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Rechtfertigung von Tierversuchen. Moralisch oder unmoralisch?

Titel: Rechtfertigung von Tierversuchen. Moralisch oder unmoralisch?

Hausarbeit , 2017 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Eva Göpfert (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit wird überprüft, inwieweit sich Tierversuche moralisch rechtfertigen lassen. Angesichts der Literatur, die sich mit dem Thema befasst, sollte die Frage allerdings eher lauten, inwieweit sich Tierversuche nicht moralisch rechtfertigen lassen, denn es liegt mehr Literatur der Gegner von Tierversuchen vor als von Befürwortern.

Das Tierreich ist unglaublich mannigfaltig und reicht von einfachsten Lebewesen ohne zentrales Nervensystem bis zu hoch entwickelten Menschenaffen, die entwicklungsgeschichtlich sehr nah am Menschen sind. In der vorliegenden Arbeit wird der Tierbegriff undifferenziert verwendet und es wird nicht explizit zwischen sog. höheren und niederen Tieren unterschieden. Implizit wird v.a. über Tiere gesprochen, die zumindest ein zentrales Nervensystem haben und dadurch Schmerzen empfinden können, weil das Kriterium der Leidensfähigkeit in der Argumentation eine wichtige Rolle spielt. Die Unterscheidung zwischen verschiedenen Klassen von Tieren würde für die vorliegende Arbeit allerdings zu weit führen und soll deswegen ausgeblendet werden.

Die Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut: Vorab wird kurz erklärt, was eine moralische Rechtfertigung ausmacht (Abschnitt 1.3). Im zweiten Abschnitt wird der Nutzen von Tierversuchen v.a. aus medizinischer Sicht beschrieben, außerdem wird anhand von Zahlen belegt, wie häufig Tierversuche überhaupt eingesetzt werden. Im dritten Abschnitt werden Möglichkeiten vorgestellt, Tierversuche moralisch zu begründen. Weiterhin werden im vierten Teil weitere Ansätze vorgestellt, die zeigen, dass es moralisch geboten ist, Tierversuche nicht durchzuführen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemaufriss

1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit

1.3 Rechtfertigung vs. moralische Rechtfertigung

2 Tierexperimente und ihr Nutzen

3 Möglichkeiten der philosophischen Rechtfertigung von Tierversuchen

3.1 Pathoinklusive und speziezistische Begründung

3.2 Argumente zur Rechtfertigung von Tierversuchen

3.2.1 Ausschluss von Tieren aus der Vernunftgemeinschaft

3.2.2 Das Kriterium der Leidensfähigkeit

3.2.3 Unterschiedliche Gewichtung von Interessen

4 Möglichkeiten der philosophischen Ablehnung von Tierexperimenten

4.1 Abolitionistische Position: Peter Singer

4.2 Wohlergehen vs. Rechte

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die moralische Legitimität von Tierversuchen unter Berücksichtigung verschiedener philosophischer Ansätze. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die ethische Abwägung zwischen menschlichem Nutzen und dem Schutz leidensfähiger Lebewesen.

  • Philosophische Begründungsansätze für Tierversuche
  • Die Rolle der Leidensfähigkeit in der ethischen Debatte
  • Utilitaristische Perspektiven und die Position von Peter Singer
  • Abgrenzung zwischen moralischem Wohlergehen und individuellen Tierrechten
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Forschungsfreiheit und Tierschutz

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Ausschluss von Tieren aus der Vernunftgemeinschaft

Die im Tierschutz lange Zeit geltenden Begründungsansätze berufen sich u.a. auf Überlegungen von Thomas von Aquin und von Kant. Thomas von Aquin unterscheidet „eine doppelte Zuneigung des Menschen: eine gemäß der Vernunft und eine gemäß der Leidenschaft“ (zit. nach Patzig 2016, S. 253). Nach der Vernunft gilt der Mensch dem Tier gegenüber als höherwertig, was Tierversuche erlauben würde (obwohl das für Aquin selbst überhaupt keine Rolle spielte, weil sich diese Frage in seiner Zeit gar nicht stellte). Lediglich durch die Zuneigung gemäß Leidenschaft sind Tiere „mittelbar geschützt“ (Patzig 2016, S. 254). Ähnlich argumentiert Kant, bei dem es eine strenge Pflicht der gegenseitigen Gleichbehandlung zwischen Menschen gibt. Gegenüber Tieren gilt die Pflicht der Gleichbehandlung nur in abgeleiteter Form, denn „Pflichten können nur Vernunftwesen haben, und diese können auch nur gegenüber Vernunftwesen bestehen“ (ebd., S. 255). Nach diesem Muster argumentiert auch die Max-Planck-Gesellschaft, die die Gleichstellung von Mensch und Tier für utopisch hält (vgl. ebd., S. 256) und Tierversuche daher unter bestimmten Voraussetzungen rechtfertigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtet den ethischen Diskurs anhand aktueller Fälle und definiert die methodische Herangehensweise der Untersuchung.

2 Tierexperimente und ihr Nutzen: Beschreibt die wissenschaftliche Bedeutung von Tierversuchen für die Medizin sowie die gesetzliche Einordnung in Deutschland.

3 Möglichkeiten der philosophischen Rechtfertigung von Tierversuchen: Analysiert Argumente wie den Ausschluss aus der Vernunftgemeinschaft und das Kriterium der Leidensfähigkeit zur Rechtfertigung.

4 Möglichkeiten der philosophischen Ablehnung von Tierexperimenten: Untersucht kritische Positionen, insbesondere den utilitaristischen Ansatz von Peter Singer und die Frage nach Tierrechten.

5 Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass eine moralische Rechtfertigung maßgeblich vom zugeschriebenen Status des Tieres abhängt.

Schlüsselwörter

Tierversuche, Tierethik, Moral, Leidensfähigkeit, Utilitarismus, Peter Singer, Tierschutz, Vernunftgemeinschaft, Forschungsfreiheit, Interessenabwägung, Speziesismus, Tierrechte, Rechtsphilosophie, Medizinethik, moralischer Status.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophischen und ethischen Argumente, die zur Rechtfertigung oder Ablehnung von Tierversuchen in der Wissenschaft herangezogen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die medizinische Notwendigkeit, utilitaristische Interessenabwägungen sowie die philosophische Debatte um Tierrechte und den Status als Rechtssubjekt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob und unter welchen Bedingungen sich Tierversuche moralisch rechtfertigen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Literaturanalyse und ethische Begründungsprüfung, um bestehende Argumentationsmuster gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Nutzens von Tierversuchen sowie die philosophische Analyse von Rechtfertigungs- und Ablehnungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Tierethik, Leidensfähigkeit, utilitaristische Ethik, Forschungsfreiheit und die moralische Rechtfertigung.

Inwiefern spielt der Utilitarismus eine Rolle für die Argumentation?

Der Utilitarismus ist zentral, da er die Interessen aller betroffenen Individuen – einschließlich leidensfähiger Tiere – in eine Gesamtnutzenberechnung einbezieht.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des deutschen Tierschutzgesetzes?

Die Arbeit stellt fest, dass das Tierschutzgesetz zwar strenge Hürden setzt, die Forschungsfreiheit jedoch im Konfliktfall oft als höheres Gut bewertet wird.

Was unterscheidet die pathoinklusive von der speziezistischen Begründung?

Die pathoinklusive Begründung erkennt tierisches Leiden als Unwert an, während die speziezistische Begründung die Interessen der eigenen Spezies systematisch über die anderer stellt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rechtfertigung von Tierversuchen. Moralisch oder unmoralisch?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg  (Philosophie/Ethik)
Veranstaltung
Seminar: Tierethik
Note
1,0
Autor
Eva Göpfert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V939032
ISBN (eBook)
9783346269348
ISBN (Buch)
9783346269355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Moral Tierethik Tierversuche Philosophie Pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Göpfert (Autor:in), 2017, Rechtfertigung von Tierversuchen. Moralisch oder unmoralisch?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/939032
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Leseprobe aus  18  Seiten
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