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Die Pluralisierung des Wissens in der Postmoderne. Chancen und Grenzen für den Bildungsbereich

Title: Die Pluralisierung des Wissens in der Postmoderne. Chancen und Grenzen für den Bildungsbereich

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1

Autor:in: Moritz Ebenführer (Author)

Sociology - Knowledge and Information

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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Pluralisierung des Wissens in der Postmoderne und die sich dadurch ergebenden Chancen und Grenzen für einen bildenden Umgang mit Wissen. Zunächst werden in der Einleitung die wichtigsten Konzepte und Arbeitshypothesen vorgestellt, auf deren Grundlage diese Arbeit fußt.

Eine Vorannahme bzw. These, die dieser Arbeit zugrunde liegt, ist Francois Lyotard (1979) entnommen. In dem Essay „Das Postmoderne Wissen – Ein Bericht“ geht er davon aus, dass das Wissen in der selben Zeit, in der die Gesellschaften in das sogenannte postindustrielle und die Kulturen in das sogenannte postmoderne Zeitalter eintreten, seinen Status wechselt.

Im ersten Kapitel soll die von Lyotard (1979) postulierte Transformation des Status und der damit einhergehende postmoderne Zustand von Wissen im Hinblick auf zwei Leitfragen genauer beschrieben werden. Was bedingt die Transformation? Wohin führt die Transformation?

Die erste Frage wird im Hinblick auf die in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts neu aufgekommenen Technologien beantwortet. Nach Lyotard (1979) betreffen technologische Transformationen die beiden hauptsächlichen Funktionen des Wissens: die Forschung und die Übermittlung der Erkenntnisse und verändern diese. Die zweite Frage zielt auf den aktuellen Zustand der Gesellschaft in hoch entwickelten Staaten ab. Hierfür wird Noldas (2001) Konzept der Wissensgesellschaft aufgegriffen, welches von der wachsenden Bedeutung des Wissens als Ressource und Basis sozialen Handelns ausgeht und die Pluralisierung des Wissens thematisiert. In diesem Kapitel kommen Heterogenität, Pluralisierung und marktkonforme Nutzbarmachung als Strukturmerkmale postmodernen Wissens erstmals in den Blick und werden anhand von Beispielen sichtbar gemacht. Abschließend wird unter Rückgriff auf die Konzeption des "situierten Wissens" in Anschluss an Donna Haraway (1996) eine feministische Perspektive auf das Wissen aufgegriffen und diese wegen ihrer inhärenten Veränderung für das Welt- Fremd- und Selbstverständnis für den Bildungsbereich fruchtbar gemacht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Postmodernes Wissen, eine Transformation.

2. Das soziokulturelle Wissen, Versuch einer gesellschafts- und machtkritischen Perspektive

3. Situiertes Wissen – ein Alternativkonzept

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den gewandelten Stellenwert und die neue Struktur von Wissen in der postmodernen Wissensgesellschaft sowie deren Implikationen für pädagogische Bildungs- und Erkenntnisprozesse unter Berücksichtigung feministischer Epistemologien.

  • Die Transformation des Wissensbegriffs in der Postmoderne.
  • Die Verflechtung von Macht, Wissen und gesellschaftlicher Legitimation.
  • Die Relevanz des soziokulturellen Wissensverständnisses für Bildungsprozesse.
  • Das feministische Konzept des situierten Wissens nach Donna Haraway.
  • Die Verantwortung des Einzelnen für die Gestaltung und Verarbeitung von Wissen.

Auszug aus dem Buch

3. Situiertes Wissen – ein Alternativkonzept

Im Eingang dieses Kapitels sollen die Grundlagen einer feministischen Sichtweise auf das Wissen und das sich daraus ergebende Paradigma des situierten Wissens kurz erklärt werden, um im Anschluss die Besonderheiten der Konzeption von Donna Haraway zu thematisieren, die daran theoretisch anknüpkt. Darüber hinaus wird versucht, Haraways Konzeption in ein Verhältnis zu einem bildenden Umgang mit Wissen, entsprechend einer Veränderung von Welt- Fremd- und Selbstverhältnissen, zu setzen.

Die feministische Erkenntnistheorie rückt die Frage, über wessen Erkenntnis, wenn über Wissen und Wissenschaft gesprochen wird, in eine zentrale analytische Position. Damit stellen sich feministische Perspektiven gegen all jene erkenntnistheoretischen Positionen, die von der sozialen und kulturellen Situiertheit der Wissenssubjekte abstrahieren und Erkenntnis und Wissen jenseits von Körperlichkeit und Geschichtlichkeit, von Macht- und Herrschaftsverhältnissen thematisieren. (Singer 2008, 292).

Die These von der Situiertheit des Wissens besagt, dass Wissenschaften von konkreten, empirischen Subjekten produziert werden, deren Wahrnehmung keine unvermittelte sein kann (293). Das bedeutet, dass sich Wahrnehmung (die sich in wissenschaftlichen Erkenntnissen niederschlägt) notwendigerweise aus einer „bestimmten Denksozialisation“ heraus ergibt (ebd.). Diese bildet den Kontext, in dem sich bestimmte Interessen, Weltbilder, körperliche Verfasstheit und technologische Mittel wiederspiegeln. „Dementsprechend ist auch das produzierte wissenschaftliche Wissen als situiert und kontextabhängig zu verstehen. Unterschiedliche Denk- und Gesellschaftsverhältnisse, kulturelle Traditionen, soziale Umwelten und natürliche Bedingtheiten, haben unterschiedliche wissenschaftliche Interessen und Wissensformationen zur Folge“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Postmodernes Wissen, eine Transformation.: Das Kapitel analysiert den Wandel des Wissensstatus infolge technologischer Entwicklungen und die daraus resultierende Legitimationskrise, weg von großen Erzählungen hin zur Pluralisierung.

2. Das soziokulturelle Wissen, Versuch einer gesellschafts- und machtkritischen Perspektive: Hier wird Wissen als Teil gesellschaftlicher Praktiken dargestellt, wobei die enge Verschränkung von Wissen, Macht und Normbildung im Zentrum steht.

3. Situiertes Wissen – ein Alternativkonzept: Dieses Kapitel stellt das feministische Konzept Donna Haraways vor, das Wissensansprüche als kontextgebunden betrachtet und eine politisch-ethische Verantwortung bei der Wissensbildung einfordert.

4. Schlussbemerkungen: Die Arbeit resümiert, dass Wissen in der Postmoderne pluralistisch und machtvoll verwoben ist, wodurch ein mündiger, verantwortungsvoller Umgang zur zentralen Bildungsaufgabe wird.

Schlüsselwörter

Wissensgesellschaft, Postmoderne, Transformation, Situiertes Wissen, Macht, Bildungsprozesse, Feministische Epistemologie, Pluralisierung, Legitimationskrise, Subjektivität, Donna Haraway, soziokulturelles Wissen, Wissensmanagement, Objektivität, soziale Praktiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Struktur und Bedeutung von Wissen in unserer heutigen postindustriellen bzw. postmodernen Gesellschaft verändert hat und was dies für unser Verständnis von Bildung bedeutet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Transformation des Wissensbegriffs, der machtkritischen Analyse von Wissen, der feministischen Wissenskonzeption sowie der Verbindung von Wissen und Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Wissen kein objektives Gut ist, sondern als ein komplexer, von Machtinteressen durchzogener Prozess verstanden werden muss, für den wir persönlich Verantwortung übernehmen sollten.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Die Arbeit stützt sich primär auf postmoderne Zeitdiagnosen wie die von Jean-François Lyotard sowie auf feministische Epistemologien, insbesondere das Konzept des „situierten Wissens“ von Donna Haraway.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Transformation von Wissen in der Moderne, die Erörterung des soziokulturellen Wissensverständnisses und die Vorstellung einer alternativen feministischen Perspektive auf Erkenntnis.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Wissensgesellschaft, Machtstrukturen, situierte Erkenntnis, Pluralisierung und die kritische Reflexion von Wissensansprüchen im Bildungskontext.

Inwiefern beeinflusst Technik die Natur unseres Wissens?

Die Arbeit verdeutlicht, dass neue Technologien Wissen in „Informationsquantitäten“ übersetzen, wodurch Aspekte, die nicht maschinell übersetzbar sind, vernachlässigt werden könnten.

Was bedeutet „situiertes Wissen“ nach Donna Haraway?

Situiertes Wissen bedeutet, dass Erkenntnis niemals neutral oder kontextfrei ist, sondern immer von einem bestimmten, durch soziale und kulturelle Umstände geprägten Standpunkt aus entsteht.

Warum ist Bildung heute mehr als reine Wissensaneignung?

Bildung wird in der Arbeit als Prozess der Transformation von Welt- und Selbstverhältnissen definiert, der weit über das bloße Sammeln von Informationen hinausgeht und einen kritischen Umgang mit Wissen erfordert.

Wie ist das Verhältnis von Wissen und Macht in der Arbeit definiert?

Wissen und Macht werden als untrennbar angesehen; Macht produziert Wissen und Wissen legitimiert wiederum Machtstrukturen, weshalb die Wissensfrage stets eine Frage nach gesellschaftlicher Teilhabe und Gerechtigkeit ist.

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Details

Title
Die Pluralisierung des Wissens in der Postmoderne. Chancen und Grenzen für den Bildungsbereich
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Moritz Ebenführer (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V961952
ISBN (eBook)
9783346310408
ISBN (Book)
9783346310415
Language
German
Tags
Postmoderne Wissen Situiertes Wissen Lyotard Bildung Wissensbegriff
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Ebenführer (Author), 2018, Die Pluralisierung des Wissens in der Postmoderne. Chancen und Grenzen für den Bildungsbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/961952
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