Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten von Content Management Systemen zur Unterstützung des Einkaufserlebnisses im stationären Handel darzustellen, um für die Zukunft mögliche Verknüpfungsmöglichkeiten beider Kanäle aufzuzeigen.
In der heutigen Welt sind Konsumenten einem Überfluss an Angeboten ausgesetzt. Daher spielt beim Einkauf – egal ob digital oder stationär – das Streben nach einer einzigartigen Customer Experience eine immer größere Rolle. Unternehmen bleibt häufig nur durch das Schaffen eines innovativen Einkaufserlebnisses, welches den Konsumenten überrascht und seine Erwartungen übertrifft, die Möglichkeit, Kunden an sich zu binden.
Hinzu kommt die Digitalisierung und die damit einhergehende Vernetzung der Gesellschaft. Bereits seit einigen Jahren ist der Online-Handel auf dem Vormarsch, Innovationen wie Mobile Commerce und künstliche Intelligenz verändern den Handel stetig. Der „Point of Decision“ ist zudem häufig nicht mehr unbedingt der Point of Sale: Viele Konsumenten informieren sich im Internet über Produkte und wählen erst im Anschluss einen Händler für den tatsächlichen Kauf aus. Hier spielen vor allem die Webseiten der Hersteller und Händler eine entscheidende Rolle als Informationsquelle.
Während der Online-Absatz innerhalb der letzten zehn Jahre durchschnittlich um ca. 12 % per anno gewachsen ist, kommt der stationäre Handel nur auf ein jährliches Wachstum von ca. 0,2 %. Dies liegt vor allem am selektiven Verhalten der Konsumenten und der Zunahme eigener Online-Shops von Herstellern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlegende Begriffe
3. Content Management Systeme zur Unterstützung des Einkaufserlebnisses im stationären Handel
3.1 Virtuelle Regalverlängerung – vom stationären Handel ins Web
3.2 Click & Collect – vom Web in den stationären Handel
3.3 Innovative Technologien – Smart Mirrors, Location Based Services und AR & VR im stationären Handel
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie Content Management Systeme (CMS) den stationären Handel digital unterstützen können, um ein innovatives und nahtloses Einkaufserlebnis zu schaffen und eine hybride Customer Journey zu ermöglichen.
- Omnichannel-Strategien im Einzelhandel
- Funktionsweise und Anwendung von Content Management Systemen
- Virtuelle Regalverlängerung zur Sortimentserweiterung
- Click & Collect als Brücke zwischen Online-Shop und stationärem POS
- Technologische Innovationen wie AR, VR und Smart Mirrors zur Kundenbindung
Auszug aus dem Buch
3.1 Virtuelle Regalverlängerung – vom stationären Handel ins Web
Eine Studie der PricewaterhouseCoopers AG zur Zukunft des stationären Handels konnte bereits 2016 belegen, dass ein Drittel der deutschen Konsumenten auch nicht vorrätige Ware im Geschäft auf einem Bildschirm ansehen und bestellen möchten.10
Durch eine virtuelle Regalverlängerung erhält der Handel die Möglichkeit, sein eigentlich auf die Ladenfläche begrenztes Angebot, um zusätzliche Produkte zu erweitern. Dazu sollten auf der Verkaufsfläche Hinweise platziert werden, die auf das weitere Kontingent im Online-Shop verweisen. Der wohl größte Vorteil der Ermöglichung des Channel Hoppings vor Ort ist, dass Kunden sich direkt im Laden informieren können, ob vor Ort ausverkaufte Produkte noch erhältlich sind und diese auch direkt online bestellt werden können.11
Für die virtuelle Regalverlängerung kann ein Web-Content Management System hilfreich sein – optimal geeignet ist hier der Einsatz eines Shop-Systems (z.B. Shopware, Shopify, Strato, …).12 Um die Prozesse zwischen stationärem Handel und Online-Shop zu digitalisieren, sollte im Optimalfall das Content Management System via Schnittstelle mit dem Warenwirtschafts- oder ERP-System des Händlers verbunden sein, damit der Warenbestand stets aktuell angezeigt werden kann.13
Im Laden könnte die Integration der virtuellen Regalverlängerung zum Beispiel über Regaldisplays mit einer Touchscreen-Funktion realisiert werden, welche einen direkten Zugriff auf die Website möglichen. Eine weitere Variante wäre das Anbringen von QR-Codes am Regal, welche die Konsumenten mit ihren Smartphones scannen und direkt zum Produkt im Online-Shop weitergeleitet werden.14
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel im Kaufverhalten hin zum Online-Handel und definiert das Ziel der Arbeit, Möglichkeiten von Content Management Systemen zur Unterstützung des stationären Einkaufserlebnisses aufzuzeigen.
2. Grundlegende Begriffe: Hier werden die zentralen Konzepte des Omnichannels, die Transformation der Customer Journey sowie die Definition und Funktionsweise von Content Management Systemen erläutert.
3. Content Management Systeme zur Unterstützung des Einkaufserlebnisses im stationären Handel: Dieses Kapitel stellt konkrete Anwendungsbeispiele wie die virtuelle Regalverlängerung, Click & Collect sowie moderne Technologien wie AR und Smart Mirrors vor.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit des stationären Handels, sich durch digitale Mehrwerte und hybride Modelle zukunftsfähig aufzustellen, da der stationäre Laden weiterhin einen hohen Erlebniswert bietet.
Schlüsselwörter
Omnichannel, Customer Journey, Content Management System, Stationärer Handel, Einkaufserlebnis, Virtuelle Regalverlängerung, Click & Collect, Digitalisierung, Point of Sale, Augmented Reality, Virtual Reality, Smart Mirror, Kundenbindung, Mobile Commerce, Retail-Marketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Rolle von Content Management Systemen bei der Digitalisierung des stationären Einzelhandels, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Einkaufserlebnis durch eine Verknüpfung von Online- und Offline-Kanälen zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Omnichannel-Retailing, der digitalen Transformation des POS und dem Einsatz spezifischer Softwarelösungen wie CMS und Shop-Systemen zur besseren Kundenansprache.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Content Management Systeme nutzen können, um das stationäre Einkaufserlebnis digital zu unterstützen und eine nahtlose Customer Journey zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Essay, der auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Ansätze sowie Praxisbeispiele basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der virtuellen Regalverlängerung, Click & Collect-Prozessen sowie innovativen Technologien wie Smart Mirrors, AR und VR im stationären Ladenumfeld.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Omnichannel, Customer Journey, Content Management System, stationärer Handel, Einkaufserlebnis, Digitalisierung und Point of Sale.
Warum ist die virtuelle Regalverlängerung wichtig?
Sie erlaubt es Händlern, ihr räumlich begrenztes Sortiment virtuell zu erweitern und Kunden auch bei ausverkauften Waren eine direkte Bestellmöglichkeit im Laden anzubieten.
Wie trägt Click & Collect zur Umsatzsteigerung bei?
Durch die Abholung vor Ort wird die Kundenfrequenz im Geschäft erhöht, was zusätzliche Chancen für spontane Käufe („Cross-Selling“) bei der Abholung bietet.
- Quote paper
- Jana-Katharina Plaug (Author), 2021, Content Management Systeme. Unterstützung des Einkaufserlebnisses im stationären Handel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/997102