzepten, Gewinnmaximierung und der Erlangung größtmöglicher Wettbewerbsvorteile gehört ein strategisch ausgerichtetes
Personalmanagement zum Grundgesetz der Motivation.
Die Leistungsfähigkeit umfasst neben der Qualifikation auch die Leistungsbereitschaft eines Arbeitnehmers. „ Wer qualifiziert ist kann Leistung bringen - Wer orientiert ist will Leistung bringen. “
(http/www.sonnenholzer.de/html/haupteil_motivation0300.html)
Diesen Sachverhalt beschreibt auch die bekannte Aussage von A. Saint Exup?ry : „ Wer ein Schiff bauen will, sollte seinen Leuten nicht Hammer und Nägel geben, sondern in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer wecken.“
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Damit wird deutlich, wie wichtig die Perspektive für den Mitarbeiter als Motivationsfaktor ist. Grundlage dieses Motivationsinstrumentes ist eine langfristige Personalentwicklungsstrategie, die dem Mitarbeiter eine gewisse Orientierung bietet. Durch Abstimmung der betrieblichen Ziele und den Entwicklungsperspektiven der Mitarbeiter wird somit die individuelle Leistungsbereitschaft gesteigert, die Arbeitszufriedenheit erhöht und die Produktivität gefördert.
In diesem Zusammenhang ist es natürlich auch von Bedeutung, die Qualifikationsmaßnahmen für Mitarbeiter nicht zu kurzsichtig zu planen, sondern e in strategisches Personalentwicklungskonzept zu erarbeiten.
Im ersten Schritt sollte der Ist-Zustand des Qualifikationsniveaus mit Stärken und Schwächen erfasst werden und mit den Zielen und Strategien des Unternehmens abgeglichen werden. Daraufhin sollte der betriebliche Bildungsprozess dahingehend gesteuert werden, dass eine Qualifikationsentwicklung in den Prozess der Unternehmensentwicklung integriert werden kann. Eine derartige Investition in die Entwicklung seiner Mitarbeiter zahlt sich durch erhöhte Motivation aus, die sich dann wiederum auf die Qualität der Arbeit auswirkt. Die Gestaltung der äußerlichen Rahmenbedingungen der Arbeit und die Arbeitsqualität leisten oft besonders starke Anreize für ein hohes Leistungspotential und steigern somit die Effektivität bei der Erreichung der Organisationsziele.
2 Motivationstheorien
Das umfassende Problemfeld der Motivation hat zu verschiedenen Ausformungen geführt. Ein Ausschnitt der daraus entstandenen Motivationstheorien wird im folgenden Kapitel erläutert.
Diese Theorien lassen sich zwei großen Gruppen zuordnen:
Ø den Inhaltstheorien
Ø den Prozesstheorien
Im allgemeinen beschäftigen sich diese Theorien mit der Frage nach dem
„Warum“ und „unter welchen Bedingungen“ Menschen bestimmte Aktivitäten entfalten und Leistungen erbringen. ( vgl. GABLER-WIRTSCHAFTS-LEXIKON 1993, 2326)
Arbeit zitieren:
Sandra Fromm, 2002, Skizzieren Sie die Theorie der Arbeitsmotivation und stellen Sie Bezüge zur betrieblichen Praxis dar, München, GRIN Verlag GmbH
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