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Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie

Die Bedeutung für die Psychoanalyse

Titel: Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie

Hausarbeit , 2018 , 14 Seiten

Autor:in: Benjamin Dittrich (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit will einen Einblick in die Thematik des Positivismusstreits geben und die Bedeutung der darin auftauchenden Fragen für die Psychoanalyse herausstellen. Der Positivismusstreit war eine wissenschaftliche Debatte in den 1960er Jahren über Methodik und Werturteil in den Sozialwissenschaften. Bis heute ist diese Debatte auch für die Psychoanalyse von Bedeutung. Sie wirft Fragen nach dem Wissenschaftsverständnis der Psychoanalyse auf ihrem Status als eigenständige Wissenschaft und nach der Möglichkeit bzw. Notwendigkeit einer sozialkritischen Psychoanalyse.

Nicht nur nehmen die Teilnehmer in der Debatte selbst – zunächst Theodor W. Adorno und Karl Popper, danach vor allem Jürgen Habermas – Bezug auf die Psychologie und Psychoanalyse, sondern insbesondere Adorno und Habermas arbeiten in ihren Werken heraus, dass die Psychoanalyse die einzige selbstreflexive Wissenschaft ist und damit diejenige, die die Spannung zwischen Aufklärung und Mythos zu überwinden vermag. In der Arbeit soll von den beiden Referaten Karl Poppers und Theodor W. Adornos ausgegangen werden, die diese anlässlich einer Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 1961 in Tübingen vorstellten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Karl Popper: Die Logik der Sozialwissenschaften

3. Theodor W. Adorno: Zur Logik der Sozialwissenschaften

4. Einordnung der Referate Poppers und Adornos

5. Bedeutung für die Psychoanalyse

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Relevanz des Positivismusstreits der 1960er Jahre für das wissenschaftstheoretische Selbstverständnis der Psychoanalyse. Dabei wird analysiert, wie sich die unterschiedlichen Ansätze von Karl Popper und Theodor W. Adorno in der soziologischen Debatte auf die Fragestellung auswirken, ob die Psychoanalyse als eigenständige, selbstreflexive Wissenschaft betrachtet werden kann und inwiefern sie zur Gesellschaftskritik befähigt ist.

  • Der Positivismusstreit und seine Bedeutung für die Sozialwissenschaften
  • Gegenüberstellung der Erkenntnistheorien von Karl Popper und Theodor W. Adorno
  • Die Psychoanalyse als selbstreflexive Wissenschaft im Spannungsfeld zwischen Aufklärung und Mythos
  • Übertragung der soziologischen Debatte auf psychoanalytische Kontroversen

Auszug aus dem Buch

3. Theodor W. Adorno: Zur Logik der Sozialwissenschaften

Adorno schließt sich Popper in der Formulierung der Probleme der Soziologie, einschließlich des Spannungsgefüges zwischen Wissen und Nichtwissen, an und teilt auch die kritischen Ausführungen zum Szientismus und den anderen Wissenschaftsdoktrinen. Der Szientismus sei vor allem deshalb verfehlt, weil die zu erhebenden Daten in den Sozialwissenschaften nicht isoliert, sondern in einem spezifischen gesellschaftlichen Gefüge auftreten; sie sind „durch den Zusammenhang der gesellschaftlichen Totalität strukturiert. […] System und Einzelheit sind reziprok und in ihrer Reziprozität zu erkennen.“ (Adorno, 1970, S. 126)

Gerade deshalb dürfe die Methode, wie Popper ausgeführt hat, nicht einem Ideal folgen, sondern dem Gegenstand der Untersuchung. Die „Soziologische Erkenntnis ist tatsächlich Kritik“ (ebd., S. 132) und in der kritischen Methode die Objektivität der Wissenschaft zu sehen. Aber Poppers Diktum der Kritik sei zweideutig. Wenn diese nämlich die Reduktion auf Fakten meine, so werde jeder Gedanke zur Hypothese. Wesentlich für die Soziologie sei jedoch gerade die Antizipation: „Nicht alle Theoreme sind Hypothesen; Theorie ist das Telos, kein Vehikel von Soziologie.“ (ebd., S. 133)

Daher sei auch Poppers Begriff des Versuchs im Sinne des naturwissenschaftlichen ‚trial and error’ problematisch. In dieser Tradition bedeute Versuch immer einen Vorstoß gegen solche Gedanken, die sich nicht testen ließen. Adorno betont dabei das spekulative Denken aus der Tradition des Deutschen Idealismus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den Positivismusstreit als wissenschaftliche Debatte über Methodik und Werturteile und legt dar, warum diese Auseinandersetzung für das Wissenschaftsverständnis der Psychoanalyse von zentraler Bedeutung bleibt.

2. Karl Popper: Die Logik der Sozialwissenschaften: Dieses Kapitel stellt Poppers kritizistischen Ansatz vor, der Erkenntnis aus dem Spannungsfeld zwischen Wissen und Nichtwissen entwickelt und die deduktive Logik als zentrales Instrument für die Soziologie vorschlägt.

3. Theodor W. Adorno: Zur Logik der Sozialwissenschaften: Adorno ergänzt die soziologische Debatte um die Forderung nach einer kritischen Theorie, die nicht bei der Faktenprüfung verharrt, sondern die gesellschaftliche Totalität in den Blick nimmt und spekulatives Denken als notwendiges Element begreift.

4. Einordnung der Referate Poppers und Adornos: Hier werden die Positionen der beiden Kontrahenten kontrastiert und es wird aufgezeigt, dass grundlegende Differenzen in der Wissenschaftslogik und der Auffassung von Kritik bestehen, die den Positivismusstreit prägten.

5. Bedeutung für die Psychoanalyse: Das Kapitel überträgt die Erkenntnisse des Positivismusstreits auf die psychoanalytische Theoriebildung und diskutiert, ob die Psychoanalyse als neutrale Wissenschaft oder als kritische Sozialwissenschaft fungiert.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Psychoanalyse weder einseitig den Natur- noch den Sozialwissenschaften zugeordnet werden kann und dass der Positivismusstreit einen fortwährenden Anstoß für die erkenntnistheoretische Reflexion in der Psychoanalyse liefert.

7. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Quellen und Forschungsliteratur zur soziologischen Debatte und deren Rezeption in der Psychoanalyse auf.

Schlüsselwörter

Positivismusstreit, Karl Popper, Theodor W. Adorno, Psychoanalyse, Sozialwissenschaften, kritische Theorie, Wissenschaftstheorie, Erkenntnis, Wertfreiheit, Gesellschaftskritik, Szientismus, Methodik, Fallibilismus, Subjektivität, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit und Bedeutung des sogenannten Positivismusstreits – einer berühmten soziologischen Debatte der 1960er Jahre – auf das wissenschaftstheoretische Selbstverständnis der Psychoanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Wissenschaftslogik, der Gegensatz zwischen empirisch-analytischer Forschung und kritischer Theorie, das Ideal der Wertfreiheit sowie die Rolle der Psychoanalyse als selbstreflexive Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszuarbeiten, wie die Positionen von Karl Popper und Theodor W. Adorno dazu beitragen können, den Status der Psychoanalyse als eigenständige, wissenschaftlich begründete und sozialkritische Disziplin zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie die Referate von Popper und Adorno anlässlich der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie von 1961 textanalytisch aufbereitet und auf die psychologische Forschung überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konträren erkenntnistheoretischen Positionen von Popper (kritischer Rationalismus) und Adorno (dialektische Theorie) und vergleicht diese mit den wissenschaftstheoretischen Forderungen, die innerhalb der späteren psychoanalytischen Debatten aufgestellt wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Positivismusstreit, kritische Theorie, Wertfreiheit, deduktive Logik, Erkenntnistheorie und das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft.

Inwieweit lässt sich laut der Arbeit Poppers Methodik auf die Psychoanalyse übertragen?

Die Arbeit diskutiert, dass Poppers Fokus auf die „eigentümliche Bedeutung“ einer Beobachtung durchaus mit Freuds Konzept der „psychischen Realität“ in der psychoanalytischen Praxis korrespondieren kann, auch wenn Popper ansonsten einen empirisch-falsifizierbaren Ansatz fordert.

Warum wird die Psychoanalyse in dieser Arbeit als „beschädigte Wissenschaft“ oder als „einzige selbstreflexive Wissenschaft“ diskutiert?

Die Arbeit stützt sich auf Adorno und Habermas, die argumentieren, dass die Psychoanalyse durch ihre Selbstreflexion in der Lage sei, die Spannung zwischen Aufklärung und Mythos sowie die Deformationen des Subjekts durch die Gesellschaft zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie
Untertitel
Die Bedeutung für die Psychoanalyse
Hochschule
International Psychoanalytic University
Veranstaltung
Wissenschaftsgeschichte
Autor
Benjamin Dittrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V992987
ISBN (eBook)
9783346364845
ISBN (Buch)
9783346364852
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Positivismusstreit Psychoanalyse Popper Adorno Kächele Wissenschaftsgeschichte Psychologie Soziologie Erkenntnistheorie Epistemologie Kulturtherorie Frankfurter Schule Freud
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Dittrich (Autor:in), 2018, Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/992987
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Leseprobe aus  14  Seiten
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