Seit dem Beginn der 90er Jahre herrscht in weiten Kreisen der Gesellschaft Einigkeit, daß aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Armut in den Entwicklungsländern sowie des industriellen Wachstums in den OECD-Ländern das Ausmaß und die Geschwindigkeit der weltweiten anthropogenen Degradierung der erneuerbaren Ressourcen (Boden, Vegetation, Wälder, Wasser, Luft/Atmosphäre) als historisches Novum des 20. Jahrhunderts auszumachen sind.
In dem Bewußtsein, daß den wachsenden ökologischen Gefährdungen schnell und effektiv begegnet werden müsse, ist die Institutionalisierung und Kooperation im Bereich der inter-nationalen Umweltpolitik seit dem Beginn der 70er Jahre zwar außerordentlich rasch vorangeschritten. Tatsächlich ist jedoch bis heute keine Nation bereit, ihre Souveränität, hinter der oftmals dominante wirtschaftliche Interessen stehen, zugunsten von substantiellen Maßnahmen des globalen Umweltschutzes einzuschränken.
Die Folge ist die weltweite Zunahme von Umweltkonflikten. Während jedoch in den Ländern der nördlichen Hemisphäre gesetzliche Regelungsmechanismen zur Lösung von Umweltproblemen zwischen Staaten greifen, läßt sich in den ärmeren Ländern der südlichen Hemisphäre die Zunahme ökologisch „induzierter“ Krisen und Konflikte verzeichnen, die sich zumeist in Form von ethnischen und religiösen Konflikten bis hin zu Kriegen manifestieren. Wie bereits heute absehbar ist, wird jedoch auch der Norden von den Folgen der globalen Umweltkrise etwa durch die Zunahme von (Bürgerkriegs-)Flüchtlingen, Umweltkatastrophen und der damit verbundenen humanitären Hilfsleistungen nicht verschont bleiben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bewertungs- und Erfassungsprobleme
3. Beschreibung des Untersuchungsgegenstands
I. Die Dimensionen der globalen anthropogenen Umweltzerstörung
1. Der Wandel des Mensch-Natur-Verhältnisses von der Frühzeit bis zur Schwelle des 21. Jahrhunderts
2. Die Umweltverschmutzung aus historischer Perspektive
3. Die Dimensionen der Umweltkrise in den Ländern der nördlichen Hemisphäre
3.1 Die industrielle Produktionsweise
3.1.1 Die Formen der Bodendegradierung
3.1.2 Das Waldsterben
3.1.3 Die Verschmutzung des Trinkwassers
3.1.4 Die Verschmutzung der Gewässer
3.1.5 Die Überfischung der Weltmeere
3.1.6 Die Zerstörung der Ozonschicht
3.1.7 Der Treibhauseffekt
3.2 Die Dimensionen der Umweltkrise in den Ländern der nördlichen Hemisphäre - Eine Bilanz -
4. Die Dimensionen der Umweltkrise in den Ländern der südlichen Hemisphäre
4.1 Das Bevölkerungswachstum
4.1.1 Die Formen der Bodendegradierung
4.1.2 Der Schwund der Tropischen Wälder
4.1.3 Der Rückgang der Biodiversität
4.1.4 Die Verknappung des Süßwassers
4.1.5 Der Prozess der Verstädterung
4.1.6 Von der Binnenmigration zur internationalen Migration
4.2 Die Dimensionen der Umweltkrise in der Ländern der südlichen Hemisphäre - Eine Bilanz -
5. Die Dimensionen der globalen anthropogenen Umweltzerstörung - Abschließende Zusammenfassung und Bewertung -
II. Die globalen Lösungsstrategien zur Vermeidung der fortschreitenden anthropogenen Umweltzerstörung
1. Die Genese und Evolution der internationalen Umweltpolitik von 1960 bis 1980
2. Die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen
3. Die internationale Umweltpolitik von 1980 bis 1990
3.1 Der Brundtland-Bericht
3.2 Der Nyerère-Bericht
3.3 Die internationale Umweltpolitik von 1960 bis 1990 - Eine Bilanz -
4. Die Verabschiedung des Wiener Abkommens zum Schutz der Ozonschicht
4.1 Das Montrealer Protokoll
4.2 Das Wiener Abkommen zum Schutz der Ozonschicht - Eine Bilanz -
5. Die internationale Umweltpolitik von Rio bis New York
5.1 Die Entstehung der Walderklärung
5.1.1 Die Walderklärung
5.2 Die Walderklärung - Eine Bilanz -
5.3 Die Entstehung der Konvention über Biologische Vielfalt
5.3.1 Die Konvention über Biologische Vielfalt
5.4 Die Konvention über Biologische Vielfalt - Eine Bilanz -
5.5 Die Entstehung der Klimakonvention
5.5.1 Die Klimakonvention
5.6 Die Klimakonvention - Eine Bilanz -
6. Die internationale Umweltpolitik - Abschließende Zusammenfassung und Bewertung -
III. Die Formen der Verknüpfung von Umwelt und Sicherheit
1. Die ersten Diskussionen über Umwelt und Sicherheit
2. Das traditionelle Konzept von nationaler Sicherheit
3. Die ersten Ansätze einer Erweiterung des Sicherheitsbegriffs
3.1 Die Ansätze der Security Community zur Erweiterung des Sicherheitsbegriffs
3.2 Die Haltung der Friedens- und Konfliktforschung zur Erweiterung des Sicherheitsbegriffs
3.3 Die Ansätze einer Erweiterung des Sicherheitsbegriffs auf internationalem Niveau
3.4 Die Auseinandersetzungen über den erweiterten Sicherheitsbegriff - Eine Bilanz -
4. Die Dimensionen der ökologischen Sicherheit in der nördlichen Hemisphäre
4.1 Der Begriff der ökologischen Sicherheit
4.1.1 Die Zerstörung der Umwelt als Folge militärischer Aktivitäten
4.1.2 Die Zerstörung der Umwelt als Mittel zur Kriegsführung
4.1.3 Die regionale Umweltkooperation als ein Beitrag zur ökologischen Sicherheit
4.1.4 Die Zerstörung der Umwelt als Folge industrieller Aktivitäten Europa
4.1.5 Die Zerstörung der Umwelt als Folge industrieller Aktivitäten in Rußland
4.1.6 Fischereikonflikte in der nördlichen Hemisphäre
4.1.7 Internationale Konflikte über Umweltfragen
4.2 Die Dimensionen der ökologischen Sicherheit in der nördlichen Hemisphäre - Eine Bilanz -
5. Die Dimensionen ökologisch induzierter Konflikte in der südlichen Hemisphäre
5.1 Der Begriff des ökologischen Konflikts
5.1.1 Die Formen von innerstaatlichen ökologischen Konflikten
5.1.1.1 Der ethno-ökologische Konflikt
5.1.1.2 Der sozio-ökologische Konflikt
5.1.1.3 Der umsiedlungsbedingte ökologische Konflikt
5.1.2 Der grenzüberschreitende (internationale) ökologische Konflikt
5.1.2.1 Die demographische Dimension
5.1.3 Der internationale ökologische Konflikt
5.1.4 Fischereikonflikte in der südlichen Hemisphäre
5.2 Die Dimensionen ökologisch induzierter Konflikte in der südlichen Hemisphäre - Eine Bilanz -
6. Die Zunahme von Umweltkatastrophen
6.1 Die Überschwemmungskatastrophe im polnisch-tschechisch-deutschen Grenzraum
6.2 Die Brandkatastrophe in Indonesien
7. Die Formen der Verknüpfung von Umwelt und Sicherheit - Abschließende Zusammenfassung und Bewertung -
IV. Der Beitrag der Vereinten Nationen, der NATO und der KSZE/OSZE für eine neue globale Umweltordnung
1. Die Vereinten Nationen
1.1 Die Genese und Evolution der Vereinten Nationen als universelles System kollektiver Sicherheit und der Stellenwert der Umwelt
1.1.1 Die Ziele und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen
1.1.2 Die Instrumente der Charta der Vereinten Nationen
1.1.3 Das friedenssichernde Potential der Vereinten Nationen bis 1992
1.2 Die Agenda für den Frieden und die Rolle der globalen Umwelt
1.2.1 Die Diskussionen über die Errichtung eines Umweltsicherheitsrats
1.2.2 Die Diskussionen über die Errichtung von Grünhelm-Einheiten
1.3 Die Vereinten Nationen als System der kollektiven Sicherheit an der Schwelle zum 21. Jahrhundert und der Stellenwert der globalen Umwelt - Eine Bilanz -
2. Die NATO
2.1 Die Genese und Evolution der NATO als regionales System kollektiver Verteidigung und kollektiver Sicherheit und der Stellenwert der Umwelt
2.1.1 Das Prinzip der kollektiven Verteidigung
2.1.2 Die Umwelt im neuen Strategischen Konzept der NATO von 1991
2.1.2.1 Das Prinzip der kollektiven Sicherheit als Rahmen für die NATO-Umweltkooperation
2.2 Die dritte Dimension der NATO - Die Umweltkooperation
2.2.1 Der NATO-Wissenschaftsausschuss
2.2.1.1 Die Gründung des NATO-Wissenschaftsausschusses
2.2.1.2 Die Zusammensetzung des NATO-Wissenschaftsausschusses
2.2.1.3 Die Konzeption des NATO-Wissenschaftsausschusses
2.2.1.4 Die Prinzipien des NATO-Wissenschaftsausschusses
2.2.1.5 Die Umweltkooperation des NATO-Wissenschaftsausschusses von 1958 bis 1991
2.2.1.6 Die Stärkung der Umweltkooperation des NATO-Wissenschaftsausschusses im Zuge der Verabschiedung des neuen Strategischen Konzepts von 1991
2.2.2 Die Gründung des NATO-Umweltausschusses
2.2.2.1 Die Zusammensetzung des NATO-Umweltausschusses
2.2.2.2 Die Konzeption des NATO-Umweltausschusses
2.2.2.3 Die Prinzipien des NATO-Umweltausschusses
2.2.2.4 Die sonstigen Aktivitäten des NATO-Umweltausschusses
2.2.2.5 Die Leitstudien des NATO-Umweltausschusses
2.2.2.6 Die Stärkung des NATO-Umweltausschusses im Zuge der Verabschiedung des neuen Strategischen Konzepts von 1991
2.2.2.7 Der Ausschuss für zivile Notstandsplanung
2.3 Die NATO als regionales System der kollektiven Verteidigung und kollektiven Sicherheit und der Stellenwert der Umwelt - Eine Bilanz -
3. Die OSZE
3.1 Die Genese und Evolution der OSZE als regionales System kollektiver Sicherheit und der Stellenwert der Umwelt
3.1.1 Die Prinzipien und Verpflichtungen der KSZE
3.2 Die Umweltpolitik der KSZE in der Schlußakte von Helsinki
3.2.1 Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa als Forum für die KSZE-Umweltkooperation
3.2.2 Die Luftreinhaltepolitik der UN-ECE
3.2.2.1 Die Konvention über weitreichende grenzüberschreitende Luftverunreinigung
3.2.2.2 Das Protokoll über die Zusammenarbeit bei der Messung und Bewertung der weiträumigen Übertragung von luftverunreinigenden Stoffen in Europa
3.2.2.3 Das Protokoll zur Reduzierung von Stickoxid-Emissionen
3.2.2.4 Das Protokoll zur Reduzierung der flüchtigen organischen Verbindungen
3.2.2.5 Die Konvention zur grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung
3.2.2.6 Die Konvention über die grenzüberschreitenden Auswirkungen von Industrieunfällen
3.2.2.7 Der Umwelt für Europa Prozess
3.3 Die UN-ECE-Umweltpolitik und der Stellenwert der Umwelt im OSZE-Prozeß - Eine Bilanz -
4. Der Beitrag der Vereinten Nationen, der NATO und der OSZE für eine neue globale Umweltordnung - Abschließende Zusammenfassung und Bewertung
V. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die sicherheitspolitischen Auswirkungen der globalen anthropogenen Umweltzerstörung im 21. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, inwieweit internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die NATO und die OSZE geeignet sind, den durch Umweltprobleme induzierten Sicherheitsrisiken präventiv und reaktiv zu begegnen.
- Analyse der Dimensionen globaler Umweltzerstörung in Industrie- und Entwicklungsländern
- Untersuchung der Verknüpfung von ökologischen Krisen und sicherheitspolitischen Herausforderungen
- Evaluation internationaler Lösungsansätze und Umweltregime
- Bewertung des Beitrags von Sicherheitsinstitutionen (VN, NATO, OSZE) zur globalen Umweltordnung
- Kritische Reflexion der Konzepte ökologischer Sicherheit
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Das Waldsterben
Nach den Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bedeckten die Wälder der gemäßigten Breiten, mit Laubwald, Gras- und Weideland sowie subpolaren Nadelwäldern, durchbrochen von gemischten und sensitiven Hochwald- und Bergsystemen, im Jahre 1995 eine Landfläche von 1,493 Milliarden Hektar. Davon entfielen 457 Millionen Hektar Wald auf Nordamerika (13,2%), 146 Millionen Hektar auf Europa (4,2%) und weitere 816 Millionen Hektar Wald auf die Länder der ehemaligen Sowjetunion (23,5%). Neben Finnland, Schweden und Norwegen befinden sich in den USA, Kanada und Russland die größten zusammenhängenden Primärwälder, von denen derzeit 36 Millionen Hektar unter Schutz gestellt sind.
Neben der genetischen Veranlagung und natürlichen äußeren Einflüssen wie beispielsweise Wind, Wassermangel, Schädlingsbefall, Brandkatastrophen, dem menschlichen Waldeinschlag für wirtschaftliche Zwecke und dem anthropogen verursachten Sauren Regen spielen bei den „Neuartigen Waldschäden“, das heißt dem Anstieg der Kronenverlichtung, die Emissionen aus dem Verkehr (O3) und der Landwirtschaft (N2O) eine Schlüsselrolle. So wird vermutet, dass das deutliche Wachstum der Wälder in den letzten 20 Jahren, unter Nichtberücksichtigung der zahlreichen Wiederaufforstungsmaßnahmen, in erster Linie auf die wachstumsfördernde Wirkung der aus den Stickoxiden (NOx) entstandenen Nitrate und möglicherweise auch auf den Anstieg des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zurückgeht. Da jedoch infolge der skizzierten Prozesse des Sauren Regens ein Viertel der Waldböden in Europa so stark versauert ist, dass der Baumbestand in die Nähe von Schwellenwerten gerät, jenseits derer ein Waldökosystem nicht mehr funktionieren kann, werden die bereits vorhandenen Nährstoffverluste in der Nadel- und Blattoberfläche von Bäumen, im reich verzweigten Wurzelwerk und in den Waldböden durch das beschleunigte Wachstum der Bäume erneut verstärkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der globalen anthropogenen Umweltzerstörung seit 1950 ein und thematisiert die daraus resultierenden internationalen Debatten sowie die Suche nach Sicherheitskonzepten.
2. Bewertungs- und Erfassungsprobleme: Das Kapitel erörtert die methodischen und wissenschaftlichen Schwierigkeiten bei der Erfassung und Bewertung komplexer ökologischer Prozesse und rechtfertigt die Verwendung des Nord-Süd-Schemas.
3. Beschreibung des Untersuchungsgegenstands: Hier wird der inhaltliche Aufbau der Dissertation skizziert, beginnend mit historischen Rückblicken bis hin zur Analyse der Rolle internationaler Organisationen.
I. Die Dimensionen der globalen anthropogenen Umweltzerstörung: Dieser Hauptteil analysiert die ökologischen Krisen in den Ländern der nördlichen und südlichen Hemisphäre, ihre Ursachen und deren Auswirkungen.
II. Die globalen Lösungsstrategien zur Vermeidung der fortschreitenden anthropogenen Umweltzerstörung: Das Kapitel zeichnet die Genese internationaler Umweltpolitik und die Wirksamkeit spezifischer Umweltregime nach.
III. Die Formen der Verknüpfung von Umwelt und Sicherheit: Dieser Abschnitt untersucht konzeptionelle Versuche, Umweltprobleme in die internationale Sicherheitsarchitektur zu integrieren, und beleuchtet die Kritik der Friedensforschung.
IV. Der Beitrag der Vereinten Nationen, der NATO und der OSZE für eine neue globale Umweltordnung: Das Kapitel bewertet die Rolle dieser Institutionen und ihrer spezifischen Instrumente bei der Bewältigung umweltbedingter Sicherheitsrisiken.
V. Ausblick: Der Ausblick fasst die wesentlichen Ergebnisse der 50-jährigen Umweltpolitik zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Bewusstseinswandels.
Schlüsselwörter
Umweltzerstörung, Sicherheitspolitik, Nord-Süd-Konflikt, Ökologische Sicherheit, Nachhaltigkeit, Vereinte Nationen, NATO, OSZE, Klimawandel, Treibhauseffekt, Waldsterben, Ressourcenkonflikte, Internationale Umweltpolitik, Umweltmanagement, Global Commons.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den sicherheitspolitischen Dimensionen der globalen Umweltzerstörung und untersucht, inwiefern internationale Institutionen für die Lösung dieser Probleme geeignet sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Zustand der natürlichen Ressourcen, die historische Entwicklung internationaler Umweltpolitik, das Konzept der ökologischen Sicherheit und die Rolle von VN, NATO und OSZE.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die bestehenden Sicherheitsinstitutionen (VN, NATO, OSZE) ihr Aufgabenspektrum sinnvoll erweitern können, um den sicherheitsrelevanten Effekten der Umweltzerstörung zu begegnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt einen systemanalytischen Ansatz und stützt sich auf empirische Daten sowie eine Auswertung internationaler Verträge, Abkommen und wissenschaftlicher Projekte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse ökologischer Dimensionen (Nord/Süd), internationale Lösungsstrategien, die Verknüpfung von Umwelt und Sicherheit sowie den Beitrag spezifischer Sicherheitsinstitutionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Umweltzerstörung, ökologische Sicherheit, Nord-Süd-Konflikt, internationale Organisationen und nachhaltige Entwicklung.
Welche Rolle spielt das Militär bei der ökologischen Sicherheit?
Die Autorin untersucht kritisch, ob und wie das Militär zur Beseitigung von Umweltkatastrophen eingesetzt werden kann, warnt jedoch vor einer Militarisierung der Umweltpolitik.
Was ist das Fazit der Autorin zu internationalen Umweltregimen?
Sie kommt zu dem Schluss, dass der Erfolg dieser Regime oft auf wirtschaftlichem Eigennutz der Nationalstaaten basiert und dass bisher kein tragfähiges Konzept der ökologischen Sicherheit existiert.
- Quote paper
- Dr. Vera Anna Touché (Author), 1999, Umwelt und Sicherheit - Die globale anthropogene Umweltzerstörung und deren sicherheitspolitische Dimension, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/90113