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Das Neue Europa in der nationalsozialistischen Propaganda - Untersuchung am Beispiel des okkupierten Weißrussland 1941 - 1944

Titel: Das Neue Europa in der nationalsozialistischen Propaganda - Untersuchung am Beispiel des okkupierten Weißrussland 1941 - 1944

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2000 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Pilic (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zeit des Nationalsozialismus wird in der Fachliteratur häufig als die Geburtsstunde der modernen und massenwirksamen Propaganda bezeichnet. In diesem Zusammenhang tauchen in erster Linie die Namen des massenhypnotisierenden Propagandaminister Joseph Goebbels und von Hitlers Filmemacherin Leni Riefenstahl auf, die vor allem durch ihre Dokumentation der Olympischen Spiele 1936 in Berlin bekannt wurde. Die Propaganda im Dritten Reich zeichnete sich tatsächlich durch den Einsatz von modernen Massenmedien aus. Die Radiosendungen der Führung gelangten durch die eiligst produzierten Volksempfänger in jeden Haushalt, in öffentlichen Fernsehstuben verfolgten viele Deutsche die Auftritte Adolf Hitlers, die Kinogänger wurden von der Wochenschau berieselt und die Zeitungen im Reich wurden gleichgeschaltet. Im Verlauf des Krieges wurde diese "Errungenschaften" dann allmählich auf die eroberten Gebiete ausgedehnt und durch spezifische Informationen für die jeweilige Bevölkerung ergänzt, wobei der Rundfunk und die Presse die größte Rolle spielten.
Genau wie im ursprünglichen Reichsgebiet verfolgten die Machthaber in Berlin auch in den besetzten Territorien bestimmte Ziele mit ihrer Propaganda, welche sich aber auch je nach Einsatzort unterscheiden konnten. Um zu vermeiden, daß der Führung unliebsame Informationen der Öffentlichkeit bekannt wurden, stand das Hören ausländischer Radiosendungen unter drakonischen Strafen, während Druckerzeugnisse aus dem Ausland nicht mehr eingeführt werden durften. Die inländische Presse stand unter der Kontrolle von Goebbels Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda und hatte die Anweisungen des Deutschen Nachrichtenbüros und der täglichen Berliner Pressekonferenz zu befolgen. Darüberhinaus gab der Reichspressechef , Otto Dietrich, ab 1940 eine Tagesparole heraus, die das von der Partei gewünschte Meinungsbild der Presse umriß. Auch der Reichsleiter der NSDAP, Alfred Rosenberg, wirkte vor allem durch seine Bücher "Blut und Ehre" und "Der Mythus des 20.Jahrhunderts" an der Propagandabildung der Nationalsozialisten mit, wobei sich die Bücher vornehmlich an deutsche Leser richteten, um deren Glauben an die NS-Ideologie zu festigen. In seiner ab 1940 ausgeführten Tätigkeit als Minister für die Ostgebiete hatte er jedoch erheblichen Anteil an der dort eingesetzten Propaganda, die auch für das besetzte Weißrussland gedacht war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

2.1 Die Europa-Konzeptionen der Nationalsozialisten

2.2 Das Verhältnis der nationalsozialistischen Machthaber zu den Völkern in den besetzten Gebieten

3. Die Propaganda für das Neue Europa in Weißrussland von 1941 bis 1944

3.1 Neues Europa versus Altes Europa

3.2 Das Neue Europa als wirtschaftlicher und kultureller Gegenbegriff zu Kapitalismus und Kommunismus

3.3 Die Rolle Weißrusslands im Neuen Europa

3.4 Phasen in der Propaganda für das Neue Europa

4. Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die nationalsozialistische Propagandastrategie des "Neuen Europa" unter besonderer Berücksichtigung des besetzten Weißrussland im Zeitraum von 1941 bis 1944. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, dass diese Propaganda weniger eine kohärente außenpolitische Vision darstellte, sondern primär als zweckgebundenes Mittel zur Sicherung der Loyalität in den besetzten Gebieten sowie zur Mobilisierung von Ressourcen für die deutsche Kriegswirtschaft diente.

  • Analyse der europapolitischen Konzepte und Ideologien Adolf Hitlers und der NSDAP.
  • Untersuchung des Verhältnisses der nationalsozialistischen Besatzungsmacht zur einheimischen Bevölkerung.
  • Auswertung zeitgenössischer Quellen, insbesondere der "Minsker Zeitung", zur Verbreitung der "Neues Europa"-Botschaften.
  • Betrachtung der wirtschaftlichen Interessen und der Rolle Weißrusslands als "Kornkammer" innerhalb der NS-Planungen.
  • Differenzierung der Propaganda-Phasen und deren Intensivierung im Verlauf des Krieges.

Auszug aus dem Buch

3.4 Phasen in der Propaganda für das Neue Europa

Um die beabsichtigte Wirkung der NS-Propaganda für das Neue Europa zu ergründen, erscheinen nicht nur die verschiedenen genannten thematischen Zusammenhänge von Bedeutung, sondern auch die Frage, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Intensität der Einsatz erfolgte. Betrachtet man die Berichte in der von 1942 bis Mitte 1944 erschienenen Minsker Zeitung, so läßt sich nach meinem Eindruck eine grobe Zweiteilung herauslesen, was Artikel mit dem Thema "Neues Europa" betrifft. Die erste Phase umfasst den Zeitraum von der erstmaligen Herausgabe des Blattes bis etwa Ende 1942 oder Anfang 1943.

Hier ist nur ein geringes Auftreten von Berichten oder Kommentaren, die vordergründig das "Neue Europa" behandeln, zu verzeichnen. Die zweite Phase, die bis zur Einstellung der Minsker Zeitung im Juni 1944 reicht, ist dagegen eine verstärkte Behandlung des Themas festzustellen, wobei die Häufigkeit der "Neues Europa"-Thematik mit dem Ansteigen der propagandistischen Tätigkeit analog zur Annäherung der Frontlinie in Richtung Weißrussland zuzunehmen scheint. Nachdem in den ersten Ausgaben der Minsker Zeitung die Bedeutung des befreiten Weißrussland im Neuen Europa nur am Rande thematisiert wurde, standen in der Mehrzahl der Berichte im Verlauf des Jahres 1942 andere Themen im Vordergrund: Die Darstellung der militärischen Erfolge der Wehrmacht an der Ostfront und auch insgesamt im Krieg, die positiven Berichte über den "Befreier" Deutschland, die Bekämpfung der Partisanen in Weißrussland und die Negativpropaganda über die Kriegsgegner ließen nur wenig Raum für das Neue Europa. Nur in kleinen Berichten, wie etwa in den bereits genannten über die europäische Jugendbewegung oder im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Maßnahmen oder Plänen findet der Begriff des "Neuen Europa" höchstens ansatzweise Erwähnung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung der nationalsozialistischen Propaganda und erläutert die Bedeutung moderner Medien im Dritten Reich sowie die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit.

2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel analysiert Hitlers außenpolitische Konzepte, die ideologische Ausrichtung auf einen rassistisch begründeten Lebensraum im Osten sowie das gewaltsame Verhältnis der Besatzungsmacht zu den Völkern in den eroberten Gebieten.

3. Die Propaganda für das Neue Europa in Weißrussland von 1941 bis 1944: Dieser Hauptteil beleuchtet, wie das "Neue Europa" als Alternative zum Kommunismus und Kapitalismus dargestellt wurde, welche Rolle Weißrussland wirtschaftlich zugeschrieben wurde und wie sich die Propagandaphasen im Kriegsverlauf entwickelten.

4. Schlußbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Idee des "Neuen Europa" ein zweckgebundener Propagandatrick war, der die Loyalität der besetzten Völker sichern sollte, ohne dabei tatsächliche Gleichberechtigung oder eine echte europäische Vision zu verfolgen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Propaganda, Neues Europa, Weißrussland, Minsker Zeitung, Zweiter Weltkrieg, Besatzungspolitik, Lebensraum, Ideologie, Kriegswirtschaft, Antisemitismus, Partisanenbekämpfung, Ostgebiete, Rassenlehre, Kollaboration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Ausgestaltung der nationalsozialistischen Propaganda unter dem Schlagwort "Neues Europa" am spezifischen Beispiel des okkupierten Weißrussland zwischen 1941 und 1944.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die europapolitischen Konzepte der NSDAP, die rassistisch motivierte Besatzungspolitik, die wirtschaftlichen Interessen der deutschen Führung im Osten sowie die propagandistische Instrumentalisierung der lokalen Bevölkerung und Jugend.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu belegen, dass die "Neues Europa"-Propaganda kein Ausdruck einer friedlichen europäischen Vision war, sondern ein strategisches Mittel, um die Loyalität der besetzten Bevölkerung zu gewinnen und den totalen Kriegseinsatz zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente, primär unter Auswertung von Artikeln der "Minsker Zeitung" sowie Dokumenten aus dem Nationalen Archiv von Belarus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die inhaltlichen Botschaften zur Abgrenzung vom "Alten Europa" sowie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle Weißrusslands in den Plänen des NS-Staates untersucht und in chronologische Propagandaphasen unterteilt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Propaganda, Weißrussland, Besatzungspolitik, Lebensraum, Kriegswirtschaft und ideologische Instrumentalisierung charakterisiert.

Wie unterschied sich die Propaganda in Weißrussland von der in nordeuropäischen Ländern?

Während in Weißrussland das Ziel verfolgt wurde, die Bevölkerung als Arbeitskräfte für den Kriegseinsatz zu mobilisieren und durch rassistische Hierarchien zu spalten, berief sich die Propaganda in den nordeuropäischen Ländern stärker auf ein gemeinsames "germanisches Erbe".

Wie reagierte die NS-Führung propagandistisch auf den schlechteren Kriegsverlauf ab 1943?

Mit der Verschlechterung der militärischen Lage intensivierten die Nationalsozialisten ihre Propaganda, indem sie den Kampf um das "Neue Europa" als apokalyptischen Endkampf zwischen Gut und Böse darstellten, um die Bevölkerung zur weiteren Unterstützung des Krieges zu bewegen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Neue Europa in der nationalsozialistischen Propaganda - Untersuchung am Beispiel des okkupierten Weißrussland 1941 - 1944
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Veranstaltung
HS 15154 Medien und Propaganda im Zeichen des Hakenkreuzes
Note
1,0
Autor
Alexander Pilic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
27
Katalognummer
V9987
ISBN (eBook)
9783638165570
ISBN (Buch)
9783638641333
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neue Europa Propaganda Untersuchung Beispiel Weißrussland Medien Propaganda Zeichen Hakenkreuzes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Pilic (Autor:in), 2000, Das Neue Europa in der nationalsozialistischen Propaganda - Untersuchung am Beispiel des okkupierten Weißrussland 1941 - 1944, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/9987
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Leseprobe aus  27  Seiten
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