Die Problemstellung und gleichzeitig auch die Teilziele dieser Ausarbeitung, sind die Erörterung des Sharholder Value, seine Abgrenzung und die fundamentalen Unterschiede zum Stakeholder Value und die Erarbeitung der Implikationen die hieraus für die Corporate Governance entstehen.
Die Herausforderung liegt hierbei zum einen in der anforderungsgerechten Auswahl der Grundlagen zum Verständnis dieses Themas und zum anderen gibt es in der einschlägigen Literatur eine sehr große Bandbreite, welche diese Themenschwerpunkte bedient, was die Auswahl an geeigneter Literatur für dieses Assignment ebenfalls erschwert. Weiterhin erschwert diese Ausarbeitung die Restriktion des zur Verfügung gestellten Rahmens, bei so einem hochinteressanten wie aktuellen Thema, diesen nicht zu überschreiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Problemstellung und Ziel dieser Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen zum Stakeholder Management
2.1 Nachhaltigkeit
2.2 Corporate Governance
2.3 Anspruchsgruppen
3. Der Stakeholder-Value-Ansatz
3.1 Definition
3.2 Geschichtlicher Hintergrund
3.3 Ansätze der Stakeholdertheorie
3.4 Strategische Priorisierung von Stakeholdern
3.4.1 Ermittlung der Anspruchsgruppen
3.4.2 Ermittlung der Relevanz für das Unternehmen
3.4.3 Analyse der Forderungen der Stakeholder
3.4.4 Ableitung der Maßnahmen
4. Der Shareholder-Value-Ansatz
5. Der Vergleich beider Ansätze
6. Entstehende Implikationen für die Corporate Governance
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erörterung des Shareholder-Value-Ansatzes, seine methodische Abgrenzung zum Stakeholder-Value-Konzept sowie die Identifikation der resultierenden Implikationen für eine moderne Corporate Governance.
- Grundlagen der Unternehmensführung (Corporate Governance und Nachhaltigkeit)
- Gegenüberstellung von Shareholder-Value und Stakeholder-Value
- Methodik der strategischen Stakeholder-Priorisierung
- Entwicklungsperspektiven für eine verantwortungsvolle Unternehmenssteuerung
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung in das Thema
„Es ist nicht die stärkste Spezies die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern eher diejenige, die am ehesten bereit ist sich zu verändern“.
Das bekannte Zitat vom Naturwissenschaftler und dem Verfasser der Evolutionstheorie, Charles Robert Darwin (1809 - 1882), zeigt wie wichtig es ist, dynamisch zu sein und sich an Veränderungen anzupassen. Wie so viele Erkenntnisse aus der Natur, kann auch die Aussage dieses Zitats unter anderem im Management eines Unternehmens Anwendung finden. Unternehmen sehen sich heutzutage enormen Aufgaben gegenüber wie z.B. die Globalisierung, die Digitalisierung und auch dem Anspruch der nachhaltigen Geschäftsführung. Ein tiefgreifender Wandel ist hierbei nicht nur mit einer Veränderung von Strukturen, Prozessen und Systemen zu erreichen, sondern erfordert ein grundlegendes Umdenken und Umorientieren der Beteiligten, quasi gilt es den genetischen Code einer Unternehmung zu ändern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Wandels in der Unternehmensführung ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Ausarbeitung.
2. Grundlagen zum Stakeholder Management: Hier werden die relevanten Begriffe Nachhaltigkeit, Corporate Governance und die Bedeutung von Anspruchsgruppen für ein Unternehmen erarbeitet.
3. Der Stakeholder-Value-Ansatz: Dieses Kapitel definiert das Stakeholder-Konzept, beleuchtet dessen Historie und erläutert praxisnahe Instrumente zur strategischen Priorisierung von Stakeholdern.
4. Der Shareholder-Value-Ansatz: Der Fokus liegt hier auf der wertorientierten Unternehmensführung und der Priorisierung der Interessen von Eigenkapitalgebern.
5. Der Vergleich beider Ansätze: Es erfolgt eine kritische Gegenüberstellung der beiden Ansätze unter Berücksichtigung von Effizienz und gesellschaftlicher Verantwortung.
6. Entstehende Implikationen für die Corporate Governance: Dieses Kapitel zeigt auf, wie ein "Sowohl-als-auch-Board-Ansatz" die Anforderungen an moderne Governance-Strukturen verändern kann.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in Richtung einer ganzheitlichen, nachhaltigen Geschäftsführung.
Schlüsselwörter
Stakeholder Management, Shareholder Value, Corporate Governance, Nachhaltigkeit, Unternehmensführung, Anspruchsgruppen, Strategische Priorisierung, Unternehmensethik, Wertorientierung, Relevanzmatrix, Sustainable Development, Unternehmensverantwortung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Gegenüberstellung zweier zentraler Management-Philosophien: dem Shareholder-Value-Ansatz, der auf die Interessen der Anteilseigner fokussiert, und dem Stakeholder-Value-Ansatz, der ein breiteres Spektrum an gesellschaftlichen Interessengruppen einbezieht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind Corporate Governance, nachhaltige Unternehmensführung, das Management von Anspruchsgruppen sowie die methodische Entscheidungsfindung in der Unternehmensführung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die fundamentalen Unterschiede zwischen dem Shareholder- und Stakeholder-Ansatz herauszuarbeiten und die Implikationen für eine zeitgemäße, verantwortungsvolle Corporate Governance aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine systematische theoretische Herleitung, vergleichende Analysen sowie die Anwendung von Modellen zur Stakeholder-Priorisierung (wie z. B. die Relevanzmatrix).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, eine detaillierte Analyse des Stakeholder-Value-Modells, die Erläuterung des Shareholder-Value-Prinzips sowie einen direkten Vergleich dieser Konzepte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Stakeholder Management, Corporate Governance, Nachhaltigkeit, Wertorientierung und strategische Priorisierung charakterisiert.
Wie wird das "St. Galler Vier-Stufen-Modell" im Text eingesetzt?
Es dient als grundlegendes Instrument zur strategischen Priorisierung von Stakeholdern, um deren Relevanz für das Unternehmen strukturiert zu bewerten und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.
Was ist das "Sowohl-als-auch-Board-Ansatz"?
Dies ist ein moderner Governance-Ansatz, der versucht, das traditionelle Entweder-oder-Denken zu überwinden und eine Balance zwischen kurzfristiger Gewinnmaximierung und langfristiger Nachhaltigkeit sowie Legitimität zu schaffen.
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- Wirtschaftsingenieur (M.Eng.) Patrick Kanberger (Author), 2019, Stakeholder Management. New Corporate Governance?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/974092