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Über die Normen des Textmediums "mittelalterliche Handschrift"

Untersuchungen am Beispiel des Nibelungenliedes

Titel: Über die Normen des Textmediums "mittelalterliche Handschrift"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Mittelalterliche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll das Textmedium ‚mittelalterliche Handschrift‘ mit all ihren Spezifikationen untersucht werden sowie ermittelt werden soll, ob es ein Möglichkeitsspektrum innerhalb dieser Normen gibt, wie breit gefächert es ist und wie es, falls vorhanden, zu rechtfertigen ist. Als Untersuchungsobjekt sollen die drei vorgestellten Handschriften des Nibelungenliedes dienen, die mit einem Abstand von nur wenigen Jahren bis Jahrzehnte zueinander im Alpenraum entstanden sind, jedoch trotz ihrer Ähnlichkeiten hinsichtlich der Gestaltung auch teils erhebliche Unterschiede aufweisen.

Handschriften gelten als das einschlägige Medium des Mittelalters. Zunächst auf Papyrus, später auf Pergament und schließlich auf Papier mit Hilfe von Feder und Tinte verfasst, sind heute zahlreiche Handschriften in Form von Kodizes überliefert. Genauso wie es Briefe und andere Dokumente tun, folgen auch mittelalterliche Handschriften bestimmten Richtlinien, anhand derer sie dem Medium der Handschrift überhaupt zuzuordnen sind. Ob es das Seitenlayout, der Schreib- und Beschreibstoff oder die Bebilderung ist: Diese "Normen", sollen anhand der drei bekanntesten uns überlieferten Handschriften des Nibelungenliedes untersucht und festgestellt werden.

Doch wer oder was legt diese Normen fest und wie streng sind diese? Welche Freiheiten gibt es innerhalb dieser Normen, sodass es vorkommen kann, dass auch Handschriften, die in ihrer Gestalt teilweise voneinander abweichen, trotzdem einer Kategorie zugeordnet werden können?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Nibelungensage und ihre Handschriften

2.1 Die geographische Einordnung der Handschriften

2.2 Die chronologische Einordnung der Handschriften

3. Die Normen mittelalterlicher Handschriften

3.1 Das Beschreibmaterial

3.2 Format und Layout

3.3 Das Schreibmaterial

3.4 Die künstlerische Gestaltung

3.5 Die Bindung

4. Ein Vergleich der drei Nibelungenhandschriften

4.1 Das äußere Erscheinungsbild

4.2 Der Blick in die Handschriften

4.3 Die Textaufbereitung

5. Schluss

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Textmedium der mittelalterlichen Handschrift am Beispiel dreier bekannter Überlieferungen des Nibelungenliedes (Handschriften A, B und C). Das primäre Ziel ist es, die vorherrschenden Normen des Herstellungsprozesses zu identifizieren und zu analysieren, inwieweit diese einen Spielraum für individuelle Abweichungen in der Gestaltung zulassen.

  • Kodikologische Grundlagen mittelalterlicher Handschriften
  • Vergleichende Analyse der drei Nibelungenhandschriften A, B und C
  • Materialität und Herstellungsprozesse (Pergament, Tinte, Schreibwerkzeuge)
  • Formale Gestaltungskriterien wie Layout, Schriftart und künstlerische Verzierungen
  • Bindungstechniken und Erhaltungszustände der Manuskripte

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Beschreibmaterial

Die uns vorliegenden Handschriften des Nibelungenliedes stammen allesamt aus dem 13. Jahrhundert und somit aus der Übergangszeit vom Hoch- zum Spätmittelalter um 1250. Vom 8. bis in das 15. Jahrhundert galt Pergament als primärer Beschreibstoff in Europa. Entsprechend sind auch die drei Handschriften A, B und C des Nibelungenliedes nachweislich auf Pergament überliefert.19

Der Beschreibstoff Pergament wird in einem komplexen, „sich drei bis sechs Wochen hinziehenden Herstellungsprozess“ aus der Tierhaut von Ziege, Schaf oder Kalb gewonnen.20 Im Falle der drei Nibelungenhandschriften handelt es sich vermutlich um die Haut kleinerer Schafe.21 Das Ergebnis des langwierigen Herstellungsprozesses ist ein etwas gelbliches, widerstandsfähig[es] und haltbar[es], gleichzeitig jedoch geschmeidig[es] Material.22

Da es sich jedoch bei dem Beschreibmaterial um bearbeitete Tierhaut handelt, ist zu schlussfolgern, dass es nicht unendlich dehnbar ist, sodass die mögliche maximale Größe der Beschreibfläche vorgegeben ist. So lassen sich die einzelnen Blätter auf ein maximales Maß von etwa 70 mal 90 cm dehnen.23 Bedacht werden muss außerdem, dass die beste Qualität lediglich das zentrale Mittelstück der Haut bietet.24 Je größer die Bedeutung des Schriftstückes war, desto qualitativ hochwertiger sollte auch das Pergament sein, wie es etwa bei Bibeln der Fall war.25 Weniger Qualität erforderten hingegen beispielsweise Rechnungen oder andere private Verschriftlichungen, für die daher Pergament aus Haut der Extremitäten ausreichte.26

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der mittelalterlichen Handschriften und stellt die drei relevanten Nibelungenhandschriften A, B und C als Untersuchungsobjekte vor.

2. Die Nibelungensage und ihre Handschriften: Dieses Kapitel ordnet die Nibelungensage historisch ein und betrachtet die geographische sowie chronologische Herkunft der drei zentralen Handschriften.

3. Die Normen mittelalterlicher Handschriften: Hier werden die allgemeinen kodikologischen Normen des 13. Jahrhunderts erläutert, die von Material, Layout, Schreibgeräten, künstlerischer Ausschmückung bis hin zur Bindung reichen.

4. Ein Vergleich der drei Nibelungenhandschriften: Das Kapitel führt einen direkten Vergleich der drei Handschriften durch, wobei äußeres Erscheinungsbild, Inhalt und die spezifische Textaufbereitung gegenübergestellt werden.

5. Schluss: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, dass Unterschiede zwischen den Handschriften innerhalb der bestehenden Normen des Herstellungsprozesses zu verorten sind.

Schlüsselwörter

Nibelungenlied, mittelalterliche Handschrift, Kodikologie, Pergament, Schreibmaterial, Textualis, Rubrizierung, Buchbinderei, Überlieferungsgeschichte, Paläographie, Manuskriptanalyse, Handschrift A, Handschrift B, Handschrift C, Buchherstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der materiellen Beschaffenheit und den Normen von mittelalterlichen Handschriften, wobei die drei Haupthandschriften des Nibelungenliedes als Fallbeispiele dienen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf den Materialien (Pergament, Tinte), dem Layout, der künstlerischen Gestaltung sowie den Bindungstechniken, die im 13. Jahrhundert für solche Werke üblich waren.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, woraus sich die geltenden Normen für mittelalterliche Handschriften ergeben und inwieweit diese einen Spielraum für die deutlichen Unterschiede zwischen den untersuchten Manuskripten lassen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor nutzt eine kodikologische Analyse und vergleicht dazu die verfügbaren Digitalisate der drei Nibelungenhandschriften hinsichtlich ihrer physischen Spezifikationen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst die allgemeinen Normen des 13. Jahrhunderts dargelegt und anschließend die drei Nibelungenhandschriften im direkten Vergleich auf ihre Gestaltung und Textaufbereitung hin untersucht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Nibelungenlied, Kodikologie, Pergamentherstellung, Rubrizierung, mittelalterliche Handschriften und die vergleichende Analyse der Handschriften A, B und C.

Warum weichen die Handschriften A, B und C trotz gleicher Normen voneinander ab?

Die Unterschiede ergeben sich laut Autor innerhalb des „Spielraums der Normen“, beeinflusst durch Materialverfügbarkeit, Praktikabilität, individuelle Traditionen und möglicherweise auch durch Auftraggeberwünsche.

Welche Rolle spielt das verwendete Pergament für die Handschriften?

Das Pergament war als teurer Grundstoff maßgeblich für das Format, die Qualität und auch für die Einteilung in ein- oder zweispaltige Textabschnitte verantwortlich.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Über die Normen des Textmediums "mittelalterliche Handschrift"
Untertitel
Untersuchungen am Beispiel des Nibelungenliedes
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V961956
ISBN (eBook)
9783346310170
ISBN (Buch)
9783346310187
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nibelungenlied Nibelungenhanschrift Mittelalter mittelalterliche Handschrift Handschrift Normen Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Über die Normen des Textmediums "mittelalterliche Handschrift", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/961956
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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