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Das Normalisierungsprinzip und seine konzeptuelle Weiterentwicklung durch Wolfensberger und Thimm

Title: Das Normalisierungsprinzip und seine konzeptuelle Weiterentwicklung durch Wolfensberger und Thimm

Term Paper , 2008 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patrick Schickedanz (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

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Summary Excerpt Details

Das Normalisierungsprinzip entstand in den 1960er Jahren und hat weitestgehend Eingang in die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung (MmgB) gefunden, auch wenn die Praxis manchmal noch weit davon entfernt zu sein scheint.

Grundgedanke ist es, MmgB die Lebensumstände zu eröffnen, die dem normalen Leben möglichst entsprechen. Einrichtungen und Institutionen für MmgB verändern sich ebenso wie die Vorurteile der Gesellschaft. In der Mitte dieser Veränderungen steht der Mensch mit geistiger Behinderung selbst.

„Das Normalisierungsprinzip beinhaltet, allen Menschen mit geistiger Behinderung Lebensmuster und Alltagsbedingungen zugänglich zu machen, die den üblichen Bedingungen und Lebensarten der Gesellschaft soweit als möglich entsprechen“.

MmgB sollen also alle Erfahrungen, Möglichkeiten und Traditionen der sie umgebenden Gesellschaft zugänglich sein. Dafür haben sich einige Grundprinzipien entwickelt, die für das Normalisierungsprinzip gültig sind. Auf sie soll im Folgenden noch eingegangen werden.

Zunächst soll aber die „geistige Behinderung“ als dreifache Behinderung dargestellt werden, wie sie von NIRJE (1994) als Grundlage für sein Menschenbild und –verständnis dargelegt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Normalisierungsprinzip

1.1 Geistige Behinderung als dreifache Behinderung

1.2 Die Prinzipien des Normalisierungsprinzips

1.3 Normalisierung in der Praxis

1.4 Missverständnisse des Normalisierungsprinzips

2. Integration und Menschen mit geistiger Behinderung

2.1 Ebenen der Integration

3. Weiterentwicklung des Normalisierungsgedankens

3.1 Aufwertung der sozialen Rolle

3.2 Annahme des Normalisierungsprinzips in den USA

3.3 Etablierung des Normalisierungsprinzips in der BRD

3.4 Gemeinwesenorientierung

4. Tendenzen gemeinwesenorientierter Hilfen

4.1 Gemeinwesenorientierung durch konfessionelle Träger

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Normalisierungsprinzip in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung, analysiert dessen konzeptuelle Weiterentwicklung durch Wolfensberger und Thimm sowie die praktische Umsetzung und Bedeutung der Gemeinwesenorientierung in Deutschland.

  • Grundprinzipien und Definitionen des Normalisierungsgedankens
  • Die Dreifachheit der geistigen Behinderung und ihre Auswirkungen
  • Konzepte der Integration und ihre verschiedenen Ebenen
  • Wissenschaftliche Weiterentwicklung durch das Konzept der sozialen Rollenaufwertung
  • Strategien zur Implementierung gemeinwesenorientierter Hilfesysteme

Auszug aus dem Buch

1. Das Normalisierungsprinzip

Das Normalisierungsprinzip entstand in den 1960er Jahren und hat weitestgehend Eingang in die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung (MmgB) gefunden, auch wenn die Praxis manchmal noch weit davon entfernt zu sein scheint.

Grundgedanke ist es, MmgB die Lebensumstände zu eröffnen, die dem normalen Leben möglichst entsprechen.

Einrichtungen und Institutionen für MmgB verändern sich ebenso wie die Vorurteile der Gesellschaft. In der Mitte dieser Veränderungen steht der Mensch mit geistiger Behinderung selbst. (vgl. NIRJE 1994, S. 175)

„Das Normalisierungsprinzip beinhaltet, allen Menschen mit geistiger Behinderung Lebensmuster und Alltagsbedingungen zugänglich zu machen, die den üblichen Bedingungen und Lebensarten der Gesellschaft soweit als möglich entsprechen“ (NIRJE 1994, S. 177).

MmgB sollen also alle Erfahrungen, Möglichkeiten und Traditionen der sie umgebenden Gesellschaft zugänglich sein.

Dafür haben sich einige Grundprinzipien entwickelt, die für das Normalisierungsprinzip gültig sind. Auf sie soll im Folgenden noch eingegangen werden.

Zunächst soll aber die „geistige Behinderung“ als dreifache Behinderung dargestellt werden, wie sie von NIRJE (1994) als Grundlage für sein Menschenbild und –verständnis dargelegt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Normalisierungsprinzip: Einführung in den Grundgedanken der Normalisierung und Darstellung der geistigen Behinderung als dreifache Belastung durch das Individuum, die erworbene Behinderung und das Bewusstsein, behindert zu sein.

1.1 Geistige Behinderung als dreifache Behinderung: Detaillierte Erläuterung der drei Ebenen: die kognitive Beeinträchtigung des Individuums, die durch gesellschaftliche Bedingungen hervorgerufene erworbene Behinderung sowie die psychische Belastung durch das Bewusstsein der eigenen Behinderung.

1.2 Die Prinzipien des Normalisierungsprinzips: Aufzählung der acht Kernprinzipien, darunter ein normaler Tages-, Wochen- und Jahresablauf sowie Respekt, Lebensstandard und normale Umweltbedingungen.

1.3 Normalisierung in der Praxis: Konkretisierung des Normalisierungsansatzes für drei Gruppen: Menschen mit schwersten Behinderungen, Menschen mit schwerer bis mittlerer Behinderung sowie Menschen mit leichter geistiger Behinderung.

1.4 Missverständnisse des Normalisierungsprinzips: Richtigstellung von acht gängigen Fehlinterpretationen, wie etwa die Verwechslung von Normalisierung mit dem Zwang zur Anpassung oder die fälschliche Annahme der Unvereinbarkeit mit speziellen Hilfen.

2. Integration und Menschen mit geistiger Behinderung: Erörterung der Integration als stärkender Prozess, der vor allem durch heterogene und kleine Gruppenzusammensetzungen gelingt.

2.1 Ebenen der Integration: Differenzierung in räumliche, funktionale, soziale, personale, gesellschaftliche und organisatorische Integration als Anspruch an eine moderne Behindertenhilfe.

3. Weiterentwicklung des Normalisierungsgedankens: Darstellung der US-amerikanischen Weiterentwicklung durch Wolfensberger, insbesondere des Paradigmenwechsels hin zur Aufwertung der sozialen Rolle.

3.1 Aufwertung der sozialen Rolle: Erläuterung des Kernkonzepts der Valorisation: Die gezielte Nutzung kulturell positiv bewerteter Mittel, um das soziale Image und die Kompetenzen von Menschen mit Behinderung zu stärken.

3.2 Annahme des Normalisierungsprinzips in den USA: Analyse der unterschiedlichen Reaktionsschwerpunkte und Widerstände bei der Etablierung des Konzepts in den USA.

3.3 Etablierung des Normalisierungsprinzips in der BRD: Einordnung der deutschen Diskussion und der Rolle von Thimm bei der Übertragung des Konzepts auf sozialpolitische und pädagogische Strukturen.

3.4 Gemeinwesenorientierung: Diskussion des Perspektivenwechsels von institutionellem hin zu personenbezogenem Denken und der Bedeutung des Lebensweltbezugs.

4. Tendenzen gemeinwesenorientierter Hilfen: Vorstellung konkreter Planungsmodelle wie regionaler Arbeitsgemeinschaften und der Strukturierung von Hilfen in Planungsregionen.

4.1 Gemeinwesenorientierung durch konfessionelle Träger: Untersuchung der Rolle kirchlicher Träger als wichtige Akteure, die ihr christliches Menschenbild stärker in die gesellschaftliche Normalisierungsarbeit einbringen sollten.

Schlüsselwörter

Normalisierungsprinzip, Geistige Behinderung, Wolfensberger, Integration, Soziale Rolle, Gemeinwesenorientierung, Behindertenhilfe, Inklusion, Lebensweltorientierung, Selbstbestimmung, Personale Integration, Konfessionelle Träger, Sozialraum, Assistenz, Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Normalisierungsprinzip als Leitlinie in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung und analysiert dessen Entwicklung sowie praktische Anwendung im deutschen Hilfesystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die Definition von Normalisierung, die verschiedenen Ebenen der Integration, das Konzept der sozialen Rollenaufwertung sowie die gemeinwesenorientierte Gestaltung von Hilfsangeboten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Normalisierungsprinzip durch theoretische Weiterentwicklungen und eine Gemeinwesenorientierung zu einem selbstbestimmten und inklusiven Leben von Menschen mit geistiger Behinderung beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und fachwissenschaftlicher Diskurse von Autoren wie Nirje, Wolfensberger und Thimm.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Normalisierungsprinzips, dessen Missverständnisse, die Ebenen der Integration sowie die praktische Weiterentwicklung durch soziale Rollenaufwertung und gemeinwesenorientierte Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Normalisierung, soziale Rollenaufwertung, Integration, Gemeinwesenorientierung und Inklusion.

Was ist unter der "dreifachen Behinderung" zu verstehen?

Nach Nirje umfasst diese die kognitive Beeinträchtigung des Individuums, die durch unzureichende soziale Rahmenbedingungen erworbene Behinderung und die psychische Last durch das Bewusstsein, als "behindert" definiert zu sein.

Warum ist das Konzept der "sozialen Rollenaufwertung" für Wolfensberger zentral?

Wolfensberger erkannte, dass Menschen primär aufgrund ihres sozialen Images bewertet werden. Die gezielte Aufwertung dieses Images und der individuellen Kompetenzen ist daher entscheidend für die gesellschaftliche Akzeptanz und Teilhabe.

Welche Rolle spielen konfessionelle Träger in der heutigen Behindertenhilfe?

Die Arbeit betont, dass kirchliche Träger durch ihr christliches Menschenbild ein hohes Potenzial für die Förderung des solidarischen Miteinanders haben, dieses aber im Zuge der Säkularisierung noch aktiver nach außen tragen sollten.

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Details

Title
Das Normalisierungsprinzip und seine konzeptuelle Weiterentwicklung durch Wolfensberger und Thimm
College
University of Cologne
Grade
1,7
Author
Patrick Schickedanz (Author)
Publication Year
2008
Pages
29
Catalog Number
V92637
ISBN (eBook)
9783638065771
ISBN (Book)
9783638952484
Language
German
Tags
Normalisierungsprinzip Weiterentwicklung Wolfensberger Thimm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Schickedanz (Author), 2008, Das Normalisierungsprinzip und seine konzeptuelle Weiterentwicklung durch Wolfensberger und Thimm, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/92637
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