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Rassenideologie und Antisemitismus im faschistischen Italien

Titel: Rassenideologie und Antisemitismus im faschistischen Italien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christian Pötsch (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit mit dem Titel „Rassenideologie und Antisemitismus im faschistischen Italien“ untersuche ich den italienischen Faschismus hinsichtlich rassistischer und antisemitischer Tendenzen.
Der italienische Faschismus, der als Vorbild für den deutschen Nationalsozialismus fungierte, der sich selber auf die Fahnen geschrieben hatte, das Judentum in seiner Gesamtheit auszurotten, war in seiner ursprünglichen Form nicht rassistisch oder antisemitisch. Der Antisemitismus des deutschen Nationalsozialismus, der eine der Hauptpfeiler der nationalsozialistischen Ideologie darstellte, war in dieser Form dem italienischen Faschismus fremd. Warum sich aber im Laufe der dreißiger Jahre doch staatlich regulierter Antisemitismus in Italien sowie ein Rassismus, der an das Apartheidregime in Südafrika erinnert werde ich versuchen zu untersuchen und zu analysieren.
Ich werde zunächst auf die Lage der italienischen Juden am Vorabend des Faschismus eingehen, um einen kurzen Überblick ihrer gesellschaftlichen Situation zu geben. Dann werde ich auf den Antisemitismus in der italienischen katholischen Kirche eingehen, da dieser später noch einen gewichtigen Einfluss auf den Faschismus haben sollte. Ich werde versuchen, zu klären, ob eine antisemitische Ideologie den Faschismus schon immer begleitet hat, oder ob dieser erst später Einzug hielt. Im darauffolgenden Abschnitt werde ich konkret auf das „Dekret zum Schutz der Rasse in Italien“ eingehen, da dieses Gesetz die Lage der Juden und ihre zukünftige Stellung im italienischen Staat regelte. Den ersten großen Komplex werde ich dann mit einer Art Übersichtsdarstellung der Jahre 1938 bis 1945 abschließen.
Im zweiten Komplex dieser Hausarbeit werde ich zunächst auf das Problem des Rassismus im Faschismus eingehen, ob er so, wie er später staatlich reglementiert wurde, eine Doktrin des Faschismus war, oder ob er erst später durch äußere Einflüsse Einzug gehalten hat in die Ideologie des Faschismus. Dann werde ich anhand eines konkreten Beispiels, der rassistischen Kolonialpolitik Italiens in Afrika, versuchen herauszustellen, inwieweit der Rassismus der Theorie in einen praktischen Rassismus umgesetzt wurde.
Im dritten Teil meiner Hausarbeit werde ich noch eine Zusammenfassung meiner hier dargelegten Ausführungen geben. Gleichzeitig werde ich in der Zusammenfassung versuchen die Frage zu beantworten, ob und wenn ja, wie der Antisemitismus und Rassismus Teil der Ideologie des italienischen Faschismus werden konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entwicklung des Antisemitismus im faschistischen Italien

1.1 Lage der italienischen Juden vor der Machtergreifung des Faschismus

1.2 Klerikaler Antisemitismus

1.3 Antisemitismus in der faschistischen Ideologie

1.4 „Dekret zum Schutz der Rasse in Italien“

1.5 Die Jahre 1938 bis 1943

2. Rassenideologie im faschistischen Italien

2.1 Das Problem des rassistischen Faschismus

2.2 Die Auswirkungen des „Dekrets zum Schutz der Rasse in Italien“ auf die italienischen Kolonien in Afrika

2.3 Apartheid in Abessinien

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen rassistischer und antisemitischer Tendenzen innerhalb des italienischen Faschismus und analysiert, inwieweit diese als originäre Bestandteile der Ideologie anzusehen sind oder erst durch äußere Einflüsse und pragmatische Erwägungen in den italienischen Staat Einzug hielten.

  • Die gesellschaftliche Situation der Juden in Italien vor und während des Faschismus.
  • Der Einfluss der katholischen Kirche auf die antisemitische Gesetzgebung.
  • Die Rolle Mussolinis und die Annäherung an die Ideologie des deutschen Nationalsozialismus.
  • Die Umsetzung rassistischer Politik in den italienischen Kolonien, insbesondere in Libyen und Abessinien.

Auszug aus dem Buch

1.2 Klerikaler Antisemitismus

Im Zuge des Risorgimento wurde, wie schon oben erwähnt, der Kirchenstaat aufgelöst und in den neuen italienischen Staat eingegliedert, der Papst hatte somit alle seine weltlichen Güter verloren und auch seinen Status als weltlicher Herrscher. Der Vatikan war darüber wenig begeistert und suchte, wie es schon an anderer Stelle in der Geschichte vorgekommen war, einen Sündenbock für die missliche Lage. Und wie so oft auch in der Geschichte mussten wieder einmal die Juden diesen Part des Sündenbocks übernehmen, denn sie galten nun nicht mehr „nur“ als Christusmörder, sondern vielmehr als Inbegriff des Liberalismus, des Sozialismus, des Kapitalismus und der Moderne schlechthin. Zusätzlich zum religiösen Hass auf die Juden war man neidisch auf dieselbigen, da diese in relativ kurzer Zeit durch harte Arbeit und Bildung schnell zu Vermögen gekommen waren. Besonders seit dem Pontifikat Papst Leos XIII. war ein deutlicher Aufschwung des Antisemitismus seitens der Katholischen Kirche bemerkbar. Die Kleriker im Vatikan griffen, um ihrem Ärger Luft zu machen, wieder die alten Vorurteile auf, zu nennen wären Ritualmordvorwürfe, die wieder aufgewärmt wurden, sowie das alte Bild vom Juden als eine Art Vampir, der dem hart arbeitenden christlichen Menschen das Blut aussaugt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich rassistischer Tendenzen im italienischen Faschismus und stellt die methodische Vorgehensweise sowie den aktuellen Forschungsstand dar.

1. Entwicklung des Antisemitismus im faschistischen Italien: Dieses Kapitel zeichnet den Wandel von einer weitgehend gleichgestellten jüdischen Bevölkerung hin zu einer staatlich reglementierten Verfolgung nach, maßgeblich beeinflusst durch kirchliche Strömungen und die „Achse Berlin-Rom“.

2. Rassenideologie im faschistischen Italien: Hier wird analysiert, dass ein systematischer Rassismus erst durch die koloniale Expansion in Afrika und die Hinwendung Mussolinis zum NS-Vorbild als Instrument staatlicher Politik etabliert wurde.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Rassenideologie und Antisemitismus im italienischen Faschismus keine genuinen Ideologiemerkmale waren, sondern als „Rassismus von oben“ erst unter äußeren Rahmenbedingungen implementiert wurden.

Schlüsselwörter

Italienischer Faschismus, Antisemitismus, Rassenideologie, Benito Mussolini, Dekret zum Schutz der Rasse in Italien, Katholische Kirche, Kolonialpolitik, Abessinien, Apartheid, Nationalsozialismus, Rassenmischung, Lateranverträge, Ideologietransfer, Zwischenkriegszeit, Faschismusforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Entstehen von rassistischen und antisemitischen Ideologien im italienischen Faschismus unter Benito Mussolini.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftlichen Rolle der Juden, dem Einfluss der katholischen Kirche und der rassistischen Kolonialpolitik in Afrika.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob der Antisemitismus und Rassismus bereits Teil der ursprünglichen faschistischen Ideologie war oder ob diese erst durch äußere Umstände importiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturarbeit und dem Vergleich zwischen der Ideologie des italienischen Faschismus und des deutschen Nationalsozialismus basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des klerikalen Einflusses, der rechtlichen Diskriminierung durch das Rassegesetz von 1938 und die koloniale Praxis der Apartheid in Abessinien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören das Dekret zum Schutz der Rasse, der Einfluss des Vatikans, die kolonialen Ambitionen in Afrika und der ideologische Vergleich mit dem NS-Regime.

Warum war der Antisemitismus in Italien anfangs weniger stark als in Deutschland?

Italien hatte keine tief verwurzelte antisemitische Tradition in der Bevölkerung; zudem waren viele Juden in den faschistischen Aufbau in Italien integriert.

Wie wirkte sich die koloniale Expansion in Abessinien auf die italienische Rassenpolitik aus?

Die Eroberung Abessiniens zwang das Regime dazu, eine Politik der Rassentrennung zu entwickeln, um die Vorherrschaft der Kolonialherren gegenüber der schwarzen Bevölkerung zu legitimieren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rassenideologie und Antisemitismus im faschistischen Italien
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Volkskunde/Kulturgeschichte)
Veranstaltung
Die Ästhetik des mediterranen Faschismus
Note
2,0
Autor
Christian Pötsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V92313
ISBN (eBook)
9783638061148
ISBN (Buch)
9783638950619
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rassenideologie Antisemitismus Italien Faschismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Pötsch (Autor:in), 2007, Rassenideologie und Antisemitismus im faschistischen Italien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/92313
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Leseprobe aus  24  Seiten
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