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Wie spielen Kinder? Elementare Spielhandlungen und deren Dokumentation

Title: Wie spielen Kinder? Elementare Spielhandlungen und deren Dokumentation

Term Paper , 2019 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lisa Kunze (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit soll die Forschungsfrage welche elementaren Spielhandlungen von Kindern in der Krippe beobachtet werden können und wie diese dokumentiert werden können, beantwortet werden. Diese Arbeit soll Eltern und pädagogischen Fachkräften verdeutlichen, dass Kinder Akteure ihres Lernens sind. Diese Rolle wurde ihnen von Natur aus mitgegeben. Die Grundidee des Konzepts der elementaren Spielhandlungen liegt darin, dass Kinder ohne fremde Einwirkung klug handeln. Alles, was sie dazu benötigen, sind Erwachsene, die dieses Handeln verstehen und gegebenenfalls mit Denkanstößen oder geeigneten Materialien unterstützen.

Kinder beschäftigen sich mit unendlich vielen Fragen. In ihrem Handeln versuchen sie Antworten auf diese Fragen zu finden. Alle Handlungen, die Kinder wiederholt und mit großer Konzentration durchführen, weisen auf einen Selbstbildungsprozess hin. Um insbesondere Kleinkinder unter drei Jahren in dieser Entwicklung optimal begleiten und fördern zu können, lohnt es sich die wiederkehrenden Handlungsmuster genauer zu betrachten und zu dokumentieren.

Aufbauend auf die Einleitung startet die Hausarbeit im zweiten Kapitel mit einer Erläuterung grundlegender Begriffe. Im darauffolgenden Kapitel werden die elementaren Spielhandlungen und die Schematheorie ausführlich beschrieben. Das vierte Kapitel befasst sich mit der Dokumentation im Portfolio und verdeutlicht dies anhand eines Praxisbeispiels. Abschließend wird die Arbeit gewürdigt und die Bedeutung der Thematik hervorgehoben. Im Rahmen dieser Arbeit werden ausschließlich zwölf elementare Spielhandlungen vorgestellt, da eine vollständige Auflistung und Erläuterung von etwa 40 Spielschemata zu umfangreich wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserläuterungen

2.1 Elementare Spielhandlungen

2.2 Early-Excellence-Ansatz

2.3 Dokumentation

2.4 Portfolio

3 Elementare Spielhandlungen von Krippenkindern

3.1 Ursprung der Schematheorie

3.2 Bedeutung der Schematheorie

3.3 Zwölf elementare Spielhandlungen

3.3.1 Verstecken

3.3.2 Hinter Oberflächen gelangen

3.3.3 Umhüllen

3.3.4 Transportieren

3.3.5 Die Position verändern

3.3.6 Umzäunen

3.3.7 Die Falllinie untersuchen

3.3.8 Den Klang der Dinge untersuchen

3.3.9 Die Rotation von Dingen untersuchen

3.3.10 Verbinden und Trennen

3.3.11 Ordnen

3.3.12 Balance

4 Dokumentation im Portfolio

4.1 Portfolioarbeit

4.2 Bedeutung von Portfolios

4.3 Portfolios in der Krippe der ActiveKid GmbH

4.3.1 Aufbewahrung und Gestaltung des Portfolioordners

4.3.2 Portfolioseiten

4.3.3 Formulierung der Beobachtungen

4.4 Praxisbeispiel: Dokumentation von ausgewählten elementaren Spielhandlungen

5 Würdigung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie scheinbar bedeutungslose Handlungsmuster von Kleinkindern – sogenannte elementare Spielhandlungen – als Ausdruck intensiver Lern- und Selbstbildungsprozesse verstanden und mittels einer Portfolio-Dokumentation in Kindertageseinrichtungen strukturiert sichtbar gemacht werden können.

  • Grundlagen der Schematheorie nach Piaget und deren Anwendung in der Krippe.
  • Detaillierte Analyse von zwölf elementaren Spielhandlungen von Kleinkindern.
  • Bedeutung der Portfolioarbeit für die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Fachkräften.
  • Methodische Gestaltung einer kompetenzorientierten Dokumentationspraxis in der frühen Kindheit.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Verstecken

„Können Dinge da sein, auch wenn sie nicht zu sehen sind? Bin ich unsichtbar, wenn ich andere nicht mehr sehen kann? Können Dinge ganz und gar verschwinden?“22

„Etwas ist weg – und dann wieder da!“ Dieses Phänomen beobachten Babys bereits in ihren ersten Lebensmonaten. Um dem Verschwinden von Dingen auf die Spur zu kommen, untersuchen sie es in unterschiedlichen Variationen: Indem sie sich während des Kuckuck-Spiels hinter einem Tuch verstecken und dann fröhlich wiedererscheinen, sobald sie das Tuch vor dem Gesicht wegziehenOder sie Spielzeuge in Kisten oder Taschen verstecken und es nach einiger Zeit wiederfinden. Eine weitere Variation ist, dass sich die Kinder selbst verstecken oder darauf bestehen, dass andere sich verstecken. Mithilfe dieses Handlungsmusters decken Kinder eine Gesetzmäßigkeit auf, welche sie dennoch immer wieder überprüfen. Daraus ergibt sich, dass Gegenstände oder Personen, die nicht zu sehen sind, dennoch vorhanden sind. Möglicherweise an einem anderen Ort oder versteckt im selben Raum.23 Dadurch erlangen Kinder die Erkenntnis, dass Mama und Papa nachdem sie sich morgens an der Tür der Krippe verabschieden immer noch existieren, auch wenn sie nicht mehr zu sehen sind. Nach Ansicht der Autorin Vollmer spielen bei diesem Schema kognitive Prozesse eine Rolle, die mit dem Beginn der Objektpermanenz einsetzen.24

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Herausforderungen des kindlichen Verhaltens ein und stellt die Forschungsfrage nach der Beobachtung und Dokumentation elementarer Spielhandlungen in der Krippe.

2 Begriffserläuterungen: Es werden die zentralen Fachbegriffe definiert, die als theoretische Grundlage für das Verständnis von Spielschemen und Portfolioarbeit dienen.

3 Elementare Spielhandlungen von Krippenkindern: Dieses Kapitel erläutert die Schematheorie und beschreibt detailliert zwölf spezifische Handlungsmuster, mit denen Kleinkinder ihre Umwelt explorieren.

4 Dokumentation im Portfolio: Hier wird die praktische Umsetzung der Portfolioarbeit beschrieben, inklusive Anforderungen an die Gestaltung und die dokumentarische Erfassung kindlicher Entwicklungsschritte.

5 Würdigung und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die hohe Bedeutung der Beobachtung kindlicher Spielprozesse für die individuelle Förderung und die Erziehungspartnerschaft.

Schlüsselwörter

Elementare Spielhandlungen, Krippenkinder, Schematheorie, Portfolio, Dokumentation, Selbstbildungsprozess, Beobachtung, Lernentwicklung, Frühpädagogik, Erziehungspartnerschaft, Kleinkindpädagogik, Spielschemen, Objektpermanenz, Bildungsarbeit, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung von wiederkehrenden Handlungsmustern von Krippenkindern und zeigt auf, wie diese durch eine Portfolio-Dokumentation sinnvoll für Pädagogen und Eltern nachvollziehbar gemacht werden können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Themen umfassen die Schematheorie (nach Piaget und Athey), die zwölf elementaren Spielhandlungen bei Kleinkindern sowie die methodische Umsetzung der Portfolioarbeit in Kindertageseinrichtungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welche elementaren Spielhandlungen in der Krippe beobachtet werden können und auf welche Weise diese effektiv im Portfolio dokumentiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Hausarbeit, die den aktuellen pädagogischen Diskurs aufarbeitet und diesen mit einem Praxisbeispiel aus dem Krippenalltag verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Begriffe) geklärt, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der zwölf Spielschemen sowie einer Anleitung zur Gestaltung und Formulierung von Beobachtungsinhalten in einem Portfolio.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die elementaren Spielhandlungen, das Portfolio als Dokumentationsinstrument sowie der konstruktivistische Ansatz der kindlichen Selbstbildung.

Welchen Zweck erfüllt das Portfolio in der ActiveKid GmbH?

Es dient der individuellen Dokumentation von Entwicklungsprozessen jedes Kindes, um Stärken und Interessen sichtbar zu machen und eine bedürfnisorientierte Förderung zu ermöglichen.

Warum ist das Verständnis der Spielhandlungen für Fachkräfte wichtig?

Es unterstützt Pädagogen dabei, das scheinbar sinnlose Verhalten von Kleinkindern als notwendige intensive Untersuchungsarbeit an der Welt zu erkennen und die Kinder dadurch pädagogisch passend zu begleiten.

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Details

Title
Wie spielen Kinder? Elementare Spielhandlungen und deren Dokumentation
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf
Grade
1,7
Author
Lisa Kunze (Author)
Publication Year
2019
Pages
21
Catalog Number
V983710
ISBN (eBook)
9783346341037
ISBN (Book)
9783346341044
Language
German
Tags
Elementare Spielhandlungen Antje Bostelmann Schemata Dokumentation Portfolio Kindheitspädagogik Erziehungswissenschaften Krippenkinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Kunze (Author), 2019, Wie spielen Kinder? Elementare Spielhandlungen und deren Dokumentation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/983710
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