In dieser Einsendeaufgabe wird ein Mitarbeiterfragebogen entworfen, der die Meinung der Mitarbeiter zu Mobbing und Burnout in der aktuellen Belegschaft abfragen soll, um dem Chef einen aktuellen Überblick über die Mitarbeiterzufriedenheit zu geben.
Das Dienstleistungsunternehmen „Reiser AG“ ist ein erfolgreicher Betrieb in den Bereichen Finanzberatungen und Versicherungsvergleiche. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation und der großen Konkurrenz waren Personalkürzungen im vergangenen Jahr unumgänglich. Da allerdings die aktuelle Werbekampagne neue Kundenanstürme bewirkt hat und die Nachfrageprognosen für die Finanzbranche wieder im positiven Bereich liegen, werden die MitarbeiterInnen künftig wieder mit viel Arbeit und Verkaufsmöglichkeiten konfrontiert sein. Da die Angestellten nach einem variablen Prämiensystem entlohnt werden, ist die Höhe des Einkommens von der Verkaufsleistung abhängig. Aufgrund dieser Tatsache können sich im Unternehmen Einzelkämpfer herauskristallisieren, was wiederum zu Konkurrenzdenken führen kann. Da unsere MitarbeiterInnen die „Reiser AG“ repräsentieren, sind wir fortwährend bemüht ein gutes Klima und Arbeitszufriedenheit zu gewährleisten. Dies bewegt uns dazu die Ist-Situation in den Bereichen „Burnout“ und „Mobbing“ zu erheben um anknüpfend geeignete Präventivmaßnahmen zu ergreifen.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangssituation
2. Fragebogenstudie zum Thema „Burnout“
2.1 Zugrundliegendes Modell
2.2 Ziel und Zielgruppe
2.3 Art der Erhebung
2.4 Beispiel-Items aus dem MBI-Fragebogen
2.5 Gütekriterien
3. Fragebogenstudie zum Thema „Mobbing“
3.1 Zugrundliegendes Model
3.2 Art der Erhebung
3.3 Beispiel-Items aus dem LIPT-Fragebogen
3.4 Gütekriterien
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Ist-Situation innerhalb der „Reiser AG“ bezüglich psychischer Belastungen zu evaluieren, um auf Basis wissenschaftlich fundierter Instrumente präventive Maßnahmen gegen Burnout und Mobbing ableiten zu können.
- Analyse der Arbeitsbelastung und Arbeitszufriedenheit
- Einsatz des Maslach Burnout Inventory (MBI) zur Identifikation von Burnout-Risiken
- Anwendung des Leymann Inventory of Psychological Terror Test (LIPT) zur Erfassung von Mobbing
- Bewertung der Testgütekriterien für die betriebliche Praxis
Auszug aus dem Buch
Gütekriterien
Um eine aussagekräftige Qualität des Tests zu gewährleisten, müssen die drei Hauptgüterkriterien Objektivität, Reliabilität und Validität gewährleistet sein.
Objektivität - die Ergebnisse werden nicht durch Umwelteinflüsse beeinträchtigt und sind, auf Grund der Erhebung mittels Fragebogen, von dem Versuchsleiter bzw. der Versuchsleiterin unabhängig.
Reliabilität - da in der „Reiser AG“ noch keine Vergleichswerte erzielt wurden, sind Testwiederholungen (Retest-Reliabilität) oder Pre-Tests an einer ausgewählten Stichprobe zu empfehlen, um die Reliabilität zu erhöhen. Die Retest-Reliabilität gibt einen Hinweis auf die Stabilität der untersuchten Merkmale.
Validität - Der Test misst was er zu messen vorgibt, nach der klassischen Testtheorie kann jedoch ein Test, der nicht reliabel ist, auch nicht valide sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausgangssituation: Das Kapitel beschreibt das wirtschaftliche Umfeld der „Reiser AG“ und begründet aufgrund von Konkurrenzdruck und leistungsorientierter Entlohnung die Notwendigkeit einer Untersuchung psychischer Belastungsfaktoren.
2. Fragebogenstudie zum Thema „Burnout“: Hier wird das Maslach Burnout Inventory als Messinstrument vorgestellt, dessen Zielsetzung und methodische Struktur erläutert sowie dessen Gültigkeit für das Unternehmen geprüft.
3. Fragebogenstudie zum Thema „Mobbing“: Dieses Kapitel thematisiert Mobbing als Extremform von sozialem Stress und führt den LIPT-Fragebogen zur systematischen Erfassung von Mobbinghandlungen in der Organisation ein.
Schlüsselwörter
Arbeitsgestaltung, Burnout-Syndrom, Mobbing, Maslach Burnout Inventory, MBI, Leymann Inventory of Psychological Terror, LIPT, Arbeitszufriedenheit, Testgütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Früherkennung, Arbeitsbelastung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erhebung der Ist-Situation bezüglich Burnout und Mobbing in einem spezifischen Dienstleistungsunternehmen, um psychische Belastungen am Arbeitsplatz messbar zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeitspsychologie, insbesondere der Früherkennung von Stresssymptomen und destruktiven sozialen Interaktionen im beruflichen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, geeignete Messinstrumente zu identifizieren und deren Anwendung vorzubereiten, um die Mitarbeitergesundheit durch Präventivmaßnahmen zu schützen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit setzt standardisierte Fragebogenverfahren ein, namentlich das Maslach Burnout Inventory (MBI) und den Leymann Inventory of Psychological Terror Test (LIPT).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der beiden Testverfahren, deren theoretische Fundierung, die Art der Erhebung sowie eine kritische Betrachtung der Testgütekriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Burnout, Mobbing, Reliabilität, Validität, Arbeitszufriedenheit und die spezifischen Testinstrumente MBI und LIPT.
Warum wurde das Maslach Burnout Inventory gewählt?
Das MBI ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Instrument zur Erfassung des Burnout-Syndroms und bietet somit eine hohe wissenschaftliche Vergleichbarkeit.
Wie unterscheidet der LIPT-Test Mobbing-Handlungen?
Leymann unterteilt Mobbinghandlungen in fünf spezifische Kategorien, die von Kommunikationsbehinderungen bis hin zu Angriffen auf die körperliche Unversehrtheit reichen.
Warum sind Testgütekriterien so wichtig für die Reiser AG?
Sie stellen sicher, dass die Ergebnisse objektiv und valide sind, damit das Unternehmen fundierte Entscheidungen für Maßnahmen treffen kann, statt auf bloßen Vermutungen zu basieren.
Was ist die Konsequenz aus dem Modell von Leymann?
Das Modell unterstreicht, dass Mobbing ein Prozess ist und eine Handlung erst dann als Mobbing definiert wird, wenn sie mindestens einmal pro Woche über sechs Monate hinweg erfolgt.
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- Corinne Reiser (Author), 2013, Mobbing und Burnout als Risiko für das Arbeitsklima. Instrumente der Arbeitsbewertung in einem Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/948286