Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
1. Meine Erwartungen an das Praktikum
1.1. Einordnung des Praktikums
2. Vorstellung der Schule
2.1. Die Berufsschule
2.2 Die Berufsfachschule
2.2.1. Die Kaufmännische Berufsfachschule
2.2.2. Die Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten
2.3. Die Gymnasiale Oberstufe
II. Aufrufen, Melden und Drannehmen unter Einbeziehung der geschlechtsspezifischen
Unterschiede
1. Einordnung der Wahlaufgabe in das Projekt „Interaktion im Unterricht“
2. Allgemeine theoretische Positionen
2.1. Pygmalion-Effekt
2.2. Routine im Unterricht
2.3. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede
3. Konsequenzen
III. Die Beobachtung im Unterricht als eine Methode der empirischen Untersuchung
1. Bedeutung und Merkmale der Beobachtung
2. Formen der wissenschaftlichen Beobachtung
2.1 Nicht-standardisierte und standardisierte Beobachtung
2.2. Teilnehmende und nicht-teilnehmende Beobachtung
2.3. Anekdotische und systematische Beobachtung
3. Was man beachten sollte
4. Grundsätze
IV. Beobachtungsergebnisse und Auswertung
1. Vergleich des Meldeverhaltens von leistungsstarken-/schwachen Schülern und von
Jungen /Mädchen
2. Vergleich beim Aufrufen ohne Melden
3. Lob und Tadel
4. Vergleich mit der Theorie und Zusammenfassung
V. Weiterführende Fragen an die pädagogische Theorie
VI. Bedeutung des Praktikums für mich
VII. Literaturverzeichnis
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I. Einleitung
1. Meine Erwartungen an das Praktikum
Diese Einführungsveranstaltung soll uns Studierenden laut Lehrveranstaltungsverzeichnis helfen, den Wechsel von der Schüler- zur Lehrerperspektive zu vollziehen und Fragen in bezug auf die Professionalisierung als Lehrer zu stellen. Die wichtigste Aufgabe ist es für mich dabei herauszufinden, welche Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert der Beruf des Lehrers, kurzum bin ich überhaupt geeignet? Eigentlich sollte man sich doch vor Aufnahme seines Studiums darüber im Klaren sein, ob es das Richtige Studium ist oder nicht. Deshalb habe ich mir gründlich überlegt, ob ich mich der Herausforderung eines Lehramtsstudiums stellen soll. Ich absolvierte von 1997 bis 2000 eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten am Oberstufenzentrum II in Potsdam. In diesen drei Jahren meiner Ausbildung konnte ich mir einen groben Einblick in die Aufgaben eines Lehrers verschaffen. Für mich war klar, was ich dort gesehen habe, ist das, womit ich auch die nächsten 30 Jahre meinen Lebensunterhalt bestreiten will. Dies hat mich in meinem Wunsch Lehrer zu werden bestärkt. Allerdings ist der entscheidende Gradmesser immer noch die Praxis. Am 10. Sept. 2001 betrete ich also wieder eine Schule. Es gilt eine eigentlich vertraute Lebenswelt neu zu entdecken - nunmehr mit den Augen eines Lehrers. Wer morgens in eine Schule hineingeht - Schüler wie Lehrer - muss die Hoffnung haben können, dass Schule „etwas bringt“. Aus diesem Grund erwarte ich von diesem Praktikum beobachten und analysieren zu können, was sich an der Schule im Lern- und Sozialverhalten der Schüler und in der Unterrichtsdurchführung der Lehrer verändert hat. Wie Schüler und Lehrer in der heutigen Zeit miteinander umgehen. Des weiteren erhoffe ich, dass ich das in den Seminaren angeeignete Wissen über Didaktik und Pädagogik in der konkreten Unterrichtspraxis des Schulalltags wiederfinden werde. Mit der Erwartung auch Anregungen und Ideen für meine spätere Tätigkeit als Lehrer zu erhalten, beginne ich also dieses Praktikum.
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1.1. Einordnung des Praktikums
Das Orientierungspraktikum ist das erste von drei zu absolvierenden Praktika während des Studiums. Man kann dieses Praktikum als Blockpraktikum oder semesterbegleitend ableisten. Das Blockpraktikum findet in der vorlesungsfreien Zeit statt und dauert vier Wochen, in denen der Student mindestens fünfzig Zeitstunden in der Schule anwesend sein muss, d.h. mindestens zwölf Zeitstunden in der Woche. Im Studiengang des Studienrats mit einer beruflichen Fachrichtung muss ein Praktikum an einer Berufs- oder Berufsfachschule oder an den Ausbildungsgängen des Oberstufenzentrums geleistet werden.
Auf der Grundlage der Studienordnungen soll dem Studenten in diesem Orientierungspraktikum eine Einführung in die Institution Schule in Anbetracht von Erziehungs- und Unterrichtssituationen gegeben werden. Hier bietet sich die Möglichkeit zwischen wissenschaftlicher Theorie und pädagogischem Handeln zu vergleichen. Weiterhin soll der Student mit Hilfe des Orientierungspraktikums den Gesichtspunkt seiner späteren beruflichen Tätigkeit erkunden und die Anforderungen an den Beruf des Lehrers in Bezug auf eigene Berufswahlmotive kennen lernen. Der Student soll die Bedeutsamkeit er-ziehungs- und sozialwissenschaftlicher, fachlich-didaktischer und sozialer Kompetenz im Lehrerberuf erfahren und selbst die erforderlichen schulischen und unterrichtlichen Kompetenzen erwerben. Sollte die Möglichkeit gegeben sein an außerunterrichtlichen Veranstaltungen teilzunehmen, wie z.B. Konferenzen und Elternversammlungen, sollte der Student dies nutzen. Dem Orientierungspraktikum stehen unterschiedliche Themenschwerpunkte zur Auswahl, unter denen das Unterrichtsgeschehen beobachtet werden soll.
2. Vorstellung der Praktikumsschule
Das Oberstufenzentrum Recht befindet sich in der Danckelmannstrasse 26 - 28 in dem Berliner Bezirk Charlottenburg und wird von Frau Meyn geleitet. Die Schule besteht aus einem sehr schönen Altbau aus dem Jahre 1908 und einem Neubau aus dem Jahre 1977, der gut in das schon bestehende Gebäude integriert wurde. Der Alt- und Neubau sind in der zweiten Etage durch einen gläsernen Übergang mitein-
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ander verbunden. Zum Schulgebäude gehören weiterhin ein Schulhof, eine Sporthalle und ein Sportplatz. Im Neubau befindet sich außerdem eine Cafeteria, die enormen Anlauf findet sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern sowie eine Bibliothek mit einem Ausleihbestand an Klassensätzen und Einzeltiteln. Das Oberstufenzentrum besteht aus drei Abteilungen, der Berufsschule (Abteilung I), die Berufsfachschule (Abteilung II) und der Gymnasialen Oberstufe (Abteilung III). Die Abteilung I wird von Herrn W. Z., die Abteilung II von Frau A. L. und die Abteilung III von Herrn B. geleitet. In diesen drei Abteilungen bilden 120 Lehrer insgesamt 2500 Schüler aus (Stand Schuljahr 2001). Unter den Lehrern befinden sich auch 2 Referendare
2.1. Die Berufsschule
Hier werden im theoretischen Teil der Ausbildung Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte und Justizfachangestellte ausgebildet. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre, kann aber auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Voraussetzung für die Aufnahme an der Schule ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag sowie die dazugehörige Ausbildungsstätte. Die Auszubildenden befinden sich an zwei Tagen der Woche in der Berufsschule und an den restlichen Tagen in der Ausbildungsstätte wo der praktische Teil der Ausbildung absolviert wird. Zur theoretischen Ausbildung gehören u.a. folgende Fächer: Sozialkunde, Recht und Wirtschaft, Rechnungswesen, Kostenrecht, Textverarbeitung, Verfahrensrecht und Sport.
Zum Ende der Ausbildungszeit erfolgt eine schriftliche und eine mündliche Prüfung vor der jeweiligen Kammer in Zusammenarbeit mit der Berufsschule. 2.2. Die Berufsfachschule
Die Abteilung II des Oberstufenzentrums betreut die Bildungsgänge „Kaufmännische Berufsfachschule“ und die „Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten Schwerpunkt Wirtschaftspraxis/ Sekretariat“. Die Berufsfachschule zählt zu den Vollzeitschulen.
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Arbeit zitieren:
Anja Lubitz, 2002, Aufrufen, Melden und Drannehmen unter Einbeziehung geschlechtsspezifischer Unterschiede, München, GRIN Verlag GmbH
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