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Bildung und Erziehung in der DDR

Titel: Bildung und Erziehung in der DDR

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 53 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Claudia Proske (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bildung und Erziehung in der DDR. Wie war das staatliche Bildungssystem der Deutschen Demokratischen Republik aufgebaut? Welche Vor- und Nachteile besaß es für Kinder und Jugendliche? In welchem Umfang wurde es vom SED-Regime als Instrument staatlicher Kontrolle genutzt? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich die folgende Seminararbeit.
Im Rahmen des Hauptseminars "Transformationsprozesse in Ostdeutschland" sollen die verschiedenen Bildungseinrichtungen von der Kinderkrippe bis zur Universität näher untersucht und dargestellt werden.
Dabei werden auch besonders die beiden großen Jugendorganisationen Thälmann-Pioniere und Freie Deutsche Jugend (FDJ) berücksichtigt und erklärt, welche Rolle diese beiden Organisationen innerhalb der Machtstellung des Regimes innehatten und wie sich eine Mitgliedschaft bzw. Nichtmitgliedschaft in einem der beiden Verbände auf das Leben der jungen Menschen und ihrer Familien auswirkte.
Bei der Recherche nach Hintergrundliteratur zum Thema Bildung und Erziehung in der DDR fiel der Autorin bereits auf, wie wenig objektive Dokumente und Publikationen zur Deutschen Demokratischen Republik veröffentlicht wurden. Auch Untersuchungen und Erhebungen, die sich neutral mit den Einstellungen der Jugend zur DDR befassten und die bereit waren, auch positive Erkenntnisse miteinzubeziehen, wurden kaum gefunden. Aus diesem Grunde finden sich innerhalb der folgenden Kapitel auch hin und wieder kleine, persönliche Anmerkungen und Schilderungen aus der Erinnerung der Autorin, die in der DDR geboren wurde und bis zu ihrem 11. Lebensjahr in Halle an der Saale lebte. Diese Anmerkungen dienen jedoch hauptsächlich dazu, zum Nachdenken anzuregen und erheben selbstverständlich keinen Anspruch auf Repräsentativität.
Die DDR-Bürger als Menschen zweiter Klasse, die sich jahrzehntelang ein sozialistisches Regime gefallen ließen, ohne aufzubegehren? Diese Meinung herrscht noch immer in vielen Köpfen vor. Anhand der folgenden Kapitel soll unter anderem versucht werden, der Deutschen Demokratischen Republik auch positive Aspekte abzugewinnen. Am Beispiel des Bildungssystems ist dies nach Meinung der Autorin durchaus möglich. Es soll aufgezeigt werden, dass die politischen Institutionen des Staaten zwar jede Möglichkeit nutzten für den Versuch, bereits die Jugend zur sozialistischen Persönlichkeit heranzubilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. STRUKTUR DES BILDUNGSWESENS IN DER DDR

2.1 GANZTÄGIGE KINDERBETREUUNG – KRIPPEN UND KINDERGÄRTEN

3. POLYTECHNISCHER UNTERRICHT AN DER ALLGEMEINBILDENDEN OBERSCHULE

3.1. Schulhorte

4. DIE ERWEITERTE OBERSCHULE

5. HOCHSCHULE UND STUDIUM

6. FREIE DEUTSCHE JUGEND UND THÄLMANN-PIONIERE

6.1 PIONIERORGANISATION ERNST THÄLMANN

6.2 FREIE DEUTSCHE JUGEND – FDJ

6.2.1 Betriebsorganisationen der FDJ

6.2.2 FDJ und Medien

6.2.3 Die FDJ als politische Organisation

6.3 Übergang zur FDJ

7. ANDERE JUGENDORGANISATIONEN IN DER DDR

8. VORMILITÄRISCHE AUSBILDUNG UND WEHRUNTERRICHT

9. GESCHICHTSUNTERRICHT IN DER DDR

9.1 Grundprobleme des Geschichtsbewusstseins bei DDR-Jugendlichen

10. SCHULE NACH DER WENDE

11. ZUSAMMENFASSUNG

12. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht den Aufbau und die ideologische Ausrichtung des Bildungssystems in der DDR. Das primäre Ziel ist es, die Rolle staatlicher Institutionen und Jugendorganisationen wie der FDJ und der Pionierorganisation bei der Formung einer "sozialistischen Persönlichkeit" kritisch zu analysieren und dabei persönliche Erfahrungen der Autorin mit wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen zu verknüpfen.

  • Struktureller Aufbau des DDR-Bildungswesens von der Krippe bis zur Universität.
  • Einfluss der Jugendorganisationen FDJ und Pionierorganisation auf die Integration und Kontrolle von Kindern und Jugendlichen.
  • Verbindung von theoretischer Bildung und polytechnischer Produktion an Schulen.
  • Die Vermittlung von Geschichtsbildern und deren Wirkung auf das Bewusstsein der Jugend.
  • Veränderungen im Schulsystem nach der politischen Wende 1989.

Auszug aus dem Buch

Die FDJ als politische Organisation

Die Organisation begriff sich trotz ihrer umfangreichen Arbeit auf dem Gebiet der Betreuung der lernenden und arbeitenden Jugend, der Kultur- und Freizeitgestaltung dennoch vornehmlich als politische Organisation, deren Hauptziel die Heranbildung der sozialistischen Persönlichkeit war. Ein Ziel, dass – wenn überhaupt – nur durch politische Arbeit verwirklicht werden konnte. Neben unzähligen Einzelveranstaltungen und Gruppenabenden, die politischen Themen gewidmet waren, war das Hauptmittel der politischen Beeinflussung der DDR-Jugend das Studienjahr der FDJ. Es gliederte sich in verschiedene Reihen von Bildungsveranstaltungen, die in regelmäßigen Abständen im Winterhalbjahr zu bestimmten Themen durchgeführt wurden. Insgesamt gab es drei solcher Reihen:

- Pionierzirkel: „Unter der blauen Fahne“ wurden die Thälmann-Pioniere im letzten Pionierjahr durchgeführt. Sie bereiteten die Thälmann-Pioniere auf den Übergang in die FDJ vor, erläuterten Aufgaben, Arbeitsweise und Statut der FDJ, schließlich vermittelten sie Kenntnisse über den Aufbau und die Politik der DDR.

- Zirkel junger Sozialisten: wurden bei den Grundorganisationen der FDJ gebildet und behandelten, je nach Bildungsstand und Interesse der Teilnehmer, Fragen der marxistisch-leninistischen Theorie, der Innen- und Außenpolitik der DDR, der Entwicklung in der UdSSR und den Staaten der sozialistischen Gemeinschaft, der Geschichte der DDR, der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, der politischen Ökonomie sowie andere aktuelle Themen. Das Zirkelangebot wurde von Jahr zu Jahr vom Zentralrat der FDJ festgelegt und mit dem Parteilehrjahr der SED koordiniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Autorin legt die Forschungsfrage dar, wie das staatliche Bildungssystem der DDR zur Kontrolle und Erziehung der Jugend genutzt wurde und bezieht dabei eigene biographische Erfahrungen mit ein.

2. STRUKTUR DES BILDUNGSWESENS IN DER DDR: Dieses Kapitel erläutert den zentralistischen Aufbau des Schulsystems, das von der Krippe über die zehnklassige polytechnische Oberschule bis hin zur Universität reichte.

3. POLYTECHNISCHER UNTERRICHT AN DER ALLGEMEINBILDENDEN OBERSCHULE: Es wird die enge Verknüpfung von theoretischem Unterricht und praktischer Arbeit in Betrieben beschrieben, die das erzieherische Grundprinzip des sozialistischen Bildungssystems darstellte.

4. DIE ERWEITERTE OBERSCHULE: Hier liegt der Fokus auf der EOS als Vorbereitungsinstitution für das Hochschulstudium unter Beibehaltung der einheitlichen ideologischen Grundvorgaben.

5. HOCHSCHULE UND STUDIUM: Die Vielfalt der Hochschularten und die soziale Sicherung der Studenten werden im Kontext der staatlichen Lenkung und Förderung thematisiert.

6. FREIE DEUTSCHE JUGEND UND THÄLMANN-PIONIERE: Dieses Kapitel analysiert die allgegenwärtige Rolle der beiden Jugendorganisationen als Instrumente zur politischen Sozialisation und gesellschaftlichen Integration.

7. ANDERE JUGENDORGANISATIONEN IN DER DDR: Neben den staatlich gelenkten Organisationen wird die eingeschränkte Existenz kirchlicher und sportlicher Jugendgruppen beleuchtet.

8. VORMILITÄRISCHE AUSBILDUNG UND WEHRUNTERRICHT: Die systematische Einbindung wehrpolitischer Inhalte und des Wehrunterrichts in den Schulalltag zur Förderung der Verteidigungsbereitschaft wird aufgezeigt.

9. GESCHICHTSUNTERRICHT IN DER DDR: Der Versuch, mittels Geschichtsunterricht ein staatskonformes Geschichtsbewusstsein zu erzeugen, und das zunehmende Scheitern dieses Vorhabens bei der Jugend werden untersucht.

10. SCHULE NACH DER WENDE: Das Kapitel reflektiert die massiven Umbrüche und Veränderungen in der Schullandschaft sowie die veränderte Wahrnehmung durch Lehrer und Schüler nach der deutschen Wiedervereinigung.

11. ZUSAMMENFASSUNG: Die Kernaussagen zur Erziehung der Jugend werden synthetisiert und die Frage der Überzeugung gegenüber der reinen Anpassung der Bürger diskutiert.

12. FAZIT: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass der Versuch der totalen Formung der Jugend nur bedingt erfolgreich war, da viele DDR-Bürger das System für ihre eigenen Zwecke nutzten.

Schlüsselwörter

Bildungssystem, DDR, FDJ, Pionierorganisation, sozialistische Persönlichkeit, Polytechnischer Unterricht, Erziehung, Geschichtsunterricht, SED, Jugendpolitik, Sozialismus, politische Kontrolle, Schullandschaft, DDR-Alltag, Wendezeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das staatliche Erziehungs- und Bildungssystem der Deutschen Demokratischen Republik und untersucht, wie dieses durch staatliche Institutionen und Jugendverbände gezielt zur ideologischen Formung der jungen Generation eingesetzt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Schwerpunkte sind der Aufbau des Schulwesens, die Bedeutung der Jugendorganisationen (FDJ und Pioniere), die Integration vormilitärischer Erziehung, der Geschichtsunterricht als Propagandamittel sowie die Transformation des Schulsystems nach der Wende.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit das SED-Regime mit seinen pädagogischen Mitteln erfolgreich war, die Jugend zur "sozialistischen Persönlichkeit" zu erziehen, und ob dieses System tatsächlich eine totale Kontrolle der Bürger ermöglichte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus der Analyse vorhandener Fachliteratur und Dokumente sowie eine qualitative, persönlich gefärbte Reflexion, wobei sie eigene Erfahrungen als in der DDR aufgewachsene Person einfließen lässt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich über die detaillierte Darstellung der Bildungsstrukturen, die Analyse der Jugendorganisationen und deren Einfluss auf den Alltag sowie die kritische Betrachtung des Geschichtsbildes und dessen Wandel zum Ende der DDR.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bildungssystem, DDR, FDJ, Pionierorganisation, Erziehung, politische Kontrolle, sozialistische Persönlichkeit und Wendezeit.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der FDJ für Jugendliche?

Die Autorin sieht die FDJ als eine allgegenwärtige Organisation, deren Mitgliedschaft für viele Jugendliche eher eine strategische Entscheidung für den persönlichen beruflichen Aufstieg als ein Ausdruck tiefer politischer Überzeugung war.

Welche Bedeutung hatte der "polytechnische Unterricht" in der DDR?

Der polytechnische Unterricht sollte die Verbindung zwischen Theorie und Praxis stärken und die Schüler bereits frühzeitig in den Produktionsprozess integrieren, um ein positives Verhältnis zur sozialistischen Arbeitswelt zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildung und Erziehung in der DDR
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Veranstaltung
Soziale Transformationsprozesse in Ostdeutschland
Note
2,0
Autor
Claudia Proske (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
53
Katalognummer
V9315
ISBN (eBook)
9783638160483
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugend Bildung Kinder Erziehung DDR Ostdeutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Proske (Autor:in), 2002, Bildung und Erziehung in der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/9315
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Leseprobe aus  53  Seiten
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