Universität Hannover
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Schriftliche Ausarbeitung zur Erlangung eines Leistungsscheines
Frontalunterricht - Eine ineffektive und oppressive Sozialform?
Marco Sievers
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkung: ... 2
2. Einleitung ... 2
3. Hauptteil ... 4
3.1 Frontalunterricht als Sozialform ... 4
3.2 Argumente gegen den Frontalunterricht ... 5
3.2.1 Lehrerorientiertheit ... 5
3.2.1.1 Mangelnde Schülerorientierung ... 6
3.2.1.2 Selbstinszenierung der Lehrer, vermeintliches Stoffargument, mangelnde Leistungsbereitschaft der Lehrer ... 8
3.2.2 Sachorientiertheit ... 9
3.2.3 Oppressives, demokratiefeindliches Kontrollinstrument ... 10
3.3 Vorteile und Chancen des Frontalunterrichts ... 13
3.3.1 Erfahrungs- und Wissensvorsprung des Lehrers ... 13
3.3.2 Vorteile der Lenkung des Unterrichts durch den Lehrer ... 15
3.3.2.1 Vorteile für den Lehrer ... 15
3.3.2.2 Vorteile für SuS ... 15
3.4 Reflexion ... 17
3.4.1 Lehrerorientiertheit ... 17
3.4.2 Sachorientiertheit ... 20
3.4.3 Oppressives, demokratiefeindliches Kontrollinstrument ... 23
3.5 Fazit – Das Konzept des integrierten Frontalunterrichts ... 27
4. Ergebnis und Ausblick auf die Gründe der Kontoversität der Diskussion ... 29
5. Literaturverzeichnis ... 31
1. Vorbemerkung:
Im Folgenden wird der Begriff „Lehrer“ aus Gründen der Einfachheit und besseren Lesbarkeit anstelle des Begriffes „LehrerInnen“ benutzt. Er umfasst somit sowohl die männliche als auch weibliche Form des Wortes. Ebenfalls zur Vereinfachung wird die Abkürzung „SuS“ für „Schülerinnen und Schüler“ verwendet.
2. Einleitung
Im Rahmen der Vorbereitung des nacherzählenden Referates, welches sich unter anderem mit den Sozialformen des Unterrichts befasste, wurde das Thema Frontalunterricht in der Arbeitsgruppe sehr kontrovers diskutiert. Die unterschiedlichen Meinungen und Einstellungen der Gruppenmitglieder zu diesem Thema führten zu einem sehr interessanten, aber auch sehr emotionalen Gespräch, in dem der Frontalunterricht aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchtet wurde, und welches Formen einer Grundsatzdiskussion annahm. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit den Pro- und Contra-Argumenten bewegte die Gruppe vor allem die pragmatische Frage, ob man im Rahmen seiner späteren Lehrtätigkeit zu Frontalunterricht greifen dürfe oder sollte, und falls ja, wie ein solcher Frontalunterricht auszusehen habe. Es lag daher nahe, diesen Fragen als Gegenstand des wissenschaftlichen Referates nachzugehen.
Aus zeitlichen und organisatorischen Gründen wurde ein methodisches Vorgehen gewählt, in dem ein Gruppenmitglied das Thema aus einem dem Frontalunterricht geneigtem Blickwinkel beleuchtet, während sich ein anderes Mitglied dem Untersuchungsgegenstand mehr auf der Grundlage der Vorteile des Gruppenunterrichts nähert. Anschließend erfolgt dann eine Reflexion beider Ergebnisse aus Sicht der dritten Gruppenteilnehmerin. Ziel dieses Vorgehens ist es, einen höheren Grad an (relativer) Objektivität im Umgang mit dem Thema zu erreichen und damit die Validität der Ergebnisse zu steigern. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, in wie weit die Einstellung zum Frontalunterricht auf methodischen Argumenten basiert, oder Ausfluss der eigenen subjektiven Erfahrungen ist.
Bei der vorliegenden Ausarbeitung handelt es sich um die Untersuchung des dem Frontalunterricht positiv eingestellten Gruppenmitgliedes. Sie stellt der vielfachen Ablehnung des Frontalunterrichtes die kritische Frage gegenüber, ob dieser wirklich eine ineffektive und oppressive Sozialform ist, dessen Anwendung sich in der modernen Schulpraxis verbietet. Im Sinne eines dialektischen Ansatzes wird eine Abwägung des Für und Wider dieser Unterrichtsform erfolgen, insofern setzt die Arbeit auf eine wertende Reflexion der Argumente, nicht auf eine, auf empirischen Daten basierende Untersuchung.
Die Abhandlung wird zunächst den Begriff des Frontalunterrichts definieren und seine negative Konnotation erläutern. Danach erfolgt eine Aufzählung der wichtigsten Argumente gegen den Frontalunterricht, denen dann seine Vorteile gegenübergestellt werden. Die anschließende Reflexion setzt sich kritisch mit den Vor- und Nachteilen dieser Sozialform auseinander und mündet dann in das Konzept eines integrierten Frontalunterrichts nach Herbert Gudjons. Abschließend werden auf dieser Basis die Ausgangsfragen nach Legitimation und Pragmatik des Frontalunterrichts beantwortet und Gründe seiner kontroversen Diskussion gesucht.
[...]
Arbeit zitieren:
Dipl.Jurist Marco Sievers, 2005, Frontalunterricht - Eine ineffektive und oppressive Sozialform?, München, GRIN Verlag GmbH
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