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"Habemus papam". Die Papstwahlen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Title: "Habemus papam". Die Papstwahlen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Gino Massaro (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Entwicklungsprozess der Papstwahlen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu analysieren und anhand entscheidender Einflussfaktoren zu charakterisieren. Dabei soll der Versuch unternommen werden, die Vielfältigkeit des auf die Papstwahlen einwirkenden Spannungsfeldes darzustellen. Die Leitfrage wäre demnach, inwiefern politische, religiöse und soziale Einflüsse die Wahlen beeinflusst haben und welche Mechanismen geschaffen wurden, um diesen zu in unterschiedlicher Weise zu begegnen.

Dahingehend äußert sich der Aufbau der Arbeit wie folgt: Im nächsten Kapitel richtet sich der Blick auf die zunächst auf die frühen Jahrhunderte des sich langsam herausbildenden Papsttums aus dem Christentum und seines daraus resultierenden Primatsanspruches, ehe dann das fortschreitende Mittelalter in den Fokus genommen wird. Innerhalb dieses Untersuchungszeitraums werden nämlich die grundlegenden Weichen für den Konklaveritus gelegt. Im dritten Kapitel wird vor allem die Umstände untersucht, die dazu führten, dass es mit der Konklavereform von 1621/22 zu einem Bruch in der bisherigen Wahlpraxis kam. Das anschließende Kapitel bewertet diesen Bruch hinsichtlich seiner Nachwirkung. In der Schlussbetrachtung werden die gewonnenen Ergebnisse zusammengefasst, um ein abschließendes Bild der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Wahlen zu zeichnen.

"Annuntio vobis gaudium magnum, habemus Papam!" Wenn der dienstälteste Kardinaldiakon auf die Loggia des Petersdoms diese wahrhaftig frohe Botschaft der Weltöffentlichkeit und der auf dem Petersplatz versammelten Vielzahl von Gläubigen verkündet, ist damit die Sedisvakanz des Apostolischen Stuhles vorbei und ein neuer Papst gewählt. Der krisenhafte Zu-stand innerhalb der katholischen Kirche, der durch den Tod oder den Rücktritt des amtieren-den Papstes hervorgerufen wurde, ist beendet. Krisenhaft dahingehend, da die katholische Kirche vor dem immerwährenden Dilemma der Kontinuität des Papstamtes als höchster irdischer Instanz und der unweigerlichen Diskontinuität der einzelnen Amtsinhaber, welche nicht zuletzt durch die Sterblichkeit der Päpste bedingt ist, steht und daher die abermalige Aufgabe zu bewältigen hat, einen ehrwürdigen Nachfolger des Vicarius Christi auf Erden zu bestimmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Findungsprozess eines päpstlichen Wahlritus im Mittelalter

3. Die Konklavepraxis des 16. und 17. Jahrhunderts bis zur Reform Gregors XV. (1621/22)

4. Die Nachwirkungen der gregorianischen Reform

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den historischen Entwicklungsprozess der Papstwahlen vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit, mit einem Fokus auf die Auswirkungen politischer, religiöser und sozialer Einflussfaktoren sowie die Wirksamkeit reformatorischer Gegenmaßnahmen.

  • Die Entstehung und Etablierung des päpstlichen Wahlritus im Mittelalter.
  • Einflussnahme von Adelsfamilien, Herrscherhäusern und kurialen Netzwerken auf das Konklave.
  • Die Rolle des Nepotismus und die Entstehung von Faktionen innerhalb des Kardinalskollegiums.
  • Der Paradigmenwechsel durch die Konklavereform von Gregor XV. (1621/22) und der Übergang zur geheimen Skrutinalwahl.

Auszug aus dem Buch

Die Konklavepraxis des 16. und 17. Jahrhunderts bis zur Reform Gregors XV. (1621/22)

Nach dem Desaster des Großen Abendländischen Schismas, welches in Konstanz auch zu einer Beschneidung der päpstlichen Autorität, Vorrechte und Einnahmen geführt hatte, waren die Päpste seit Martin V. bestrebt, Rom und den Kirchenstaat zum Zentrum ihrer Herrschaft auszubauen, sodass ihre Politik gegenüber anderen Herrschaftshäusern sowie anderen kirchlichen Institutionen von ihren italienischen Absichten bestimmt war.

„Zur Sicherung ihrer Herrschaft wie auch zum Ausbau ihrer Residenz in Rom schränkten [die Päpste] vor allem seit Sixtus IV. die Autonomie Roms ein und unterwarfen die meisten Signori und Kommunen des Kirchenstaates; ihre Kunstliebe sowie ihre Herrschaft zeigten sie vor allem im Ausbau und in der Verschönerung ihrer Residenzstadt.“ Die Stadt Rom entwickelte sich in dieser Zeit zum wichtigsten kulturellen Zentrum nach Florenz und spiegelte neben ihrer kulturschöpferischen Kraft auch ein großes Maß an Repräsentationsfreude und päpstlicher Ruhmsucht wider.

Unbestritten ist dabei, wie kostenintensiv die monumentalen Prachtbauten der eigenen Residenzen bzw. des Apostolischen Palastes gewesen sein mussten. Um die künstlerischen Vorhaben und politischen Interessen zu sichern, intensivierten die sogenannten Renaissance-Päpste (1417-1534) die Einnahmen aus dem Kirchenstaat, der sich in dieser Periode mehr und mehr von einem Feudalverband zu einem tatsächlichen Fürstenstaat entwickelte. Darüber hinaus praktizierten und förderten sie eine ausgeprägte Vetternwirtschaft (Nepotismus) und verstärkten den Ämterhandel sowie den Kauf von Romprivilegien und Ablassbriefen. Es verwundert daher nicht, dass die päpstlichen Maßnahmen, Lebenswandlungen und ihre dadurch mangelnden Reformbestrebungen zu vermehrter Kritik und nicht zuletzt zu einer Spaltung der Kirche führten, wodurch die Autorität des Papsttums empfindliche Einbußen hinnehmen musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Papsttums zwischen Kontinuität und Sterblichkeit sowie die historische Entwicklung des Konklaves als Instrument zur Wahlsicherung.

2. Zum Findungsprozess eines päpstlichen Wahlritus im Mittelalter: Untersuchung der Ursprünge des päpstlichen Primats, der Wahl durch Klerus und Volk sowie der schrittweisen Exklusivierung des Wahlrechts auf das Kardinalskollegium.

3. Die Konklavepraxis des 16. und 17. Jahrhunderts bis zur Reform Gregors XV. (1621/22): Analyse der Verweltlichung der Kurie, der Macht des Nepotismus und der Dynamik der Adorationswahl in einem Umfeld politischer Mikropolitik.

4. Die Nachwirkungen der gregorianischen Reform: Bewertung der Auswirkungen der geheimen Skrutinalwahl auf das Wahlverhalten, die Dauer der Sedisvakanz und den angestrebten Paradigmenwechsel innerhalb der Papstwahl.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der Transformation des Konklavewesens von einer politisch stark beeinflussten Adelswahl zu einem durch religiöse Gewissensentscheidungen geprägten Ritus.

Schlüsselwörter

Papstwahl, Konklave, Kardinalskollegium, Sedisvakanz, Nepotismus, Kurie, Skrutinalwahl, Adorationswahl, Faktionen, Reform Gregors XV., Mikropolitik, Kirchenstaat, Wahlrecht, Gewissensentscheidung, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Transformation der päpstlichen Wahlverfahren vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen das Verhältnis von Kirche und Politik, der Einfluss von Nepotismus und Patronagenetzwerken sowie die rituellen und verfahrenstechnischen Wandlungen des Konklaves.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Entwicklungsprozess der Papstwahlen zu analysieren und zu klären, inwiefern politische, religiöse und soziale Einflüsse die Wahlen prägten und welche Mechanismen zur Gegensteuerung entwickelt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Auswertung der fachspezifischen Forschungsliteratur, um Zusammenhänge zwischen kurialer Machtpolitik und der Formalisierung des Wahlrechts aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Genese des Konklaveritus, die Auswirkungen der Machtkämpfe im Spätmittelalter, die Rolle der Faktionen und Nepoten in der Frühen Neuzeit sowie die Reformen Gregors XV.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Papstwahl, Konklave, Nepotismus, Kurie und die Reformen der frühen Neuzeit charakterisiert.

Warum war die "Adorationswahl" für Reformer so problematisch?

Sie galt als intransparent und anfällig für den massiven Druck von Faktionsführern, was die freie Gewissensentscheidung der Kardinäle untergrub.

Wie wirkte sich die Konklavereform von 1621/22 langfristig aus?

Die Einführung der geheimen Skrutinalwahl leitete einen Paradigmenwechsel ein, der soziale Zwänge minimierte und die religiöse Norm der Gewissensentscheidung vor Gott in den Mittelpunkt stellte.

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Details

Title
"Habemus papam". Die Papstwahlen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
College
University of Rostock
Grade
1,3
Author
Gino Massaro (Author)
Publication Year
2020
Pages
33
Catalog Number
V932295
ISBN (eBook)
9783346258571
ISBN (Book)
9783346258588
Language
German
Tags
habemus papstwahlen mittelalters frühen neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gino Massaro (Author), 2020, "Habemus papam". Die Papstwahlen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/932295
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