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Erzählen und Fiktionalität in Thomas Harlans "Rosa"

Title: Erzählen und Fiktionalität in Thomas Harlans "Rosa"

Academic Paper , 2020 , 30 Pages , Grade: VG

Autor:in: Johan Andersson (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, das Werk "Rosa" von Thomas Harlan in Bezug auf dessen Fiktivität bzw. Fiktionalität zu beschreiben, Begriffe, die nach Frank Zipfel dem Begriff Fiktion untergeordnet sind. Diese und andere relevante Begriffe und Gedanken von Gérard Genette und Matías Martínez und Michael Scheffel werden unten kurz erläutert, und im Hauptteil der Arbeit weiterentwickelt.

Anhand von Beispielen sollen Ausschnitte des Werkes als fiktiv, bzw. fiktional beschrieben, und die Funktionen und Wirkung der Fiktivität bzw. Fiktionalität diskutiert werden. Fragen, die auch beantwortet werden sollen, sind, inwiefern der Paratext und die Vorkenntnisse des Rezipienten bestimmend für die Interpretation des Werkes als fiktional sind, und wie die verschiedenen Geschichten erzählt werden in Bezug auf die Erzählperspektiven Stimme und Modus nach der Definition Genettes. Eine weitere Frage, die hier beantwortet werden soll, ist, inwiefern das Werk oder Teile dessen eher als faktual bezeichnet werden kann/können.

Die komplexe Struktur des Werkes, wo mehrere Erzählstimmen ineinander eingeflochten, Text und Paratext einander widersprechen, und historisch verifizierbaren Daten mit Fantastischem eingeblendet werden, macht es ein gutes Objekt einer fiktionstheoretischen Studie aus. Diese Komplexität, sowie die vernachlässigbare Forschung an Harlans Werk, ist ein guter Ausgangspunkt für eine Analyse zur narrativen Struktur und Funktion des Werkes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zum Autor

1.2 Zum Werk

2. Ziel der Arbeit

3. Zum Stand der Forschung

4. Zur Erzähl- und Fiktionstheorie

4.1 Begriffsbestimmung

4.2 Erzählperspektive

4.3 Fiktionssignale

4.3.1 Paratextuelle Fiktionssignale

4.3.2 Textuelle Fiktionssignale

5. Textanalyse Rosa

5.1 Der Paratext

5.2 Die Geschichte von Rosa und Józef

5.3 Die wiedergefundenen Akte

5.4 Richards Sanatoriumsaufenthalt

5.5 Die veränderte Flora der Kulmhofer Blöße

5.6 Die Maderholzsche Umnachtung

5.7 Rosas Tod

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk «Rosa» von Thomas Harlan hinsichtlich seiner narrativen Fiktivität und Fiktionalität. Dabei wird analysiert, wie der Autor durch komplexe narrative Strukturen, Erzählperspektiven und den Einsatz von Paratexten eine Vermengung von faktualen und fiktionalen Elementen erzeugt, um die unfassbaren Schrecken des Holocaust literarisch zu verarbeiten.

  • Analyse narrativer Strukturen nach Genette (Modus und Stimme)
  • Untersuchung von Fiktionssignalen (paratextuell und textuell)
  • Wechselspiel zwischen dokumentarischen Anteilen und Fiktionalisierung
  • Funktion der Natur als symbolisches Erinnerungssubjekt
  • Theoretische Einordnung von Fiktion, Fiktivität und Fiktionalität

Auszug aus dem Buch

5.5 Die veränderte Flora der Kulmhofer Blöße

In den sogenannten « Blättern », dem Nachlass Richards, stößt der Erzähler auf eine dreiteilige Arbeit, in der unter anderem die « Wechselbeziehungen von Verstörungen in der Pflanzen- und Tierwelt und deren genmutative Ursachen » beschrieben werden (Harlan 2011b:117). Dieser Abschnitt des Textes weicht von den meisten der übrigen Kapitel des Buches stark ab, indem Behauptungen gemacht werden, die dem Rezipienten den Textabschnitt als völlig fiktiv aufzufassen lassen. Gleichzeitig werden angebliche Tatsachen aneinandergereiht, und die Behauptungen Richards im Konjunktiv I referiert, was den Abschnitt auch Merkmale eines faktualen Erzählens schenkt.

Richard geht in seinen Untersuchungen von Recherchen des Pentagons zu den Effekten der Strahlung von Atombomben auf Singvögeln aus. Der Erzähler erzählt von der Annahme Richards, dass einundvierzig von circa einhundert untersuchten Wald-Jagen die « Ereignisse », d. h. den Massenmord an dreihunderttausend Juden und anderen Menschen, « bis in ihre Wurzeln erfahren » haben sollen (Harlan 2011b:117ff). Der Erzähler stellt dar, wie die Natur, laut Richards Recherchen, von den Ereignissen erinnert worden ist.

[…] in einer solchen Weise nämlich, daß, nach ersten Depressionen, die Erinnerung in ihr innerstes Zellgewebe eingebrochen sei; daß es nicht mehr, wie bei äußeren, bisweilen schweren Verletzungen z. B. der Gefäße, zu einem Heilprozeß habe kommen können, einem Prozeß, bei dem das Holz hätte vergessen können, was ihm zugestoßen war, sondern, im Gegenteil, der Wald kollektiv einen seelischen Schock erlitten hätte, der um so größer geworden wäre, als er, zunächst verdrängt, die Wurzeln mit Verspätung in eine Art Abgrund gerissen hätte, in die Tiefe ihres Wesens. (2011b:118)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Bietet einen Überblick über den Autor Thomas Harlan und dessen Werk «Rosa» sowie den historischen Kontext.

2. Ziel der Arbeit: Definiert die Untersuchung von Fiktivität und Fiktionalität im Werk anhand narratologischer Begriffe.

3. Zum Stand der Forschung: Gibt einen Überblick über bisherige literaturwissenschaftliche Auseinandersetzungen mit Thomas Harlans Werk.

4. Zur Erzähl- und Fiktionstheorie: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Begriffe Fiktion, Fiktivität und Fiktionalität sowie narratologische Konzepte wie Erzählperspektive und Fiktionssignale.

5. Textanalyse Rosa: Analysiert detailliert die Erzählstrukturen des Romans, den Paratext, die Geschichte von Rosa und Józef, die Aktenfunde, Richards Aufenthalte, die Naturdarstellung und das Ende.

6. Zusammenfassung: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit zur narrativen Komplexität und der Wirkung der Fiktionalität im Werk.

Schlüsselwörter

Thomas Harlan, Rosa, Fiktionalität, Fiktivität, Narratologie, Erzählperspektive, Kulmhof, Holocaust, Holocaust-Literatur, Paratext, Modus, Stimme, Polymodalität, Fiktionssignale, Erinnerungskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Roman «Rosa» von Thomas Harlan im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen fiktionaler Gestaltung und faktualem Anspruch bei der Darstellung historischer Traumata.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Erzähltheorie nach Gérard Genette, die Funktion von Fiktionssignalen sowie die literarische Repräsentation des Holocaust durch eine komplexe narrative Struktur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, wie das Werk durch Fiktionalität und Fiktivität konstruiert ist und wie diese Mittel dazu beitragen, die Unfassbarkeit des Massenmordes in Kulmhof für den Leser greifbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textimmanente Analyse auf Grundlage narratologischer Theorien (insbesondere Fiktionstheorie von Frank Zipfel und Erzähltheorie von Gérard Genette) angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung und eine ausführliche Textanalyse, die einzelne Aspekte wie Paratexte, verschiedene Erzählebenen, die Rolle des Protagonisten Richards und die symbolische Darstellung der Natur untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fiktionalität, Fiktivität, Narratologie, Holocaust-Literatur und die spezifische Poetik Thomas Harlans charakterisieren.

Wie spielt der Paratext eine Rolle für die Interpretation des Romans?

Der Paratext, wie die Bezeichnung als «Roman» oder Zitate, setzt für den Leser den Rahmen, der das Werk trotz historischer Bezüge primär als Fiktion einordnet.

Welche Bedeutung kommt der "Natur" im Werk zu?

Die Natur fungiert im Roman als ein anthropomorphisiertes Erinnerungssubjekt, das die Schrecken des Massenmordes gleichsam in sich aufnimmt und dadurch eine spezifische phantastische Dimension erhält.

Wie geht die Arbeit mit den "widersprüchlichen Signalen" um?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass das Werk bewusst mit der Ambivalenz zwischen Faktualität und Fiktionalität spielt, um den Leser zur aktiven Rekonstruktion und Interpretation des historischen Stoffes anzuregen.

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Details

Title
Erzählen und Fiktionalität in Thomas Harlans "Rosa"
College
Uppsala University
Grade
VG
Author
Johan Andersson (Author)
Publication Year
2020
Pages
30
Catalog Number
V900282
ISBN (eBook)
9783346222541
ISBN (Book)
9783346222558
Language
German
Tags
Fictionality Narratology Thomas Harlan Rosa Fiction theory
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johan Andersson (Author), 2020, Erzählen und Fiktionalität in Thomas Harlans "Rosa", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/900282
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