In diesem Praktikum an einer Gesamtschule werden schulinterne Abläufe in den Fokus genommen, ebenso wie verschiedene Aufgabenbereiche des Lehrers.
Die Tätigkeiten eines/ einer Lehrers/Lehrerin (LuL) sind vielseitig. Gute LuL müssen nicht nur Fachkenntnisse besitzen und effektiv und verständlich vermitteln können, sie müssen auch pädagogische Arbeiten leisten und die dafür nötigen Kompetenzen mitbringen. Die Tätigkeiten und Kompetenzen eines/ einer Lehrers/ Lehrerin sollen im Folgenden kurz benannt werden. Anschließend werden die persönlichen Stärken und Schwächen reflektiert. Außerdem wird gezeigt welche persönlichen Entwicklungschancen vorhanden sind. Zum Schluss wird kurz dargestellt wie die persönlichen Stärken und Schwächen im Praktikum eingebracht werden.
Neben der Fachkompetenz die LuL mitbringen müssen, müssen auch Planungs- und Organisationskompetenzen vorhanden sein. Außerdem müssen LuL in der Klasse für Ruhe sorgen und eine gewisse Autorität ausstrahlen, um guten Unterricht geben zu können. Aber neben den offensichtlichen Unterrichtskompetenzen brauchen LuL auch pädagogische Kompetenzen, welche außerhalb des Unterrichts benötigt werden. So müssen LuL zum Beispiel auch einen Streit zwischen Schülern schlichten können und Schülerinnen und Schüler (SuS) auf falsche Verhaltensweisen hinweisen und die richtigen Verhaltensweisen beibringen.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorüberlegungen zum Praktikum
1.1 Erfolgs- und Entwicklungsseite vor dem Praktikum
1.2 Rahmeninformationen zum Praktikum
2 Dokumentation und Reflexion des Kompetenzerwerbs
2.1 Entwicklungsfeld „Handlung“
2.1.1 Beschreibung
2.1.2 Interpretation und Analyse
2.1.3 Bewertung und Beurteilung
2.1.4 Persönliche Weiterentwicklung
2.2 Entwicklungsfeld „Erkundung“
2.2.1 Beschreibung
2.2.2 Interpretation und Analyse
2.2.3 Bewertung und Beurteilung
2.2.4 Persönliche Weiterentwicklung
3 Abschlussreflexion
3.1 Erfolgs- und Entwicklungsseite nach dem Praktikum
3.2 Persönliche Bewertung des Praktikums
Zielsetzung & Themen
Das Portfolio dokumentiert die strukturelle Reflexion von Schlüsselerlebnissen während eines Eignungs- und Orientierungspraktikums an einer Gesamtschule, mit dem Ziel, den eigenen Kompetenzerwerb im Hinblick auf den Lehrerberuf kritisch zu beleuchten.
- Strukturierung von Unterrichtsstunden im naturwissenschaftlichen Bereich
- Herausforderungen bei der Gruppenbildung und Gruppendynamik
- Reflexion über persönliche Stärken und Schwächen im Lehrberuf
- Einsatz von Fachliteratur zur theoretischen Fundierung praktischer Erfahrungen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Beschreibung
Die Schlüsselsituation fand am 01.10.2018 in der 8. Stunde statt. Diese Stunde, die ich selbst unterrichtet habe, hielt ich in einer Inklusionsklasse der Stufe sechs einer Gesamtschule. Die Stunde war eine Projektstunde Naturwissenschaften (NaWi). An der Gesamtschule, an der ich war, gab es sogenannte Schwerpunktklassen, die verschiedene Schwerpunkte hatten. So zum Beispiel die Klasse in der ich war. Diese Klasse hatte den Schwerpunkt Naturwissenschaften. Das bedeutet, dass diese Klasse mehr NaWi-Stunden hat als die anderen Klassen derselben Stufe und sich auch umfangreicher und intensiver mit den Naturwissenschaften auseinandersetzt. Das Thema der Projektstunde, die ich unterrichtete war „Chemische Gewässeruntersuchung“.
Als Vorbereitung der Stunde habe ich mithilfe verschiedener Quellen Arbeitsblätter für die Schüler erstellt, welche einfach und kindgerecht gehalten werden mussten. Diese Stunde sollte als Vorbereitung auf eine praktische Stunde am Untersuchungsobjekt „Bach“ dienen, in der die SuS selber Messungen durchführen sollten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorüberlegungen zum Praktikum: Der Autor reflektiert seine Ausgangslage, benennt persönliche Stärken und Schwächen und beschreibt den Rahmen seines Praktikums an einer Gesamtschule.
2 Dokumentation und Reflexion des Kompetenzerwerbs: In diesem Hauptteil werden anhand zweier Entwicklungsfelder konkrete Schlüsselsituationen beschrieben, theoretisch analysiert und persönlich bewertet.
3 Abschlussreflexion: Der Autor zieht ein Fazit über seinen Lernfortschritt, ordnet seine Erfahrungen ein und bestärkt seinen Berufswunsch Lehrer.
Schlüsselwörter
Eignungs- und Orientierungspraktikum, Gesamtschule, Inklusionsklasse, Unterrichtsplanung, Kompetenzerwerb, Gruppendynamik, Gruppenbildung, Reflexion, Didaktik, Pädagogik, Naturwissenschaften, Unterrichtsstruktur, Schlüsselsituation, Lehrerprofessionalisierung, Sozialverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Erfahrungen des Autors während eines Eignungs- und Orientierungspraktikums und reflektiert seine persönliche Entwicklung hinsichtlich der Anforderungen des Lehrerberufs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Themen Unterrichtsplanung und -strukturierung sowie die Gestaltung von Gruppenarbeitsphasen unter Berücksichtigung von sozialen Netzwerken in einer Klasse.
Was ist das primäre Ziel der Reflexion?
Das Ziel ist es, durch die systematische Analyse von Schlüsselerlebnissen sowohl didaktische Defizite aufzuzeigen als auch individuelle Kompetenzzuwächse im Umgang mit Schülern zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Methode der fallorientierten Reflexion, indem er Unterrichtssituationen beschreibt, diese durch Fachliteratur (z.B. Kochansky & Schmid, Meyer) interpretiert und bewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist in die zwei Entwicklungsfelder „Handlung“ (Strukturierung von Unterricht) und „Erkundung“ (Gruppenbildung) unterteilt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Unterrichtsplanung, Gruppenbildung, Inklusion, Reflexion und Kompetenzerwerb.
Warum war die Unterrichtsstunde zur Gewässeruntersuchung unruhig?
Die Unruhe resultierte aus einer mangelnden Transparenz bei den Arbeitsaufträgen, dem Fehlen einer klaren Struktur und dem Umstand, dass die Schüler unterschiedlich schnell arbeiteten, ohne dass der Autor eingriff.
Wie hätte das Problem bei der Gruppenbildung gelöst werden können?
Der Autor schlussfolgert, dass eine tiefere Kenntnis über die sozialen Bindungen innerhalb der Klasse hätte verhindern können, dass inkompatible Schüler in eine Arbeitsgruppe eingeteilt wurden.
- Arbeit zitieren
- Florian Baumann (Autor:in), 2018, Eignungs- und Orientierungspraktikum an einer Gesamtschule. Eine strukturierte Reflexion bestimmter Schlüsselerlebnisse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/992439