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Zu Wolfgang Koeppens Radio-Essay „Ein Fetzen von der Stierhaut“ - Entstehungsgeschichte und Motive

Titel: Zu Wolfgang Koeppens Radio-Essay „Ein Fetzen von der Stierhaut“ - Entstehungsgeschichte und Motive

Hausarbeit , 2008 , 22 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: David Liniany (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wolfgang Koeppens Reiseberichte, unter die auch der in dieser Arbeit vornehmlich betrachtete „Ein Fetzen von der Stierhaut“ fällt, entstanden aus einer Zusammenarbeit mit dem Süddeutschen Rundfunk heraus. Das Angebot für den Süddeutschen Rundfunk zu reisen und zu schreiben wurde Koeppen von Alfred Andersch unterbreitet der zum damaligen Zeitpunkt Leiter des Radio- Essays in Stuttgart war. Mit der Übernahme der „Radio- Essay- Redaktion“ 1956 etablierte Andersch ein Genre in der deutschen Radiokultur, das sich mit der Verarbeitung und Sendung von non-fiktionalen Gattungen im Kulturprogramm des Rundfunks auseinandersetze. Dies war zu diesem Zeitpunkt ein für Deutschland einmaliges Projekt, das seine Inspiration aus dem „Third Programme“ der BBC schöpfte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort – „Der Fetzen“

2. Prolog zu „Ein Fetzen von der Stierhaut“

2.1. Der Radio-Essay

2.2. Wer spricht eigentlich?

3. Wolfgang Koeppen ein harmloser Tourist?

3.1. Fremde und Fremdsein

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat zum Ziel, die Entstehungsgeschichte und die inhaltlichen Motive des Radio-Essays „Ein Fetzen von der Stierhaut“ von Wolfgang Koeppen zu analysieren und dabei die Funktion der gewählten Erzählweise sowie Koeppens Rolle als Reisender zu untersuchen.

  • Die Entstehungsgeschichte und der Kontext des Radio-Essays.
  • Die Analyse der Sprecherrollen und der Erzählstruktur.
  • Die Abgrenzung von klassischer Reiseliteratur zum individuellen Koeppen-Stil.
  • Die demaskierende politische Dimension in der Darstellung Spaniens.
  • Das Spannungsfeld zwischen „Fremdsein“ und dem Wiedererkennen von Realität.

Auszug aus dem Buch

Wer spricht eigentlich?

„Italien so sagt man, ist ein Stiefel, aber die spanische Landkarte gleicht einer ausgebreiteten Stierhaut.“

So stellt sich der Anfang des Reiseberichtes ein „Fetzen von der Stierhaut“ dar. Der Beginn ist unpersönlich und für den Leser respektive Zuhörer ist nicht identifizierbar, wer das Wort an ihn richtet. Es taucht zwar im weiteren Verlauf der Exposition ein Erzähler auf, doch bleibt dieser anonym. Die dem klassischen Leser bzw. Zuhörer innewohnende Erwartungshaltung für sich identifizieren zu können, wer das Wort an einen richtet wird auch auf den folgenden ersten vier Seiten weiterhin ignoriert. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, die Rückschluss auf den Sprecher zulassen, vielmehr begleitet den Text ein unpersönliches „man“.

Von diesem unpersönlichen „man“ getrieben rieseln Informationen, Aussagen und Beschreibungen auf den Leser nieder. Voll von Bezügen und Querverweisen, die den Leser geradezu überrollen. „Sie hinterließen Moscheen, die man zerstörte, Gärten aus Tausendundeinernacht, die verwahrlosten, Kinder, deren dunkel glänzende Augen noch heute wie ein blankes Messer und wie eine Nacht voll Schwermut den Fremden anschauen, und den langen arabischen Gesang, den man zuweilen wie Psalm und Koranruf und bannende Beschwörung in einer Schenke der Altstadt hört.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort – „Der Fetzen“: Diese Einleitung skizziert die Entstehungsgeschichte des Radio-Essays und definiert den Untersuchungsgegenstand sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Prolog zu „Ein Fetzen von der Stierhaut“: Hier wird die Zusammenarbeit mit dem Süddeutschen Rundfunk beleuchtet und der Übergang Koeppens von der Romanform zur Reiseliteratur beschrieben.

2.1. Der Radio-Essay: Dieses Unterkapitel analysiert die Bedingungen der Entstehung des Manuskripts sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung für das Radio.

2.2. Wer spricht eigentlich?: Der Abschnitt befasst sich mit der diffusen Erzählerinstanz und dem ständigen Wechsel der Sprecherrollen im Text.

3. Wolfgang Koeppen ein harmloser Tourist?: Hier wird die kritische, politische Ebene des Werks gegen die Annahme eines rein touristischen Blicks verteidigt.

3.1. Fremde und Fremdsein: Dieses Kapitel erörtert, wie Koeppen das Gefühl der Fremde in einer modernen, durch Massentourismus geprägten Welt zurückzugewinnen versucht.

4. Schlusswort: Der Autor resümiert seine persönliche Auseinandersetzung mit dem Genre der Reiseliteratur und der spezifischen literarischen Qualität Koeppens.

Schlüsselwörter

Wolfgang Koeppen, Ein Fetzen von der Stierhaut, Radio-Essay, Reiseliteratur, Spanien, Sprecherrollen, politische Literatur, Moderne, Fremdsein, Süddeutscher Rundfunk, Alfred Andersch, Erzählstruktur, Nachkriegsliteratur, Identität, Beobachter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und die narrativen Besonderheiten des Radio-Essays „Ein Fetzen von der Stierhaut“ von Wolfgang Koeppen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der Genrewechsel des Autors, die Analyse der Sprecherrollen und die politische Dimension seiner Reisebeschreibungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Koeppen als Reisender die „konkrete Welt“ literarisch verarbeitet und dabei bewusst die Form des klassischen Reiseberichts durchbricht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die unter Rückgriff auf Zeitzeugnisse und Sekundärliteratur den Text „Ein Fetzen von der Stierhaut“ interpretiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung der Radio-Essays, die Identität des Erzählers und die Frage, inwiefern Koeppens Reisebeschreibung politische Kritik am Franco-Regime und der deutschen Nachkriegszeit übt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Reiseliteratur, Koeppens Stil, Erzählperspektive, politische Dimension und der Kontrast zwischen Fremdsein und touristischem Wiedererkennen.

Welche Rolle spielte Alfred Andersch für Koeppens Werk?

Andersch war der Leiter des Radio-Essays beim Süddeutschen Rundfunk und die treibende Kraft, die Koeppen zur Verfassung von Reiseberichten motivierte.

Warum wird der Erzähler in Koeppens Text als „anonym“ bezeichnet?

Der Text vermeidet eine klare Identität des Sprechers und wechselt stattdessen zwischen einem unpersönlichen „man“, einem „er“ und einem fragmentarischen Autoren-Ich, was die Identität des Beobachters auflöst.

Wie unterscheidet sich Koeppen von einem „klassischen Touristen“?

Koeppen nutzt historische und literarische Assoziationen, um den unverstellten Blick auf das Unbekannte zu suchen, anstatt lediglich touristische Sehenswürdigkeiten abzubilden.

Gibt es Bezüge zur deutschen Vergangenheit im Text?

Ja, Koeppen zieht immer wieder Parallelen zwischen dem totalitären spanischen Regime und dem nationalsozialistischen Deutschland, womit er den Text politisch auflädt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu Wolfgang Koeppens Radio-Essay „Ein Fetzen von der Stierhaut“ - Entstehungsgeschichte und Motive
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Der Leser als Voy(ag)eur: Der Voy(ag)eur als Autor: Autobiographisches Schreiben an Texten von Wolfgang Koeppen
Note
2,7
Autor
David Liniany (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
22
Katalognummer
V93956
ISBN (eBook)
9783638072069
ISBN (Buch)
9783638956451
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wolfgang Koeppens Radio-Essay Fetzen Stierhaut“ Entstehungsgeschichte Motive Leser Voy(ag)eur Autor Autobiographisches Schreiben Texten Wolfgang Koeppen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Liniany (Autor:in), 2008, Zu Wolfgang Koeppens Radio-Essay „Ein Fetzen von der Stierhaut“ - Entstehungsgeschichte und Motive, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93956
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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