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Marshall McLuhans elektronisches Zeitalter in "A.I. - Artificial Intelligence"

Wie sich der Mensch im Film selbst amputiert

Title: Marshall McLuhans elektronisches Zeitalter in "A.I. - Artificial Intelligence"

Term Paper , 2008 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Wende (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

Nach dem Abschmelzen der Polkappen ist die Welt im Chaos versunken. Nur ein Teil
der Welt war im Stande dem Chaos Einhalt zu gebieten und entwickelt sich seit her zu
einer Gesellschaft, in der die Technik meist in Form von Robotern überlebensnotwendig
geworden ist. Für nahezu jede Arbeit, die zuvor der Mensch erledigt hatte, werden nun
Roboter eingesetzt. Vom Menschen immer weiter verbessert, schaffen diese in Steven
Spielbergs „A.I. Artificial Intelligence“ einen intelligenten Roboter mit Gefühlen: ein
Roboter, der im Stande ist, seine Mutter zu lieben. Von seinen Träumen und Wünschen
beflügelt, ein ‚echter‘ Junge zu werden, begibt sich der elfjährige Roboterjunge David,
nachdem er von seinen ‚Adoptiveltern‘ verstoßen wurde, auf eine zweitausendjährige
Reise. Am Ende muss er allerdings feststellen, dass er niemals ein ‚echter‘
Menschenjunge werden kann. Zweitausend Jahre nach seinem Bau existieren die
Menschen nicht mehr. Stattdessen bevölkern hochentwickelte ‚Wesen‘, die mit dem
Menschen nichts mehr gemeinsam haben zu scheinen, die Erde.
In der vorliegenden Arbeit ist davon auszugehen, dass diese hochentwickelten ‚Wesen‘
keine außerirdischen Lebensformen sind, sondern technische Ausweitungen des
Menschen, die wir im Folgenden posthumane Roboter nennen wollen. Dieser Ansicht
nach, gilt es zu belegen, dass in Steven Spielbergs „A.I. – Artificial Intelligence“ die
Amputation im Sinne Marshall McLuhans so weitgeführt wird, dass der Mensch im
elektronischen Zeitalter verschwindet.
Um dies nachzuweisen ist es notwendig, zunächst McLuhans Amputationsthese im
elektronischen Zeitalter zu erläutern, um anschließend Analogieschlüsse zum Film
ziehen zu können. Es sollte deutlich werden, dass sich McLuhans Gedanken im Film
wiederspiegeln, indem Parallelen zwischen ihm und dem Filminhalt aufgezeigt werden.
Diese Arbeit wird sich dabei auf die Aspekte konzentrieren, die im Film und in der
Theorie Marshall McLuhans gleichermaßen angesprochen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Vom Menschen zum Roboter

2. Amputationsthese im elektronischen Zeitalter

2.1. Die Gegenwart des Films

2.1.1. Beruf

2.1.2. Freizeit

2.1.3. Information

2.2. Zweitausend Jahre später

2.2.1. Verlauf der Ausweitung

2.2.2. Resultat der Ausweitung

3. Fazit – Der Mensch verschwindet

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Medientheorie von Marshall McLuhan auf Steven Spielbergs Film "A.I. – Artificial Intelligence" anzuwenden, um zu belegen, dass die im Film dargestellten technischen Entwicklungen eine Form der menschlichen Selbstamputation im elektronischen Zeitalter repräsentieren.

  • Die Anwendung der Amputationsthese von Marshall McLuhan auf den Film.
  • Die Analyse der technischen Ausweitungen des Menschen in der Welt von A.I.
  • Die Untersuchung der Auswirkungen von Automatisierung auf Beruf, Freizeit und Information.
  • Die Interpretation posthumaner Roboter als Ausdruck eines globalen, elektronisch vernetzten Bewusstseins.

Auszug aus dem Buch

2. Amputationsthese im elektronischen Zeitalter

Marshall McLuhan meint, dass das „elektronische Zeitalter“, das gleichzusetzen ist mit „Zeitalter der Information“ und „Zeitalter der Automation“, das „Zeitalter der Industrie“ ablösen und den Menschen in allen Lebenslagen verändern wird. Grund hierfür ist die Elektrizität, die zum einen eine Ausweitung und zum anderen ein Abbild des Zentralen Nervensystems des Menschen darstellt. Der Mensch ist also mit Beginn des Zeitalters der Elektrizität dabei, sein Zentrales Nervensystem auszuweiten und damit dieses zu amputieren.

Doch was bedeutet Amputation? Der zentrale Gedanke in Marshall McLuhans Medientheorie ist neben der tautologischen These „The medium is the message“, dass alle Techniken oder Erfindungen Ausweitungen des Menschen sind, um Geschwindigkeit und Macht zu vergrößern. Ausgeweitet werden können zum Beispiel Sinne, Organe, Körperteile und das Zentralnervensystem, wobei das Zentralnervensystem auch für die Selbstamputation verantwortlich ist.

Eine Ausweitung scheint eine Verstärkung eines Organs, eines Sinnes oder einer Funktion zu sein, die das Zentralnervensystem zu einer Reaktion des Selbstschutzes anregt, wobei der erweiterte Bereich, zumindest was eine direkte Kontrolle und bewußte Erfahrung anbelangt, betäubt wird.

Damit meint McLuhan, dass sich das Zentralnervensystem vor zu hoher Belastung zum Beispiel in Form höherer Geschwindigkeit oder Last auf ganz natürliche Weise schützen muss. Wenn die Reizeinwirkung also stark genug ist, „schützt sich das Zentralnervensystem selbst aktiv mit der Waffe der Amputation oder Absonderung des ‚kränkenden‘ Organs, Sinnes oder der gestörten Funktion“. Weiterhin ist wichtig, dass sich der Mensch im elektronischen Zeitalter zum Servomechanismus seines Computers macht. Das bedeutet, dass jede Selbstamputation zu einer weiteren Ausweitung führt. Der Mensch wird zum „Geschlechtsteil der Maschinenwelt“. Er ist dabei nicht der Lage diesen Mechanismus zu stoppen. Für „A.I. – Artificial Intelligence“ bedeutet diese Überlegung, dass sich der Mensch zum „Geschlechtsteil“ seines Roboters macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Vom Menschen zum Roboter: Einführung in die Ausgangslage des Films sowie Darlegung der Forschungsfrage, die den Zusammenhang zwischen McLuhans Medientheorie und den technologischen Entwicklungen in Spielbergs Film untersucht.

2. Amputationsthese im elektronischen Zeitalter: Theoretische Grundlegung von McLuhans Konzept der Amputation und Ausweitung, angewandt auf die gesellschaftlichen Strukturen des Films wie Beruf, Freizeit und Informationsgewinnung.

3. Fazit – Der Mensch verschwindet: Abschließende Zusammenführung der Ergebnisse, die darauf hindeutet, dass die im Film gezeigte Evolution zu posthumanen Robotern eine umfassende Selbstamputation des Menschen widerspiegelt.

Schlüsselwörter

Marshall McLuhan, Amputationsthese, elektronisches Zeitalter, A.I. Artificial Intelligence, Steven Spielberg, Ausweitung, Zentralnervensystem, Posthumanismus, Roboter, Automatisierung, Information, Bewusstsein, Medientheorie, Selbstamputation, Technikfolgen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Film "A.I. – Artificial Intelligence" von Steven Spielberg unter dem theoretischen Blickwinkel der Medientheorie von Marshall McLuhan.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Die Arbeit deckt Themen wie die Amputationsthese, die Ausweitung des menschlichen Zentralnervensystems durch Technik, die Auswirkungen des elektronischen Zeitalters auf den Alltag und die Rolle Künstlicher Intelligenz ab.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob und wie sich Marshall McLuhans Thesen zur "Amputation" im technologischen Wandel in der Welt des Films "A.I." widerspiegeln und ob der Mensch darin als "amputiertes" Wesen verschwindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird eine medientheoretische Filmanalyse durchgeführt, bei der medienwissenschaftliche Konzepte McLuhans auf den Filminhalt übertragen und durch Analogieschlüsse verifiziert werden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der unmittelbaren Gegenwart des Films (Beruf, Freizeit, Information) sowie die Untersuchung der zukünftigen, posthumanen Entwicklung durch die Ausweitung des Bewusstseins.

Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören insbesondere die Amputationsthese, das elektronische Zeitalter, mediale Ausweitungen und der Begriff der posthumanen Roboter.

Wie erklärt die Arbeit die Rolle von Robotern im Film?

Roboter werden nicht nur als reine Maschinen, sondern als "technische Ausweitungen" des Menschen interpretiert, die durch die Amputation menschlicher Fähigkeiten notwendig geworden sind.

Warum spielt die Informationsbeschaffung im Film eine Rolle?

Information wird im elektronischen Zeitalter nach McLuhan zur wichtigsten Handelsware; im Film wird dies durch Szenen verdeutlicht, in denen Informationen in einer Boutique quasi als Fast-Food-Produkt gekauft werden können.

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Details

Title
Marshall McLuhans elektronisches Zeitalter in "A.I. - Artificial Intelligence"
Subtitle
Wie sich der Mensch im Film selbst amputiert
College
University of Cologne  (Institut für Theater- Film- und Fernsehwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Felix Wende (Author)
Publication Year
2008
Pages
11
Catalog Number
V93179
ISBN (eBook)
9783638064255
Language
German
Tags
Elektronisches Zeitalter Automation Artificial Intelligence Marshall McLuhan Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Wende (Author), 2008, Marshall McLuhans elektronisches Zeitalter in "A.I. - Artificial Intelligence", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93179
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