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Gewalt gegen Fußballschiedsrichter im Amateurfußball. Ansätze zur Gewaltprävention

Titel: Gewalt gegen Fußballschiedsrichter im Amateurfußball. Ansätze zur Gewaltprävention

Hausarbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 2

Autor:in: Alexander Kroll (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit stellt Präventionsansätze im Amateurfußball vor, welche die Fußballschiedsrichter vor Gewaltvorfällen schützen sollen.

In den letzten Jahren wurden immer wieder Fälle von Gewalt gegen Fußballschiedsrichter auf dem Spielfeld bekannt. So wurde im November 2019 die Halbfinalbegegnung im Südwest-Pokal zwischen TUS Rüssingen und Alemannia Waldalgesheim abgebrochen nachdem ein Schiedsrichterassistent von einem Rüssinger Spieler zu Boden geschlagen wurde. Bei einem Spiel der Kreisliga C am 28.10.2019 zwischen den Mannschaften des FSV Münster und dem TV Semd wurde ein 22-jähriger Schiedsrichter von einem Spieler der Heimmannschaft bewusstlos geschlagen. Der niedergeschlagene Schiedsrichter musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik verbracht werden. Die per Handy aufgenommene Gewaltszene wurde in den Medien gesendet und sorgte für eine öffentliche Diskussion über den Schutz von Schiedsrichtern vor solchen Gewaltakten. In der Saison 2017/2018 kam es zu 2.866 Angriffen auf Schiedsrichter. In der Folgeserie 2018/2019 wurden bundesweit 2.906 Angriffe auf Schiedsrichter registriert. Dabei wurden in der abgelaufenen Saison 2018/2019 jedoch 50.000 Spiele weniger absolviert. Die Statistik bezieht sich auf den bundesweiten Amateurfußball. Hierbei handelt es sind jedoch nur um die registrierten Fälle von körperlichen Angriffen auf Schiedsrichter.

Aus meiner eigenen 25jährigen Erfahrung als Fußballschiedsrichter kann ich berichten, dass es bei fast jedem Spiel zu Fällen psychischer Gewalt kommt. Beleidigungen, Beschimpfungen, rassistische Äußerungen durch Spieler; Betreuer, Funktionäre und Zuschauer gegenüber den Spielern, Betreuern und Zuschauern der jeweiligen anderen Mannschaft und des Schiedsrichters gehören zum täglichen Fußballgeschäft dazu. Sprüche gegen den Schiedsrichter wie "dafür kriegst du doch dein Geld", "du bist doch gekauft" und "dann musst du richtig pfeifen" sind noch harmlos. Ich selbst wurde bisher einmal körperlich von einem Zuschauer angegriffen. Der Angriff ereignete sich nach dem Spiel auf dem Weg in die Schiedsrichterkabine.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Bedeutung des Amateurfußballs

2.2 Aufbau und Struktur des deutschen Amateurfußballs

2.3 Der Schiedsrichter – Aufgaben des Schiedsrichters

3. Der Gewaltbegriff im Kontext zum Amateurfußball

3.1 Der Gewaltbegriff und Formen der Gewalt

3.2 Gewalt im Amateurfußball

3.3 Gewalt gegen Schiedsrichter

4. Präventionsmaßnahmen

4.1 Grundlagen der Prävention

4.2 Primärprävention

4.3 Sekundärprävention

4.4 Tertiärprävention

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Gewalt gegen Fußballschiedsrichter im deutschen Amateurfußball mit dem Ziel, effektive Präventionsansätze aufzuzeigen, die den Schutz der Unparteiischen erhöhen und gewalttätigen Übergriffen dauerhaft entgegenwirken sollen.

  • Analyse der soziologischen und strukturellen Bedeutung des deutschen Amateurfußballs.
  • Definition und Differenzierung verschiedener Gewaltformen (personal, strukturell).
  • Untersuchung der Ursachen und Ausprägungen von Gewalt gegen Schiedsrichter auf Kreisebene.
  • Kategorisierung von Präventionsmaßnahmen in primäre, sekundäre und tertiäre Ansätze.
  • Evaluation der bestehenden Meldewege und sportgerichtlichen Interventionsmöglichkeiten.

Auszug aus dem Buch

3.3 Gewalt gegen Schiedsrichter

Der Schiedsrichter nimmt auf Grund seiner leitenden Funktion eine zentrale Stellung in einem Fußballspiel ein. Durch das Aussprechen von Spielstrafen und persönlichen Strafen entsprechend des Regelwerkes übt der Schiedsrichter strukturelle Gewalt aus. Nicht selten kommt es vor, dass durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters ein Spiel entschieden wird.

In der abgelaufenen Saison 2018/2019 wurden 2.906 Schiedsrichter in den Amateurligen angegriffen. Weiterhin ist zu beobachten, dass die Vorfälle heftiger und intensiver geworden sind. Die Angriffe reichten von Beschimpfungen und kleinere Rangeleien bis hin zu roher Gewalt. Diese Vorfälle sorgten dafür, dass zum Beispiel die Schiedsrichter in Berlin für ein Wochenende im Oktober 2019 streikten. Der Berliner Schiedsrichter Ausschussvorsitzende Jörg Wehling gab in einem Interview an: „53 Angriffe an zehn Spieltagen: So häufig wurden Schiedsrichter in den Berliner Fußball-Amateurligen in der laufenden Saison bereits angegangen.“ Mit dieser Aktion wollten die Schiedsrichter auf ihre Situation aufmerksam machen und eine Reaktion des Fußballverbandes erzeugen. Der DFB als Dachverband spielte die Situation jedoch herunter und gab die Verantwortung in Form einer Pressemitteilung zur Ausweitung ihrer Schulungsmaßnahmen für die Schiedsrichter in Form eines Deeskalationstrainings an die Landesverbände ab.

In einem Spiel der unteren Ligen ist kein unabhängiges Schiedsrichtergespann tätig. In einigen Bundesländern wird der Schiedsrichter von „Vereinslinienrichtern“ unterstützt. Hat der Schiedsrichter ein Gespann, tritt er aus eigener Erfahrung souveräner auf und weiß das er beim Auftreten schwieriger Situationen Unterstützung hat. Aus den registrierten Vorfällen kann man ableiten, dass je höher die Spielklasse ist, je geringer sind die Gewaltvorfälle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Anzahl an Gewaltvorfällen gegen Schiedsrichter im Amateurfußball anhand aktueller Beispiele und Statistiken und benennt die Zielsetzung der Arbeit.

2. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftliche Relevanz des Amateurfußballs, dessen föderale Organisationsstruktur sowie das Anforderungsprofil und die Aufgaben des Schiedsrichters.

3. Der Gewaltbegriff im Kontext zum Amateurfußball: Es erfolgt eine wissenschaftliche Herleitung des Gewaltbegriffs, gefolgt von einer Analyse spezifischer Gewaltphänomene im Amateurfußball und einer detaillierten Betrachtung der Angriffe auf Unparteiische.

4. Präventionsmaßnahmen: Das Kapitel differenziert zwischen primären, sekundären und tertiären Präventionsansätzen, um aufzuzeigen, wie Gewalt durch strukturelle, pädagogische und sanktionierende Maßnahmen reduziert werden kann.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, weist auf den Mangel an wissenschaftlicher Evaluation hin und betont, dass auch ein mögliches Fehlverhalten von Schiedsrichtern keine Rechtfertigung für Gewalt darstellt.

Schlüsselwörter

Amateurfußball, Schiedsrichter, Gewaltprävention, Personale Gewalt, Strukturelle Gewalt, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention, Spielabbruch, Fair-Play, DFB, Sportgerichtsbarkeit, Gewalt im Sport, Konfliktpotenzial, Schiedsrichterwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von körperlicher und psychischer Gewalt gegenüber Fußballschiedsrichtern im deutschen Amateurfußball und untersucht verschiedene Ansätze zu deren Prävention.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Gewalt, die Organisationsstruktur des DFB, die Analyse von Gewaltvorfällen in den Ligen sowie die systematische Aufarbeitung von Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie Schiedsrichter durch präventive Maßnahmen besser vor Übergriffen geschützt werden können, um den Spielbetrieb langfristig sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien, die Auswertung offizieller DFB-Lagebilder sowie auf die praktische Erfahrung des Autors als langjähriger Schiedsrichter.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Gewaltbegriffs, eine Darstellung der spezifischen Gewaltproblematik im Amateurfußball und eine detaillierte Erörterung von Präventionsmöglichkeiten auf drei Ebenen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Amateurfußball, Gewaltprävention, Schiedsrichterschutz, strukturelle Gewalt und Sportgerichtsbarkeit beschreiben.

Warum ist laut der Arbeit eine Unterscheidung der Präventionsstufen notwendig?

Die Unterscheidung in primäre, sekundäre und tertiäre Prävention ist notwendig, um gezielt an verschiedenen Punkten – von der allgemeinen Aufklärung bis zur spezifischen Intervention bei Risikogruppen und Rückfalltätern – ansetzen zu können.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Schiedsrichter in Bezug auf Konflikte?

Der Autor räumt ein, dass auch Schiedsrichter durch arrogantes oder provokantes Auftreten zu Konflikten beitragen können, betont jedoch ausdrücklich, dass solches Fehlverhalten niemals eine Rechtfertigung für körperliche Gewalt sein darf.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt gegen Fußballschiedsrichter im Amateurfußball. Ansätze zur Gewaltprävention
Hochschule
Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt Aschersleben
Note
2
Autor
Alexander Kroll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V900949
ISBN (eBook)
9783346219527
ISBN (Buch)
9783346219534
Sprache
Deutsch
Schlagworte
amateurfußball ansätze fußballschiedsrichter gewalt gewaltprävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Kroll (Autor:in), 2020, Gewalt gegen Fußballschiedsrichter im Amateurfußball. Ansätze zur Gewaltprävention, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/900949
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Leseprobe aus  18  Seiten
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