Diese Arbeit gibt praxisnahe Beispiele für eine internetbasierte Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, eine breitere Öffentlichkeit auf die Gemeindeangebote aufmerksam zu machen, der Öffentlichkeit Informationen über die gemeindlichen Aktivitäten bereitzustellen und die Website weiterzuentwickeln hin zu einer Informations- und Vermittlungsplattform für übergemeindliche, städtische und regionale Angebote rund um gemeindliche Aktivitäten. Dazu sollen auch die sozialen Medien einbezogen werden.
Online-basierte Öffentlichkeitsarbeit spielt im kirchlichen Bereich eine immer wichtigere Rolle. Die Kirchengemeinde ist eine lokale Vernetzung verschiedenster Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die sich mit ihrer individuellen Motivation einbringen können und ihre Wünsche ans Gemeindeleben mitbringen. Die Vernetzung verschiedener Medien sorgt dafür, dass man sich in der Kirchengemeinde besonders wahrnimmt, anders kommuniziert, experimentiert und lernt, wie man neue Wege beschreiten kann.
Eine Herausforderung besteht darin, die vorhandenen, vielfältigen digitalen Medien mit ihren jeweiligen Stärken zum Nutzen und ohne Überforderung der Gemeinde einzusetzen. Keine Kirchengemeinde gleicht der anderen, sodass trotz des großen World Wide Web viele kreative Lösungen für den lokalen Gebrauch vor Ort entwickelt werden sollten.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangssituation, Situationsanalyse und Aufgabenstellung
2. Strategische Ziele der Erweiterung des Online-Angebots der Gemeinde
3. Demographische Zielgruppen-Analyse und Zielgruppensegmentierung
4. Operative Ziele: Wie finden Angebot und Zielgruppe zueinander?
5. Technische Ziele
6. Online-Recherchemöglichkeit für die Musikbibliothek
7. Online-Konzertkalender
8. Rubrik “Hilfe und Unterstützung”
9. Einrichtung eines YouTube Kanals
10. Einrichtung einer Facebook-Fanpage
11. Einrichtung eines Email-Newsletters
12. Rechtliche Hinweise
13. Strukturierung der Website
14. Site-Plan für die Website
15. Kostenaufstellung für den laufenden Betrieb der Website
16. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit zielt darauf ab, ein ganzheitliches Konzept für eine online-basierte Angebotspräsentation und Öffentlichkeitsarbeit einer Kirchengemeinde zu entwickeln, um die Reichweite der Gemeindearbeit zu erhöhen und als digitale Vermittlungsplattform für soziale Angebote zu fungieren.
- Entwicklung einer zielgruppenorientierten Web-Struktur für verschiedene Altersgruppen.
- Integration von sozialen Medien (Facebook und YouTube) zur Steigerung der Interaktion.
- Konzeption digitaler Mehrwertdienste wie Musikrecherche und Online-Hilfsangebote.
- Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit durch E-Mail-Newsletter und Online-Präsenz.
- Etablierung einer digitalen Infrastruktur zur sozialen Vernetzung in der Stadt.
Auszug aus dem Buch
1. Ausgangssituation, Situationsanalyse und Aufgabenstellung
Die evangelische Beispiel-Kirchengemeinde einer mittelgroßen Stadt (ca. 80.000 Einwohner, davon ca. 15% evangelisch und 45% katholisch, im unmittelbaren Einzugsbereich zweier Großstädte als überregionale Zentren mit insgesamt knapp 2,5 Millionen Einwohnern) möchte ihr Angebot im Online-Bereich erweitern. Die Kirchengemeinde ist im Kirchenkreis verbunden mit 30 weiteren Gemeinden (insgesamt etwa 110.000 Gemeindeglieder).
Ziel ist es, eine breitere Öffentlichkeit auf die Gemeindeangebote aufmerksam zu machen, der Öffentlichkeit Informationen über die gemeindlichen Aktivitäten bereitzustellen und die Website weiterzuentwickeln hin zu einer Informations- und Vermittlungsplattform für übergemeindliche, städtische und regionale Angebote rund um gemeindliche Aktivitäten. Dazu sollen auch die sozialen Medien einbezogen werden.
Die Gemeinde sieht einen besonderen Auftrag im sozialen Bereich. Menschen verschiedener Generationen und sozialer Schichten sollen in ihr miteinander in Kontakt kommen und mit Hilfe der gemeindlichen Ressourcen, den Vernetzungsmöglichkeiten und der gemeinsamen Manpower voneinander profitieren können.
Eine regelmäßig aktualisierte HTML-Website und ein gedruckter, vierteljährlich erscheinender Gemeindebrief, die beide das Gemeindelogo als Corporate Design nutzen, bestehen bereits. Zwei loyale ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich aktuell um die Öffentlichkeitsarbeit im Online-Bereich. Sie haben ihre Bereitschaft erklärt, sich auf neue Konzepte einzulassen und gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitern das Online-Angebot der Gemeinde zu erweitern. Auf der aktuellen Website werden die wöchentlich regelmäßigen Gruppenveranstaltungen, der Gottesdienstkalender und besondere Termine wie Konzerte und Konfirmandenfreizeiten publiziert. Hier wird auch der vierteljährlich als Printausgabe erscheinende Gemeindebrief ergänzend als PDF zum Download bereitgestellt.
Während der Gemeindebrief in größeren Zeitabständen grundlegende Informationen liefert und über Ereignisse allgemeinen Gemeindeinteresses informieren soll, soll die Website und noch viel mehr der Facebook- und YouTube-Kanal tagesaktuelle Ereignisse aufgreifen und zur Interaktion animieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausgangssituation, Situationsanalyse und Aufgabenstellung: Analysiert den Ist-Zustand der Kirchengemeinde und definiert das Ziel einer erweiterten, interaktiven Online-Plattform.
2. Strategische Ziele der Erweiterung des Online-Angebots der Gemeinde: Beschreibt die Vision, die Website als Service- und Vermittlungsplattform zur sozialen Vernetzung über Gottesdienste hinaus zu etablieren.
3. Demographische Zielgruppen-Analyse und Zielgruppensegmentierung: Unterteilt Gemeindemitglieder in Altersgruppen und weist diesen spezifische Online-Maßnahmen und Interessen zu.
4. Operative Ziele: Wie finden Angebot und Zielgruppe zueinander?: Erläutert die praktische Planung für ein Redaktionsteam und die Verknüpfung der digitalen Kanäle.
5. Technische Ziele: Definiert konkrete Anforderungen für die Vernetzung mit sozialen Diensten und die Einführung einer Musikbibliothek-Recherche.
6. Online-Recherchemöglichkeit für die Musikbibliothek: Detailliert die Digitalisierung der Bestandsverwaltung zur besseren Vernetzung von Musikern und Künstlern.
7. Online-Konzertkalender: Beschreibt die Einrichtung eines digitalen Terminkalenders zur Erhöhung der regionalen Sichtbarkeit.
8. Rubrik “Hilfe und Unterstützung”: Konzipiert ein Informationsportal für soziale Beratungsangebote und Initiativen.
9. Einrichtung eines YouTube Kanals: Fokussiert auf die Nutzung von Videoformaten zur geistlichen Impulsgebung und Dokumentation.
10. Einrichtung einer Facebook-Fanpage: Behandelt die Nutzung von Social Media für den direkten Austausch und die virtuelle Vernetzung.
11. Einrichtung eines Email-Newsletters: Erklärt den Einsatz eines Newsletters zur regelmäßigen Kommunikation und Kosteneinsparung beim Gemeindebrief.
12. Rechtliche Hinweise: Klärt Anforderungen zu Datenschutz (DSGVO), Double-Opt-In und Gema-Regelungen.
13. Strukturierung der Website: Bietet ein hierarchisches Konzept für die Benennung und inhaltliche Gliederung der Website-Rubriken.
14. Site-Plan für die Website: Begründet den Einsatz eines CMS für eine effiziente Selbstverwaltung durch die Gemeinde.
15. Kostenaufstellung für den laufenden Betrieb der Website: Listet den geschätzten Zeitaufwand und die finanziellen Anschaffungskosten auf.
16. Zusammenfassung: Fasst organisatorische Empfehlungen für den langfristigen Betrieb und die Arbeitsweise zusammen.
Schlüsselwörter
Kirchenmarketing, Online-Strategie, Gemeindearbeit, Digitalisierung, Social Media, Zielgruppenanalyse, Web-Struktur, Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlungsplattform, Newsletter, Musikbibliothek, Ehrenamt, Soziale Vernetzung, DSGVO, Website-Planung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein Konzept, wie eine Kirchengemeinde ihre digitale Präsenz modernisieren und als Informations- sowie Vermittlungsplattform für soziale und kulturelle Angebote ausbauen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Zielgruppenanalyse, dem Aufbau einer strukturierten Website, der Integration sozialer Medien und der digitalen Vernetzung kirchlicher Angebote.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Kirchengemeinde als moderne und niederschwellige Anlaufstelle im Internet zu etablieren, um sowohl die Kerngemeinde zu erreichen als auch kirchenferne Bürger anzusprechen.
Welche wissenschaftliche bzw. konzeptionelle Methodik wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Situationsanalyse zur Bestandsaufnahme, eine demographische Segmentierung zur Zielgruppenbestimmung sowie eine operative Planungsstruktur zur technischen Umsetzung.
Was wird im Hauptteil des Konzepts behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Ausrichtung, spezifische Online-Maßnahmen (wie YouTube, Facebook, Newsletter, Musikrecherche) und die rechtlichen sowie organisatorischen Rahmenbedingungen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?
Die zentralen Begriffe sind Kirchenmarketing, Online-Strategie, digitale Vernetzung, Zielgruppenorientierung und Gemeindearbeit.
Wie soll das Problem der begrenzten personellen Ressourcen gelöst werden?
Das Konzept empfiehlt die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen sowie den Einsatz eines CMS, das eine einfache inhaltliche Pflege durch die Mitarbeiter ermöglicht.
Welche Rolle spielen soziale Medien für die Gemeinde?
Social Media Kanäle wie YouTube und Facebook werden als wichtige Werkzeuge für tagesaktuelle Kommunikation, Interaktion und als niederschwelliges Angebot für die Zielgruppen identifiziert.
Warum wird eine digitale Musikbibliothek geplant?
Sie soll als Alleinstellungsmerkmal dienen und die regionale Vernetzung von Musikschaffenden, Chören und Lehrern durch ein unkompliziertes Recherche-Tool fördern.
Wie werden rechtliche Aspekte wie Datenschutz berücksichtigt?
Die Arbeit betont die Einhaltung der DSGVO durch Double-Opt-In-Verfahren bei Newslettern, Impressumspflicht auf sozialen Kanälen und die Beachtung von Gema-Regelungen für Online-Videos.
- Quote paper
- Jens Engel (Author), 2020, Online Marketing und Öffentlichkeitsarbeit im kirchlichen Bereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/915213