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Wundervölker, Monstrosität und Hässlichkeit im Mittelalter

Titel: Wundervölker, Monstrosität und Hässlichkeit im Mittelalter

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 48 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jamil Claude (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Meine Arbeit im Rahmen des mediävistischen Hauptseminars „Unhöfische Menschen: Randständige, Außenseiter und Exoten in der mittelhochdeutschen Literatur“ beschäftigt sich mit der Thematik der Wundervölker, der Monstrosität und Hässlichkeit im Mittelalter. Das spezifische Moment der mittelalterlichen ‚monstra’ und ‚homines monstruosi’ sowie das ihnen eigene Ausgrenzungscharakteristikum gegenüber anderen unhöfischen Menschen, wie sie etwa Behinderte, Bettler, Ausgestossene und Ausgegrenzte repräsentieren, besteht in ihrer Zugehörigkeit zu den beiden, sowohl der höfischen, als auch der ausserhöfischen und damit wilden und naturhaften Sphäre, zugleich. Laut Giloy-Hirtz sind die Ungeheuer „(…) wesentlicher Bestandteil der poetischen Welt, wie sie der Artusroman konstituiert." (...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Mittelalterliche Vorstellungswelten

III. Hässlichkeit

III. 1. Die Technik der Hässlichkeitsbeschreibungen

III. 2. Menschliche Hässlichkeit

III. 2. 1. Funktionalisierung der Exotenhässlichkeit

III. 2. 2. Zwerg und Schrat

III. 2. 2. 1. Die Zwerge in der mittelhochdeutschen Literatur

III. 2. 3. Die Riesen

III. 2. 3. 1. Die Funktion der Riesen

III. 3. Tierisch-menschliche Hässlichkeitsbeschreibungen

III. 3. 1. Die Tierattribute

III. 4. Attributekatalog der Hässlichkeitsbeschreibungen

IV. Theoretische Überlegungen zur Funktion des Hässlichen

IV. 1. Einleitung

IV. 2. Hässlichkeit als Gegenpol des Schönen

IV. 3. Hässlichkeit als stilistisches Moment zur Schönheitssteigerung durch Kontrastwirkung

IV. 4. Hässlichkeit im theologisch-religiösen Kontext

IV. 4. 1. Hässlichkeit als Merkmal der Teufelsverwandtschaft

IV. 4. 2. Hässlichkeit als äußeres Symbol innerlicher Unvollkommenheit und der Sünde

V. Ungeheuer, Monster und Wundervölker

V. 1. Ungeheuer

V. 2. Monster

V. 3. Der Ursprung der Ungeheuer, Monster und Wundervölker

V. 4. Mittelalterliche Normvorstellungen als Konstitutionsbedingung der Ungeheuer, Monster und Wundervölker

V. 5. Die Monster und Ungeheuer innerhalb des göttlichen Heilsplans

V. 6. Die Monster und Ungeheuer als ritterliche Bewährungsprobe des arthurischen Helden und Konstitutionsbedingung der ritterlich-höfischen Gesellschaft

VI. Literaturbeispiele

VII. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Wundervölkern, Monstern und unhöfischen Menschen in der mittelhochdeutschen Literatur. Ziel ist es aufzuzeigen, dass diese Figuren keine bloßen Randerscheinungen sind, sondern als konstitutive Elemente des mittelalterlichen Weltbildes fungieren, die durch ihre Hässlichkeit und Abweichung von der Norm die höfische Ordnung definieren und den ritterlichen Helden in seiner Bewährungsprobe herausfordern.

  • Die Funktion der Hässlichkeit als Gegenpol zum höfischen Schönheitsideal.
  • Die literarische Typologisierung von Zwergen und Riesen im Mittelalter.
  • Die theologische Einbettung des Monströsen in den göttlichen Heilsplan.
  • Die Bedeutung von Monstern als Projektionsflächen für Identitätskonflikte des mittelalterlichen Menschen.
  • Das Spannungsfeld zwischen höfischer Kultur und der als „wild“ empfundenen Außenwelt.

Auszug aus dem Buch

I. EINLEITUNG

Meine Hausarbeit im Rahmen des mediävistischen Hauptseminars „Unhöfische Menschen: Randständige, Außenseiter und Exoten in der mittelhochdeutschen Literatur“ beschäftigt sich mit der Thematik der Wundervölker, der Monstrosität und Hässlichkeit im Mittelalter. Das spezifische Moment der mittelalterlichen ‚monstra’ und ‚homines monstruosi’ sowie das ihnen eigene Ausgrenzungscharakteristikum gegenüber anderen unhöfischen Menschen, wie sie etwa Behinderte, Bettler, Ausgestossene und Ausgegrenzte repräsentieren, besteht in ihrer Zugehörigkeit zu den beiden, sowohl der höfischen, als auch der ausserhöfischen und damit wilden und naturhaften Sphäre, zugleich.

Laut Giloy- Hirtz sind die Ungeheuer „(…) wesentlicher Bestandteil der poetischen Welt, wie sie der Artusroman konstituiert. Dabei ist ihre Bedeutung nicht festgelegt auf die Verkörperung des Bösen, des Hässlichen, des Unheimlichen oder Unerhörten. Sie leben nicht nur ausgegrenzt und verbannt in den Regionen des Phantastischen jenseits des Artushofes, sie gehören vielmehr der Sphäre der Zivilisation wie der Wildnis an. Sie sind nicht allein Inventar des Waldes, fremd und bedrohlich, wie selbstverständlich sind sie ebenso im vertrauten höfischen Ambiente gegenwärtig. Oftmals gehören sie der arthurischen Lebenswelt an, und ohne dass ihnen eine besondere Funktion für den Handlungsverlauf zukäme, schafft ihre Präsenz das typisch Atmosphärische der Gattung.“

Zum Inventar dieses typisch Atmosphärischen zählt beispielsweise auch der zwergenhafte Hofnarr, dessen äussere Physiognomie die mittelalterliche Hofgesellschaft, welche sich gerne mit einem gewissen Flair des Exotischen umgab, zum Staunen animieren sollte und dessen Aufgabe am Hofe einzig und allein darin bestand, Letztere zu unterhalten. Oftmals brachten die Ritter von ihren ‚âventiuren’ in der exotischen Ferne Vertreter dieser Wundervölker als Gastgeschenke oder Siegestrophäen mit an den Hof.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Wundervölker und Monster als Grenzfiguren zwischen höfischer Kultur und wilder Natur.

II. Mittelalterliche Vorstellungswelten: Untersuchung des mittelalterlichen Weltverständnisses, in dem reale Alltags- und imaginäre Phantasiewelt eng miteinander verflochten waren.

III. Hässlichkeit: Analyse der ästhetischen und moralischen Kategorien von Hässlichkeit, ihrer Beschreibungstechniken und ihrer Bedeutung in der Literatur.

IV. Theoretische Überlegungen zur Funktion des Hässlichen: Reflexion über die Rolle der Hässlichkeit als Gegenpol zur Schönheit und ihre theologisch-moralische Einordnung.

V. Ungeheuer, Monster und Wundervölker: Definition und Ursprungsanalyse der verschiedenen Fabelwesen sowie ihre Bedeutung für das Selbstverständnis der höfischen Gesellschaft.

VI. Literaturbeispiele: Konkrete Anwendung der erarbeiteten Thesen anhand von Beispielen aus der Artusepik wie „Iwein“ und „Wigalois“.

VII. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der identitätsstiftenden Funktion von Monstern und Wundervölkern als Grenzerfahrung der höfischen Welt.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Wundervölker, Monstrosität, Hässlichkeit, Artusroman, höfische Kultur, Exoten, Homines monstruosi, Zwerge, Riesen, symbolische Funktion, Identität, Grenzerfahrung, Natur-Kultur-Antagonismus, christliche Kosmologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarische Darstellung und Funktion von Wundervölkern, Monstern und Außenseitern in der mittelhochdeutschen Literatur, insbesondere im Kontext der höfischen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ästhetik des Hässlichen, die Symbolik von Monstern als Gegenbilder zur höfischen Ordnung und die Rolle dieser Figuren als Herausforderung für den ritterlichen Helden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Wundervölker und Monster im Mittelalter nicht bloß fiktive Ausschmückungen sind, sondern eine wichtige Rolle in der Sinnstiftung und moralischen Selbstvergewisserung der höfischen Welt spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Untersuchung, die deskriptive Analysen, die Auswertung von Attributekatalogen und die Einbettung in den theologisch-historischen Kontext mittelalterlicher Weltbilder kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Technik der Hässlichkeitsbeschreibung, die Spezifika von Zwergen und Riesen, sowie theoretische Überlegungen zur Funktion des Hässlichen und die Bedeutung von Monstern innerhalb des göttlichen Heilsplans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mittelalter, Wundervölker, Monstrosität, Hässlichkeit, Artusroman, Identität und die Abgrenzung zwischen höfischer Kultur und einer als „wild“ empfundenen Gegenwelt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Zwergen in der mittelhochdeutschen Literatur von der altfranzösischen?

Während Zwerge in der altfranzösischen Literatur oft als hässlich, bucklig und perfide gezeichnet werden, werden sie in der deutschen Literatur des Mittelalters häufiger als schöne, reiche und weise Ritter dargestellt.

Warum ist das Monster für den ritterlichen Helden so wichtig?

Das Monster fungiert als „Bewährungsprobe“. Im Kampf gegen das als böse oder hässlich wahrgenommene Wesen kann der ritterliche Held seine Tugenden unter Beweis stellen und die höfische Ordnung festigen.

Welche Rolle spielt die „Schwärze“ im Kontext der Hässlichkeit?

Die dunkle oder schwarze Hautfarbe ist eines der häufigsten Hässlichkeitsattribute und wird in der mittelalterlichen Farb- und Symbollehre fast immer mit dem Negativen, dem Bösen und dem Teuflischen assoziiert.

Wie ist die Figur „Cundrîe“ aus dem Parzival in diesem Kontext zu bewerten?

Cundrîe dient als Beispiel für eine Diskrepanz zwischen äußerer Hässlichkeit und inneren moralischen Qualitäten; sie ist eine Allegorie, deren Hässlichkeit eine wichtige Nachricht unterstreicht, statt nur böses Wesen zu sein.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wundervölker, Monstrosität und Hässlichkeit im Mittelalter
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
2,3
Autor
Jamil Claude (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
48
Katalognummer
V91594
ISBN (eBook)
9783638059688
ISBN (Buch)
9783640633517
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wundervölker Monstrosität Hässlichkeit Mittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jamil Claude (Autor:in), 2003, Wundervölker, Monstrosität und Hässlichkeit im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/91594
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