Die folgende Arbeit befasst sich mit drei Aspekten, die in der biologischen Psychologie von großer Bedeutung sind.
Im ersten Abschnitt werden Aufbau und Funktion des Nervensystems, insbesondere der Unterschied zwischen somatischem und vegetativen Nervensystem, erklärt und kurz dargelegt. Im nächsten Abschnitt widmet sich die Autorin dem Hormonsystem selbst,
insbesondere der Funktion verschiedener Hormone, welche von der Hypophyse produziert werden. Der letzte Abschnitt der Arbeit befasst sich schließlich mit dem Prinzip des sogenannten Neurofeedbacks und dessen Anwendung.
Inhaltsverzeichnis
Unterschied zwischen dem somatischen und negativen Nervensystem
Funktion von vier ausgewählten Hypophysenhormonen
Ptinzip und Anwendungsmöglichkeiten von Neurofeedback
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den physiologischen Grundlagen der biologischen Psychologie, insbesondere den Differenzierungen innerhalb des Nervensystems, der hormonalen Steuerung durch die Hypophyse sowie den therapeutischen Anwendungspotenzialen des Neurofeedbacks.
- Differenzierung zwischen somatischem und vegetativem Nervensystem
- Physiologische Aufgaben der Hypophyse und ausgewählter Hormone (ADH, ACTH, Oxytozin, LTH)
- Grundlagen des Neurofeedbacks und dessen messbare neuronale Rückkopplung
- Klinische Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere bei ADHS und in der Forensik
Auszug aus dem Buch
Ptinzip und Anwendungsmöglichkeiten von Neurofeedback
Zunächst ist ein Unterscheiden zwischen Biofeedback und Neurofeedback sinnvoll. Generell ist Biofeedback die autonom, also unwillkürliche Rückmeldung des Körpers auf äußere Einflüsse. Dies können beispielsweise Temperaturänderungen, Muskelanspannungen oder Schweißproduktion sein, also physiologische periphere Reaktionen auf äußere Einflüsse. Neurofeedback hingegen ist die neuronale Rückmeldung, also die Gehirnaktivität, welche am Elektroenzephalogramm (EEG) in Form von Ausschlägen sichtbar ist. Die vielen Informationen aus der Umwelt werden vom Gehirn stetig verarbeitet. So entsteht eine Art Grundrauschen im Gehirn. Basierend darauf müssen wichtige Informationen gefiltert werden, was eine Einteilung in unterschiedliche Erregungslevel erforderlich macht, um Handlungen, Emotionen und das Denken und Verhalten im Allgemeinen beeinflusst. Diese Aufgabe des Gehirns erfordert eine enorme Arbeit, welche größtenteils unbewusst verläuft. Das Ziel des Neurofeedbacks ist es, diese unbewussten Vorgänge des Gehirns bewusst kontrollierbar zu machen, sodass etwaige Störungen dieser automatisierten Regulierung des Gehirns ausgeglichen bzw. reduziert werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
Unterschied zwischen dem somatischen und negativen Nervensystem: Dieses Kapitel erläutert die anatomische und funktionelle Trennung zwischen dem somatischen System, welches für die Interaktion mit der Umwelt und bewusste Motorik zuständig ist, und dem vegetativen Nervensystem, das primär innere Körperprozesse reguliert.
Funktion von vier ausgewählten Hypophysenhormonen: Hier werden die Wirkungsweisen von ADH, ACTH, Oxytozin und LTH beschrieben, die eine zentrale Rolle bei der Koordination autonomer Körperfunktionen, der Stressreaktion und sozialen Bindungsprozessen spielen.
Ptinzip und Anwendungsmöglichkeiten von Neurofeedback: Der abschließende Teil erklärt, wie durch die Messung von Gehirnwellen mittels EEG und gezieltes Frequenzbandtraining eine bewusste Kontrolle über neuronale Zustände erlangt werden kann, um pathologische Zustände oder Stress zu behandeln.
Schlüsselwörter
Biologische Psychologie, Nervensystem, Hypophyse, Neurofeedback, EEG, ADH, ACTH, Oxytozin, Prolaktin, Frequenzbandtraining, Gehirnwellen, ADHS, Forensische Psychophysiologie, Hormone, Somatisches Nervensystem
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt zentrale Aspekte der Biologischen Psychologie, unterteilt in die Funktionsweise des peripheren Nervensystems, die hormonale Regulation durch die Hypophyse sowie die neurophysiologischen Grundlagen und Therapieanwendungen des Neurofeedbacks.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themenfelder umfassen die Neuroanatomie (somatisches vs. vegetatives Nervensystem), die Endokrinologie (Hypophysenhormone) und die angewandte Neurophysiologie (Neurofeedback-Training).
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel der Arbeit ist es, die grundlegenden Mechanismen des Nervensystems und der Hormonsteuerung zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese Erkenntnisse für therapeutische Verfahren wie das Neurofeedback nutzbar gemacht werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Erklärung herangezogen?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Lehrbücher und Studien im Bereich der Biologischen Psychologie basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung von Nervensystemen, die spezifische Analyse von vier Hypophysenhormonen und die detaillierte Darstellung von Neurofeedback-Techniken und deren Einsatzgebieten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind das somatische und vegetative Nervensystem, Hormonproduktion, EEG-Signale, Frequenzbandtraining und therapeutische Konditionierung.
Welche Hormone werden im Detail betrachtet und warum?
Betrachtet werden ADH, ACTH, Oxytozin und LTH, da diese durch die Hypophyse freigesetzt werden und essenzielle Funktionen bei Wasserhaushalt, Stressantwort, Sozialverhalten und Fortpflanzung innehaben.
Wie kann Neurofeedback bei der Behandlung von ADHS helfen?
Neurofeedback zielt darauf ab, die bei ADHS-Patienten oft zu starke Theta-Aktivität zu senken und die für Konzentration notwendige Beta-Aktivität zu steigern, was eine medikamentenfreie Behandlungsalternative darstellt.
Was versteht man unter der forensischen Psychophysiologie in diesem Kontext?
Es handelt sich um ein Verfahren, bei dem EEG-Signale einer Person bei Konfrontation mit tatortrelevanten Reizen analysiert werden, um durch die Identifikation von Vertrautheitsreaktionen Rückschlüsse auf ein Vorwissen zu einer Straftat zu ziehen.
Welche Bedeutung hat das Darmnervensystem innerhalb des ANS?
Das Darmnervensystem fungiert als „Gehirn des Darms“ und koordiniert Verdauungsvorgänge weitgehend autonom, besitzt jedoch auch Schnittstellen zum Sympathikus und Parasympathikus.
- Arbeit zitieren
- Julia Schierle (Autor:in), 2020, Biologische Psychologie. Nervensystem, Hypophysenhormone und Neurofeedback, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/956122