I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis……………………………………………………………... I
Abbildungsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
1. Aufbau und Ziel der Arbeit 1
2. Problemstellung 2
3. Der Prinzipal-Agenten-Ansatz 3
3.1 Die Prinzipal-Agenten-Beziehung 3
3.2 Annahmen 5
3.2.1 Verhaltensannahmen 5
3.2.2 Umweltannahmen 6
3.3 Das Problem der Informationsasymmetrie. 7
3.4 Agency-Kosten 11
4. Instrumente zur Reduzierung von Agency-Problemen 12
4.1 Direkte Verhaltenssteuerung 13
4.2 Verbesserung des Informationssystems 13
4.2 Beteiligung des Agenten am Ergebnis 14
5. Anreize und Anreizsysteme 15
5.1 Bedeutung von Anreizen 15
5.2 Anreizarten 17
5.3 Basiselemente eines Anreizsystems 18
5.4 Anforderungen und Ausgestaltungsprinzipien von
Anreizsystemen 20
5.4.1 Intersubjektive Verifizierbarkeit 21
5.4.2 Transparenz und Akzeptanz von Anreizsystemen 21
5.4.3 Verantwortlichkeit und Vollständigkeit 22
5.4.4 Anreizkompatibilität, Zielkonsistenz, Kongruenz und
paretoeffiziente Risikoteilung 22
II
6. Anreizsysteme zur Senkung des Delegationsrisikos…………….. 23
6.1 Anreizsystem bei hidden action ………………………...………… 24
6.2 Anreizsystem bei hidden information ……….………………...….. 27
6.3 Anreizsystem bei hidden characteristics …...……….…………… 28
7. Kritische Würdigung ……….. …..…………………………………….. 30
7.1 Kritische Würdigung der vorgestellten Anreizsysteme ..……….. 30
7.1.1 Intersubjektive Verifizierbarkeit ….…..…………………… 30
7.1.2 Transparenz und Akzeptanz von Anreizsystemen ..….… 31
7.1.3 Verantwortlichkeit und Vollständigkeit….……………..….. 31
7.1.4 Anreizkompatibilität, Zielkonsistenz, Kongruenz und paretoeffiziente Risikoteilung …..…………………………. 32
7.2 Kritische Würdigung des Prinzipal-Agenten-Ansatzes .………… 32
8. Fazit ……………………………………………………………………….. 34
Literaturverzeichnis ………………………………………………………... 36
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Klassifikation verschiedener Vertragsbeziehungen mit asymmetrischer Information ………………..........…………………… 1
Abb. 2: Zusammenhang zwischen Anreiz-Systemen und Leistung .....…….. 0 1 Abb. 3: Materielle und immaterielle Anreize ..……...……………………….....
IV
Abkürzungsverzeichnis
am angegebenen Ort a.a.O. Abbildung Abb. Aufl. Auflage Band Bd. bezüglich bzgl. beziehungsweise bzw.
Die Betriebswirtschaft (Zeitschrift) DBW das heisst d. h. erweiterte erw. et cetera etc. folgende/ fortfolgende f/ ff Herausgeber Hrsg. in der Regel i. d. R. Jahrgang Jg. Neue Institutionenökonomik NIÖ oben genannte o. g. Seite S. so genannte sog. überarbeitete überarb. vergleiche Vgl. zum Beispiel z. B.
Zeitschrift für Betriebswirtschaft ZfB
Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung ZfbF
1
1. Aufbau und Ziel der Arbeit
Das Anliegen dieser Arbeit ist es, dem Leser einen Einblick in die neoinstitutionale Prinzipal-Agenten-Theorie zu verschaffen. Der Prinzipal-Agenten-Ansatz hat aufgrund seiner universellen Anwendbarkeit ein weitreichendes Anwendungsgebiet erobert, da Prinzipal-Agenten-Probleme Bestandteil fast jeder vertraglicher Transaktion sind. So findet der Ansatz z. B. Anwendung in der Finanzierungstheorie, in der aus der Perspektive der Prinzipal-Agenten-Theorie die Gestaltung optimaler Gesellschafts- und Kreditverträge behandelt werden. Aber auch Grundfragen der Theorie der Unternehmung (Effizienz von Trennung von Eigentum und Verfügungsmacht) sowie der Unternehmensverfassung lassen sich aus agencytheoretischer Sicht diskutieren, die jedoch nicht Gegenstand dieser Arbeit sein sollen. Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Darlegung von Problemen, die bei der Delegation von Aufgaben und Entscheidungen entstehen sowie der Vorstellung agencytheoretischer Überlegungen zur Lösung dieser Probleme durch den Einsatz optimaler Anreizsysteme.
Im 2. Kapitel wird der Leser zunächst in die Problematik des Delegationsrisikos eingeführt. Anschließend beschreibt Kapitel 3 den theoretischen Rahmen, in dem die Delegationsproblematik behandelt werden soll, bevor im 4. Kapitel Instrumente zur Lösung herausgestellter Probleme aufgezeigt werden. Kapitel 5 befasst sich mit Anreizen und Anreizsystemen und gibt einen Überblick über Bedeutung, Wirkung und Arten von Anreizen, sowie über Basiselemente und Anforderungen von Anreizsystemen. In Kapitel 6 werden drei ausgewählte Anreizsysteme erläutert. In der Literatur lässt sich eine Vielzahl verschiedenartiger Anreizsysteme zur Lösung von Delegationsproblemen finden. Diese Arbeit beschränkt sich auf eine kleine Auswahl dieser Anreizsysteme und konzentriert sich hierbei ausschließlich auf finanzielle Anreizsysteme in einer zweistufigen Beziehung zwischen einem Prinzipal und einem Agenten. 1 Das 7. Kapitel dient einer kritischen Würdigung der vorgestellten Anreizsysteme sowie des Prinzipal-Agenten-Ansatzes selbst.
1 Zu mehrstufigen Modellansätzen vgl. Peterson 1989, Meyer 1992.
2
2
2. Problemstellung
„Bei der wissenschaftlichen und praktischen Auseinandersetzung mit zielorientierten arbeitsteiligen Systemen kommt der Steuerung des individuellen Handelns zwangsläufig eine große Bedeutung zu.“ 2 Ob in Organisationen oder in anderweitigen Kooperationsbeziehungen zwischen zwei oder mehreren Personen, stets fallen im Rahmen der Tätigkeiten von Personen neben der Aufgabenverrichtung auch Entscheidungen an, die diese zu treffen haben, wenngleich sich der Entscheidungsspielraum der jeweiligen Personen stark von dem anderer Personen (wie etwa dem Vorgesetzen) unterscheiden kann. Delegationen sind daher in der betriebwirtschaftlichen Praxis allgegenwärtig. Der Delegationsbegriff „umschreibt die Schaffung und (..) Weitergabe von Entscheidungs-, Anordnungs- und Kontrollaufgaben bzw. entsprechender -kompetenzen und -verantwortung im Beziehungs-/Aufgabenfeld ‚ Vorgesetzter’ und ‚Mitarbeiter’. Hierbei stehen die einzelnen Delegationsempfänger (..) sowie der Umfang, Inhalt und die Absicherung des delegierten Handlungsspielraums im Vordergrund.“ 3 Die im Rahmen einer delegierten Aufgabe zu treffenden Entscheidungen beeinflussen in unterschiedlicher Weise das Gesamtergebnis der Organisation oder der Kooperation. Die Einzelentscheidungen müssen jeweils so koordiniert werden, dass sie in Richtung auf das Gesamtziel zusammenwirken. Dies kann in Form sog. Verhal-tensnormen (Regelungen) erfolgen, an die sich die Entscheidungsträger zu richten haben. Allerdings sind Regelungen nicht immer für jede Eventualität formulierbar und hängen zudem im starken Maße von den Fähigkeiten und dem Informationsstand, nicht zuletzt aber auch von der Motivation des Entscheidungsträgers ab, diese auch zu befolgen. Insbesondere bei Delegation von komplexen Entscheidungen besteht die Gefahr, dass der Entscheidungsträger aufgrund mangelnder Motivation nicht im Sinne des Delegierenden handelt und es aufgrund dessen zu einem schlechten Ergebnis durch Fehlentscheidungen kommt. Diese Gefahr ist umso größer, je weniger der Delegierende die Möglichkeit zur Kontrolle und Beurteilungsfähigkeit besitzt. Je
2 Frese 1992a, S. 215.
3 Steinle 1992, S. 501.
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schwieriger bzw. teurer die Kontrolle des Entscheidungsträgers ist, desto mehr gewinnen positive Anreize an Bedeutung, die dazu führen können, den Entscheidungsträger dergestalt zu motivieren, dass dieser z. B. durch Aussicht auf Belohnungen die relevanten Verhaltensnormen im eigenen Interesse befolgt und somit Ergebnisse erzielt, die im Sinne des Delegierenden sind und darüber hinaus zur Senkung von Kontrollbedarf und Kontrollkosten führen. 4
Im Mittelpunkt des Interesses dieser Arbeit steht daher die Frage, wie optimale Anreizsysteme ausgestaltet sein müssen, damit der Entscheidungsträger im Sinne des Delegierenden handelt und gleichzeitig der Erfolg der Aufgabendurchführung abzüglich der damit verbundenen Entlohnung des Agenten maximal wird.
3. Der Prinzipal-Agenten-Ansatz
3.1 Die Prinzipal-Agenten-Beziehung
„Organizations are simply legal fictions which serve as a nexus for a set of contracting relationchips among individuals.“ 5 „In einer Welt begrenzter Ressourcen muss [daher] jedes Wirtschaftssubjekt seine ökonomischen Handlungen mit denen der anderen Wirtschaftssubjekte abstimmen. Dabei können Konflikte auftreten, die aber vermieden werden, wenn sich die Wirtschaftssubjekte auf Regeln über den Abstimmungsprozess geeinigt haben, ehe sie handeln. Diese Regelsysteme bilden den Forschungsgegenstand der neuen Institutionenökonomik.“ 6 Der Prinzipal-Agenten-Ansatz ist die heute am stärksten beachtete Theorielinie der NIÖ 7 , in dessen Mittelpunkt die vertragliche Gestaltung von Delegationsbeziehungen zwischen einem Auftraggeber (Prinzipal) und einem Auftragnehmer (Agent) steht. Aus Wirtschaftlichkeits-
4 Vgl.Laux 1990, S. 2.
5 Jensen/Meckling 1976, S. 310.
6 Grosse 2005, S. 96.
7 Vgl. Schreyögg 2003, S. 81.
4
4
gründen überträgt der Prinzipal zur Realisierung seiner Interessen auf Basis eines Vertrages dem Agenten bestimmte Aufgaben und Entscheidungskompetenzen, für dessen Leistung dieser eine Vergütung erhält. 8 (Typische Prinzipal-Agent-Beziehungen sind z. B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Vorstand und Aktionär, Arzt und Patient, etc.) Die Delegation von Aufgaben an einen Agenten, bei denen vom Wissensvorsprung oder der spezialisierten Arbeitskraft des Agenten Gebrauch gemacht werden kann, bringen dem Prinzipal Produktionskostenvorteile. 9 Allerdings ist aus Sicht des Prinzipals die Inanspruchnahme des Wissensvorsprungs oder der spezialisierten Arbeitskraft des Agenten mit Risiken verbunden, da der Agent i. d. R. innerhalb der Delegationsbeziehung versuchen wird, seinen eigenen Nutzen zu maximieren. Der Prinzipal muss mit Leistungszurückhaltung, Betrug, Täuschung und einer eigeninteressierten Vertragsauslegung seitens des Agenten rechnen, 10 so dass sich für den Prinzipal das Problem ergibt, wie vertraglich sichergestellt werden kann, dass der Agent auch im Interesse des Prinzipals handelt. Die Agency-Theorie 11 geht davon aus, dass nicht sämtliche Modalitäten einer Auftragsbeziehung vertraglich festgehalten werden können, hinsichtlich einzelner Bestandteile also immer wieder Vertragslücken entstehen können, die sich nachteilig auf die Delegationsbeziehung auswirken können. Eine präzise Vertragsgestaltung ist aufgrund unvollständiger Informationen und Unsicherheit im Hinblick auf zukünftige Umstände kaum möglich, zudem mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Vor dem Hintergrund sog. unvollständiger Verträge versucht die Agency-Theorie eine vertragliche Gestaltung von Auftragsbeziehungen zwischen Prinzipal und Agent unter Berücksichtigung asymmetrisch verteilter Information, Unsicherheit über zukünftige Umstände und der unterschiedlichen Risikoneigung der Beteiligten zu untersuchen, sowie Maßnahmen zur effizienten Handhabung von aus der Delegati-
8 Vgl.Kieser/Walgenbach 2004, S. 49.
9 Vgl. Kieser/Walgenbach 2004, S. 50.
10 Vgl. Kieser/Walgenbach 2004. S. 50.
11 Neben dem Begriff des Prinzipal-Agenten-Ansatzes lassen sich in der Literatur mit
synonymer Verwendung auch die Begriffe Agenturtheorie, Agency-Theory und Agency-
Theorie finden.
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Arbeit zitieren:
Andrea Grunwald, 2005, Der Prinzipal-Agenten-Ansatz: Anreizsysteme zur Senkung des Delegationsrisikos, München, GRIN Verlag GmbH
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