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Rechtsfragen des Mobbing im Arbeitsverhältnis. Ursachen und Folgen

Title: Rechtsfragen des Mobbing im Arbeitsverhältnis. Ursachen und Folgen

Diploma Thesis , 2007 , 96 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) Christian Kronjäger (Author)

Law - Civil / Private / Industrial / Labour

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Summary Excerpt Details

Eine genaue Definition ist notwendig, um Mobbing abgrenzen zu können zu anderen Vorhalten wie Hänseleien, Sticheleien oder nur von einer reinen Unverschämtheit.
Der Begriff „Mobbing“ leitet sich aus dem englischen Wort „mob“ ab. Es bedeutet „über jemanden lärmend herfallen“, „jemanden anpöbeln, attackieren oder angreifen“. Der Ursprung liegt im lateinischen: „mobile vulgus“. Übersetzt heißt dies:“ aufgewiegelte Volksmenge, auch Pöbel und Gesindel“.
In den fünfziger Jahren wurde der Begriff von Konrad Lorenz – einem österreichischen Verhaltensforscher - ins Deutsche eingeführt. Er hat das Angriffsverhalten einer Gruppe gegen einzelne Eindringlinge zum Schutz dieser Gruppe „Mobbing“ genannt. Der schwedische Arzt und Schuldirektor Peter-Paul Heinemann, hat den Begriff Mobbing 1969 in seine Arbeiten über Psychosoziale Gewalt unter Kindern übernommen. Durch die Untersuchungen des deutschen Arbeitspsychologen Heinz Leymann in Schweden, bekam das Wort „Mobbing“ die Bedeutung, die es heute in Deutschland hat.
In der Literatur finden sich vielfältige Definitionen. In meiner Diplomarbeit, beschränke ich mich auf die Definition von Heinz Leymann und der Definition des BAG, sowie des LAG Thüringen.
Definition von Leymann:
„Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind ( von einer oder mehreren anderen) die sehr oft und über einen längerem Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehungen zwischen Tätern und Opfern kennzeichnen“.
Das Bundesarbeitsgericht hat „Mobbing“ in der Entscheidung zu einer Schulungsveranstaltung für Betriebsratsmitglieder aus dem Jahr 1997 definiert.
Nach der Definition des Bundesarbeitsgerichts ist Mobbing „ das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte“.
Eine sehr ausführliche Definition ist in der ersten landesarbeitsgerichtlichen Entscheidung zu finden. Das LAG Thüringen bestimmte 2001 Mobbing als „fortgesetzte, aufeinander aufbauende oder ineinander übergreifende, der Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung dienende Verhaltensweisen (...), die nach ihrer Art und ihrem Ablauf im Regelfall einer übergeordneten, von der Rechtsordnung nicht gedeckten Zielsetzung förderlich sind und jedenfalls in ihrer Gesamtheit das allgemeine Persönlichkeitsrecht, die Ehre oder die Gesundheit des Betroffenen verletzen“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung. Was ist Mobbing, Ursachen und Folgen

1. Begriffsdefinition

2. Ursachen von Mobbing

2.1 Motive des Mobbing-Täters

2.2 Das Mobbing-Opfer

2.3. Weitere Ursachen

2.3.1 Gesellschaftliche Ursachen

2.3.2 Betriebliche Ursachen

2.3.2.1 Organisation der Arbeit

2.3.2.2 Ursachen in der Sozialstruktur

3. Folgen von Mobbing

3.1 Folgen auf der individuellen Ebene

3.1.1 Auswirkungen auf der privaten und familiären Ebene

3.2 Betriebs- und volkswirtschaftliche Folgen

II. Arbeits- und zivilrechtliche Aspekte des Mobbing im Individualarbeitsrecht

1. Einleitung

2. Überblick

2.1 Schadensersatz für Mobbinghandlungen

3. Ansprüche bei Mobbing durch Kollegen gegen Kollegen

3.1 Deliktische Ansprüche

3.2 Besonderheiten der deliktischen Haftung

3.3 Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts

3.4 Schmerzensgeld

3.5 Unterlassungsanspruch

3.6 Widerruf ehrenverletzender Erklärungen

4. Ansprüche gegen den Arbeitgeber bei Mobbing durch Kollegen

4.1 Haftung für Verrichtungsgehilfen, § 831 BGB

4.2 Haftung für Organisationsverschulden

4.2.1 Haftung aus Vertrag

4.2.2 Haftung aus Delikt

4.3 Vertragliche Schadensersatzansprüche, § 280 I BGB

4.3.1 Eigene Haftung

4.3.2 Haftungszurechnung

4.4 Schmerzensgeldansprüche

4.4.1 Definition von Schmerzensgeld

4.5 Ersatz des immateriellen Schadens und Schmerzensgeld

4.6 Gestaltungsrechte

4.6.1 Eigenkündigung des Arbeitnehmers

4.6.2 Kündigung des Mobbingtäters durch den Arbeitgeber

4.6.3 Zurückbehaltungsrecht des Arbeitnehmers

4.6.4 Beschwerderecht des Arbeitnehmers

5. Ansprüche und Möglichkeiten des Arbeitgebers wegen Mobbing am Kollegen

5.1 Arbeitgeberseitige Kündigung des Mobbingtäters

5.1.1 Außerordentliche Kündigung

5.1.2 Ordentliche arbeitgeberseitige Kündigung

5.2 Ultima ratio der Kündigung und mildere Mittel

5.2.1 Abmahnung des Arbeitnehmers

5.2.2 Versetzung, Umsetzung des Arbeitnehmers

6. Ansprüche des Gemobbten bei Mobbing durch den Arbeitgeber

6.1 Deliktische Ansprüche

6.1.1 Verjährung deliktischer Ansprüche

6.2 Vertragliche Ansprüche

6.2.1 Verletzung der Fürsorgepflicht

6.3 Ersatz des immateriellen Schadens und Schmerzensgeld/ Höhe des Schmerzensgelds

6.4 Gestaltungsrechte des Arbeitnehmers

6.5. Vorgehen gegen arbeitgeberseitige Kündigungen

6.5.1 Wirksamkeit der Kündigung

7. Beweisfragen/Beweislast

III. Kollektivrechtliche Aspekte von Mobbing

1. Überblick

2. Hilfe des Betriebsrats für Mobbingopfer

3. Beschwerderecht des Arbeitnehmers aus § 85 BetrVG

4. Sanktionen gegen den Betriebsrat bei Mobbing

5. Betriebsvereinbarungen gegen Mobbing

IV. Sozialrechtliche Aspekte des Mobbing

1. Mobbing und Arbeitslosenversicherung

2. Rechtsweg bei Streitigkeiten aus dem sogenannten Ein-Euro-Job

3. Eingliederungsvereinbarungen bei Hartz 4

4. Sozialrechtliches Mobbing

V. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

1. Einleitung

2. Präventionspflichten nach dem AGG

3. Rechtliche Mobbingprävention

4. Benachteiligungsformen

4.1 Rechtfertigung einer Benachteiligung

5. Rechte der Beschäftigten

VI. Intervention und Prävention

1. Was ist Intervention?

2. Individuelle Interventionen

2.1 Individuelle Interventionen aus betroffener Sicht

2.1.1 Eigenkompetenzen stärken

2.1.2 Hilfsangebote in Anspruch nehmen

2.1.3 Neue berufliche Perspektiven suchen

3. Betriebliche Interventionen

3.1 Moderation

3.2 Outplacement

3.3 Mediation

4. Was ist Prävention

4.1 Das Betriebsklima

4.2 Die Vorbildfunktion des Vorgesetzten

4.3 Transparenz der Arbeitsorganisation

4.4 Konfliktfähigkeitstraining

4.5 Abschluss einer Betriebsvereinbarung zum Mobbing

4.6 Kündigung und Präventionsverfahren für schwerbehinderte Beschäftigte

5. Maßnahmen gegen Mobbing in der praktischen Umsetzung

5.1 Beispiele aus der Praxis

5.2 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die juristischen Herausforderungen und Handlungsoptionen im Zusammenhang mit Mobbing am Arbeitsplatz, analysiert die Ursachen und Folgen und beleuchtet die Möglichkeiten der Prävention sowie Intervention unter Berücksichtigung der aktuellen arbeits-, zivil-, sozial- und kollektivrechtlichen Rahmenbedingungen.

  • Rechtliche Einordnung und Definition von Mobbing im Arbeitsverhältnis
  • Ansprüche von Arbeitnehmern gegen Kollegen und Arbeitgeber
  • Möglichkeiten des Arbeitgebers bei Mobbing durch Kollegen
  • Kollektivrechtliche Beteiligungsrechte des Betriebsrats
  • Sozialrechtliche Aspekte und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Auszug aus dem Buch

2. Ursachen von Mobbing

Ist das Klima am Arbeitsplatz gut, fühlen sich alle Mitarbeiter wohl, niemand denkt an „Mobbing“. Anders wird es sein, wenn sich das Arbeitsklima verschlechtert. In solchen Situationen entsteht Mobbing, entwickeln sich Mobbing-Täter und Mobbing-Opfer.

Doch wie kommt es dazu?

Es muss sich etwas geändert haben. Wäre die Situation dieselbe geblieben, hätte es auch keine Veränderung im Verhalten der Mitarbeiter gegeben. Doch welche Ursachen spielen eine Rolle, warum geschieht Mobbing?

2.1 Motive des Mobbing-Täters

Warum mobbt ein Täter?

Zuschlag ist der Überzeugung, dass die Beantwortung dieser Frage zwingend ist, um Maßnahmen gegen Mobbing einzuleiten. Er beschreibt die Motive des Mobbing-Täters nach (positiven) Zielsetzungen, Ängsten vor eigenem Versagen, Erleiden von Verlusten, usw. Einige seiner Beispiele werden in der folgenden Tabelle beschrieben, um die verschiedenen Motive deutlich zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung. Was ist Mobbing, Ursachen und Folgen: Dieses Kapitel definiert den Mobbing-Begriff, untersucht die psychologischen Motive hinter Mobbinghandlungen sowie die gesellschaftlichen und betrieblichen Ursachen und analysiert die tiefgreifenden individuellen sowie betriebs- und volkswirtschaftlichen Folgen.

II. Arbeits- und zivilrechtliche Aspekte des Mobbing im Individualarbeitsrecht: Dieser Abschnitt erörtert die rechtlichen Anspruchsgrundlagen für gemobbte Arbeitnehmer gegenüber Kollegen und Arbeitgebern, beleuchtet die deliktische und vertragliche Haftung und analysiert arbeitsrechtliche Gestaltungsrechte wie Kündigung und Beschwerderecht.

III. Kollektivrechtliche Aspekte von Mobbing: Hier werden die Beteiligungsrechte des Betriebsrats, das Beschwerderecht nach dem BetrVG sowie die Möglichkeiten und Grenzen von Betriebsvereinbarungen als Instrumente zur Mobbingprävention untersucht.

IV. Sozialrechtliche Aspekte des Mobbing: Dieses Kapitel befasst sich mit der Schnittstelle von Mobbing und Arbeitslosenversicherung, insbesondere im Hinblick auf Sperrzeiten, sowie mit Problematiken rund um Ein-Euro-Jobs und Eingliederungsvereinbarungen.

V. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Die Erläuterungen konzentrieren sich auf die Anforderungen des AGG an Arbeitgeber zur Mobbingprävention, die verschiedenen Benachteiligungsformen und die rechtlichen Rechte der Beschäftigten bei Diskriminierung.

VI. Intervention und Prävention: Abschließend werden individuelle und betriebliche Interventionsstrategien wie Mediation oder Outplacement sowie präventive Maßnahmen wie Konfliktfähigkeitstrainings und die Gestaltung eines positiven Betriebsklimas zur Vermeidung von Mobbing vorgestellt.

Schlüsselwörter

Mobbing, Arbeitsrecht, Arbeitgeberhaftung, Schmerzensgeld, Fürsorgepflicht, Betriebsrat, Betriebsvereinbarung, AGG, Diskriminierung, Prävention, Intervention, Mediation, Kündigung, Mobbingprävention, Arbeitsklima.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen rechtlichen Aspekte von Mobbing im Arbeitsverhältnis, von der Begriffsdefinition bis hin zu konkreten Interventions- und Präventionsmaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Arbeits- und Haftungsrecht, den kollektivrechtlichen Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats, sozialrechtlichen Implikationen und den neuen Anforderungen durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Betroffenen, Arbeitgebern und Betriebsräten einen Überblick über die rechtliche Durchsetzbarkeit von Ansprüchen sowie über Möglichkeiten zur Konfliktlösung und Prävention zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Facharbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung relevanter Rechtsprechung (BAG, LAG, Sozialgerichte) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Prüfung der Haftungsgrundlagen im Individual- und Kollektivarbeitsrecht, der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen sowie spezifischer Schutzpflichten nach dem AGG.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Mobbing, Haftung, Arbeitgeberfürsorge, Betriebsrat, Prävention, Diskriminierung und Schadensersatz.

Wie ist die Haftung des Arbeitgebers bei Mobbing durch Kollegen geregelt?

Der Arbeitgeber kann bei Verletzung seiner Fürsorgepflicht oder bei Organisationsverschulden haftbar gemacht werden. Zudem besteht eine Zurechnungshaftung für Verrichtungs- oder Erfüllungsgehilfen gemäß §§ 831, 278 BGB.

Inwiefern beeinflusst das AGG die Mobbingprävention?

Das AGG verpflichtet den Arbeitgeber zu präventiven Maßnahmen, wie der Einrichtung von Beschwerdestellen und der Schulung von Mitarbeitern, um Diskriminierung effektiv zu verhindern.

Welche Rolle spielt der Betriebsrat bei der Bekämpfung von Mobbing?

Der Betriebsrat fungiert als Anlaufstelle für Beschwerden, unterstützt Betroffene, kann Betriebsvereinbarungen initiieren und hat bei der Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften eine Überwachungspflicht.

Gibt es einen Anspruch auf Schmerzensgeld bei Mobbing?

Ja, sofern eine schwerwiegende Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder gesundheitliche Beeinträchtigungen vorliegen, können Mobbingopfer gemäß § 253 Abs. 2 BGB Schmerzensgeldansprüche geltend machen.

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Details

Title
Rechtsfragen des Mobbing im Arbeitsverhältnis. Ursachen und Folgen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel
Grade
1,7
Author
Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) Christian Kronjäger (Author)
Publication Year
2007
Pages
96
Catalog Number
V90809
ISBN (eBook)
9783638051750
Language
German
Tags
Rechtsfragen Mobbing Arbeitsverhältnis Ursachen Folgen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) Christian Kronjäger (Author), 2007, Rechtsfragen des Mobbing im Arbeitsverhältnis. Ursachen und Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/90809
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