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Inszenierung von Arbeit in Goethes "Werther". Formen von Arbeit und gegenwärtige Bezüge

Titel: Inszenierung von Arbeit in Goethes "Werther". Formen von Arbeit und gegenwärtige Bezüge

Hausarbeit , 2020 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Luisa Sofia Garrido Bernardi (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, worauf unser heutiges Arbeitsverständnis eigentlich gegründet ist und wann konkrete Entwicklungen begannen, die die Grundlage für dieses bilden. Hierfür wird mithilfe des Briefromans "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe ein Blick in das 18. Jahrhundert geworfen. Zu Beginn soll dafür auf das Thema Arbeit in Goethes "Werther" eingegangen werden.

Zunächst erfolgt die Betrachtungsweise von Arbeit am Fürstenhof, die sich in Werthers Arbeit und die Arbeit innerhalb seines Umfeldes differenzieren lässt. Die Gegenüberstellung soll dazu dienen unterschiedliche Auffassungen von Arbeit zu explizieren. Anschließend wird die Arbeit Werthers als Literat und Künstler betrachtet, die in einem starken Kontrast zu der Arbeit am Fürstenhof steht und bei der fraglich ist, ob sie in das damalige Verständnis von Arbeit hineinpasst. Aus diesem Grund soll im danach folgenden Kapitel näher auf die Epoche des Sturm und Drangs eingegangen werden, die als mögliche Grundlage für den Kreativitätsimperativ im 21. Jahrhundert fungiert und Werther so im Ausblick als möglichen Fortschrittsdenker seiner Zeit hervorhebt.

Gerade in Zeiten von Covid-19 macht sich bemerkbar, dass Arbeit, in Form eines Berufs, einen großen Stellenwert in unserer Gesellschaft in Deutschland einnimmt und ihre Ausübung durch die aktuellen Ereignisse und den Shutdown der Wirtschaft zunehmend erschwert wird. Einigen BürgerInnen ist es nicht mehr möglich ihren Beruf auszuüben, andere sind auf Technologisierung und kreative Lösungen ihrer Vorgesetzten angewiesen, um weiterarbeiten zu können, auch wenn dies nicht am üblichen Arbeitsplatz geschieht. Geld, Beförderungen und beruflicher Aufstieg scheinen momentan nebengeordnet zu sein. Das Verständnis von Arbeit befindet sich daher in einem Wandel.

Im 18. Jahrhundert sorgte die Globalisierung für eine umfassende Revolution des Arbeitsverständnisses. Arbeit diene zur damaligen Zeit in erster Linie zur Selbsterhaltung und zur Mehrung von Reichtum, aber auch als menschliche Verstandesleistung, ganz im Sinne der Aufklärung, die Arbeit als einen Akt menschlicher Selbstverwirklichung durch die Anwendung rationalen Denkens verstehe. Arbeit ermögliche es den Menschen über das eigene Leben, ihre Freiheit und ihr Vermögen zu bestimmen und verleihe den Dingen, die man sich durch eigene Aktivität ermöglichen konnte, an Wert, was im Umkehrschluss allerdings zum Konsumverhalten antreibe.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Arbeit in Goethes Werther

1. Arbeit am Fürstenhof

a) Werthers Arbeit

b) Arbeit seines Umfeldes

2. Werther als Literat und Künstler

III. Sturm und Drang und das Kreativitätsdispositiv

IV. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das historische Arbeitsverständnis im 18. Jahrhundert anhand von Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werther". Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen Werthers individueller Lebensauffassung und den gesellschaftlichen Erwartungen an Arbeit aufzuzeigen sowie Werther als möglichen Fortschrittsdenker im Kontext des modernen Kreativitätsdispositivs zu kontextualisieren.

  • Historische Genese des Arbeitsbegriffs im 18. Jahrhundert
  • Konflikt zwischen Arbeitsanforderungen und subjektivem Freiheitsdrang
  • Rolle des "Genies" in der Epoche des Sturm und Drang
  • Transfer der Werther-Thematik auf den heutigen Kreativitätsimperativ
  • Einfluss aktueller gesellschaftlicher Krisen auf das Verständnis von Arbeit

Auszug aus dem Buch

1. Arbeit am Fürstenhof

Zur Arbeit am Fürstenhof gelangt Werther, weil er zuvor den Entschluss gefasst hat, Wahlheim, wegen seiner unerwiderten Liebe zu Lotte und aus Rücksicht auf Albert, ihrem Verlobten, verlassen zu müssen (vgl. GW S. 56) und auf Anraten seiner Mutter und seines Freundes Wilhelm sich in den Dienst eines Gesandten zu begeben (vgl. GW S. 40), um sich abzulenken (vgl. GW S. 61). Dort trifft er auf unterschiedliche Charaktere, die seinen Auffassungen widersprechen (vgl. GW S. 62).

Werther gewöhne sich in seiner Arbeit am Fürstenhof „[…] leidlich […]“ (GW S. 62) ein. Dadurch, dass es „[…] zu tun genug gibt […]“ (vgl. ebd.), er also mit vielen Aufgaben, die ihn auf seiner Arbeit beschäftigen, betraut worden ist, verdrängt er die Tatsache, weshalb er Wahlheim überhaupt verlassen hat. Er merkt, dass man auch mit mäßigem Einsatz viel erledigen könne, nicht immer voll bei der Sache sein müsse und dennoch bessere Ergebnisse als andere erzielen könne, die einem selbst ein gutes Gefühl geben (vgl. ebd.). Deshalb „[…] arbeite [er] gern leicht weg, und wie es steht, so steht es […]“ (vgl. ebd.). Demgemäß ist er der Meinung, seine Arbeit bedürfe weder einer Korrektur, Perfektion noch viel Mühe und Sorgfalt, was darauf schließen lässt, dass er sie eher lustlos vollzieht, denn „[…] der Sauerteig, der [sein] Leben in Bewegung setzt, fehlt“ (GW S. 66). Dennoch schafft er es nicht seine künstlerische Art und Sinnlichkeit vollständig zu unterdrücken (vgl. GW S. 63), da man in seinen Schriften, die er für den Gesandten verfassen muss, oft Individualität durch beispielsweise Inversionen erkennen kann, und weswegen er auch regelmäßig Probleme mit seinem Gesandten auszutragen habe (vgl. ebd.). Sein Vorgesetzter ruft oftmals ein Gefühl der Unlust und Unzufriedenheit hervor, weil Werther unter anderem wegen der Akribie, mit welcher der Gesandte arbeitet und die er auch von seinen Angestellten erwartet, „[…] des Teufels werden [möchte]“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel des Arbeitsverständnisses seit dem 18. Jahrhundert und führt die Forschungsfrage ein, inwiefern Goethes Werther als Fallbeispiel für eine ambivalente Arbeitsauffassung dienen kann.

II. Arbeit in Goethes Werther: In diesem Hauptteil wird Werthers Tätigkeit am Fürstenhof analysiert und sein Selbstverständnis als Literat und Künstler dem Arbeitsalltag und dem Verhalten seines Umfeldes gegenübergestellt.

III. Sturm und Drang und das Kreativitätsdispositiv: Das Kapitel verortet den Sturm und Drang als Gegenbewegung zur Aufklärung und untersucht Parallelen zwischen dem damaligen Geniebegriff und dem modernen Kreativitätsimperativ des 21. Jahrhunderts.

IV. Ausblick: Der Ausblick synthetisiert die Ergebnisse und stellt fest, dass Werther aufgrund seines Widerstands gegen eine rein zweckorientierte Arbeit als Vordenker aktueller Debatten über Kreativität und Lebensgestaltung gelten kann.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther, Arbeitsverständnis, 18. Jahrhundert, Sturm und Drang, Kreativitätsdispositiv, Kreativitätsimperativ, Selbstverwirklichung, Genieästhetik, Bürgertum, Rationalität, Sinnlichkeit, Moderne, COVID19, Arbeitssoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Arbeitsverständnis des 18. Jahrhunderts und setzt dieses in Beziehung zu Goethes Romanfigur Werther sowie zu heutigen gesellschaftlichen Anforderungen an Kreativität.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Arbeitsbegriffs, die Literatur des Sturm und Drang, der Konflikt zwischen individueller Sinnsuche und gesellschaftlicher Konvention sowie das moderne Kreativitätsdispositiv.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Publikation?

Ziel ist es zu ergründen, ob Werther als ein Fortschrittsdenker seiner Zeit gesehen werden kann, dessen Ablehnung einer rein funktionalen Arbeit Vorläufer für das heutige Verständnis von Kreativität bildet.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse des Quellentextes (Goethes Werther) in Kombination mit soziologischen Theorien zum Arbeitsbegriff und zur Kreativität.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Werthers Arbeitsalltag am Fürstenhof, die Analyse seines künstlerischen Selbstverständnisses und eine theoretische Reflexion über die Epoche des Sturm und Drang.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Arbeitsverständnis, Kreativitätsdispositiv, Sturm und Drang, Selbstverwirklichung, Genieästhetik und gesellschaftlicher Wandel.

Warum wird Werther als ein "Fortschrittsdenker" seiner Zeit bezeichnet?

Weil seine Weigerung, sich dem aufklärerischen Verhaltensideal zu unterwerfen und seine Priorisierung von authentischer Sinnlichkeit und Leidenschaft gegenüber einer leistungsorientierten Arbeitswelt den Diskurs des modernen Kreativitätszeitalters antizipiert.

Welche Rolle spielen aktuelle Ereignisse wie die COVID19-Pandemie in dieser Arbeit?

Die Pandemie dient als aktueller Referenzpunkt, um zu verdeutlichen, wie Krisen den Zwang zur Kreativität und zu neuartigen Arbeitsformen in der modernen Gesellschaft verstärken.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inszenierung von Arbeit in Goethes "Werther". Formen von Arbeit und gegenwärtige Bezüge
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Luisa Sofia Garrido Bernardi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V993051
ISBN (eBook)
9783346361790
ISBN (Buch)
9783346361806
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inszenierung arbeit goethes werther formen bezüge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luisa Sofia Garrido Bernardi (Autor:in), 2020, Inszenierung von Arbeit in Goethes "Werther". Formen von Arbeit und gegenwärtige Bezüge, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/993051
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Leseprobe aus  12  Seiten
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