Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis II
Motto. III
1. Problemstellung 1
2. Kinderbetreuung in den Vergleichsländern 3
2.1. Kinderbetreuung in Schweden 3
2.2. Kinderbetreuung in Frankreich 4
2.3. Kinderbetreuung in Italien 5
2.4. Kinderbetreuung in Deutschland. 6
3. Finanzielle Transferleistungen und Freistellungsregelungen im
L ändervergleich. 7
3.1. Freistellung und Finanztransfers in Schweden. 7
3.2. Freistellung und finanzielle Transfers in Frankreich 8
3.3. Freistellung und finanzielle Transferleistungen in Italien 8
3.4. Freistellungsregelungen und finanzielle Transferleistungen in Deutschland. 9
4. Diskussion der Kinderfreundlichkeit 10
5. Familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen. 12
6. Entwicklungstendenzen in den Vergleichsländern zur besseren Vereinbarkeit
von Familie und Beruf - ein Ausblick 15
Literaturverzeichnis V
B ücherquellen V
Zeitungs - und Zeitschriftenquellen V
Internetquellen: VI
I
Abkürzungsverzeichnis
BMFSJ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BpB Bundeszentrale für politische Bildung CIA Central Intelligence Agency ESWT European Foundation for Improvement of Living and Working Conditions FaFo Institut für FamilienForschung Baden- Württemberg OECD Organisation for Economic Cooperation and Development TAG Tagesbetreuungsausbaugesetz
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zusammenhang zwischen Kinderbetreuung und Geburtenrate im
Ländervergleich......................................................................................................................2 Abbildung 2: Besuch von Kindertageseinrichtungen im Ländervergleich.......................4 Abbildung 3: Verhältnis von Dienstleistungen und Geldleistungen für Familien im
Ländervergleich......................................................................................................................9 Abbildung 4 Anteil der Frauen in Teilzeitarbeit im Ländervergleich ...............................13 Abbildung 5: Zunahme der Zahl der Unternehmen die Teilzeit anbieten im
Ländervergleich....................................................................................................................14
II
Motto
Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist. Aus China
III
1. Problemstellung
Die vorliegende Arbeit erörtert die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im internationalen Ländervergleich unter besonderer Berücksichtigung der Kinderfreundlichkeit. Unter Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird hier die Möglichkeit von Müttern und Vätern verstanden, sich zugleich Beruf und Karriere einerseits und dem Leben in der Familie und der Betreuung von Kindern andererseits zu widmen. Die Betreuung pflegebedürftiger Personen ist nicht Bestandteil dieser Untersuchungen, sondern bedarf einer gesonderten Untersuchung.
Das Thema Familie beschäftigt die Politik heute stärker denn je und ist ein zentrales Thema der öffentlichen Diskussion. Dies hat die folgenden Gründe: In Europa schrumpft die Bevölkerungszahl kontinuierlich. Laut UN-Schätzungen wird die Anzahl der Bevölkerung in den 15-EU Ländern bis 2050 von 377 auf 339 Millionen Einwohner schrumpfen (vgl. UN 2001 aus DB research, S. 51 ff). Die inzwischen auf 27 Staaten erfolgte Erweiterung der EU wird an diesem Trend nichts ändern. Damit nimmt auch das Erwerbspotential in Europa relativ und absolut gesehen ab. Um diesen Negativ-Trend abzuschwächen, müssen die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden. Diese Arbeit stellt einen internationalen Ländervergleich (Benchmarking) zwischen Schweden und Frankreich, zwei Vertretern der so genannten „Best-Practise-Länder“, in denen diese Problematik gut gelöst wurde, und den Ländern Deutschland und Italien dar, die von diesen „Vorbildern“ wesentlich Impulse zur Verbesserung ihrer eigenen Lage erhalten können. Von den insgesamt gut bewerteten skandinavischen Ländern wird Schweden genauer untersucht, da es die höchste Erwerbsquote jener Länder hat und aufgrund seiner Gleichstellungspolitik und seines flächendeckenden kinderfreundlichen Betreuungsangebotes als vorbildlich in Europa gilt. Frankreich wird vertieft betrachtet, da das Land Spitzenwerte im Anteil der Vollzeit arbeitenden Frauen erreicht und mit einer Geburtenrate von 2,1 Prozent seine Bevölkerungszahl konstant hält. In Italien, dem Vertreter der Mittelmeerländer, findet zurzeit ein drastischer sozialer Wandel statt mit einem starkem Anstieg der erwerbstätigen Frauen in Norditalien und einer sinkenden Geburtenrate, die mittlerweile mit 1,3 Prozent die niedrigste in Europa ist. In Deutschland ziehen sich Frauen mit einem bis zwei Kindern im europäischen Ländervergleich, mit Ausnahme von Irland, am häufigsten aus dem Erwerbsleben zurück. Der Kinderwunsch und die realisierte Kinderzahl klaffen deutlich auseinander. Während sich Paare im Schnitt 1,8 Kinder wünschen, liegt die Geburtenrate tatsächlich bei 1,3 Prozent. Der Anteil der über 60-jährigen wird in Deutschland bis 2050 ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen (vgl. Statistisches Bundesamt 2004 S. 56 ff). Aufgrund dieser Tatsachen steuert Deutschland auf einen gravierenden Mangel an
1
Fachkräften zu. In Italien und Deutschland ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Ländervergleich am schwierigsten realisierbar.
Als ein wesentliches Kriterium zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zunächst die Flexibilität, Qualität und Quantität des Betreuungsangebotes von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren und im Vorschulalter untersucht. Die Hemmschwelle liegt für Frauen niedriger, je besser die Betreuungsangebote für Kleinkinder sind. ( vgl. Abbildung 1)
Abbildung 1: Zusammenhang zwischen Kinderbetreuung und Geburtenrate im Ländervergleich
Das CIA World Factbook wird jährlich von der Central Intelligence Agency in den Vereinigten Staaten
herausgegeben und enthält grundlegende statistische Daten über die Länder der Welt. Es ist öffentlich
zugänglich. New York 2004. Die Bertelsmannstiftung initiiert selbständig und neutral Forschungsprojekte
zu gesellschaftlichen Themen, so auch das Benchmarking Deutschland Aktuell, in dem die Vereinbarkeit
von Familie und Beruf thematisiert werden, Gütersloh 2002. Die OECD Organisation for Economic
Cooperation and Development ist eine internationale Organisation, die in verschiedenen Publikationen
die Arbeitsmarktsituation in Industrienationen untersucht. Entnommen wurde die Abbildung aus der
Studie Unternehmen Familie von Roland Berger Strategy Consultants. S.26, Stuttgart, 2006.
Im Anschluss daran wird die Problematik der Kinderfreundlichkeit unter der Fragestellung untersucht, ob es für das Kinderwohl, d. h. die gesunde Entwicklung des Kindes im sensiblen Alter von null bis drei Jahren besser ist, vorrangig von der Mutter betreut zu werden, oder ob die außerhäusliche Betreuung eine gleichwertige Alternative bietet. Je nach Vergleichsland wird diesem Thema unterschiedliches Gewicht beigemessen.
Es folgt ein Vergleich der Freistellungsregelungen und finanziellen Transferleistungen für Familien in den Vergleichsländern einschließlich der Erörterung, inwieweit diese zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.
2
Arbeit zitieren:
Roswitha Jung, 2007, Vereinbarkeit von Familie und Beruf im europäischen Ländervergleich unter besonderer Berücksichtigung der Kinderfreundlichkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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Kinderbetreuung im Vorschulalter: Schweden, Frankreich, Italien - ein ...
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