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• Fr ühe Jahr e
• Der Mediziner ( Exk urs - Schnit zler und Freud)
• Der Aut or
• Der Jude
• Ar t hur Schnit zler und die Frauen
• Ar t hur Schnit zler in der Gegenwart
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• Der Reigen
( Exk urs: Wien um 1900)
• Der Reigen um den Reigen - Publikat ions- und Sk andalgeschicht e erst er Teil ( bis et wa 1920) ( Exk urs: 1918 - Fall der Zensur nach Kriegsende)
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• Der Weg zur Ur aufführung
( April 1919 - Dezem ber 1920)
• Der erst e Reigen- Pr ozess ( 3.- 6. Januar 1921)
• Tum ult e an den Spielplät zen ( Februar - Nov em ber 1921)
• Der zweit e Reigen- Pr ozess ( 5.-18. Novem ber 1921)
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Anhang: Lit erat urv erzeichnis
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Art hur Schnit zlers „ Reigen“ . Das Them a, welches sich der Verfasser dieser Arbeit vorgenom m en hat , könnt e nicht weit er form uliert sein. So wird es unm öglich sein, die gesicht et e und zum ganzen Them a auch einschlägige Sekundärlit erat ur im Rahm en dieser vom Um fang her begrenzt en Arbeit , um fassend zu würdigen. Aber es soll im Folgenden j a eben auch gar nicht darum gehen, lediglich das vorhandene Schrift t um zusam m enzut ragen. Vielm ehr m üssen eigene Argum ent at ionen - nicht nur, aber vor allem - anhand der Prim ärlit erat ur erarbeit et werden. Und eben deshalb laut et die erst e Aufgabe, die wicht igst en Akzent e des ganzen Them as in freier Würdigung herauszufilt ern, 5HLJHQ aber doch m it sam t seiner Skandalgeschicht e ausreichend zu beleucht en.
Sicherlich wird vieles an der Oberfläche bleiben m üssen und doch wird es für den Jurist en eine schöne Arbeit werden, im Rahm en dieses Sem inars einm al über den recht lichen Tellerrand hinauszublicken, in andere Fakult ät en vorzudringen und 5HLJHQ als Kunst werk, sam t dem Reigen um ihn selbst zu rezipieren. Zu rezipieren und zu wert en.
Da es sich aber um ein recht shist orisches Sem inar handelt , welches erst aus dem Obert hem a „ Zensur“ seinen recht lichen Hint ergrund gewinnt , fällt eine Gewicht ung der Ansat zpunkt e nicht all zu schwer: Keinesfalls darf sich diese Arbeit in der germ anist ischen und soziologischen Bet racht ungsweise erschöpfen, sondern m uss sich aus Gründen der Spezialit ät um fangreich m it den bisher relat iv wenig beleucht et en j urist ischen Aspekt en vor dem konkret en geschicht lichen Hint ergrund auseinanderset zen.
Schon j et zt kann fest gest ellt werden, dass die oft bem üht e Frage „ Kunst oder Pornographie?“ zum indest in diesem Fall irrelevant sein wird. Denn, selbst wenn m an eine bedrohliche Gegenwart snähe der dam aligen Vorgänge sehen m uss ( m an denke nur an den Prozess Ziesel cont ra Grass 1 ) , kann m an hier get rost eine Lücke wagen, da sich eine solche Frage selbst vor dem heut igen ( grund) recht lichen Hint ergrund des j urist ischen Kunst begriffs um Art . 5 I I I GG eigent lich gar nicht st ellt . Und schon dam als - zu ganz anderen Zeit en - hat t en hierüber let zt endlich nicht die Jurist en aus eigener Sachkunde, sondern sachverst ändige Gut acht er zu befinden. Die Frage „ Kunst oder Pornographie?“ - soviel sei vorweggeschickt - war in den Reigen Prozessen, wie in zahlreichen weit eren „ Kunst - Prozessen“ auch 2 , im m er lediglich Aufhänger für polit ische Zwecke und wurde im m er nur von Menschen bem üht , welche m it der Kunst an sich reichlich wenig zu schaffen hat t en. Der fest en Überzeugung des Aut ors dieser Arbeit nach, kann m an ohne einschlägige Lit erat ur bem ühen zu m üssen, ohne weit eres davon ausgehen, dass sich diese
1 Hierzu umfassend: Kunst oder Pornographie? - Der Prozess Grass gegen Ziesel
2 vgl.: Petersen; Literatur und Justiz in der Weimarer Republik; S. 147 ff
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Frage im Zusam m enhang m it 5HLJHQ - egal aus welcher Epoche heraus bet racht et - als höchst erm üdend selbst disqualifiziert . Kurz: Nim m t m an einen st rengen Kunst begriff, dann ist der Übergang fließend und som it eine deut liche und j urist isch sinnvolle Abgrenzung in Grenzfällen wie dem vorliegenden unm öglich. Hält m an es aber m it der heut e wohl herrschenden Meinung derer, die dazu berufen sind, Kunst zu bewert en und folgt dem weit en ( nach Professor Beuys: „ erweit ert en“ ) Kunst begriff, so m uss m an zu dem Schluss kom m en, dass das Wort „ oder“ nicht derart vereinfachend in einer Frage direkt nach dem Wort „ Kunst “ plat ziert werden darf. So gesehen, also eine Ant i- Frage.
I m Folgenden soll der eigent liche j urist ische Aspekt ans Ende gest ellt werden ( Teil I I I ) , um zuvor durch eine lit erat urwissenschaft liche Bet racht ungsweise über eine Biographie Schnit zlers ( Teil I ) und eine Analyse der Prim ärlit erat ur sam t der zeit genössischen Geschehnisse um das Werk ( Teil I I ) , eine Verst ändnisgrundlage für die Bewert ung der dam aligen j urist ischen und gesellschaft spolit ischen Problem e zu schaffen.
Bis hierhin unt erscheidet sich eine recht shist orische Arbeit also nicht viel von einer recht shängigen j urist ischen Arbeit : Vor allem m uss der Sachverhalt erfasst werden. Der Unt erschied ist aber der, dass kein Urt eil, keine j urist ische Lösung angest rebt werden m uss; sondern st at t dessen eine Beleucht ung der gesellschaft lichen und daraus result ierenden recht lichen Grundlagen der j eweiligen Zeit vorzunehm en ist . Nam ent lich wird es hier auch darum gehen, so knapp als Möglich die gesellschaft lichen Verhält nisse speziell im Wien Art hur Schnit zlers zu erört ern.
Mit der Zensur geht im m er der Skandal einher. Fast im m erzum indest in der Kunst - set zt der Skandal, das ÄVFKRFNLHUHQGH DQVW|LJH9HUKDOWHQGDVbUJHUQLVGDV$XIVHKHQXQG(PS|UXQJ KHUYRUUXIHQGH(UHLJQLVGHUVFKDPORVH9HUVWRJHJHQGLHJXWHQ 6LWWHQRGHU*HVHW]H³ neue Maßst äbe. Es wird m it best ehenden
Wert vorst ellungen auf künst lerischer, äst het ischer, m oralischer, religiöser oder polit ischer Ebene gebrochen. Verkrust et e Tradit ionen werden schm erzhaft verlet zt . Die Gesellschaft als Ganze wird aufgerüt t elt und irrit iert . Aus all diesen Gründen dient der Skandal so vorzüglich dazu Zeit geschicht e zu reflekt ieren. Und eben unt er diesem Gesicht spunkt m öcht e der Verfasser die folgenden Ausführungen verst anden haben wissen: Der Skandalon 4 um 5HLJHQ als Spiegel seiner Zeit .
3 Naumann & Göbel; Das moderne Fremdwörterlexikon
4 Wahrig; Deutsches Wörterbuch: Skandalon = griechisch für Skandal
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Art hur Schnit zlers Leben ist hervorragend dokum ent iert . Den wicht igst en Beit rag hierzu liefert e der Aut or selbst , dessen unvollendet e Aut obiographie -XJHQGLQ:LHQn eben den t eilweise unveröffent licht en Tagebüchern st eht , welche heut e unschät zbare Quellen der Lit erat urgeschicht e sind und beeindruckende Einblicke in das Seelenleben eines Genies gewähren.
Der Verfasser dieser Arbeit m öcht e som it die Möglichkeit nut zen in gewisser Ausführlichkeit Leben und Werk Art hur Schnit zlers zu dokum ent ieren. 5 Hierdurch soll eine Verst ändnisgrundlage für die folgenden Kapit el geschaffen werden.
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Art hur Schnit zler wird am 15. Mai 1862 in Wien als erst es Kind des Regierungsrat es und Universit ät sprofessors der Larynologie ( Kehlkopfm edizin) , Dr. Johann Schnit zler ( 1835- 1893) und Louise Schnit zler geboren. Der aus bürgerlichen Verhält nissen st am m ende Vat er war nicht nur einer der erfolgreichst en Mediziner seiner Zeit , sondern auch Polit iker und Herausgeber von m edizinischen Zeit schrift en int ernat ionalen Ranges. Von 1880 bis zu seinem Tode war er Direkt or der Allgem einen Wiener Poliklinik. Seine Mut t er ( 1840- 1911) war Tocht er des renom m iert en Dr. m ed. et phil. Phillipp Markbreit er ( 1810- 1892) , welcher, wie sein Schwiegersohn als Herausgeber m edizinischer Fachzeit schrift en int ernat ionale Berühm t heit erlangt e. Der am 13. Juli 1865 geborene Bruder Art hur Schnit zlers, Julius Schnit zler ( 1865- 1939) bracht e es neben einem Professor der Chirurgie zum Prim ararzt des Wiener Krankenhauses. Seine am 20. Dezem ber 1867 geborene Schwest er Gisela ( 1867-1953) , sollt e 1889 Art hur Schnit zlers St udienkollegen Marcus Haj ek ( 1861- 1941) , spät er Professor der Larynologie heirat en.
Von 1871 bis 1879 besucht e er das Akadem ische Gym nasium in Wien, an welchem einige Jahre spät er auch Hugo von Hofm annst hal seine Mat ura ablegen sollt e.
Schnit zlers Kindheit und frühe Jugend verlief größt ent eils harm onisch. Man m uss dem dam aligen Hause Schnit zler eine grundlegende Liberalit ät unt erst ellen, welche die Neigungen der Kinder zum indest bis zu einem gewissen Grad t oleriert e und akzept iert e. Bereit s m it 12 Jahren, um 1874, finden sich erst e lit erarische Versuche. 6 Zwar ist aus dieser Zeit lediglich ein verlorenes Dram a in zwei Akt en: „ Der ewige Jude“ erwähnenswert , Schnit zlers schrift st ellerisches Talent zeigt e sich aber schon dam als überdeut lich und wurde von den Elt ern zum indest oberflächlich
5 alle Daten aus: Urbach; Schnitzler-Kommentar; S.60 ff.; Zeittafel
6 Fritsche; Dekadenz im Werk Arthur Schnitzlers; S. 58
7
gefördert . Trot zdem st and nat ürlich im m er fest : Das wahre Talent des Sohnes lag in der ernst haft en Medizin.
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Bet racht et m an diese Konst ellat ion einer Medizinerfam ilie durch und durch, so wird schnell klar, dass Schnit zlers Weg zum Arzt vorbest im m t sein sollt e. Sowohl Großvat er als auch Vat er waren Ärzt e von bedeut endem Rang. Vor allem von dem ält est en Sohn wurde zweifelsohne erwart et , die Fam ilient radit ion gebührend weit erzubet reiben. Selbst wenn nicht s darauf hindeut et , dass der Vat er seinen Sohn zum St udium der Medizin zwang, m uss in Gesam t bet racht der Tat sachen davon ausgegangen werden, dass dem j ungen Art hur Schnit zler für aut odidakt e Lebensplanung nur wenig Raum blieb. Es kann kein Zweifel daran best ehen, dass Art hur Schnit zlers m edizinische Laufbahn vom et hisch noch in den m oralist ischen Vorst ellungen der Jahrhundert m it t e verwurzelt en Über- Vat er best im m t und durchgeplant wurde.
Dieser t iefe innere Konflikt zwischen Pflicht und Neigung ist auch heut e noch t ypisch für Akadem ikerfam ilien. Schnit zler st ellt en sich dam als dieselben Problem e, welche auch heut e noch so m anchen der Zeit genossen des Verfassers dieser Arbeit beschäft igen: Regelm äßig bleiben Versuche aus diesen - in j eglicher Bedeut ung der Wort egefest igt en Fam ilienverhält nissen auszubrechen erfolglos. Selbst einem Art hur Schnit zler ist dies zu Lebzeit en des Vat ers nie vollends gelungen, obwohl er seiner Sit uat ion äußerst krit isch gegenüberst and. Folgender Auszug aus den Tagebüchern Schnit zlers vom 7.Mai 1885, kurz vor dem let zt en Exam en des dam als 23j ährigen, soll dies belegen: 7
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Er schließt diesen Eint rag über seine, durch die Prüfungsvorbereit ungen noch verschlim m ert e innere Zerrissenheit m it Folgendem bem erkenswert en Sat z:
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7 Urbach; Schnitzler-Kommentar; S. 10 f
8
Tat sächlich bedeut et e ihm eine gesichert e m at erielle Exist enz nur wenig, was nicht verwundert , wenn m an bedenkt , dass inm it t en eines wohlsit uiert en Haushalt es diesbezüglich keine Bedrohung auszum achen war.
I m Herbst 1879 nahm er also an der m edizinischen Fakult ät der Universit ät Wien sein St udium auf. Freilich ohne echt e Überzeugung, eher m it einer gewissen Gleichgült igkeit gegenüber den Vorst ellungen des Vat ers. Von wirklich ernst haft en St reit igkeit en zwischen Vat er und Sohn wird nicht s bericht et und som it sollt e dieser Aspekt auch nicht künst lich überbewert et werden. Schnit zler führt e seine St udien m it ordent licher Konsequenz und verbracht e die rest liche Zeit dam it , sich m ehr und m ehr philosophischen Problem en zuzuwenden. Während er sich in den Augen des Vat ers nicht s zu schulden kom m en ließ, fand er in der neuen Medizin sogar Bet ät igungsfelder, die m it seiner wahren Neigung best ens kom pat ibel waren: Psychiat rie und Psychoanalyse waren Schnit zlers St eckenpferde und m it seiner einzigen m edizinischen Publikat ion hEHUIXQNWLRQHOOH$SKRQLHXQGLKUH%HKDQGOXQJGXUFK+\SQRVHXQG 6XJJHVWLRQsch lug er „ zwei Fliegen m it einer Klappe“ : Einerseit s t rat er in die Fußst apfen seines Vat ers als Kehlkopfspezialist und andererseit s gelangt e er auf diese Art wissenschaft lich in die unm it t elbare Nähe Siegm und Freuds, der ebenfalls in Wien lehrt e und prakt iziert e.
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Trot z der t hem at ischen Nähe zwischen den Beiden Zeit genossen ( Freud war nur 6 Jahre ält er) sollt e es nie zu einer Verbindung kom m en, welche über zufällige Treffen hinausging, was ob der Tat sache, dass sie in der gleichen St adt lebt en und sich gegenseit ig außerordent lich schät zt en schon verwundert . Eine einzige Quelle verdeut licht das Verhält nis zwischen Schnit zler und Freud aufs t refflichst e. I n einem Glückwunschschreiben zum 60. Geburt st ag Schnit zlers st ellt sich Freud selbst die Frage nach seinem bisherigen Zögern: 8
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Mit den sinngem äß selben Gedanken beschäft igt e sich Schnit zler, der in einer Tagebuchnot iz vom 16.08.1922 verm erkt e: 9
8 aus: Scheible, Hartmut; Nachwort in Braut/Traumnovelle; Reclam; 1971; S.105 f.
9 aus: Scheible, Hartmut; Nachwort in Braut/Traumnovelle; Reclam; 1971; S.107.
9
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Jedenfalls kann unt erst ellt werden, dass Schnit zlers Vat er den Hang des Sohnes zur Schreiberei wahrnahm und bis zu einem gewissen Grad auch fördert e. So st ellt e der Vat er seinen Sohn bereit s 1880 als Korrekt or seiner m edizinischen Zeit schrift en ein. 1886 sollt e er dann zum Redakt eur der LQWHUQDWLRQDOHQ.OLQLVFKHQ5XQGVFKDX aufst eigen, für die er aber nur den einen, oben angeführt en Beit rag verfassen sollt e.
Am 30. Mai 1885 schließlich prom oviert e Art hur Schnit zler zum „ Dokt or der gesam t en Heilkunde“ und nahm dann, nach einer kürzeren Reise nach Mailand, sofort seine Arbeit als Mediziner auf. I nnerhalb von zwei Jahren sollt e er es über eine t radit ionelle prakt ische Ausbildung in die Chirurgische Abt eilung der vät erlichen Poliklinik schaffen.
Wenn m an von nun an die weit ere Biographie Schnit zlers st udiert , nehm en die Bericht e über m edizinische Leist ungen zugunst en seiner lit erarischen Akt ivit ät en m ehr und m ehr ab. Schon zu Lebzeit en des Vat ers ging die Met am orphose des Arzt es zu einem Schrift st eller in seine Endphase und endet e wohl t at sächlich am 2. Mai 1983, dem Todest ag des Vat ers. Sofort im Anschluss daran schied Art hur Schnit zler aus der Poliklinik aus und eröffnet e eine Privat praxis, die er aber zunächst nur rudim ent är und spät er gar nicht m ehr bet reiben sollt e.
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Schnit zlers dokum ent iert e Bibliographie reicht von 1880 bis hin zu seinem Tode. Neben seiner post m ort hum en Würdigung als Philosoph, ist er haupt sächlich als Dram at iker und Erzähler in die deut schsprachige Lit erat urgeschicht e eingegangen. Let zt eres m it besonderen Verdienst en ab dem /HXWQDQW*XVWO - vielleicht sogar als Erfinder - um das St ilm it t el des inneren Monologes. 10 'HUJUQH .DNDGX ist exem plarisch für eine von Schnit zlers bevorzugt en Form en: Den Einakt er, wie er vereinzelt schon im 18. Jahrhundert unt er anderem bei Goet he 11 ( 'LH0LWVFKXOGLJHQ/XVWVSLHOLQHLQHP $NWzu finden ist . Seine beiden Rom ane 6WHUEHQv on 1895 und 'HU :HJLQV)UHLH von 1909 finden heut e nur noch wenig Beacht ung. 1914, als unt er der Regie von Holger Madsen in Kopenhagen der erst e St um m film nach einer Vorlage Schnit zlers (OVNRYVOHJ 12 ( nach /LHEHOHL) gedreht wurde, t at sich ihm ein vollkom m en neues Bet ät igungsfeld auf, welches er bis zu seinem Ende konsequent
10 Fritzsche, Dekadenz im Werk Arthur Schnitzlers; S. 239
11 Fritzsche, Dekadenz im Werk Arthur Schnitzlers; S. 237 mit Fußnote 1 12 Kammer; Das Verhältnis Arthur Schnitzlers zum Film; S. 45 ff
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Peter Oefele, 2001, Über Arthur Schnitzlers ´Reigen´ mit Fokus auf das Thema Zensur, München, GRIN Verlag GmbH
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