Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung

Minderheitenschutz in der EMRK und in der EU

Ein Vergleich anhand ausgewählter Beispiele

Titel: Minderheitenschutz in der EMRK und in der EU

Seminararbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anna Wolf (Autor:in)

Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Welchen rechtlichen Schutz gewährt man Minderheiten in Europa? Wie unterscheiden sich hierbei das große Europa, gemeint ist der Europarat, und das kleine Europa, die Europäische Union? Ein Vergleich dieser beiden europäischen Rechtssysteme und deren Antwort auf die Frage des Minderheitenschutzes ist Gegenstand der vorliegenden Seminararbeit.

Um das Betrachtungsfeld der vorliegenden Arbeit einzugrenzen, wird sich diese vorrangig den sogenannten historischen, autochthonen Minderheiten widmen. Die Arbeit gliedert sich in einen ersten normativen Teil, der einen Überblick über die rechtliche Verankerung des Minderheitenschutzes in Europa gibt, und einen Hauptteil, der eine Analyse der einschlägigen Rechtsprechung vornimmt. Anhand ausgewählter Beispiele wird die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg mit jener des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Normative Verankerung des Minderheitenschutzes in Europa

a) Die Europäische Konvention für Menschenrechte und weitere Abkommen des Europarates

b) EU-Verträge und Grundrechtecharta

3. Vergleichende Analyse der Rechtsprechung EUGH/EGMR

a) Beispiele aus der Rechtsprechung des EGMR

b) Beispiele aus der Rechtsprechung des EUGH

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den rechtlichen Minderheitenschutz in Europa durch einen Vergleich der Rechtssysteme des Europarates und der Europäischen Union. Dabei steht die Frage im Fokus, wie diese Systeme Minderheiten schützen und wo die Grenzen ihrer jeweiligen Kompetenzen liegen, insbesondere anhand ausgewählter Rechtsprechung des EGMR und des EUGH.

  • Normative Grundlagen des Minderheitenschutzes in Europa
  • Vergleich zwischen der EMRK und dem Unionsrecht
  • Analyse der Rechtsprechung des EGMR zu Minderheitenfragen
  • Analyse der Rechtsprechung des EUGH zu Minderheitenrechten
  • Diskussion der Rolle der Europäischen Bürgerinitiative "Minority Safepack"

Auszug aus dem Buch

3. Vergleichende Analyse der Rechtsprechung EUGH/EGMR

Wie bereits erläutert, zeichnet sich das System der Konvention dadurch aus, dass die darin verankerten Rechte direkt dem Individuum zuerkannt sind, auch als Schutzinstrument gegenüber einem Staat. Dies konnte die damals noch bestehende Europäische Kommission für Menschenrechte in einem Bericht von 1961 (Österreich gg Italien) richtungsgebend erläutern:

(…) les obligations souscrites par les Etats Contractants dans la Convention ont essentiellement un caractère objectif, du fait qu'elles visent à protéger les droits fondamentaux des particuliers contre les empiètements des Etats Contractants plutôt qu'à créer des droits subjectifs et réciproques entre ces derniers;31

Dies unterstreicht die Kommission, um die Frage zu klären, ob im konkreten Fall ein Staat gegen einen anderen Staat klagen könne, wenn das Opfer der Verletzungen ein Nicht-Staatsbürger des ersten Staates sei. In ihrer Auslegung der Konvention ermöglicht es die Kommission hier, dass ein sog. „kin state“ (oder „Schutzmacht“) sehr wohl zum Schutze der ihm verbundenen Personen gegen einen anderen Staat deren Rechte einklagen kann. Der Bericht war für die weitere Tätigkeit der Kommission und des Gerichtshofes von erheblicher Bedeutung, auch wenn der Fall selbst wegen Nicht-Erschöpfung aller innerstaatlichen Rechtsbehelfe in den zentralen Klagepunkten als unzulässig erklärt wurde.

Der erste Fall, im Zuge dessen sich der Gerichtshof selbst mit der Minderheitenproblematik auseinanderzusetzen hatte, war der sog. Belgische Sprachfall.32 Die Beschwerde wurde von frankophonen Bürgern der flämischen Region in Belgien eingebracht, da sie sich gegenüber den flämisch-sprechenden Bürgern in der Region diskriminiert sahen, in Bezug auf den Zugang zu muttersprachlichem Unterricht. Anlass war eine Reform der Sprachregelung, welche auf dem Territorialitätsprinzip beruhend vorsah, dass in der flämischen Region der Unterricht nur noch auf flämisch angeboten werden sollte und französischen Privatschulen keinerlei finanzielle Unterstützung zukommen sollte.33

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Minderheiten für die kulturelle Vielfalt Europas und stellt die Forschungsfrage nach dem rechtlichen Schutz dieser Gruppen innerhalb von Europarat und EU.

2. Normative Verankerung des Minderheitenschutzes in Europa: Dieses Kapitel analysiert die rechtlichen Grundlagen, wobei die EMRK als Instrument des Individualschutzes und die ambivalente Rolle des EU-Rechts hinsichtlich des Minderheitenschutzes betrachtet werden.

3. Vergleichende Analyse der Rechtsprechung EUGH/EGMR: Das Hauptkapitel vergleicht anhand spezifischer Urteile die Ansätze des EGMR und des EUGH, wobei insbesondere Diskriminierungsverbote und kulturelle Identitätsrechte im Fokus stehen.

4. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert die ambivalente Haltung beider Organisationen und betont die Notwendigkeit einer dynamischen Auslegung sowie möglicher neuer Zusatzprotokolle oder Initiativen zur Stärkung des Minderheitenschutzes.

Schlüsselwörter

Minderheitenschutz, EMRK, Europäische Union, EGMR, EUGH, Diskriminierungsverbot, kulturelle Identität, Rechtsprechung, Minderheitenrechte, Europarat, Grundrechtecharta, Minority Safepack, individuelle Rechte, Völkerrecht, Minderheitensprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den rechtlichen Schutz von nationalen Minderheiten in Europa durch einen Vergleich der Rechtsprechung und normativen Verankerung des Europarates (EMRK) und der Europäischen Union.

Welches ist das zentrale Thema?

Das zentrale Thema ist der Vergleich zwischen den beiden europäischen Rechtssystemen hinsichtlich ihres Umgangs mit Minderheitenrechten und deren gerichtlicher Durchsetzbarkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Qualität des Minderheitenschutzes in Europa zu bewerten und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten in der Rechtspraxis von EGMR und EUGH aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Rechtsanalyse, die auf einer Untersuchung ausgewählter Fallbeispiele aus der Rechtsprechung des EGMR und des EUGH basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die normativen Grundlagen und anschließend die Rechtsprechung zu spezifischen Fällen wie etwa dem Belgischen Sprachenfall oder dem Minority Safepack-Verfahren analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Minderheitenschutz, EMRK, Diskriminierungsverbot, kulturelle Identität und die institutionelle Zuständigkeit der EU.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der EU beim Minderheitenschutz?

Die Autorin stuft die Haltung der EU als ambivalent ein, da diese intern kaum über explizite Kompetenzen verfügt und den Schutz weitgehend den Mitgliedsstaaten und dem Europarat überlässt.

Welche Bedeutung hat das Urteil „Sejdić-Finci“ für die Arbeit?

Dieser Fall wird als Beispiel für die Bedeutung des Diskriminierungsverbots und der ethnischen Zugehörigkeit in der Rechtsprechung des EGMR angeführt, um die Unvereinbarkeit einer diskriminierenden Wahlgesetzgebung zu verdeutlichen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Minderheitenschutz in der EMRK und in der EU
Untertitel
Ein Vergleich anhand ausgewählter Beispiele
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Italienisches Recht)
Veranstaltung
Aktuelle Rechtsfragen des italienischen Verfassungsrechts, des Europarechts und der Südtirol-Autonomie
Note
1
Autor
Anna Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V999505
ISBN (eBook)
9783346378002
ISBN (Buch)
9783346378019
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EMRK EU Minderheitenrechte Sprachminderheiten Rechtsvergleich Menschenrechte Minority Safepack Minderheitenschutz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Wolf (Autor:in), 2020, Minderheitenschutz in der EMRK und in der EU, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/999505
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum