Der Verein SiM, Selbst- und Interessensvertretung Maßnahmenvollzug, der zugleich Medieninhaber der in Österreich erscheinenden Zeitschrift „Blickpunkte – Unabhängige Zeitschrift für Menschen und ihre Rechte im Straf- und Maßnahmenvollzug“ wird als Fallbeispiel herangezogen. Das Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Implementierung agiler Arbeitsmethoden in die Arbeitsweisen und Strukturen einer zivilgesellschaftlichen Organisation zu diskutieren. Diese Projektarbeit entstand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Agilstabile Organisation“ des MBA Digital Transformation Management Studiums an der Fachhochschule des BFI Wien.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 AUFGABENSTELLUNG
2 AUSGANGSSITUATION – DIE BLICKPUNKTE STELLEN SICH VOR
2.1 PROFIL DER ZEITSCHRIFT
2.2 AUFLAGE UND REDAKTION
2.3 FINANZIERUNG
2.4 BRANCHENUMFELD UND WETTBEWERBSSITUATION
2.5 WICHTIGKEIT, SICH AN VERÄNDERTE RAHMENBEDINGUNGEN ANZUPASSEN
3 ROLLEN, ZIELE UND KONKRETE FÜHRUNGSAUFGABEN INNERHALB DER ORGANISATION
4 FAKTOREN, DIE DIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT BEEINFLUSSEN
4.1 KLARE AUSRICHTUNG DER GESAMTEN ORGANISATION AUF EIN GEMEINSAMES, INHALTLICHES ZIEL
4.2 KOMPETENZ DER MITARBEITER/-INNEN
4.3 ORGANISATIONS- UND ENTSCHEIDUNGSSTRUKTUREN
4.4 ORGANISATIONSKULTUR
4.5 FÜHRUNGSVERHALTEN UND -KULTUR
5 CHANCEN UND RISIKEN
6 KLASSISCHE INDUSTRIELLE FÜHRUNGS- UND ORGANISATIONSPRINZIPIEN
6.1 WELCHE ROLLE SPIELEN KLASSISCH INDUSTRIELLE FÜHRUNGS- UND ORGANISATIONSPRINZIPIEN BEI DER ZEITSCHRIFT „BLICKPUNKTE“
6.2 AUSWIRKUNGEN
6.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN
6.4 VORTEILE UND HERAUSFORDERUNGEN BEI ANSÄTZEN DER SELBSTORGANISATION
6.5 VORGANGSWEISEN
6.6 VORGANGSWEISE FÜR BLICKPUNKTE
6.7 REDAKTIONSSITZUNGEN MIT SCRUM-BOARD
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht am Beispiel der Zeitschrift „Blickpunkte“ die Herausforderungen und Potenziale bei der Implementierung agiler Arbeitsmethoden in einer zivilgesellschaftlichen Nonprofit-Organisation. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Organisation ihre internen Strukturen und Prozesse an veränderte Rahmenbedingungen anpassen kann, um zukunftsfähig zu bleiben.
- Analyse der Wettbewerbsfähigkeit von NPOs
- Gegenüberstellung klassischer industrieller Führungsprinzipien und agiler Ansätze
- Bedeutung der Organisationskultur für Veränderungsprozesse
- Praktische Implementierung agiler Werkzeuge wie Scrum-Boards in der Redaktion
Auszug aus dem Buch
6.7 Redaktionssitzungen mit SCRUM-Board
Die Produktion einer Zeitschrift erfordert die Koordination unterschiedlicher Teilprozesse und verschiedener Teams. Scrum-Team-Boards können dabei unterstützen, Aufgaben und Ergebnisse sichtbar zu machen und die Arbeit zu strukturieren. Zusätzlich können dadurch Mängel im Arbeitsprozess erkannt und künftige Schritte durch den Erfahrungs- und Wissensaustausch besser geplant werden. Zwar ist dieses Aufgabentafel eines der Instrumente, die bei der agilen Arbeitsmethode SCRUM zum Einsatz gelangen und dabei helfen soll, den Status quo eines Sprints ersichtlich zu machen.
Durch ihre einfache Handhabbarkeit und Einteilung in die Kategorien: „To do“, also Aufgaben, die noch zu erledigen sind; „Doing“, damit sind Aufgaben gemeint, die sich in Bearbeitung befinden und „Done“ für alle erledigten Aufgaben lässt sich das Board auch außerhalb eines Sprints, als unterstützendes, agiles Instrument anwenden. Im Vor-Corona-Arbeitsalltag, als Teams noch physisch zusammenfanden, wäre die Aufgabentafel in Form eines großen Whiteboards gut sichtbar für alle Sitzungsteilnehmer/-innen im Besprechungsraum platziert worden. Mittels Post-it-Zetteln hätte die Teilnehmer/-innen ihre jeweiligen Aufgaben, je nach Projektstatus, den einzelnen Spalten zugeordnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die digitale Transformation und die Notwendigkeit für Organisationen, agile Arbeitsweisen in einem von VUCA geprägten Umfeld zu adaptieren.
2 AUSGANGSSITUATION – DIE BLICKPUNKTE STELLEN SICH VOR: Vorstellung der Zeitschrift „Blickpunkte“ als Fallbeispiel sowie deren Einordnung als Nonprofit-Organisation im österreichischen Medienumfeld.
3 ROLLEN, ZIELE UND KONKRETE FÜHRUNGSAUFGABEN INNERHALB DER ORGANISATION: Detaillierte Darstellung der redaktionellen Rollenverteilung und der spezifischen Aufgaben der Chefin vom Dienst bei den „Blickpunkten“.
4 FAKTOREN, DIE DIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT BEEINFLUSSEN: Untersuchung branchenspezifischer Kriterien, die die Wettbewerbsfähigkeit einer NPO in einem zivilgesellschaftlichen Kontext bestimmen.
5 CHANCEN UND RISIKEN: Reflexion über die Agilität der Zeitschrift und die Gefahren, die bei einer unstrukturierten Einführung agiler Methoden entstehen können.
6 KLASSISCHE INDUSTRIELLE FÜHRUNGS- UND ORGANISATIONSPRINZIPIEN: Analyse der historischen Entwicklung der Zeitschrift von einer Insassenzeitung hin zu einer selbstorganisierten Redaktion unter Berücksichtigung agiler Transformationsprozesse.
Schlüsselwörter
Agilität, Nonprofit-Organisation, Blickpunkte, Digitale Transformation, Selbstorganisation, Redaktionsmanagement, Change Management, Strafvollzug, Scrum-Board, Stakeholder-Management, Medienlandschaft, Zivilgesellschaft, Arbeitsweisen, Organisationskultur, Freiwilligenarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anwendung agiler Managementansätze in einer zivilgesellschaftlichen Nonprofit-Organisation, konkret am Beispiel der österreichischen Zeitschrift „Blickpunkte“.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Organisationsentwicklung, der Anpassung an digitale Transformationsprozesse, der Bedeutung von Stakeholder-Management in NPOs sowie der Implementierung agiler Arbeitsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie eine NPO die Herausforderungen der Digitalisierung durch den Wandel von klassischen hierarchischen hin zu selbstorganisierten Strukturen bewältigen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Fallstudie, die theoretische Konzepte (wie das Modell von Gmür oder Kotter) mit empirischen Beobachtungen des Redaktionsalltags und der Organisationsgeschichte der „Blickpunkte“ verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Untersuchung wettbewerbsbeeinflussender Faktoren, die Auseinandersetzung mit Führungskultur in NPOs und die konkrete Anwendung agiler Instrumente wie Scrum-Boards.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Agilität, Nonprofit-Organisation, Selbstorganisation, Digitale Transformation und Redaktionsmanagement definieren.
Wie unterscheidet sich die „Blickpunkte“-Redaktion von klassischen Zeitungen?
Im Gegensatz zu vielen anderen Printmedien gibt es bei den „Blickpunkten“ keine starre Ressort-Einteilung; die Redaktion arbeitet ehrenamtlich und setzt verstärkt auf dynamische Teamarbeit und agile Unterstützungstools.
Welche Rolle spielte der Erlass des Bundesministeriums für Justiz im Jahr 2016?
Der Erlass führte dazu, dass der Verein SiM die Herausgeberschaft übernahm, da Mitarbeiter der Justizvollzugsverwaltung keine medienrechtlichen Funktionen bei Insassenzeitungen innehaben dürfen, was einen entscheidenden Umbruch in der Organisation auslöste.
- Quote paper
- Jennifer Sommer (Author), 2020, Agilstabile Blickpunkte im Verein "SiM - Selbst und Interessensvertretung Maßnahmenvollzug", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/981687