Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist das Unternehmen IKEA und die Entwicklung vom Einzelhändler zum weltweiten Marktführer. Es wird zunächst auf die Grundlagen der Markenführung eingegangen und anschließend erörtert, welches Konzept und welche Strategie IKEA verfolgt. Anschließend beschreibt die Arbeit an Beispielen des Verdrängungswettbewerbes, bezogen auf den deutschen Möbelmarkt, welche Herausforderungen sich die Möbelindustrie stellen muss. Letztendlich wird auf die Reaktionen der Möbelbranche eingegangen und die daraus resultierende Wechselwirkung beschrieben.
„Whatever the traditional business did, IKEA did it the other way around. In that way we became a distinct brand. “Anders Dahlvig
Dieses Statement des IKEA Geschäftsführers Anders Dahlvig bietet den Anstoß zur Beschäftigung mit dem Thema der vorliegenden Arbeit. Ingvard Kamprad, dem schwedischen Gründer von IKEA, ist es gelungen Millionen „Herzen und Haushalte“ zu erreichen. Der damals 17-Jährige gründete im Jahr 1943 in Schweden den Versandhandel IKEA mit dem Verkauf von einfachen Haushaltsartikeln wie Bilderrahmen, Kugelschreibern und Einrichtungsgegenständen. Zur Erweiterung des Kundenstammes kam Kamprad im Jahre 1951 erstmalig auf die Idee, seine Waren mittels eines Kataloges zum Versand anzupreisen. Im Jahre 1953 eröffnete er sein erstes Einrichtungshaus. Mit der Geschäftsidee, die Waren sowohl im Katalog, als auch in den Einrichtungshäusern anzubieten und mit dem Versand dieser Produkte zum Endverbraucher, hat sich IKEA nach und nach zu dem etabliert, was es heute ist - zu dem internationalen Marktführer der Möbelbranche.
Das Unternehmen IKEA erreicht inzwischen Kunden auf der ganzen Welt. Der Verkaufsriese ist in 26 Ländern vertreten, sein Markenname gehört zu den bekanntesten der Welt. IKEA schloss das Geschäftsjahr 2018 mit einem weltweiten Umsatz von 38 Milliarden Euro ab und erreichte damit einen Zuwachs von 2,78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2017. Jährlich besuchten 957 Millionen Kunden IKEA Einrichtungshäuser. Doch die Vorreiterstellung des Marktführers ist hart umkämpft. Seit dem Jahr 2017 machen der deutschen Möbelindustrie sinkende Besucherzahlen und die daraus resultierenden Umsatzeinbußen einiger Wettbewerber zu schaffen. Trotz Umsatzwachstum bezifferte IKEA einen Gewinnrückgang. Diese Faktoren führen zu einem starken Verdrängungswettbewerb, der auch bei IKEA, in Anstrengungen mündet, sich den Herausforderungen der heutigen Zeit zu stellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Markenführung
- Grundlagen der Markenführung
- Markenstrategien
- Monomarkenstrategie
- Dachmarkenstrategie
- Familienmarkenstrategie
- Marketinginstrumente
- IKEA am Markt
- IKEA: Konzern in Zahlen
- Konzernstrategie und Konzept von IKEA
- Kostenminimierung
- Filialkonzept
- Kundenbindung und Service
- Positives Schwedenimage
- Merkmale, Besonderheiten und Identifikation relevanter Herausforderungen der deutschen Möbelbranche
- Sinkende Besucherzahlen und Umsatzrückgang: Reaktion und Wechselwirkung von IKEA und seiner Wettbewerber
- Fazit: Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die Konzernstrategie und das Konzept von IKEA, dem Marktführer der Möbelindustrie. Sie untersucht, wie IKEA mit den Herausforderungen des Verdrängungswettbewerbs auf dem deutschen Möbelmarkt umgeht und welche Auswirkungen die sinkenden Besucherzahlen und Umsatzrückgänge auf den schwedischen Branchenprimus haben.
- Markenführung und die Bedeutung von IKEA als Marke
- Konzernstrategie und -konzept von IKEA, insbesondere Kostenminimierung und Filialkonzept
- Herausforderungen der deutschen Möbelindustrie, z. B. sinkende Besucherzahlen und Umsatzrückgänge
- Reaktionen von IKEA und seinen Wettbewerbern auf die Herausforderungen des Verdrängungswettbewerbs
- Wechselwirkung zwischen IKEA und seinen Wettbewerbern im deutschen Möbelmarkt
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Markenführung ein und beleuchtet die Bedeutung einer Marke sowie die verschiedenen Markenstrategien und -instrumente. Das zweite Kapitel beleuchtet den Konzern IKEA mit seinen Zahlen, seiner Konzernstrategie und seinem Konzept. Hierbei werden die wichtigsten Erfolgsfaktoren wie Kostenminimierung, Filialkonzept, Kundenbindung, Service und das positive Schwedenimage hervorgehoben.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen sich die deutsche Möbelindustrie im Verdrängungswettbewerb stellen muss. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei die sinkenden Besucherzahlen und Umsatzrückgänge, die sowohl IKEA als auch seine Wettbewerber treffen. Schließlich untersucht das Kapitel die Reaktionen der Möbelbranche auf diese Entwicklungen und die daraus resultierende Wechselwirkung zwischen IKEA und seinen Konkurrenten.
Schlüsselwörter
Konzernstrategie, IKEA, Markenführung, Marktführer, Möbelindustrie, Verdrängungswettbewerb, sinkende Besucherzahlen, Umsatzrückgang, Filialkonzept, Kostenminimierung, Kundenbindung, Schwedenimage.
- Arbeit zitieren
- Nora Hellmich (Autor:in), 2019, Konzernstrategie und Konzept des Marktführers IKEA. Wie wirkt sich deutsche Konkurrenz in der Möbelindustrie auf den schwedischen Branchenprimus IKEA aus?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/937939