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Ewigkeit im mittelalterlichen Friedensvertrag – Eine Utopie?

Eine Untersuchung anhand ausgewählter Quellen zwischen 1420 und 1474

Title: Ewigkeit im mittelalterlichen Friedensvertrag – Eine Utopie?

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lena Gruber (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Krieg und Frieden begleiten die Menschheit schon seit Anbeginn unserer Aufzeichnungen. Beides sind Zustände, wobei Krieg als eine länger andauernde, mit Waffengewalt geführte Auseinandersetzung zwischen mindestens zwei Parteien definiert wird. Frieden hingegen zeichnet sich durch die Abwesenheit von Gewalt aus. Zumeist wird dieser nach einer kriegerischen Handlung zwischen politischen Einheiten beschlossen und vertraglich aufgezeichnet. Bereits in der durch kriegerische Handlungen geprägten Antike wurde der Wunsch nach Frieden deutlich.

Forscher der Universität Münster legen dieser Behauptung den ältesten Friedensvertrag unserer Aufzeichnungen zugrunde. Der mehr als 3200 Jahre alte Vertrag zwischen Ägypten und Hethitern zeigt „umfangreiche Korrespondenzen zwischen den Herrschern“. An dieser Stelle sei hinzugefügt, dass es sich dabei wohl um eine Ausnahme handelt, denn üblicherweise bestand die Antike aus „Siegfrieden“. Dennoch war den Menschen bereits zu dieser Zeit klar: „magnum beneficium est pax“. Die Wahrung des Friedens war von enormer Wichtigkeit, daher wurden mit dessen Ausführung Herrscher beauftragt. Im Frühmittelalter wurden Konflikte oft selbstständig gelöst, indem die beteiligten Parteien i. d. R. Gewalt anwandten. Diesem Vorgehen lag ein schwaches System der Judikative zugrunde, weshalb es oftmals zu einer Selbstjustiz kam.

Im Mittelalter wurden zunehmend Verträge zwischen den Parteien verfasst - nicht zuletzt da die Gewalt des Öfteren für die eigenen Vorteile genutzt wurde. Dabei wurden zeitliche Beschränkungen in den Vertrag integriert. Die sich im Mittelalter etablierten Veränderungen im politischen Denken haben die Friedensverträge gegenüber der Antike stark verändert. Seit dem späten Mittelalter wurde oftmals die Klausel des ewigen Friedens verwendet. Zeitliche Limitierungen waren zunehmend seltener vorzufinden. Demnach müsste das Mittelalter eine Zeit des zunehmenden Friedens gewesen sein – doch auch gab es enorm viele Kriegshandlungen. In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwiefern und ob die Ewigkeitsklausel bestand hatte und tatsächlich dazu beitrug, den Frieden zu wahren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Entwicklung des Friedensvertrags.

1.1 Die Ewigkeitsklausel in Friedensverträgen

1.2 Die Auswahl der untersuchten Friedensverträge

2 Friede auf ewig? Die Termini perpetuus und aeternus.

3 Die Friedensverträge

3.1 1420 Mai 21, Vertrag von Troyes

3.2 1444 Juni 27, Vertrag zwischen England und Frankreich

3.3 1444 Oktober 28, Vertrag von Ensisheim

3.4 1474 Februar 18, Vertrag von Utrecht

4 Ein Vergleich der Verträge

5 Ewigkeit im mittelalterlichen Friedensvertrag – Eine Utopie?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Wirksamkeit der sogenannten Ewigkeitsklausel in mittelalterlichen Friedensverträgen. Dabei wird analysiert, ob der Begriff "ewig" in diesen historischen Dokumenten tatsächlich einen dauerhaften Frieden garantierte oder ob er eher als rhetorische Floskel oder normativer Anspruch zu verstehen ist.

  • Historische Entwicklung von Friedensschlüssen und Ewigkeitsklauseln im europäischen Spätmittelalter.
  • Semantische Untersuchung der lateinischen Begriffe "perpetuus" und "aeternus" in Vertragstexten.
  • Analyse ausgewählter Friedensverträge (Troyes 1420, England-Frankreich 1444, Ensisheim 1444, Utrecht 1474).
  • Beurteilung der tatsächlichen Wirksamkeit der Verträge im Kontext ihrer politisch-strategischen Entstehung.
  • Kritische Reflexion der Ewigkeitsklausel als utopisches Element in der mittelalterlichen Diplomatie.

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Ewigkeitsklausel in Friedensverträgen

Garantiert die Ewigkeitsklausel einen Frieden für immer? Das Mittelalter war geprägt von zahlreichen Kriegen und Schlachten. Gleichzeitig liegt eine hohe Anzahl an Friedensverträgen vor, welche im Spätmittelalter des Öfteren einen ewigen Frieden versprochen haben. Aus diesem Gegensatz ergibt sich die Frage, ob das Wort ewig aus der heutigen Sicht mit für immer gleichgesetzt werden kann. Die Fragestellung, welche innerhalb der vorliegenden Seminararbeit beantwortet werden soll, ergibt sich somit aus der These, dass die Klausel des ewigen Friedens nicht automatisch gleichzusetzen ist mit einem Frieden für immer. Die Frage nach der Klausel des ewigen Friedens rückt somit in den Fokus. Welche Intentionen und Auswirkungen hatte die Vertragsklausel des ewigen Friedens in Verträgen zur Zeit des europäischen Mittelalters?

Das Interesse an diesen Dekreten war und ist bis heute immens. Friedensschlüsse werden in eigenes Handeln und Kalkül eingearbeitet, Schriftsteller verarbeiten und interpretieren die Inhalte und erschaffen somit neue Weltbilder, Meinungen in der Öffentlichkeit werden diskutiert - kurzum, Friedensverträge nehmen einen hohen Stellenwert innerhalb der Forschung ein. Auch in dieser ist die Frage nach der Ewigkeitsklausel bereits diskutiert worden. Dass die Klausel nicht in jedem Fall auf ewig eingehalten wurde, wird bei Betrachtung der Kriegshandlungen im Mittelalter deutlich. Hierüber ist sich auch die Forschung einig. Doch alle Verträge sind individuell geschrieben worden. Jeder Krieg hatte einen anderen Ursprung, einen anderen Verlauf und schließlich einen anderen Ausgang. Diese Individualität wird durch die Kontinuität der oben genannten Klausel durchbrochen. Diese Arbeit soll dazu beitragen, die Absicht und die tatsächliche Wirkung bzw. Auswirkung dieser Vertragsklausel in Friedensverträgen aus dem Mittelalter besser verstehen zu können. Aus diesem Grund ist die Untersuchung der Ewigkeitsklausel sowohl in Hinblick auf die Geschichte und das Handeln früherer Herrscher interessant, als auch relevant für die moderne Forschung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Entwicklung des Friedensvertrags.: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung von Krieg und Frieden ein und problematisiert die Rolle von Friedensverträgen sowie die zentrale Forschungsfrage nach der Ewigkeitsklausel.

2 Friede auf ewig? Die Termini perpetuus und aeternus.: Hier werden die semantischen Unterschiede der lateinischen Begrifflichkeiten perpetuus und aeternus im Kontext des mittelalterlichen Friedensbegriffs analysiert.

3 Die Friedensverträge: In diesem Hauptteil werden vier spezifische mittelalterliche Friedensverträge chronologisch detailliert auf ihren Inhalt, die Ewigkeitsklausel und ihre historische Umsetzung hin untersucht.

4 Ein Vergleich der Verträge: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Einzelfallanalysen zusammen und vergleicht die Anwendung der Ewigkeitsklauseln sowie die Erfolgsquoten der untersuchten Verträge.

5 Ewigkeit im mittelalterlichen Friedensvertrag – Eine Utopie?: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch, ob der Anspruch des "ewigen Friedens" im Mittelalter eher als utopische Wunschvorstellung oder als normatives Ziel einzuordnen ist.

Schlüsselwörter

Friedensvertrag, Ewigkeitsklausel, Mittelalter, perpetuus, aeternus, Spätmittelalter, Völkerrecht, Diplomatie, Krieg, Friedensschluss, politische Geschichte, Vertragsanalyse, Herrscher, Legitimation, Friedensethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Ewigkeitsklausel in Friedensverträgen des europäischen Spätmittelalters.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte mittelalterlicher Friedensschlüsse, die Bedeutung lateinischer Vertragsterminologie sowie die Analyse konkreter politischer Verträge zwischen Herrschern und Städten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, ob der Anspruch auf "ewigen Frieden" in historischen Dokumenten tatsächlich realisiert wurde oder eine rhetorische Floskel darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine Quellenanalyse (historisch-philologische Untersuchung der Vertragstexte) mit einer vergleichenden historischen Analyse der politischen Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert vier Fallbeispiele: den Vertrag von Troyes, den Vertrag zwischen England und Frankreich von 1444, den Vertrag von Ensisheim und den Vertrag von Utrecht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Ewigkeitsklausel, Friedensvertrag, Mittelalter, Diplomatie, perpetuus und aeternus.

Welche Rolle spielt die Sprache der Verträge für das Ergebnis?

Die Untersuchung der lateinischen Begriffe zeigt, dass zwischen irdischem Rechtsfrieden (perpetuus) und himmlischem Heilsversprechen (aeternus) unterschieden werden muss, wobei die deutsche Übersetzung mit "ewig" diese Differenzierung oft verschleiert.

Wie lautet die Schlussfolgerung bezüglich des "ewigen Friedens" im Mittelalter?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der ewige Frieden im Mittelalter als Utopie zu betrachten ist; die Ewigkeitsklausel diente meist als "guter Ton" oder Ausdruck eines moralischen Anspruchs, konnte aber faktisch keine Kriege dauerhaft verhindern.

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Details

Title
Ewigkeit im mittelalterlichen Friedensvertrag – Eine Utopie?
Subtitle
Eine Untersuchung anhand ausgewählter Quellen zwischen 1420 und 1474
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Historisches Seminar)
Course
Friedensschlüsse im Mittelalter
Grade
1,3
Author
Lena Gruber (Author)
Publication Year
2019
Pages
26
Catalog Number
V941359
ISBN (eBook)
9783346272362
ISBN (Book)
9783346272379
Language
German
Tags
ewigkeit friedensvertrag eine utopie untersuchung quellen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Gruber (Author), 2019, Ewigkeit im mittelalterlichen Friedensvertrag – Eine Utopie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/941359
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