Die Weltsprache Spanisch besitzt nach heutigem Forschungsstand lediglich drei spanisch-basierte Kreolsprachen, das Palenquero, das Papiamento und das Chabacano. Diese Arbeit zeigt, welche sprachlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede die drei Kreolsprachen auf phonetisch-phonologischer, morphosyntaktischer und lexikalischer Ebene aufweisen.
Alle drei Kreolsprachen weisen unterschiedliche sprachliche Einflüsse und Besonderheiten auf, denn außer dem Spanischen haben auch andere Sprachen auf die drei Kreolsprachen eingewirkt. Um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kreolsprachen zu analysieren, wird zunächst ein kurzer Überblick über die Entstehung der spanisch-basierten Kreolsprachen gegeben.
Anschließend wird auf die bedeutsamsten sprachlichen Einflüsse des Palenquero, Papiamento und Chabacano sowie deren relevantesten sprachlichen Merkmale eingegangen. Abschließend erfolgt ein Vergleich der sprachlichen Besonderheiten auf phonetisch-phonologischer, morphosyntaktischer und lexikalischer Ebene.
Anzumerken ist zudem, dass die Ausführung zu den einzelnen Kreolsprachen inhaltlich variieren können, bedingt durch die (Nicht-)Existenz spezifischer Werke, die sich in detaillierter Weise mit den jeweiligen Kreolsprachen auseinandersetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition und Entstehung spanisch-basierter Kreolsprachen
3. Einflüsse auf das Palenquero und seine sprachlichen Besonderheiten
3.1 sprachliche Merkmale auf phonetischer und phonologischer Ebene
3.2 sprachliche Merkmale auf morphosyntaktischer Ebene
3.3 sprachliche Merkmale auf lexikalischer Ebene
3.4 Zwischenergebnis
4. Einflüsse auf das Papiamento und seine sprachlichen Besonderheiten
4.1 sprachliche Merkmale auf phonetischer und phonologischer Ebene
4.2 sprachliche Merkmale auf morphosyntaktischer Ebene
4.3 sprachliche Merkmale auf lexikalischer Ebene
4.4 Zwischenergebnis
5. Einflüsse auf das Chabacano und seine sprachlichen Besonderheiten
5.1 sprachliche Merkmale auf phonetischer und phonologischer Ebene
5.2 sprachliche Merkmale auf morphosyntaktischer Ebene
5.3 sprachliche Merkmale auf lexikalischer Ebene
5.4 Zwischenergebnis
6. Vergleich der drei untersuchten Kreolsprachen
6.1 Vergleich auf phonetischer und phonologischer Ebene
6.2 Vergleich auf morphosyntaktischer Ebene
6.3 Vergleich auf lexikalischer Ebene
7. Abschließende Bemerkung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die linguistischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei spanisch-basierten Kreolsprachen Palenquero, Papiamento und Chabacano, um ihre phonetisch-phonologischen, morphosyntaktischen und lexikalischen Besonderheiten vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Entstehungsgeschichte zu analysieren.
- Systematische Definition und historische Genese spanisch-basierter Kreolsprachen
- Analyse der lautlichen und strukturellen Merkmale des Palenquero
- Untersuchung der linguistischen Einflüsse und Eigenschaften des Papiamento
- Darstellung der Besonderheiten des Chabacano auf den Philippinen
- Vergleichende Zusammenführung der Ergebnisse zur Identifikation von Mustern
Auszug aus dem Buch
3.1 sprachliche Merkmale auf phonetischer und phonologischer Ebene
Auf lautlicher Ebene weist das Palenquero Gemeinsamkeiten mit dem karibischen Spanischen auf (vgl. Schwegler 2011: 235). Es besitzt 5 Vokale /a, e, i, o, u/ sowie eine Vielzahl an Konsonanten, die das (karibische) Spanisch aufweist (vgl. Schwegler 2013: 184). So wird unter anderem das prävokalische [r] zu [l] (vgl. Lipski 2016: 274):
(1) komblá ‘comprar’
(2) aló ‘arroz’
(3) pelo ‘perro’
Ein weiteres Charakteristikum ist das Auslassen der intervokalischen Konsonanten b, d, g (vgl. Schwegler 2011: 456):
(4) hablao ‘hablado’
(5) hao ‘hago’
(6) hablá ‘hablaba’
Ferner ist das Weglassen von Liquiden in finaler Wortposition auffallend (vgl. Schwegler 2011: 456):
(7) comé ‘comer’
An dem Beispiel erkennt man, dass die Grundformen des Verbs auf den spanischen Infinitiv zurückzuführen sind und endbetont sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der spanisch-basierten Kreolsprachen ein und erläutert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.
2. Definition und Entstehung spanisch-basierter Kreolsprachen: Hier werden theoretische Grundlagen geschaffen und definiert, wie Kreolsprachen im Kontext von Sprachkontakt entstehen.
3. Einflüsse auf das Palenquero und seine sprachlichen Besonderheiten: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen phonetischen, morphosyntaktischen und lexikalischen Merkmale des Palenquero.
4. Einflüsse auf das Papiamento und seine sprachlichen Besonderheiten: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Papiamento hinsichtlich seiner Entstehung und linguistischen Struktur.
5. Einflüsse auf das Chabacano und seine sprachlichen Besonderheiten: Das Kapitel widmet sich der auf den Philippinen entwickelten Kreolsprache Chabacano und deren indigenen Einflüssen.
6. Vergleich der drei untersuchten Kreolsprachen: Die Ergebnisse werden hier zusammengeführt, um Gemeinsamkeiten und Divergenzen strukturiert gegenüberzustellen.
7. Abschließende Bemerkung und Ausblick: Die Arbeit resümiert die linguistischen Befunde und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Kreolsprachen, Palenquero, Papiamento, Chabacano, Sprachkontakt, Linguistik, Phonologie, Morphosyntax, Lexikon, Spanisch, afrikanische Substratsprachen, Kikongo, Tagalog, Varietäten, Sprachgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse der drei existierenden spanisch-basierten Kreolsprachen: Palenquero, Papiamento und Chabacano.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Untersuchung deckt die Bereiche Phonetisch-Phonologie, Morphosyntax und Lexik ab, immer im Kontext ihrer historischen Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die sprachlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Kreolsprachen systematisch aufzuzeigen und linguistisch einzuordnen.
Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?
Die Autorin/der Autor wählt einen komparativen Ansatz, bei dem zunächst jede Sprache einzeln in ihren Teilbereichen analysiert wird, um darauf aufbauend einen direkten Vergleich zu ziehen.
Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Beschreibung der lautlichen Besonderheiten, der grammatikalischen Strukturen (z.B. Pluralbildung) und der Herkunft der lexikalischen Bestände.
Welche Fachbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Kreolisierung, Sprachkontakt, Substratinflüsse, diachrone Entwicklung und morphologische Struktur.
Welche besondere Rolle spielt das Kikongo beim Palenquero?
Das Kikongo dient als maßgebliche afrikanische Substratsprache, die neben dem Spanischen die morphosyntaktischen und lexikalischen Strukturen des Palenquero maßgeblich beeinflusst hat.
Wie unterscheidet sich das Papiamento in seiner Pluralbildung?
Im Gegensatz zu den anderen untersuchten Sprachen nutzt das Papiamento für die Pluralbildung primär das Suffix -nan, das afrikanischen Ursprungs ist.
Welchen Einfluss hat das Tagalog auf das Chabacano?
Das Tagalog wirkt sich insbesondere auf die Phonologie und die Wortstellung aus, etwa durch eine Reduktion des phonologischen Systems oder die postverbale Subjektposition.
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- Anonym (Author), 2019, Die spanischen Kreolsprachen. Analyse der phonetisch-phonologischen, morphosyntaktischen und lexikalischen Besonderheiten des Palenquero, Papiamento und Chabacano, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/926230