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FB: Religionspädagogik/Gemeindediakonie
8. Semester
Schriftliche Ausarbeitung der Lehrprobe
benotet
Schulpädagogik
Herr Professor Dr. Wilhelm Schwendemann
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SS 2001
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./$66(/(51*5833(6&+h/(5,11(16&+h/(5
(QWZLFNOXQJVSV\FKRORJLVFKH6LWXDWLRQ 1.1.1 Stufentheorie nach Piaget 5
6R]LRNXOWXUHOOH%HGLQJXQJHQ %HVRQGHUKHLWHQGHU/HUQJUXSSH 'LH6FKXOHLP*HPHLQZHVHQ
7+(0$'$6'233(/*(%27'(5/,(%( 6DFKOLFKH(U|UWHUXQJGHV7KHPDV
2.1.2 Der Text: Matthäus 22, 34-40
2.1.3 Alternativen in der biblischen Auslegung
2.1.4 Exegetisch-didaktische Entscheidung ','$.7,6&+0(7+2',6&+($1$/<6(
'HILQLWLRQGHU/HKUXQG/HUQLQWHQWLRQ 0|JOLFKH0HWKRGHQ 'LGDNWLVFKH6WUXNWXUGHV6WXQGHQHQWZXUIV %H]XJ]XP/HKUSODQ %H]LHKXQJ]ZLVFKHQ6WXQGHXQG(LQKHLW 3.5.1 Übersicht über die Einheit 16
3.5.2 Beziehung zur Einheit 16
5HIOH[LRQGHU6R]LDOIRUPHQXQGGHU/HLWPHGLHQ 3.6.1 Sozialformen 17
3.6.2 Leitmedien 18
6781'(19(5/$8)81'$/7(51$7,9(1 6WXQGHQYHUODXILP=HLWVFKHPD $OWHUQDWLYHQ
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6WXIHQWKHRULHQDFK3LDJHW
J. Piaget hat vier verschiedene Stufen der sogenannten ontogenetischen Abfolge entwickelt. Diese unterscheiden sich durch höhere Komplexität, eine größere Differenzierung und einem höheren Organisationsgrad. Dabei geht er zunächst
einmal davon aus, ÄGDVVGLH(QWZLFNOXQJLQ6WXIHQYHUOlXIWXQG]ZHLWHQV GDVVGLHVH6WXIHQHLQHUJHRUGQHWHQ6HTXHQ]DXIHLQDQGHUIROJHQ³ . Hierbei handelt
es sich faktisch um die sensomotorische Stufe im Lebensalter von 0 bis 2 Jahren, die präoperationale Stufe im Alter von 2 bis 7 Jahren, die konkret-operationale Stufe zwischen 7 und 11 Jahren und die formaloperative Stufe ab 12 Jahren. Nach Piaget gilt hier die Universalität, d.h. diese Abfolge findet sich bei allen Menschen wieder. Diese vier Stufen könnten nun noch in weitere Stadien unterteilt werden, für das Verständnis der Entwicklungspsychologie im Rahmen einer Lehrprobe sollte dies aber ausreichend sein.
Der Zeitraum zwischen dem 9. und 11. Lebensjahr ist also bestimmt durch konkret-operationales Denken. Mensch und Natur haben jetzt eine gewisse Eigengesetzlichkeit, Ursache- und Wirkungszusammenhänge werden deutlich wahrgenommen. Es wird zwischen Phantasie und Realität getrennt. Das Denken bleibt jedoch auf den Bereich der konkreten Anschauung und des Vorstellbaren beschränkt. Anschaulichkeit und Handlungsbezug sind aus diesem Grunde für den Unterricht von großer Bedeutung.
Gott behält seinen Platz jenseits des Vorstellbaren. Er gilt als Urheber der ganzen Welt. Einwirkungen auf das tägliche Leben oder die Natur werden jetzt noch als denkbar hingenommen. Allerdings stehen die Schüler der 5. & 6. Klasse in der Regel kurz davor, diese Phase, zumindest im Zusammenhang mit Gott, zu
2 vgl. Silbereisen/Montada (Hrsg.): Entwicklungspsychologie, S. 55, sowie Seminarunterlagen
5
6
überschreiten. Der Grund hierfür ist sicher die Einwirkung unserer heutigen aufgeklärten Gesellschaft. 3
Dementsprechend gilt nun laut Piaget für die Altersstufe der 5. & 6. Klasse, in der diese Lehrprobe gehalten wird, dass der junge Mensch zu verinnerlichtem Denken, sowie zur Reversibilität fähig ist und ebenso verschiedene Wahrnehmungsaspekte koordinieren und kompensieren kann. Für ihn ist das Denken der Kinder in diesem Alter beweglich und umkehrbar.
Der generelle Geltungsanspruch, die mangelnde empirische Überprüfbarkeit,
sowie das implizierte biologische Entwicklungsmodell, „GDV QLFKW JHQJHQG 5DXP IU GLH %HUFNVLFKWLJXQJ YRQ 8PZHOWHLQIOVVHQ OlVVW“ 4 , lässt zu Recht
allerdings auch immer wieder kritische Stimmen publik werden. Eine Person sollte nach der Theorie von Piaget durchweg in allen Leistungsbereichen
gleichzeitig auf einer Entwicklungsstufe stehen. 5 Ä0DQ JHKW KHXWH GDYRQ DXV GDVVGLH(QWZLFNOXQJEHLP0HQVFKHQYRQHLQHU9LHOIDOWZHFKVHOVHLWLJDEKlQJLJHU )DNWRUHQJHVWHXHUWZLUG³ ¡
Des weiteren verneint Piaget, dass ÄGLH*HVFKZLQGLJNHLWPLWGHUHLQH3HUVRQ GLH (QWZLFNOXQJVVWXIHQ GXUFKOlXIW GXUFK 8QWHUULFKW EHVFKOHXQLJW ZHUGHQ NDQQ 'LHVH)UDJHLVWSlGDJRJLVFKXQGELOGXQJVSROLWLVFKVHKUEHGHXWVDPGHQQHV JHKW GDUXP RE XQG LQZLHZHLW GLH 'HQNIlKLJNHLW GXUFK 7UDLQLQJVPDQDKPHQ JHI|UGHUWZHUGHQNDQQ³ ¢
Unterricht, und insbesondere schulischer Unterricht, soll aber auch den Schülern hilfreich für den weiteren Fortgang ihrer Entwicklung sein und soll diese möglichst forcieren. In diesem Zusammenhang darf auf keinen Fall die Vorbildfunktion des Lehrers unterschätzt werden.
3 nach Seminarunterlagen
4 vgl. Silbereisen/Montada (Hrsg.): Entwicklungspsychologie, S. 56
5 Hetzer/Todt/Seiffge-Krenke Arbinger (Hrsg.): Angewandte Entwicklungspsyschologie des
Kinder und Jugendalters, S. 122
6 vgl. Silbereisen/Montada (Hrsg.): Entwicklungspsychologie, S. 47
7 Hetzer/Todt/Seiffge-Krenke Arbinger (Hrsg.): Angewandte Entwicklungspsyschologie des
Kinder und Jugendalters, S. 123f.
6
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Frank-Christian Raatz, 2001, Unterrichtseinheit: Vom Sinn der Gebote: Das Doppelgebot der Liebe, München, GRIN Verlag GmbH
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