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Die Dialekte Mittel- und Süditaliens

Title: Die Dialekte Mittel- und Süditaliens

Scientific Essay , 2008 , 10 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Hendrik Keilhauer (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies

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Der Vielsprachenstaat Italien ist das mit Abstand dialektal am vielfältigsten ausgegliederte Gebiet der gesamten Romania. Die Mundarten auf dem Apennin sind dermaßen differenziert, dass es für einen Norditaliener, beispielsweise aus dem Piemont, nahezu unmöglich wäre, sich adäquat mit einem Sizilianer zu unterhalten, wäre da nicht die gemeinsame Verständigungsbrücke der italienischen Hochsprache , der Sprache von Verwaltung, Verkehr, Schrift und Literatur Italiens. Innerhalb dieses so variantenreichen Sprachgebiets vollzieht sich ferner sogar die Trennung der gesamten Romania in eine Ost- und eine Westhälfte . Entlang der Linie von La Spezia in Ligurien bis zur Adria südlich von Rimini lässt sich diese Unterteilung in zwei Romaniae vornehmen, welche Linguisten, allen voran WALT(H)ER VON WARTBURG (1888-1971) & HEINRICH LAUSBERG (1912-1992), nicht etwa allein mittels geografischer Kriterien, sondern vielmehr anhand konkreter sprachlicher (vornehmlich phonischer) Phänomene ermittelt haben. Doch ungeachtet jener Einteilung in Ost- und Westromania zieht diese Linie zudem auch die Grenze zwischen zwei von drei großen Dialektkomplexen innerhalb Italiens: Sie trennt das Norditalienische vom Mittel- und letztendlich auch vom Süditalienischen ab. GIOVAN BATTISTA PELLEGRINI (1921-2007) unterscheidet hier sogar 5 Dialektbereiche in seinem Aufsatz
„i cinque sistemi linguistici dell’italo-romanzo“ : 1. L’italiano settentrionale o cisalpino, 2. il friulino, 3. il sistema dei dialetti „centro-meridionali“, 4. il sardo und 5. il toscano. Im Folgenden möchte ich das sistema dei dialetti „centro-meridionali“ näher vorstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Mittel- und Süditalienische Dialekte

a) Dialekte der Marken, Umbriens & Latiums (mit dem „romanesco“)

b) Dialekte der Abruzzen, des Molise, Nordapuliens, Kampaniens & Lukaniens (Basilicata)

c) Dialekte des Salento, Kalabriens & Siziliens

II. Toskanische Dialekte – italiano per eccellenza

a) Zentraltoskanisch bzw. Florentinisch – toscano commune

b) Westtoskanisch (Dialekte von Pisa, Lucca & Pistoia)

c) Senesisch (Dialekt von Siena)

d) Aretino-Chianaiolisch (Dialekte von Arrezzo und Val di Chiana)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachwissenschaftliche Klassifizierung und phonetische Charakterisierung der italienischen Dialekte in Mittel- und Süditalien. Dabei wird der Fokus auf die strukturellen Unterschiede zwischen den verschiedenen Dialektgruppen sowie deren Abgrenzung zur toskanischen Standardsprache gelegt.

  • Definition und wissenschaftliche Abgrenzung von Dialekt und Sprache
  • Sprachgeografische Einteilung der italienischen Dialektareale
  • Phonetische Besonderheiten: Konsonantismus und Vokalismus in Mittel- und Süditalien
  • Die Sonderrolle des Toskanischen als Basis der italienischen Schriftsprache
  • Diachrone Entwicklungen und die Bedeutung der „questione della lingua“

Auszug aus dem Buch

I. Mittel- und Süditalienische Dialekte

Zum Konsonantismus allgemein: In dieser Gruppe findet sich z.T. typischerweise die progressive Assimilation, beispielsweise wird der Konsonantennexus –[mb]– zu mm [m:] und –[nd]– wird zu nn [n+] (Ausnahmen finden sich u.a. in Südkalabrien und Nordsizilien). Ein Beispiel für eines der hier anzutreffenden Anlautphänomene ist die Veränderung von [bl]– zu [j]–. Zudem ein Beispiel für die Veränderung eines Konsonantennexus im Inlaut: –[bi]– wird zu –[dj]–.

Zum Vokalismus allgemein: Typisch sind hier Umlauterscheinungen (Metaphonie), jedoch tritt sie im Toskanischen nicht auf. Es gibt zwei metaphonetische Haupttypen: Zum einen den neapolitanischen Typus, bei dem z.B. [ẹ] zu [î] und [ọ] zu [ú] wird und zum anderen den arpinatischen Typus (auch „ciociaresco“ genannt). Letztendlich ist hierzu zu sagen, dass „der Umlaut in den Fällen, in denen die Endungen die grammatischen Kategorien ‚Numerus’ (Singular/Plural) und ‚Genus’ (Maskulinum/Femininum) beim Nomen eindeutig markieren, funktionell redundant ist, daß er aber dort, wo die Endungen ihre Unterscheidungsfunktion verloren haben oder wo sie gar völlig verstummt sind (…) als ‚innere’ Flexion den Ausdruck dieser grammatischen Kategorien übernimmt.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Mittel- und Süditalienische Dialekte: Dieses Kapitel erläutert die phonetischen Besonderheiten der Dialekte in Mittel- und Süditalien, insbesondere durch Phänomene wie progressive Assimilation und metaphonetische Vokalveränderungen.

II. Toskanische Dialekte – italiano per eccellenza: Hier wird der konservative Charakter des Toskanischen hervorgehoben, welches als historische Basis für die italienische Standardsprache dient und sich durch ein einfacheres Vokalsystem auszeichnet.

Schlüsselwörter

Italienische Dialekte, Mittelitalien, Süditalien, Toskanisch, Romanistik, Phonetik, Metaphonie, Isoglossen, Sprachgeschichte, Vulgärlatein, Dialektologie, Konsonantismus, Vokalismus, Florentinisch, Lingua letteraria

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse und Differenzierung der italienischen Dialekte, mit einem spezifischen Fokus auf die mittel- und süditalienischen Sprachsysteme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der phonetischen Ausprägung (Konsonantismus und Vokalismus), der wissenschaftlichen Definition von Dialekten und der historischen Rolle des Toskanischen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die dialektale Heteroglossie auf der Apenninhalbinsel aufzuzeigen und die wichtigsten sprachlichen Merkmale der verschiedenen Sektionen strukturiert darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-vergleichende und dialektologische Analyse durchgeführt, die sich auf linguistische Standardwerke stützt und diese auf konkrete dialektale Phänomene anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der mittel- und süditalienischen Mundarten sowie eine detaillierte Betrachtung der toskanischen Dialektgruppe und ihrer Untersektionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Italienische Dialekte, Metaphonie, Toskanisch, Phonetik, Sprachgeschichte und Dialektologie.

Was unterscheidet das „sizilianische Vokalsystem“ von anderen?

Es weist eine spezifische Reduzierung auf lediglich drei Auslautvokale auf, die sich deutlich vom Standardvulgärlatein abhebt.

Wie beeinflusst das Toskanische die italienische Standardsprache?

Da das Florentinische die Grundlage der „lingua letteraria“ bildet, fungiert es als historisches Modell, welches eine konservative Nähe zum Vulgärlatein bewahrt hat.

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Details

Title
Die Dialekte Mittel- und Süditaliens
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Romanisches Seminar)
Course
Proseminar I: Linguistik - Einführung
Grade
2,7
Author
Hendrik Keilhauer (Author)
Publication Year
2008
Pages
10
Catalog Number
V93848
ISBN (eBook)
9783640102433
Language
German
Tags
Dialekte Mittel- Süditaliens Proseminar Linguistik Einführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik Keilhauer (Author), 2008, Die Dialekte Mittel- und Süditaliens, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93848
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