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Die Psychologie des Willens

Titel: Die Psychologie des Willens

Hausarbeit , 2007 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Wasa Hansen (Autor:in)

Psychologie - Intelligenz und Lernpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff „Motivation“ gehört seit langem zu denjenigen psychologischen Fachbegriffen, die auf umfassende Weise Eingang in die Alltagssprache gefunden haben. Es gibt kaum einen Bereich des Alltagslebens, in dem nicht motivationale Verhaltenserklärungen gang und gäbe sind. So spricht man z.B. davon, dass „Mitarbeiter X hoch motiviert ist“ oder „Schüler Y nicht motiviert ist zu lernen“. Was ist damit gemeint? Man möchte damit die hohe bzw. niedrige Bereitschaft einer Person andeuten, eine anstehende Aufgabe anzupacken und diese zügig durchzuführen (Brandstätter & Gollwitzer, 2005, S. 201). In der wissenschaftlichen Psychologie werden unter dem Terminus „Motivation“ diejenigen Prozesse und Phänomene verstanden, die mit dem Setzen von Zielen („goal setting“) aufgrund deren Wünschbarkeit und Realisierbarkeit zu tun haben (Heckhausen, 2006, S. 281). Die Frage ist jedoch, wie man es überhaupt anstellt, ein gesetztes Ziel zu realisieren, dessen Ausführung einen eher abschreckt. Alltagssprachlich wird davon gesprochen, man müsse sich eben „zusammenreißen“ und dürfe sich nicht „gehen lassen“. Als Oberbegriff für diese Vorgänge wird sowohl im alltäglichen wie auch im wissenschaftlichen Gebrauch der Begriff Wille oder auch Volition gebraucht. Damit ist die Möglichkeit gemeint, aufgrund bestimmter Binnenprozesse eine Handlungsausführung trotz innerer Widerstände und erlebter Anstrengung bis zur Zielerreichung aufrecht zu erhalten (Rheinberg, 2000, S. 171). Der Begriff Volition bezieht sich also auf Prozesse und Phänomene, die mit der konkreten Realisierung von Zielen im Handeln zu tun haben (Heckhausen, 2006, S. 281). Die Begriffe der Motivation und der Volition ergänzen sich also gegenseitig, wobei die Volition ein Teil der Motivation und dieser im Handlungsverlauf nachgelagert ist.
In der vorliegenden Arbeit soll in einem ersten Abschnitt auf die wichtigsten Entwicklungslinien der Willensforschung eingegangen werden, wobei im weiteren Verlauf deutlich werden sollte, dass einige Überlegungen der traditionellen deutschen Willenspsychologie zur Bedeutung des Willens in modernen willenspsychologischen Theorien (z.B. den Zieltheorien) mit großem Gewinn wiederaufgenommen wurden.
In einem weiteren Abschnitt wird auf das von Heinz Heckhausen (1989; Gollwitzer, 1991) und seinen Mitarbeitern Mitte der 1980er Jahre entwickelte Rubikon Modell der Handlungsphasen eingegangen. Dieses stellt sich als eine ausschließlich motivationale Theorie dar. Es kennt jedoch auch volitionstheoretische Annahmen, also Hypothesen, die sich darauf beziehen, wie man die Zielrealisierung willentlich vorantreiben kann. Den modelltheoretischen Ausführungen schließen sich dann zwei empirische Studien an, die auf das Rubikonmodell Bezug nehmen und dessen Annahmen testen.
In der ersten Studie von Gollwitzer aus dem Jahr 1991 wird der Tatsache Rechnung getragen, dass dem Abwägen und Planen eine jeweils andere kognitive Orientierung zukommt. So wird der Frage nachgegangen, ob in den Bewusstseinslagen des Abwägens und Planens jeweils aufgabenkongruente Information effektiver aufgenommen wird als aufgabeninkongruente Information. Dabei sollte sich zeigen, dass dem so ist.
In der zweiten Studie von Brandstätter, Lengfelder & Gollwitzer (2001) mit dem Titel: „Implementation Intentions and Efficient Action Initiation“ wird gezeigt, dass schwierig zu erreichende Ziele durch das Fassen von Vorsätzen entscheidend begünstigt werden. Der Vorsatzeffekt lässt sich, wie in der Studie gezeigt wird, selbst bei Personen beobachten, die bekannt dafür sind, dass sie Schwierigkeiten mit der Umsetzung von Zielen in Handeln haben, wie z.B. Opiatabhängige im Entzug.
Am Ende der Arbeit steht eine Zusammenfassung der gewonnenen volitionspsychologischen Erkenntnisse sowie ein kurzer Ausblick auf künftige Forschungsarbeit in diesem Gebiet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entwicklungslinien der Willensforschung

2. Theorie und Empirie zur Willensforschung

2.1 Das Rubikon Modell der Handlungsphasen

2.2 Studie von Gollwitzer (1991): „Erinnern kongruenter Information“

2.3 Studie von Brandstätter, Lengfelder & Gollwitzer (2001):

3. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen des Willens und stellt die Entwicklung der Willensforschung von historischen Ansätzen bis hin zu modernen Modellen dar. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Rubikonmodell der Handlungsphasen und dessen empirischer Überprüfung, um zu klären, wie Intentionen in konkretes Handeln umgesetzt werden können.

  • Entwicklungslinien der psychologischen Willensforschung
  • Das Rubikonmodell der Handlungsphasen
  • Prozesse der Zielintention und Durchführungsintention
  • Empirische Untersuchungen zur Informationsverarbeitung in Handlungsphasen
  • Selbstregulation bei hoher kognitiver Belastung

Auszug aus dem Buch

Die Präaktionale Phase des Planens

Im vorliegenden Modell bedeutet den Rubikon zu überschreiten, dass eine Wunschvorstellung zu einer Handlungsabsicht wird. Zur Umwandlung des Wunsches in eine Absicht (Intention) genügt es nicht, dass eine Wunschvorstellung besonders attraktiv und realisierbar erscheint.

Zusätzlich bedarf es noch eines willentlichen, als persönlich verpflichtend erlebten Vorgangs, der mit dem Gefühl der Entschlossenheit und Handlungsgewissheit verbunden ist. Erst dann ist der Rubikon überschritten und ein qualitativer Sprung vom Wunsch zur Absicht vollzogen. Mit der Bildung einer Absicht (Zielintention) beginnt die präaktionale Volitionsphase der Handlungsentwicklung, in der die planende Bewusstseinslage vorherrscht. Aufgabe dieser Phase ist es, die Realisierbarkeit der wunscherfüllenden Handlung voranzutreiben. Die Umsetzung der Absicht in eine Handlung ist also das nun folgende Problem. Häufig gibt es dabei Schwierigkeiten: "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach" (Sprichwörtliche Redensart nach der Bibel, Matthäus 26,41) ist eine treffende Formulierung, die verdeutlicht, dass zwar eine Absicht gebildet wurde, die Realisierung aber Schwierigkeiten bereitet. Die Volitionsphase lässt sich also unterteilen in eine präaktionale und eine aktionale Phase: Vor der Handlung kommt es auf die Handlungsplanung an, während der Handlung auf die Handlungskontrolle. Es reicht nicht, sich zu einer Entscheidung durchzuringen, man muss auch konkret werden und die resultierenden Handlungselemente vorausplanen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert die Grundbegriffe Motivation und Volition und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Entwicklung der Willenspsychologie und das Rubikonmodell zu beleuchten.

1. Entwicklungslinien der Willensforschung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die psychologischen Auffassungen von Wollen und Handeln von der Antike bis zu den experimentellen Ansätzen des 19. und 20. Jahrhunderts.

2. Theorie und Empirie zur Willensforschung: Hier werden das Rubikonmodell der Handlungsphasen theoretisch fundiert und durch zwei spezifische empirische Studien von Gollwitzer (1991) sowie Brandstätter, Lengfelder & Gollwitzer (2001) in ihrer praktischen Anwendung untersucht.

3. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen volitionspsychologischen Erkenntnisse zusammen und weist auf notwendige zukünftige Forschungsfelder hin.

Schlüsselwörter

Willensforschung, Motivation, Volition, Rubikonmodell, Handlungsphasen, Zielintention, Durchführungsintention, Selbstregulation, Handlungsplanung, kognitive Belastung, Entscheidungsfindung, Bewusstseinslage, Abwägen, Planen, Handlungskontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Psychologie des Willens und untersucht, wie der Mensch von der bloßen Absicht zur konkreten Handlung gelangt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Unterscheidung zwischen motivationalen und volitionalen Prozessen, historische Theorien zum Wollen sowie die Handlungsphasen des Rubikonmodells.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des Willens in modernen Theorien aufzuzeigen und durch empirische Studien zu belegen, wie Vorsätze und Zielintentionen die Handlungsinitiierung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in den Studien verwendet?

Es werden experimentelle Methoden verwendet, darunter Gedächtnistests zur Überprüfung von Bewusstseinslagen sowie kontrollierte Studien zur Wirkung von Durchführungsintentionen in realen Belastungssituationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Rubikonmodells und die Analyse von zwei konkreten Studien zu kognitiven Orientierungen und der Wirksamkeit von Vorsätzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Rubikonmodell, Volition, Zielintention, Durchführungsintention, Abwägen, Planen und Selbstregulation.

Wie unterscheiden sich die Bewusstseinslagen des Abwägens und Planens im Rubikonmodell?

Die Phase des Abwägens ist realitätsorientiert und offen für Informationen, während die Phase des Planens realisierungsorientiert ist und den Fokus eng auf die Umsetzung des Ziels richtet.

Welche Erkenntnis liefert die Studie von Brandstätter et al. (2001) bei Heroinabhängigen?

Die Studie zeigt, dass Durchführungsintentionen selbst unter extrem hoher kognitiver Belastung (wie bei Entzugserscheinungen) eine effektive Methode zur Selbstregulation und Handlungsinitiierung darstellen.

Was ist das sogenannte "ideomotorische Grundprinzip"?

Es beschreibt das von William James postulierte Phänomen, dass allein die Vorstellung einer auszuführenden Handlung ausreichen kann, um die entsprechende Absicht ohne bewussten Willensakt umzusetzen.

Welche Bedeutung haben "Durchführungsintentionen" für die Zielverfolgung?

Sie verpflichten eine Person, in einer spezifischen Situation mit einer genau festgelegten Handlung zu reagieren, was die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Zielerreichung deutlich erhöht.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Psychologie des Willens
Hochschule
Universität Mannheim  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Seminar Werte und Lernmotivation
Note
1,0
Autor
Wasa Hansen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V90129
ISBN (eBook)
9783638042369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Willens Seminar Werte Lernmotivation Willenspsychologie Psychologie des Willens Wille Willensforschung Rubikon Modell der Handlungsphasen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wasa Hansen (Autor:in), 2007, Die Psychologie des Willens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/90129
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Leseprobe aus  22  Seiten
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