Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Fluggesellschaften. 3
2.1. Linienfluggesellschaften 3
2.2. Charterfluggesellschaften. 3
2.3. Low Cost Airlines 4
3. Low Cost Airlines 5
3.1. Begriff 5
3.2. Geschichte 5
3.3. Kostenkonzept. 6
3.3.1. An Board 6
3.3.2. Am Boden 8
3.3.3. Marketingstrategie 9
3.4. Worauf man als Verbraucher achten sollte. 10
3.5. Fluggesellschaften 11
3.5.1. Allgemein. 11
3.5.2. Sonderling Air Berlin. 11
3.6. Kunden 13
3.6.1. Entscheidungskriterien 13
3.6.2. Businesskunden 14
3.7. Billigflieger goes Privatjet. 14
4. Vergleich Low Cost Airlines und traditionelle Fluggesellschaften 17
4.1. Prognosen. 17
4.2. Preisentwicklung vor dem Flug 18
4.3. Sitzabstände. 19
4.4. Entschädigungen und Stornoregelungen. 19
4.5. Sicherheit. 20
4.6. Im Reisebüro. 20
5. Fazit 22
6. Anhang. 23
7. Quellen- und Literaturverzeichnis. 26
1
1. Einleitung
Seit einigen Jahren ist der Flugmarkt im Wandel. Neben den alt bekannten Airlines traten neue Gesellschaften mit neuen Konzepten auf die Bildfläche. Ob privat oder beruflich; jeder ist schon einmal über sie gestolpert, die sogenannten Billigairlines.
Aus diesen Gründen hat man heute die Wahl der Qual zwischen verschiedensten Airlines, mit verschiedensten Servicekategorien und einem sehr unübersichtlichen Preisgewirr. So kann ein Flug in diesem Moment sehr günstig sein und bei einer anderen Vertriebsstelle oder zu einen anderen Zeit dann wesentlich teuer oder billiger.
In dieser Arbeit möchte ich dieses Durcheinander entwirren und eine grobe Übersicht über das Preis - Leistungs- Verhältnis geben. Genauer heißt dies, dass zunächst die Arten von Fluggesellschaftarten allgemein charakterisiert werden sollen.
Im Anschluss sollen die Low Cost Carrier besondere Beachtung finden. Es sollen Fragen beantwortet werden, wie z. B. warum sie so billig sein können, ob sie es auch wirklich sind oder worauf man beim Buchen besonders achten sollte.
Zum Schluss möchte ich einen kurzen Vergleich zwischen den traditionellen Fluggesellschaften und den Billigfliegern führen.
Diese Arbeit soll dazu dienen, den derzeitigen Flugmarkt in einer kurzen Form überschaubar zu machen.
2
2. Fluggesellschaften
2.1. Linienfluggesellschaften
Die Linienfluggesellschaften haben sich hauptsächlich auf die
Geschäftsreisenden ausgerichtet. Organisiert sind sie in der IATA (International Air Transport Association) 1 .
In den Linienfliegern findet man in der Regel 3 Klassen des Komforts vor. Die Economyclass, im Volksmund auch Holzklasse genannt, ist dabei die Unterste. In der Mitte findet man die Businessclass mit mittelmäßigem Komfort vor. Am exklusivsten reist man aber in der First - Class.
Unterschiede finden sich vor allem i n den Sitzabständen, den Sitzbreiten und dem Service. So muss man z.B. in der Economy die Knie einziehen und mit der Plastikgabel die Folie vom Sandwich aufreißen, wogegen man in der ersten Klasse die Beine lang macht und von Porzellantellern Gourmetküche genießt. Des weiteren werden bei den Linienfliegern in der Regel two - way - Tickets vertrieben. Das heißt wenn man einen Flug bucht bekommt man immer den Rückflug mit dazu. Diese Tickets sind im Internet, in den Reisebüros, sowie an den Hotlines der Gesellschaften und an den Schaltern in den Flughäfen erhältlich.
2.2. Charterfluggesellschaften
Die Chartergesellschaften konzentrieren sich fast ausschließlich auf die Ferienreisenden. Die Charterflüge sind dabei an bestimmte Reiseleistungen, wie z. B. die Pauschalreise gebunden. Dies dient zum Schutz der Linienfluggesellschaften, denn damit wird verhindert, dass die Passagiere der Linienflieger auf die billigeren Chartermaschinen umsteigen. Entstanden ist dieses System Ende 1955. 2
1 Vgl. Mundt, Einführung in den Tourismus, S.256 f. Verlag Oldenbourg
2 vgl. Mundt, Einführung in den Tourismus, S.268 f. Verlag Oldenbourg
3
Daraus folgt also, dass hier nicht wie bei den Linienfluggesellschaften Einzelsitzplätze vertrieben werden, sondern Sitzplätze in großen Kontingenten über die Reiseveranstalter von den Passagieren gebucht werden. Da einige Chartergesellschaften auch Linienrechte besitzen, kommt es aber a uch vor, dass man noch einzelne letzte Plätze last minute in einer Chartermaschine buchen kann.
In den Flugzeugen der Chartergesellschaften findet man in der Regel zwei Komfortklassen vor. Zum einen die Economy - Class und zum anderen die First
- Class.
Dadurch dass die Tickets mit anderen touristischen Angeboten gekoppelt sind, werden fast ausschließlich two - way - Tickets vertrieben. Ausnahme bilden hier die schon oben erwähnten last minute Tickets.
2.3. Low Cost Airlines
Die Low Cost Airlines erschließen ein neues Segment des Luftverkehrmarktes. Sie bieten nationale und internationale Flüge zu einem bezahlbaren Preis. Dadurch ist für eine neue Kundengruppe das Fliegen erst interessant geworden. Es sind diejenigen, die in eigener Regie reisen und dafür auch nicht mehr als unbedingt nötig bezahlen möchten. Des weiteren wird den Menschen, die zu weit weg von zu Hause leben, eine Möglichkeit geboten die Heimat öfter als nur zu Weihnachten anzusteuern. Diese Gruppe wird als VRF´s bezeichnet, die „Visiting Relatives And Friends“ 3 .
In den Billigfliegern reist man ausschließlich in der Economy - Class. Auf jedweden Luxus muss man verzichten.
Die Tickets können schwerlich im Reisebüro gebucht werden. In der Regel werden Sie im Internet oder über die Hotlines der einzelnen Fluggesellschaften gebucht. Darüber hinaus werden nur one - way Tickets ohne direkte Anschlussflüge angeboten.
3 vgl. Heiner Siegmund; fvw spezial 13.06.03
4
3. Low Cost Airlines
3.1. Begriff
Low Cost Airline ist nur einer von vielen gängigen Bezeichnungen. So hört man auch oft „No Frills“, was „ Kein Schnickschnack“ bedeutet. Im Deutschen hört man meist Billigflieger, Billigfluglinie ist dagegen weniger gebräuchlich. Im Englischen wird auch sehr oft von LCC, also dem Low Cost Carrier, gesprochen. Seltener findet man die Begriffe Low Cost Fares Airline oder Low Fares 4 .
Aber im Prinzip haben alle Namen die gleiche Intention, nämlich dass gespart wird, wo man nur sparen kann. Dies geschieht dabei natürlich innerhalb der gesetzlichen Richtlinien und Tarifverträge.
3.2. Geschichte 5
Das Grundkonzept stammt - wie sollte es auch anders sein - aus den USA. Eine Legende besagt, dass Herb Kelleher 6 , der Eigentümer von Southwest Airlines, 1967 auf einer Serviette in einem Lokal die Idee dazu skizzierte. Sie besagte, dass man eine interessante Destination auswähle, und sie mit vielen Flügen zu einem sehr günstigen Preis verbinde. Umgesetzt wurde diese Idee dann mit der „Texas-Triangle“ zwischen Dallas, San Antonio und Housten 1971. In Europa ging 1985 mit Ryanair der erste Billigflieger an den Start. Der wirkliche Boom 7 der Low Cost Airlines kam aber erst mit der Deregulierung der Lufträume in den USA und Europa. Dies besagt im Prinzip, dass der Luftverkehrsmarkt durch die Liberalisierung frei von jeglichen staatlichen Zwängen und damit frei für den Wettbewerb wird.
4 vgl. http://www.tschoff.net/airlines/index.php
5 vgl. http://82.165.8.107//
6 Siehe Anhang
7 Siehe Anhang
5
1978 unterzeichnete Jimmy Carter die Airline Deregulation Acts in den USA. Vollkommen liberalisiert war der Markt aber erst 1983. In Europa wurde diese Deregulierung durch die 8 Freiheiten seit 1997 gewährt. Auch wenn diese gerade durch den 11. September noch lange nicht umgesetzt sind 8 .
3.3. Kostenkonzept
Sicherlich stellt sich jeder Passagier die Frage, wie es den Fluggesellschaften gelingt die Ticketpreise so niedrig zu halten. Erreicht wird dies durch die Reduzierung der Kosten pro Sitzplatzkilometer 9 . Viele haben dabei Angst, dass die Sicherheit leidet oder man in schäbigen, verrosteten Vögeln in die Luft muss 10 . Diese Befürchtungen sind aber unbegründet, da sich die Kostenersparnis im wesentlichen auf die Vereinheitlichung und Vereinfachung sämtlicher Abläufe konzentriert. Insgesamt lassen sich so fast 60 % der Kosten 11 gegenüber einer traditionellen Airline einsparen 12 .
3.3.1. An Bord
Der Service an Bord ist so wie man ihn von den traditionellen Fluggesellschaften kennt eigentlich nicht existent. Zum einen gibt es keine kostenlose Verpflegung. Dies spart 6 % der Kosten und dadurch wird das Ticket billiger. Die Maschine hat auf Grund des geringeren Bedarfs weniger Startgewicht und das Servicepersonal ist weniger in der Luft ausgelastet. Darüber hinaus wird sehr viel Zeit und Aufwand für die Vorbereitung der Flüge und die Distribution der Lebensmittel gespart.
Des weiteren werden auch keine kostenlosen Zeitungen gereicht. Auch dies spricht wieder für ein geringeres Startgewicht.
8 vgl. H:\Semesterbegleitendes\Tourismus\Liberalisierung\Europäisches Parlament Kurzdarstellungen -4_5_5_ Luftverkehr Zugang zum Markt.htm
9 Siehe Anhang
10 Siehe Anhang
11 Siehe Anhang
12 vgl. A.u. Focus 20/02, Seite 255
6
Je mehr man an dem Gewicht der M aschine spart, desto weniger Treibstoff benötigt man. Denn jedes gesparte Gramm ist bares Geld bei den Airlines. Nun kommt man zu der Überlegung, dass wenn man Startgewicht gespart hat, doch versuchen könnte auch noch Platz einzusparen und in diesem gewonnen Raum noch weitere Sitze installiert werden. Aus diesem Grund liegen die Sitzabstände hart an den Grenzen des dem Passagiers Zumutbarem und die bekanntlich sehr enge Toilette ist noch kleiner und noch enger gehalten. Dadurch wird eine Einsparung von 16 % erreicht. Ein anderer Tagesordnungspunkt des Sparkonzeptes ist das
Maschinenpersonal. Hier werden insgesamt 13 % eingespart. Das liegt daran, dass die tariflichen Möglichkeiten völlig zu Gunsten der Airline ausgereizt werden. Darüber hinaus trägt die sogenannte Cabine - Crew wesentlich einfachere Uniformen als man es gewöhnt ist. So besteht sie bei HLX nur aus einem Rock bzw. für die Stewards eine Hose und einem T -Shirt. Blusen, Seidenhalstücher, Kostüme, Herrenjacketts und andere kostenintensive Kleidungsstücke sind kaum zu finden.
Ein weiterer Aspekt ist die Flugdauer bzw. der Radius der Billigflieger. Ihre maximale Reichweite liegt bei 2 bis 3 Stunden. Dies liegt nicht an der Größe des Flugzeuges oder des Fassungsvermögens des Tanks; viel mehr hat sich bei Langstecken Low Cost Carriern gezeigt, dass die sich ergebenden Zeitverschiebungen, sowie die Notwendigkeit zu größeren und komplexeren Maschinen und andere internationalen Regelungen, sich keine Vorteile mehr ergeben und das Konzept nicht mehr tragbar ist 13 .
Von den Vereinfachungen ist auch die Flugstruktur betroffen. Die Flüge mit den Billigairlines sind ausschließlich Punkt - zu - Punkt - Verbindungen. Es werden keine Anschlussflüge mit der eigenen Airline angeboten. So müssen keine Flugzeuge auf andere Maschinen warten und Verspätungen und entstehende Kosten durch Ansprüche der Passagiere werden im Keim erstickt. Ebenso entfallen andere Koordinierungskosten 14 und es werden somit 2 % eingespart. Natürlich kann man - wenn die Strecke es bietet - schon mit der selben Airline weiter fliegen. Dennoch ist es kein Anschlussflug, denn das Gepäck wird vollständig ausgecheckt und der Passagier muss erneut komplett einchecken.
13 vgl. A. u. www.Airliners.de
14 vgl. A. u. www.Airliners.de
7
Arbeit zitieren:
Anne Wolkodaw, 2004, Billigflieger contra traditionelle Airlines, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Das Geschäftsmodell von Low-Cost Airlines - Unterschiede und Wettbewer...
Diplomarbeit, 156 Seiten
Die europäischen Low Cost Carrier und deren Bedeutung für die Entwickl...
Diplomarbeit, 121 Seiten
Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf Destinationen
Seminararbeit, 55 Seiten
Das Geschäftssystem Low Cost-Carrier
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 23 Seiten
Chancen und Risiken für den Tourismus durch den Einfluß eines Mega-Eve...
Diplomarbeit, 109 Seiten
Überprüfen eines Urlaubsantragsformulars (Unterweisung Industriekaufma...
AdA Kaufmännische Berufe / Verwaltung
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 12 Seiten
Vertriebsstrukturen im Tourismus im Zeitalter des Internets - Bedeutun...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 106 Seiten
Soziale Netzwerke und ihre Vor- und Nachteile
Speziell: Cybermobbing
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Seminararbeit, 30 Seiten
Flughäfen und Airlines im Wettbewerb - Partnerschaften als Chance in d...
Hausarbeit, 23 Seiten
Eventtourismus am Beispiel der Fußball-EM 2008
Motive und Anforderungen an da...
Seminararbeit, 26 Seiten
Marketing-Potenziale von Community-Gruppen am Beispiel der Stundentenp...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Die Einbeziehung des internationalen Flugverkehrs in den Emissionshand...
Hintergrund, Entwicklung und R...
Politik - Internationale Politik - Klima- und Umweltpolitik
Hausarbeit, 21 Seiten
Kulturelle Unterschiede im internationalen Vergleich unter Heranziehun...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 50 Seiten
Die Positionierung kleinerer Flughäfen im Interkontinentalverkehr - ei...
Diplomarbeit, 79 Seiten
Anne Wolkodaw hat den Text Billigflieger contra traditionelle Airlines veröffentlicht
Anne Wolkodaw hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare