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Formalisierter Kompetenzerwerb und -vermittlung beim Skaten

Title: Formalisierter Kompetenzerwerb und -vermittlung beim Skaten

Term Paper , 2019 , 16 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Henriette Boysen (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

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Summary Excerpt Details

Diese Koexistenz von ideologischer Aufrechterhaltung einer Subkultur und den formalen Bildungsrahmen ist der Ausgangspunkt dieser Hausarbeit. In der Arbeit werden kommunikative Prozesse untersucht, in denen die Kompetenzaneignung und der Erwerb von „Körperwissen“ vermittelt werden. Beim Kompetenzerwerb des Skatens ist das Ziel, geschult und sozialisiert zu werden, um einen ausgebildeten und kompetenten „Bewegungsapparat“ und den entsprechenden „Habitus“ zu entwickeln.

Der Autor hatte das Ziel herausfinden, wie SkaterInnen aufeinander Bezug nehmen und im Lernprozess miteinander kommunizieren und wie das TrainerIn-SchülerIn-Verhältnis ausgestaltet wird. Skaten ist ein Einzelsport, der in der Gruppe ausgeübt wird. Schlägt sich diese Struktur auch in den Trainingsmethoden nieder? Hierfür werden die didaktischen Mittel zum Kompetenzerwerb untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodische Herangehensweise

4. Feldforschung

4.1. Training im Frauenskatekurs

4.2. Training im Hochschulsport (19. Mai)

4.3. Erwachsenenskatekurs (26. Mai)

5. Die Vermittlung körperlicher Praxis

5.1. Verbale Unterweisung

5.2. Demonstration

5.3. Feedback

5.4. Mimetisches Lernen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die kommunikativen Prozesse und didaktischen Methoden zur Vermittlung von Kompetenzen und „Körperwissen“ in formellen Skateboard-Kursen. Das primäre Ziel ist die Analyse des Trainer-Schüler-Verhältnisses und der Art und Weise, wie Skateboarding als ursprünglich informelle Subkultur in einem institutionalisierten Rahmen vermittelt wird.

  • Methodische Untersuchung durch teilnehmende Beobachtung in verschiedenen Skatekursen
  • Analyse der Vermittlung körperlicher Praxis durch verbale Unterweisung, Demonstration und Feedback
  • Untersuchung des Konzepts des mimetischen Lernens im sportlichen Kontext
  • Erforschung der Dynamik zwischen Traineranleitung und Eigeninterpretation der Lernenden
  • Reflexion über die Koexistenz von institutionalisiertem Training und informellem Skater-Selbstverständnis

Auszug aus dem Buch

4.2.Training im Hochschulsport (19. Mai)

Der Hochschulsport ist eine Einrichtung der Universität, die Studierenden vorbehalten ist. Vor Beginn des Semesters erfolgt die Anmeldung zu den Kursen über ein digitales Portal; die Gebühren werden bei Anmeldung sofort fällig. Die Skateboard-Trainer im Hochschulsport sind identisch mit den Trainern beim Frauenskatekurs. Die Gruppe besteht aus 15 Studentinnen, die weite Alltagskleidung tragen.

Nach der Aufwärmung im Kreis (s.o.) gibt es zwei Gruppen. Ich begebe mich diesmal zu der Gruppe der Fortgeschrittenen. T1 fragt, welchen Trick wir gerne lernen oder ausbauen möchten, schlägt dann vor, die Rampe hoch und runter zu fahren. Der Trainer führt die Übung vor und wiederholt es mehrmals in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Er unterteilt die Bewegungsabläufe in mehrere Einheiten, die er quasi wie in Zeitlupe vorführt und beschreibt dabei jede Einzelbewegung. Die Teilnehmerinnen imitieren nacheinander seine Bewegungen und versuchen, die Anweisungen umzusetzen.

Die nächste Übungseinheit ist die Wende auf der Rampe. Der Trainer zeigt uns den Bewegungsablauf vor der Rampe auf dem flachen Boden. Dabei geht es darum, dass das Standbein vorne steht. Das Standbein steht beim Aufwärtsfahren vorne; vorm Hinabfahren muss das Board um 180 Grad gedreht werden, damit das Standbein wieder vorne steht. Das Schwungbein muss hinten sein. Der Trainer beschreibt die Körperdrehung. T1: „Ihr müsst dabei unbedingt auf eure Schultern achten, die Schultern geben die Richtung vor.“ Eine nach der anderen versucht, die Bewegung nachzuahmen. Nach etwa 20 Versuchen habe ich die Drehung erstmals wie beschrieben geschafft. Der Trainer und die anderen loben mich. T1: „Irgendwann macht es Klick, wenn man es einmal gecheckt hat, dann kann man es auch immer wieder machen. So ist das mit allen Tricks, ihr müsst die so lange üben, bis ihr es einmal hinbekommt und dann immer wieder, damit es dann fast jedes Mal funktioniert.“

Das ist eine Ermunterung zur Wiederholung, bis das Wissen in den Körper eingeschrieben ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, beleuchtet die Institutionalisierung des Skateboardens als sportliches Angebot und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Kompetenzvermittlung.

2. Methodische Herangehensweise: Hier wird der methodische Ansatz der teilnehmenden Beobachtung erläutert, angelehnt an Loic Wacquant und das Konzept der Inkorporierung von Körperwissen durch Praxis.

4. Feldforschung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Dokumentation von fünf beobachteten Skatekursen im Leipziger Heizhaus, unterteilt in Frauen-, Hochschulsport- und Erwachsenenkurse.

5. Die Vermittlung körperlicher Praxis: In diesem Hauptteil werden die beobachteten Instruktionsformen (verbale Unterweisung, Demonstration, Feedback, mimetisches Lernen) systematisiert und mit theoretischen Ansätzen aus der Sportwissenschaft verknüpft.

6. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Trainer versuchen, das hierarchische Trainer-Schüler-Verhältnis aufzubrechen, wobei sich die Feedback-Kultur im formalen Rahmen als weniger konstitutiv für den Lernerfolg erweist als angenommen.

Schlüsselwörter

Skateboarding, Kompetenzvermittlung, Körperwissen, Teilnehmende Beobachtung, Didaktik, Körpertechnik, Mimetisches Lernen, Sportsoziologie, Feldforschung, Feedback-Kultur, Praxis, Wissensvermittlung, Skatekurs, Habitus, Bewegungslernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die formalisierten Lern- und Vermittlungsprozesse innerhalb von Skateboard-Kursen und analysiert, wie individuelles Körperwissen in einem institutionalisierten sportlichen Rahmen konstruiert wird.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die didaktische Vermittlung von Bewegungsabläufen, die Rolle von mimetischem Lernen (Nachahmung), das Trainer-Schüler-Verhältnis sowie die Bedeutung von Feedback in einer sportlichen Gemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie kommunikative Prozesse während des Trainings ablaufen und ob die Gruppendynamik und die Trainingsmethoden die klassische Hierarchie zwischen Trainer und Schüler beeinflussen oder verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin verwendet die Methode der teilnehmenden Beobachtung, indem sie selbst als teilnehmende Beobachterin an verschiedenen Skatekursen in Leipzig teilnimmt und ihre Erfahrungen sowie Dialoge reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Skatekurs-Beispiele (Frauen-, Hochschul- und Erwachsenenkurse) beschrieben und die beobachteten Instruktionsformen – wie verbale Erklärungen, Demonstration und gegenseitiges Feedback – auf Basis soziologischer und sportwissenschaftlicher Theorien analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Skateboarding, Körperwissen, teilnehmende Beobachtung, Mimetisches Lernen und Kompetenzvermittlung charakterisieren.

Welche besondere Bedeutung kommt dem „mimetischen Lernen“ in den Skatekursen zu?

Mimetisches Lernen ist laut der Analyse zentral, da das Wissen nicht nur durch verbale Instruktion, sondern vor allem durch Vormachen, Beobachten und eigenes wiederholtes körperliches Ausführen („Kompetenzerwerb im Tun“) in den Körper eingeschrieben wird.

Wie unterscheidet sich das Training im formellen Kurs vom informellen Skaten auf der Straße?

Die Arbeit stellt fest, dass formale Kurse didaktische Strukturen wie Aufwärmphasen und gezielte Anleitungen nutzen, während informelles Skaten auf dem Selbstverständnis der Skater als DIY-Praxis basiert, bei der man sich Wissen selbst aneignet.

Warum fordern die Trainer die Teilnehmer aktiv zum Feedback auf?

Die Trainer nutzen Feedback-Aufforderungen, um eine „Vergemeinschaftung in der Praxis“ zu fördern und die Teilnehmer untereinander zu Co-Trainern zu erklären, wodurch starre Hierarchien bewusst verschleiert werden sollen.

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Details

Title
Formalisierter Kompetenzerwerb und -vermittlung beim Skaten
College
University of Leipzig  (Ethnologie)
Course
Methoden der Ethnologie
Grade
1.0
Author
Henriette Boysen (Author)
Publication Year
2019
Pages
16
Catalog Number
V978566
ISBN (eBook)
9783346335869
ISBN (Book)
9783346335876
Language
German
Tags
Skaten Habitus Bourdieu Embodiment Skatehalle Ollie Ethnographie Skatekurs Skater Skaterinnen Feldforschungsbericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henriette Boysen (Author), 2019, Formalisierter Kompetenzerwerb und -vermittlung beim Skaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/978566
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