81 1, ,9 9( (5 56 6, ,7 7b b7 7 ' '( (5 5 8 81 1' '( (6 6: :( (+ +5 5 + +$ $0 0% %8 85 5* * 8
'( (5 5 ' '( (8 87 76 6& &+ +( ( * *( (: :( (5 5. .6 6& &+ +$ $) )7 76 6% %8 81 1' ' '
1$ $& &+ + 1
*5 5 8 3( ( 5 , , , * 3 , 8 1 1 ' ' / / $ $ * * ( ( 1 1 ' ' ( ( 6 6 5 6 62 21 1 $ $ / / 0 0 $ $ 1 1 $ $ * * 0 0( (1 1 7 7 6 6
92 2 5 9 5 * * ( ( / / ( ( * * 7 7
+ ' 8 8 5 5 & & + '
$; ; ( 0g g+ + 5 $ 0 * ( / / 5 , , 1 1 *
3
Inhalt
1. Einleitung Seite 3
2. Die Anfänge der deutschen
Gewerkschaftsbewegung Seite 5
3. Vom Ende des Dritten Reiches
bis zum Gründungskongreß des DGB Seite 7
4. Die Gründung des DGB Seite 10
5. Die Geschichte des DGB von 1949 bis
in die Neunziger Jahre Seite 11
6. Aufbau und Organisation des DGB Seite 13
7. Satzung des DGB Seite 15
8. Ziele des DGB Seite 18
9. Zukunft der Gewerkschaften Seite 22
10. Zusammenfassung Seite 27
11. Literaturverzeichnis Seite 29
12. Anlagen Seite 30
4
1. Einleitung
Diese Hausarbeit soll die Geschichte, den Aufbau und die Organisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes darstellen. Des weiteren sollen Satzung und Programm, sowie die Politik und die Zukunft des Bundes besprochen werden. Was aber überhaupt sind Gewerkschaften? Dieter Schuster beschreibt Gewerkschaften in der Einleitung zu seinem Buch „Der Deutsche Gewerkschaftsbund“ als „Organisationen, die die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen ihrer Mitglieder im besonderen, aber auch der Arbeitnehmer insgesamt vertreten. Die Gewerkschaften versuchen, auf demokratischem Wege die volle gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Gleichberechtigung aller Arbeitnehmer zu erreichen.“ 1 Diese Definition verdeutlicht das Selbstverständnis des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
An den Grundlagen der Gewerkschaftsbewegung hat sich in den vergangenen zwei Generationen nichts geändert: der sozialen Unterlegenheit und der Abhängigkeit der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer ist als einzelne Person der Übermacht der Arbeitgeber ausgeliefert. Nur solidarisch und mit Hilfe gemeinsamer Aktionen kann er sich gegen diese Übermacht behaupten.
Die Überzeugung, nur gemeinsam ihre Lage verbessern zu können, führte bis heute viele Berufstätige der einzelnen Branchen in den Gewerkschaften zusammen. 2
Am Beginn dieser Arbeit werden kurz die Anfänge der deutschen Gewerkschaftsbewegung aufgeführt, die dann im
1 Schuster, Dieter: Der Deutsche Gewerkschaftsbund. Ämter und Organisationen der Bundesrepublik Deutsch-
land, Düsseldorf 1977, S. 9
2 ebd.: S. 9
5
folgenden Teil der Arbeit von der Geschichte der Gewerkschaften nach dem Kriegsende 1945 bis in die neunziger Jahre ergänzt werden.
Im Anschluß daran erfolgt eine Beschreibung des Aufbaus des Bundes und seiner Organisation. Ebenfalls wird der Aufbau einer Einzelgesellschaft dargestellt.
Der zweite Teil der Arbeit befaßt sich mit der Satzung des DGB und seinen Zielen. Diese werden erklärend dargestellt. Im Anschluß folgt ein Ausblick auf die Zukunft der Gewerkschaften, welche Herausforderungen an sie herantreten und wie sie diese bearbeiten.
Das Thema erläuternde Abbildungen sind am Ende der Arbeit beigefügt.
Ziel dieser Arbeit soll es nicht sein, die deutsche Gewerkschaftsbewegung in ihrem Entstehen und Wirken vollends zu analysieren. Vielmehr sollen das Entstehen der Bewegunghauptsächlich nach 1945- im allgemeinen und ihr Programm erläutert werden.
Die Literatur, die zur Bearbeitung des Themas herangezogen und benutzt wurde, beschränkt sich überwiegend auf Werke aus den siebziger und achtziger Jahren. Weiterhin wurden Informationsmaterialien des DGB und dessen Seiten im Internet für aktuelle Zahlen und Informationen verwendet, da die vorhandene Literatur dieses nicht hergibt.
Die Gewerkschaften stehen in der Bundesrepublik zwar permanent im Mittelpunkt, ihre Geschichte hat aber erst seit einigen Jahren das verstärkte Interesse der historischen Sozialwissenschaften gefunden. Dennoch kann man sagen, daß der Forschungs-stand auf dem Gebiet der deutschen Gewerkschaftsbewegung relativ ausreichend ist, um objektiv und ausreichen darüber be- richten und informieren zu können.
6
2. Die Anfänge der deutschen
Gewerkschaftsbewegung
Ausschlaggebend für die Entstehung der ersten deutschen Gewerkschaften war ohne jeden Zweifel der soziale Konflikt. 3
Auch die fortschreitende Industrialisierung führte bei den Arbeitern zur Einsicht, daß sie nur durch Kooperation und Solidarität ihren im Prinzip rechtlosen sozialen und wirtschaftlichen Status ändern können. 4
Die ersten Gewerkschaften, sogenannte Arbeitsver-brüderungen, entstanden dann auch während der revolutionären Ereignisse der Jahre 1848 und 1849.
Die Initiative ging dabei von einer Gruppe aus Berlin aus, die im August 1848 auch den ersten Arbeiterkongreß nach Berlin einberief. Man forderte die Festlegung von Minimallöhnen und Maximalarbeitszeiten, Erziehung und unentgeldlichen Unterricht für die Jugend, Versorgung aller Hilflosen durch den Staat, usw.
Das Scheitern der Revolution verhinderte vorerst jedoch alle weiteren organisatorischen Bemühungen. 5 Erst mit Beginn der 1860er Jahre regte sich wieder eine größere politische Aktivität, nachdem in Sachsen 1861 das Koalitionsverbot aufgehoben wurde. Nach der Reichsgründung 1871 wurde die Koalitionsfreiheit auf das ganze Reich übertragen. Die Gewerkschaften verfolgten von Anfang an drei Grundziele:
• Schaffung von Unterstützungskassen und - einrichtungen um
eine eigene soziale Schutzfunktion zu übernehmen
• Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen, und
• Vermittlung von Bildung. 6
3 Schönhoven, Klaus: Die deutschen Gewerkschaften, Frankfurt a. M. 1987, S. 18
4 Schuster, Gewerkschaftsbund, S.10
5 Schuster, Dieter: Die Deutsche Gewerkschaftsbewegung DGB, Bonn 1976, S.10/11
7
Die Tätigkeit der Gewerkschaften war in dieser Zeit ständigen polizeilichen und gerichtlichen Eingriffen ausgesetzt. Der nächste schwerwiegende Eingriff in das Entstehen der gewerkschaftlichen Bewegung, war 1878 das Sozialistengesetz Bismarcks. Hiermit versuchte der Staat die Gewerkschaften zu unterdrücken während er andererseits mit der Sozialgesetzgebung versuchte, die Arbeiterbewegung den Gewerkschaften abspenstig zu machen. 7 Diese Absicht wurde vom Staat aber nie erreicht. Das Sozialistengesetz unterbrach jedoch vorübergehend die or-ganisatorische Entwicklung der Gewerkschaften. Um die Jahrhundertwende erlebten die Gewerkschaften aufgrund der Gründerzeit und der darauffolgenden „Großen Depression“ ihren größten Zulauf und ihre stärkste Konstituierung. Der Erste Weltkrieg versetzte die Gewerkschaften nach der Niederlage der Monarchie dann in die Lage, sich in der Weimarer Republik an die Spitze zu setzen. 8 Zusammenfassend kann man sagen, daß die Entwicklung bis 1933 drei weltanschaulichen bzw. parteipolitischen Richtungen folgte. Demnach gab es die:
• Sozialistischen Gewerkschaften, darunter der Allgemeine
Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) mit ca. 4,7 Mio. Mitgliedern
• Christlichen Gewerkschaften, zusammengeschlossen im ur-sprünglichen Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) mit ca. 1,3 Mio. Mitgliedern
• Liberalen Verbände, die Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine, mit ca. 600 000 Mitgliedern. 9
6 Schuster, Gewerkschaftsbund, S.11/12
7 ebd.: S.12
8 Otto, Bernd: Gewerkschaftsbewegung in Deutschland. Entwicklung, geistige Grundlagen, aktuelle Politik,
Köln 1975, S.64
9 Jühe, Reinhard; Niedenhoff, Horst-Udo; Pege, Wolfgang: Gewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland.
Daten, Fakten, Strukturen, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Köln 1982, S.12
8
Das Bestehen der freien deutschen Gewerkschaftsbewegung endete am 2. Mai 1933 mit der Erstürmung vieler Gewerkschaftshäuser und der Verhaftung zahlreicher Mitglieder und Funktionäre. Zwar erklärte sich die ADGB-Führung gegenüber Hitler neutral, dennoch zerschlugen SA-Trupps die Bewegung. 10 Für die nächsten 12 Jahre unter der Diktatur der Nationalsozialisten wurden die Gewerkschaften durch die „Deutsche Arbeitsfront“ ersetzt. Man stand nun unter dem Kommando von Wirtschaftsführern und wurde in die autoritäre betriebliche Herrschaftsordnung eingepaßt. 11
3. Vom Ende des Dritte Reiches bis zum
Gründungskongreß des DGB
In den westliche Besatzungszonen war die sofortige Gründung von Gewerkschaften ein zentrales Ziel der Initiativgruppen, die sich bereits in den letzten Kriegs-tagen in einzelnen Städten zusammenschlossen. 12
Schon vor Kriegsende war eine erste Gewerkschaft in Aachen gegründet worden, weitere Gruppen bildeten sich in den ersten Maitagen 1945 an vielen Orten im besetzten Deutschland. 13 Man war sich nun darin einig, daß die weltanschauliche Zersplitterung innerhalb der deutschen Gewerkschaftsbewegung der Vergangenheit angehören und die neuen Organisationen Einheitsgewerkschaften, d.h. parteipolitisch unabhängig und religiös neutral sein sollten. 14 Man orientierte sich konzeptionell an im Widerstand bewahrten und im Exil weiterentwickelten Modellen.
10 hhtp://www.dgb.de/d/geschichte2.htm
11 Otto, Gewerkschaftsbewegung, S. 90
12 Schönhoven, Gewerkschaften, S.201
13 Schuster, Gewerkschaftsbund, S.23
14 ebd. , S. 23
Arbeit zitieren:
Axel Möhring, 1999, Der Deutsche Gewerkschaftsbund nach 1945, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Unternehmensführung
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 20 Seiten
Zeitarbeit als neue Beschäftigungsform für Hochschulabsolventen
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 154 Seiten
Bericht zum Unternehmensplanspiel TOPSIM General Management II
BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne
Hausarbeit, 18 Seiten
Deutsche Gewerkschaften im Wandel der Zeit - Mitgliederentwicklung, Pr...
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Seminararbeit, 30 Seiten
Der gesetzliche Mindestlohn - Darstellung einer aktuellen Kontroverse ...
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Seminararbeit, 18 Seiten
Zur aktuellen Krise der Gewerkschaften in Deutschland: Phänomene und U...
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Vordiplomarbeit, 33 Seiten
Die Krise der deutschen Gewerkschaften im Zuge der Globalisierung
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Seminararbeit, 21 Seiten
Bedeutung von Praktika für Hoc...
Hausarbeit (Hauptseminar), 8 Seiten
Welche Aufstiegshindernisse ha...
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Hausarbeit, 17 Seiten
Vom Verwaltungsstaat zum dienstleistenden Staat. Umbau der klassischen...
Hausarbeit (Hauptseminar), 40 Seiten
Die Eliten und der deutsche Traditionalismus im Kontext des Verlaufs d...
Politik - Politische Systeme - Historisches
Seminararbeit, 29 Seiten
Brandschutzabschlüsse durch Feuerschutztüren aus Holz
Ingenieurwissenschaften - Bauingenieurwesen
Studienarbeit, 15 Seiten
Axel Möhring hat den Text Der Deutsche Gewerkschaftsbund nach 1945 veröffentlicht
Axel Möhring hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare