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Ethik in der Sozialen Arbeit. Zur Thematik Gerechtigkeit und Selbstverständnis für SozialarbeiterInnen

Title: Ethik in der Sozialen Arbeit. Zur Thematik Gerechtigkeit und Selbstverständnis für SozialarbeiterInnen

Term Paper , 2019 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work

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Die Arbeit entstand aus drei thematischen Aufgabenstellungen im Zusammenhang eines Moduls während des Bachelorstudiengangs Sozialer Arbeit zur Thematik "Ethik in der Sozialen Arbeit". Eingegangen wird dabei begrifflich zuerst auf Gerechtigkeit und seine Bedeutung. Anschließen wird das Selbstverständnis als angehende Sozialarbeiterin von mir beleuchtet und diesbezüglich der Ethikkodex und zwei ethische Ansätze (Capability Approach und Care-Ethik) aufgegriffen. Im letzten Teil beschäftige ich mich mit der Beschneidungsdebatte und versuche einen ethischen Blick darauf zu werfen.

Wer sich mit dem Thema Gerechtigkeit befasst, merkt schnell, dass es ziemlich schwer ist, eine exakte Definition zu finden, die so umfangreich ist, dass sie alle Bereiche abdecken könnte. Schon alleine im Alltag läuft uns oftmals der Satz ´das ist ungerecht´ über den Weg. Doch was genau gilt als gerecht oder ungerecht? Wer bestimmt, was Gerechtigkeit ist? Ist es ungerecht, wenn ein Besuch beim Arzt mit langen Wartezeiten verbunden ist und man nicht direkt an die Reihe kommt oder wenn eine Person ausgeschlossen wird oder eher, wenn eine Frau in einem Beruf weniger verdient als ihr männlicher Kollege? Jedes Individuum nimmt diese aufgeführten Situationen anders wahr und somit kann festgestellt werden, dass jedes Individuum ein anderes Verständnis von Gerechtigkeit hat. Unter der Frage, was ist Gerechtigkeit, lohnt es sich also einmal genauer hinzuschauen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Gerechtigkeit?

2. Selbstverständnis SozialarbeiterIn, Ethikkodex und ethische Ansätze (Care-Ethik und Capability Approach)

3. Ethische Debatte: Beschneidung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Verständnis von Gerechtigkeit im Kontext der Sozialen Arbeit zu beleuchten und ethische Handlungsgrundlagen für Fachkräfte zu erarbeiten. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Gerechtigkeitstheorien und ethische Ansätze – insbesondere die Care-Ethik und der Capability Approach – das professionelle Selbstverständnis und den Umgang mit ethischen Dilemmata, wie am Beispiel der Beschneidungsdebatte verdeutlicht, prägen.

  • Grundlagentheorien zur Gerechtigkeit (Aristoteles, Platon, Rawls, Sen, Nussbaum)
  • Berufsethik und die Anforderungen des DBSH-Ethikkodex
  • Das Spannungsfeld zwischen Hilfe, Kontrolle und Tripelmandat
  • Ethische Analyse der Beschneidungsdebatte unter verschiedenen Perspektiven
  • Ableitung professioneller Handlungskompetenzen für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

1. Was ist Gerechtigkeit?

Wer sich mit dem Thema Gerechtigkeit befasst, merkt schnell, dass es ziemlich schwer ist eine exakte Definition zu finden, die so umfangreich ist, dass sie alle Bereiche abdecken könnte. Schon alleine im Alltag läuft uns oftmals der Satz ´das ist ungerecht´ über den Weg. Doch was genau gilt als gerecht oder ungerecht? Wer bestimmt was Gerechtigkeit ist? Ist es ungerecht, wenn ein Besuch beim Arzt mit langen Wartezeiten verbunden ist und man nicht direkt an die Reihe kommt oder wenn eine Person ausgeschlossen wird oder eher, wenn eine Frau in einem Beruf weniger verdient als ihr männlicher Kollege? Jedes Individuum nimmt diese aufgeführten Situationen anders wahr und somit kann festgestellt werden, dass jedes Individuum ein anderes Verständnis von Gerechtigkeit hat. Unter der Frage, was ist Gerechtigkeit, lohnt es sich also einmal genauer hinzuschauen. Jedoch können nicht alle Aspekte betrachtet werden, da das Thema zu umfangreich und komplex ist.

Eine wichtige Voraussetzung, um sich mit dem Thema Gerechtigkeit auseinanderzusetzen, ist die Erkenntnis, die ebenfalls von A. Sen und J. Rawls ergründet wurde, dass jeder Mensch nach Gerechtigkeit strebt und immer streben wird (Vgl. Rommerskirchen 2015, S.214/227). Ohne diese Voraussetzung wäre Gerechtigkeit kein relevantes Thema für die Gesellschaft.

Doch mit dem Thema Gerechtigkeit wird sich schon seit der Antike befasst. Um sich dem Thema Gerechtigkeit jedoch in einem ersten Schritt anzunähern wäre vor allem ein Blick auf den klassischen Grundsatz „summ suique“ von Ulpian hilfreich. Diesem Grundsatz wird universelle Gültigkeit zugesprochen und bedeutet so viel wie, jede Person solle „das Seine“ oder „Ihre“ erhalten, also erhalten was dieser zustehe (vgl. Thole 2012, S.298). Dieser Grundsatz ist in seiner Aussage wohl richtig und einfach zu verstehen, aber ausreichend ist er meiner Meinung nach nicht. Der Grundsatz vernachlässigt die Grenzen von Gerechten und Ungerechten. A. Sen, der überzeugt von dem allgemeinen Streben nach Gerechtigkeit ist, verdeutlicht, dass diese Grenzen von Gerechten und Ungerechten verschiedene Variablen besitzen und es sehr viele verschiedene Denkweisen über Gerechtigkeit gibt, die auf unterschiedlichste Weisen erklärt werden können (Vgl. Rommerskirchen 2015, S.227). Welche Forderungen in welchem Kontext als gerecht gelten sollen, ist grundsätzlich umstritten und immer eine Frage der ethischen Perspektive verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Gerechtigkeit?: Dieses Kapitel untersucht die Komplexität des Gerechtigkeitsbegriffs und analysiert klassische sowie moderne Gerechtigkeitstheorien von Philosophen wie Platon, Aristoteles, John Rawls und Amartya Sen.

2. Selbstverständnis SozialarbeiterIn, Ethikkodex und ethische Ansätze (Care-Ethik und Capability Approach): Hier wird das professionelle Selbstverständnis der Sozialen Arbeit im Kontext des Tripelmandats sowie die Anwendung ethischer Richtlinien des DBSH und spezifischer Ansätze wie der Care-Ethik und des Capability Approach dargelegt.

3. Ethische Debatte: Beschneidung: Dieses Kapitel widmet sich der Anwendung der zuvor erläuterten ethischen Perspektiven auf das kontroverse Thema der Beschneidung von Jungen und arbeitet die resultierenden ethischen Dilemmata heraus.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Gerechtigkeit, Ethik, Selbstverständnis, Tripelmandat, Care-Ethik, Capability Approach, Beschneidung, Kindeswohl, Menschenrechte, Berufsethik, DBSH, Diskurs, Handlungsfähigkeit, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Fundierung des beruflichen Handelns in der Sozialen Arbeit, insbesondere unter dem Aspekt der Gerechtigkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind Gerechtigkeitstheorien, das professionelle Selbstverständnis (Tripelmandat), der Ethikkodex des DBSH sowie ethische Ansätze wie die Care-Ethik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Reflexion über ein gerechtes Handeln in der Sozialen Arbeit und die Anwendung ethischer Theorien auf praktische Dilemmata.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur und philosophischen Gerechtigkeitstheorien zur fundierten Begründung professioneller Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Gerechtigkeit, eine Erläuterung des sozialarbeiterischen Ethikverständnisses und eine ethische Analyse der Beschneidungsdebatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Gerechtigkeit, Ethik, Tripelmandat, Care-Ethik, Capability Approach und Kindeswohl.

Wie unterscheidet sich die advokatorische Ethik in der Beschneidungsdebatte?

Sie fokussiert auf das Prinzip der Menschenwürde und die Rechte mündiger Eltern gegenüber dem unmündigen Kind, wobei sie die Beschneidung oft als integralen Bestandteil der Erziehung rechtfertigt.

Welche Rolle spielt die Care-Ethik bei der Bewertung der Beschneidung?

Sie betont die achtsame Zuwendung und das aktive Eingreifen der Eltern zum Wohl des Kindes, anstatt Autonomie als absolutes, bereits vorhandenes Recht zu postulieren.

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Details

Title
Ethik in der Sozialen Arbeit. Zur Thematik Gerechtigkeit und Selbstverständnis für SozialarbeiterInnen
College
University of Vechta
Course
Ethik
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
21
Catalog Number
V964868
ISBN (eBook)
9783346315601
ISBN (Book)
9783346315618
Language
German
Tags
Ethik Selbstverständnis Soziale Arbeit Capability Approach Care-Ethik Beschneidungsdebatte Ethikkodex
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Ethik in der Sozialen Arbeit. Zur Thematik Gerechtigkeit und Selbstverständnis für SozialarbeiterInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/964868
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