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Glasmetaphorik in E. T. A. Hoffmanns Nachtstück „Der Sandmann“

Title: Glasmetaphorik in E. T. A. Hoffmanns Nachtstück „Der Sandmann“

Term Paper , 2013 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lauretta Fontaine (Author)

German Studies - Modern German Literature

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In E. T. A. Hoffmanns Nachtstück „Der Sandmann“, das im Jahre 18162 in der Epoche der Romantik entstand, finden sich gläserne Objekte wieder, die sich insbesondere auf die visuellen Aspekte fokussieren. Doch wie gelingt es Hoffmann, diese Objekte in seiner Erzählung als bedeutungstragende Elemente einzusetzen? Anhand der Erzählung „Der Sandmann“ von Hoffmann und einigen theoretischen Ansätzen in Bezug auf die Verwendung von Glas in der Literatur sowie der Thematik des Voyeurismus, die eng mit dem Fensterblick in Verbindung steht, soll diesen und weiteren Fragen im Verlauf der Arbeit nachgegangen werden.

Glas ist seit dem 19. Jahrhundert eines der alltäglichsten und erstaunlichsten Materialien. Es besticht insbesondere durch seine Vielfältigkeit und Zeitlosigkeit. Ihm lassen sich zahlreiche Eigenschaften wie Kälte, Glätte und Lichtdurchlässigkeit zuschreiben. Es ist in der Lage, Räume voneinander zu trennen und gleichzeitig durch seine Transparenz eine optische Verbindung herzustellen. Auch in der Literatur findet das Material zahlreiche Ausprägungen und spielt insbesondere auf der metaphorischen Ebene eine große Rolle. Es taucht narrativ zumeist in Form von Objekten wie beispielsweise Fenstern, Spiegeln, Schaufenstern oder optischen Hilfsmitteln wie Brillen oder Ferngläsern auf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangssituation

1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

2. „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann

2.1 Der Autor und sein Werk

2.2 Genre und Epoche

2.3 Charaktere und Inhalt

2.4 Das Material Glas und seine literarische Funktion

3. Glasmetaphorik in dem Nachtstück „Der Sandmann“

3.1 Das Perspektiv

3.2 Die Glasaugen der Olimpia

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Glasmetaphorik in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“. Ziel ist es aufzuzeigen, wie optische Medien wie Brillen, Fernrohre und Glasaugen nicht nur als Handlungsgegenstände fungieren, sondern als Instrumente der Wahrnehmungsverzerrung maßgeblich zum psychologischen Verfall des Protagonisten Nathanael beitragen und die Grenze zwischen Realität und Wahn auflösen.

  • Einfluss optischer Medien auf die Wahrnehmung des Protagonisten
  • Die Funktion von Glas als Medium der Distanz und Isolation
  • Symbolik der Glasaugen im Kontext der Figur Olimpia
  • Verbindung von Voyeurismus und technischer Vermittlung der Sicht

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Perspektiv

Das Perspektiv spielt in dem Nachtstück „Der Sandmann“ eine entscheidende Rolle im Hinblick auf die Funktion des Materials Glas als Handlungselement in der Literatur. Die Dämonisierung Nathanaels richtet sich an Objekten an, die mit dem Sehen zu tun haben: „Brillen, Ferngläser, lebendige und auch tote Augen.“ Nathanael entscheidet sich konsequent für die falsche Perspektive und das „letzten Endes mit einem ,Perspektiv‘“, so der Germanist Klaus Deterding. Bevor das Perspektiv in der Erzählung auftaucht, berichtet Nathanael, wie er das erste Mal auf Olimpia aufmerksam wird: „Neulich steige ich die Treppe herauf und nehme wahr, dass die sonst eine Glastüre dicht vorgezogene Gardine zur Seite einen kleinen Spalt lässt. Selbst weiß ich nicht, wie ich dazu kam, neugierig durchzublicken.“ Es scheint so, als sei Nathanael von einer unsichtbaren Kraft getrieben, Olimpia zu erblicken. Die Beschreibung des Blickes durch die Gardine ähnelt der anfänglichen Beschreibung seines nächtlichen Versuches, den Sandmann zu enttarnen. Auch dort beobachtet er das Geschehen durch einen Gardinenspalt: „Schnell war ich hinein und hinter die Gardine, die einem gleich neben der Tür stehenden Schrank, worin meines Vaters Kleider hingen, vorgezogen war.“ Nathanael befindet sich in beiden Fällen in der Position des Voyeurs, die nach Kremer narzisstisch und erotisch besetzt ist. Diese Begegnung mit Olimpia ist jedoch weniger erotisch besetzt, da Nathanael „ganz unheimlich“ wird, als sie genauer betrachtet. Er beschreibt, dass „ihre Augen etwas Starres, [...] beinahe, keine Sehkraft [hatten], es war so, als schließe sie mit offenen Augen.“ Nathanaels Blick kann jedoch durchaus als voyeuristisch bezeichnet werden, da es sich nach Kremer beim Voyeurismus um das Beobachten einer sich unbeobachtet fühlenden Person handelt und Olimpia Nathanael nicht zu bemerken scheint. Glas sorgt in dieser Szene zwar für eine räumliche Trennung zwischen den Akteuren, durch seine Transparenz legt es jedoch alles Sichtbare dar. Nathanael überwindet somit Innerhofer das Materielle und blickt auf das was dahinter liegt, ohne es fassen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Glasmetaphorik und Darlegung des Forschungsinteresses sowie des strukturellen Aufbaus der Arbeit.

2. „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann: Biografische Einordnung des Autors, literaturgeschichtliche Verortung in der Schwarzen Romantik und Analyse der zentralen Handlungsstränge sowie der Rolle des Glases als literarischem Material.

3. Glasmetaphorik in dem Nachtstück „Der Sandmann“: Detaillierte Untersuchung der Wirkung optischer Instrumente wie des Perspektivs und der symbolischen Bedeutung von Olimpias Glasaugen auf Nathanaels psychischen Zustand.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur ambivalenten Rolle des Glases als Medium zwischen Distanz und Nähe sowie dessen Einfluss auf die Realitätswahrnehmung.

Schlüsselwörter

Glasmetaphorik, E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, Optische Medien, Perspektiv, Voyeurismus, Romantik, Olimpia, Automaten, Wahrnehmung, Identität, Glasaugen, Wahnsinn, Spiegelsymbolik, Nachtstück.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Verwendung von Glas als zentrales Metapher- und Handlungselement in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ und untersucht dessen Einfluss auf das Wahrnehmungsgeschehen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Zentrale Themen sind die psychologische Wirkung optischer Geräte, das Motiv des Voyeurismus, der Gegensatz von lebendigen und toten Augen sowie die mediale Vermittlung von Realität.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit fragt danach, wie Glas als bedeutungstragendes Element eingesetzt wird, um Nathanaels psychischen Verfall darzustellen und die Grenzen seiner Wahrnehmung zu manipulieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die den Primärtext mit theoretischen Ansätzen zur Glasmetaphorik und medientheoretischen Konzepten verbindet.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse spezifischer Textpassagen, in denen optische Instrumente wie Brillen und das Perspektiv sowie die künstliche Figur Olimpia als Auslöser für Nathanaels Wahn fungieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Begriffe wie Glasmetaphorik, Voyeurismus, Wahrnehmung, Perspektiv und Identitätsauflösung prägen die wissenschaftliche Untersuchung.

Welche besondere Bedeutung hat das Perspektiv für den Protagonisten?

Das Perspektiv fungiert als gefährliches Instrument, das Nathanaels Sehkraft zwar optisch schärft, aber seine Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Realität und Halluzination trügt und ihn in die Isolation treibt.

Was symbolisieren die Glasaugen der Olimpia?

Die Glasaugen stehen für die Seelenlosigkeit des Automaten Olimpia und spiegeln Nathanaels eigene Projektionen wider, wodurch sie zur zentralen Metapher für seine Entfremdung und den Verlust der Realitätsprüfung werden.

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Details

Title
Glasmetaphorik in E. T. A. Hoffmanns Nachtstück „Der Sandmann“
College
University of Bonn
Grade
1,3
Author
Lauretta Fontaine (Author)
Publication Year
2013
Pages
25
Catalog Number
V958729
ISBN (eBook)
9783346304018
ISBN (Book)
9783346304025
Language
German
Tags
ETA Hoffmann Hoffmann Nachtstück Der Sandmann Glas Glasmetaphorik Schwarze Romantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lauretta Fontaine (Author), 2013, Glasmetaphorik in E. T. A. Hoffmanns Nachtstück „Der Sandmann“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/958729
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