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Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Begriffskl ärung 'Sozialkompetenz' und 'emotionale Kompetenz' 4
1.) Vorstellung des Abschnitts Einführung und Theorie 9
2.) Analyse ausgewählter Aktivitäten und Übungen 11
Quellenangaben 15
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Vorwort
Die Begriffe 'Sozialkompetenz' oder auch 'emotionale Kompetenz' werden in jüngerer, anscheinend zunehmend problemgeladener Zeit oft nahezu inflationär angewendet. Leider wird darunter oft nur verstanden, dass vorgelesene und auswendig gelernte Verhaltensregeln vom Typ 'das macht man nicht' oder andere eingleisige Vorschriften, bei denen es im Gegensatz zum Lebenswirklichkeit aller Menschen nur ein 'Richtig' und ein 'Falsch' gibt beachtet und befolgt werden. Dieses ist natürlicherweise gerade in der Nachdiskussion von besonders spektakulären Fällen von Gewalt unter Kindern und Jugendlichen inner- und außerhalb von Schulen der Fall. Aber auch der sich teilweise rauer und schwieriger gestaltende Umgang in der Gesellschaft an sich, welcher bei vielfältigsten Gelegenheiten, zu denen sich viele Menschen unterschiedlichster Charaktere mehr oder weniger freiwillig begegnen, wie es auch in Bildungseinrichtungen der Fall ist, aufmerken lässt, stellt diese Begriffe in den Vordergrund. Leider geraten diese Diskussionen allzu häufig wieder in Vergessenheit oder finden ihren Ausgang in aktionistischen 'Schnellschüssen', welche dann aufgrund der sich nicht unmittelbar anschließenden Erfolge oder wegen Zeitbeziehungsweise Personalmangels im Sande verlaufen. Es stellen sich also für alle Erziehenden, besonders im vorschulischen und Primarstufenbereich einige Fragen, deren Antworten dazu taugen sollten, in den angesprochenen Problemfeldern zu Verbesserungen zu gelangen. Erstens, was genau bedeuten eigentlich die Begriffe Sozialkompetenz und emotionale Kompetenz und was macht das jeweilig kompetente Handeln eigentlich aus? Zweitens, wie kann bei Kindern und Jugendlichen so früh und nachhaltig wie möglich der Grundstein für zukünftiges sozial/ emotional kompetentes Handeln gelegt werden, der sie dazu befähigt, menschlich und bewusst einfühlsam mit ihren Mitmenschen umzugehen. Ersterem wird sich der folgende Abschnitt widmen, den Versuch einer Antwort auf die zweite Frage werde ich im weiteren Verlauf dieser Arbeit unternehmen.
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Begriffsklärung 'Sozialkompetenz' und 'emotionale Kompetenz'
Obwohl sich Hinsch und Pfingsten der Schwierigkeiten die dem Wissenschaftler beim Aufstellen eines möglichst validen Konstruktes, welches aus vielen komplexen und ineinandergreifenden Verhaltensweisen besteht, begegnen durchaus bewusst waren, haben sie den Versuch unternommen die Sozialkompetenz als formalen Rahmen für dieses zu definieren. Nach ihrer Auffassung sind darunter "... die Verfügbarkeit und Anwendung von kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen, die in bestimmten sozialen Situationen zu einem langfristig günstigen Verhältnis von positiven und negativen Konsequenzen führen." zu verstehen (Pfingsten et al., 39). Wichtig für das Verständnis dieser Definition ist, dass die kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen nicht voneinander getrennt betrachtet werden, sondern ihr Zusammenspiel im Fokus der Aufmerksamkeit liegt. Der Begriff der positiven oder negativen Konsequenzen ist hierbei folgerichtig als relativ zu den individuellen Zielen des Individuums zu sehen. Das heißt dass auch eine abweisende Handlung durchaus als sozial kompetent anzusehen ist, vorausgesetzt dass sie mit den Mitteln erfolgt, die möglichst nur das Abweisen der betreffenden Person zur Folge haben und dieses wirklich beabsichtigt war, der Abweisende also zu einer, zumindest für ihn selbst, positiven Konsequenz gelangt. Folglich kann die Fähigkeit sozial kompetent zu handeln als Selbstorganisationsdispositon angesehen werden, welche es ermöglicht auf eine Situation nach Abgleich mit- und Anpassung an den jeweiligen Kontext die angemessene Handlung auszuwählen und diese richtig anzuwenden. Maria von Salisch erweitert, konform mit den neueren Erkenntnissen an der Schnittstelle von (Entwicklungs-) Psychologie und Erziehungswissenschaft, den stark handlungsbezogenen, rein auf die Erreichung bestimmter sozialer Ziele abzielenden Ansatz von Hinsch und Pfingsten aus dem Jahre 1991 um die Komponente der emotionalen Selbstwahrnehmung. Daher und von der stärkeren Wichtung der Empathie für die Mitmenschen rührt auch die differierende Bezeichnung ihres
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Konstruktes als 'emotionale Kompetenz'. Sie erkennt das Verständnis der eigenen emotionalen Vorgänge als ausschlaggebend für deren Generalisierung auf andere Personen. Nur wenn ein Mensch erlebt, fühlt und versteht welche emotionalen Prozesse in ihm selbst ablaufen, kann er emotionale Kompetenz entwickeln und in der Folge wirklich sozial kompetent mit anderen Menschen umgehen. Das heißt also, dass es nur über den Schritt der Selbsterkenntnis möglich ist, wahre Empathie für seine Mitmenschen zu entwickeln und seine Handlungen dementsprechend zu gestalten. Detaillierter veranschaulicht wird dieses mit Hilfe des in ihrem Buch veröffentlichten Windradmodells zur affektiven sozialen Kompetenz nach Halberstadt et al. aus dem Jahre 2001 (von Salisch, 41). Dort wird veranschaulicht dass das Erleben der eigenen Gefühle eine gleich große Rolle wie das Senden und Empfangen von Botschaften spielt und alle drei vom jeweiligen Kontext und dem Selbst des Individuums abhängen. In jede dieser drei Komponenten eingebettet sind “... die vier Fertigkeiten Bewusstheit, Identifikation, Kontextabstimmung und (...) Regulierung (...)”, welche sich ihrer Annahme nach auch in der selben Reihenfolge entwickeln. Die Begründung dafür liegt in der Annahme “(...) dass die Bewusstheit dass ein Gefühl zum (Senden, Empfangen oder Erleben) vorliegt, der (korrekten) Identifizierung dieses Gefühlsentwicklungsmäßig vorgeordnet ist.” (von Salisch, 41). Die Fertigkeit, die eigenen Gefühle zu identifizieren hängt demnach von der zumindest grundlegenden Ausbildung der Bewusstheit über die eigenen Gefühle ab. Bevor ein Kind also wissen kann, was für ein Gefühl es erschüttert, aufwühlt oder fröhlich stimmt, muss es natürlicherweise in der Lage sein zu verstehen, dass in seinem Inneren irgendetwas geschieht und das dieses Geschehen zumeist durch etwas ausgelöst wurde das es empfangen hat und es eventuell zu einem Sendebedürfnis führen kann.
Nancy Eisenbergs Werk hingegen definiert die emotionale Kompetenz als Demonstration von Selbstwirksamkeit in sozialen Prozessen zum Zwecke des Verstehens von Gefühlen. Zu deren Entwicklung tragen die Ich-Identität, die Moralauffassung und die (kindliche) Entwicklungsgeschichte bei. Die zugehörigen Fertigkeiten werden in einer Art Katalog, ebenfalls nach ihrer Entwicklung in der kindlichen Psyche geordnet, dargestellt. In diesem Katalog wird, wie auch bei von
Arbeit zitieren:
Heimo Schulz, 2007, Emotionale und soziale Kompetenzen und deren Einübung mit Grundschülern, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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